Seminar
Die Gottesverehrung im Tempel ist auf Jesus Christus ausgerichtet: Dann werde ich in ihrer Mitte wohnen


„Die Gottesverehrung im Tempel ist auf Jesus Christus ausgerichtet: Dann werde ich in ihrer Mitte wohnen“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar, 2026

Die Gottesverehrung im Tempel ist auf Jesus Christus ausgerichtet: Dann werde ich in ihrer Mitte wohnen“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar

Vorbereitung auf den Tempel: Lektion 201

Die Gottesverehrung im Tempel ist auf Jesus Christus ausgerichtet

Dann werde ich in ihrer Mitte wohnen

Salt Lake temple at sunset

Der Tempel ist ein heiliger Ort, der geweiht ist, abgegrenzt von der Welt. Er hilft uns, dem Vater im Himmel und Jesus Christus näherzukommen. Der Mittelpunkt unserer Gottesverehrung findet sich in dem, was auf jedem Tempel steht: „Das Haus des Herrn“. Alles im Tempel weist uns auf unseren Erretter Jesus Christus hin. Diese Lektion kann den Schülern helfen, einen größeren Wunsch zu verspüren, Jesus Christus in seinem Haus näherzukommen.

Vorbereitungsaufgabe: Um den Schülern bei der Vorbereitung auf diese Lektion zu helfen, bitten Sie sie, über die Segnungen nachzudenken, die sie oder andere, die sie kennen, durch ihren Tempelbesuch empfangen haben.

Vorschläge für Lernaktivitäten

Der Mittelpunkt der Gottesverehrung im Tempel

Sie könnten zu Beginn des Unterrichts einen Fahrradreifen oder einen anderen Gegenstand mit einer klar erkennbaren Mitte zeigen. Passen Sie die folgenden Fragen an den gezeigten Gegenstand an.

Bicycle tire wheel isolated on white background.
  • Warum ist die Mitte eines Fahrradreifens wichtig?

  • Wie würde es sich auf den Zweck des Reifens auswirken, wenn man die Mitte entfernen würde?

Elder Allen D. Haynie von den Siebzigern hat über den Tempel gesagt:

Official Portrait of Elder Allen D. Haynie.  Photographed in March 2017.

[Jesus Christus] ist der Grund, weshalb wir zum Tempel kommen. Er ist derjenige, dem wir, so wie der Vater im Himmel es sich wünscht, im Tempel begegnen sollen. Er steht bei jedem Symbol, jeder heiligen Handlung, jedem Bündnis und jeder erhofften Segnung des Tempels im Mittelpunkt. Wenn wir im Tempel nach Jesus suchen, können wir besser verstehen, weshalb wir im Tempel sind und wieso wir dorthin zurückkehren sollen. („Meeting Jesus in the House of the Lord“, Andacht an der Brigham-Young-Universität, 10. Oktober 2023, Seite 6, speeches.byu.edu)

  • Wie wirkt es sich auf dein Erlebnis im Tempel aus, wenn du daran denkst, dass der Erretter bei allem, was wir im Tempel tun, im Mittelpunkt steht?

Vermitteln Sie den Schülern, dass der Tempel zwar auch ein schönes Gebäude ist, wir aber durch das, was im Tempel geschieht, Jesus Christus näherkommen.

Um diesen Punkt weiter zu veranschaulichen, können Sie, wenn möglich, das Video „A Symbol of Jesus Christ“ (1:11; in englischer Sprache) zeigen.

Um den Schülern zu helfen, über ihre Gefühle und ihre Gedanken zum Tempel nachzudenken, können Sie die folgende Skala und die Anweisungen dazu zeigen.

Überlege anhand der Skala, inwieweit du den folgenden Aussagen zustimmst:

  • Der Tempel ist ein Ort, an den ich gehe, um mich Jesus Christus nahe zu fühlen.

  • Ich möchte meine Beziehung zum Erretter in seinem heiligen Haus stärken.

Schreibe im Laufe der heutigen Lektion Eindrücke auf, die du vom Heiligen Geist erhältst und die deinen Wunsch stärken, im Tempel zu sein.

Tempel im Alten Testament

Um Ihren Schülern den Zweck von Tempeln anhand des Alten Testaments zu verdeutlichen, könnten Sie „Das Offenbarungszelt“ und „Der Tempel Salomos“ an die Tafel schreiben. Sie können die Bilder von diesen Gebäuden zeigen und die Schüler bitten, das Bild der richtigen Bezeichnung zuzuordnen und zu sagen, was sie über die beiden Gebäude wissen.

Wenn es hilfreich ist, besprechen Sie Folgendes:

Das Offenbarungszelt ist das erste Haus des Herrn, das im Alten Testament erwähnt wird (etwa 1300 v. Chr.). Die Israeliten konnten diesen tragbaren Tempel mitnehmen, während sie durch die Wüste zogen. Der Tempel Salomos war ein dauerhaftes Haus des Herrn, das in Jerusalem erbaut wurde (etwa 1000 v. Chr.). Der Tempel wurde später zerstört und wieder aufgebaut (etwa 500 v. Chr.). Jedes Mal, wenn der Herr im Alten Testament seinem Volk gebot, ihm ein Haus zu bauen, gab er ähnliche Verheißungen.

Sie können die Schüler in Dreiergruppen einteilen und jedes Gruppenmitglied bitten, eine der folgenden Schriftstellen zu lesen und sich dazu zu äußern. Damit sich die Schüler vergegenwärtigen, wozu der Tempel des Herrn dient, können Sie sie auch bitten, in ihren heiligen Schriften Verknüpfungen zwischen diesen Versen anzulegen.

Lies die folgenden Schriftstellenangaben und achte darauf, was der Herr seinem Bundesvolk verheißen hat, wenn es ihm ein Haus baut.

  • Exodus 25:8 (Offenbarungszelt)

  • 1 Könige 6:12,13

  • Haggai 2:7

    Lassen Sie die Schüler erzählen, was sie herausgefunden haben. Jede Gruppe könnte eine Wahrheit aus diesen drei Schriftstellen, die sich auch auf den Tempel in der heutigen Zeit beziehen lässt, zusammenfassen.

    Die Schüler erkennen vielleicht Folgendes: Der Herr gebietet seinem Volk, Tempel zu bauen, damit er unter ihm wohnen kann.

  • Was meinst du, was es bedeutet, dass der Herr durch den Tempel mitten unter uns wohnen kann?

Dass der Herr unter uns wohnt, kann bedeuten, dass wir seine Gegenwart und seine Macht spüren, ihn besser kennenlernen und unsere Beziehung zu ihm stärken.

Segnungen, die sich daraus ergeben, dass man den Herrn in seinem Haus verehrt

Dass der Herr mitten unter uns in seinem Haus wohnt, erkennen wir unter anderem an den Segnungen, die er uns gibt, wenn wir in den Tempel gehen.

  • Welche Segnungen hast du schon erlebt oder kannst du dadurch erhalten, dass du den Herrn in seinem Haus verehrst?

Sie könnten die Antworten der Schüler an der Tafel auflisten.

Wenn sich die Schüler mit der folgenden Aussage befassen, können sie weitere Segnungen erkennen, die man erhält, wenn man den Herrn in seinem Haus verehrt. Teilen Sie die Schüler in Zweiergruppen ein. Bitten Sie sie, die Aussage zu lesen und die zugehörigen Fragen zu beantworten.

Präsident Russell M. Nelson hat erklärt:

Official portrait of President Russell M. Nelson taken January 2018

[All jene], die im Haus des Herrn dienen und dort Gott verehren, … dürfen erwarten, dass ihre Gebete erhört werden, dass sie persönliche Offenbarung erhalten sowie größeren Glauben, Kraft, Trost, mehr Erkenntnis und mehr Macht.

Die Zeit im Tempel wird Ihnen helfen, celestial zu denken und eine Vorstellung davon zu entwickeln, wer Sie wirklich sind, wer Sie werden können und welche Art von Leben Sie für immer führen können. Der regelmäßige Gottesdienst im Tempel wird Ihr Selbstbild erweitern und Ihnen aufzeigen, welchen Platz Sie in Gottes großartigem Plan einnehmen. Das verheiße ich Ihnen.

Meine lieben Brüder und Schwestern, ich verheiße Ihnen: Nichts wird Ihnen mehr helfen, sich an der eisernen Stange festzuhalten, als der Gottesdienst im Tempel, und zwar so regelmäßig, wie es Ihre Umstände erlauben. Nichts wird Sie mehr schützen, wenn Sie in der Welt dem Nebel von Finsternis ausgesetzt sind. Nichts wird Ihr Zeugnis vom Herrn Jesus Christus und von seinem Sühnopfer weiter verstärken oder Ihnen helfen, mehr Verständnis vom großartigen Plan Gottes zu erlangen. Nichts wird Ihrem Geist in schmerzlichen Zeiten mehr Trost spenden. Nichts wird den Himmel mehr öffnen. Nichts! („Freude über die Gabe der Priestertumsschlüssel“, Liahona, Mai 2024, Seite 122)

  • Welche Segnungen verheißt Präsident Nelson, die Jugendlichen bei dem, was sie wirklich brauchen, helfen können?

  • Welche dieser Segnungen vom Herrn hast du oder hat jemand, den du kennst, schon erlebt?

Nachdem die Schüler die Fragen zu zweit besprochen haben, können Sie einige von ihnen bitten, zu erzählen, was sie besprochen haben, und Fragen zu stellen, die sie vielleicht zu den Segnungen haben.

Bezug zum eigenen Leben

Um den Schülern den Wert dieser Segnungen bewusstzumachen, könnten Sie ihnen die Gelegenheit geben, eine oder alle der folgenden Fragen in ihrem Studientagebuch zu beantworten. Nachdem sie ausreichend Zeit hatten, lassen Sie Freiwillige berichten, was sie geschrieben haben.

  • Inwiefern hast du dich dem Herrn im Tempel näher gefühlt?

  • Welche der aufgeführten Segnungen hast du schon erlebt, weil du in den Tempel gegangen bist?

Wähle eine der aufgeführten Segnungen aus, die du gerne erhalten würdest.

  • Warum denkst du, dass du diese Segnung gerade jetzt in deinem Leben gebrauchen könntest?

Sie könnten mit einem Zeugnis oder einer persönlichen Erfahrung darüber schließen, wie wir uns dem Herrn in seinem heiligen Haus nahe fühlen können.