Seminar
Exodus 19: Unter allen Völkern mein besonderes Eigentum


„Exodus 19: Unter allen Völkern mein besonderes Eigentum“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar, 2026

„Exodus 19: Unter allen Völkern mein besonderes Eigentum“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar

Exodus 19 und 20; 24; 31 bis 34: Lektion 48

Exodus 19

Unter allen Völkern mein besonderes Eigentum

A photograph of a mountain thought to be Mount Sinai, rising above a desert landscape on a clear day.

Der Vater im Himmel liebt alle seine Kinder und möchte zu jedem von uns eine Bündnisbeziehung eingehen. Wenn wir sehen, was Gott für die Israeliten empfunden hat, können wir besser verstehen, was wir ihm bedeuten. Nachdem der Herr die Kinder Israel aus Ägypten geführt hatte, führte er sie zum Berg Sinai, damit sie dort Bündnisse mit ihm schließen konnten. Diese Lektion kann den Schülern helfen, zu spüren, dass Gott eine Bündnisbeziehung zu ihnen haben möchte.

Vorbereitungsaufgabe: Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wodurch eine Beziehung bedeutsam oder wichtig wird. Die Schüler könnten an jemanden denken, zu dem sie eine gute Beziehung haben, und ein Bild von ihm mitbringen, das sie zu Beginn des Unterrichts zeigen können.

Vorschläge für Lernaktivitäten

Besondere Beziehungen

Sie könnten ein Bild von jemandem zeigen, zu dem Sie eine gute Beziehung haben, zum Beispiel von einem Angehörigen oder einem Mentor. Erklären Sie, warum ihnen die Beziehung zu diesem Menschen wichtig ist. Bitten Sie nun die Schüler, an jemanden zu denken, der ihnen wichtig ist. Dazu können die Schüler ein Bild zeigen, wenn sie eines dabei haben.

  • Was macht deine Beziehung zu diesem Menschen so besonders?

    Bitten Sie die Schüler, über die folgenden Fragen gebeterfüllt nachzudenken und ihre Gedanken und Eindrücke in ihrem Studientagebuch festzuhalten.

  • Wie wichtig ist dir deine Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus?

  • Was unterscheidet deine Verbindung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus von anderen Beziehungen, die du hast?

  • Was meinst du, was sich an deinem Leben verändert, wenn du deine Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus beständig vertiefst?

Bemühe dich um Führung durch den Geist, um zu verstehen, wie du deine Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus stärken kannst.

Unter allen Völkern mein besonderes Eigentum

Nachdem die Kinder Israel Ägypten verlassen hatten, führte der Herr sie zum Berg Sinai (der in den Schriften manchmal auch „Gottesberg Horeb“ genannt wird; siehe Exodus 3:1), wie er es verheißen hatte (siehe Exodus 3:7-12; 19:1-4). Für Mose und die Kinder Israel war der Berg Sinai wie ein Tempel: ein Ort, an dem sie Bündnisse mit Gott schließen würden.

Lies Exodus 19:3-6 und achte auf Wörter und Formulierungen, aus denen hervorgeht, welche Art von Beziehung sich der Vater im Himmel und Jesus Christus zu uns wünschen.

  • Was hast du herausgefunden?

Präsident Russell M. Nelson hat erklärt, was es bedeutet, Gottes „besonderes Eigentum“ zu sein (Vers 5):

Official portrait of President Russell M. Nelson taken January 2018

Der hebräische Begriff im Alten Testament, der mit besonderes Eigentum übersetzt wurde, heißt segullah, was „kostbarer Besitz“ oder „Schatz“ bedeutet.

Das zeigt uns, dass die Formulierung besonderes Eigentum für einen wertvollen Schatz oder für etwas steht, was Gott gemacht oder sich erwählt hat. Dass Diener des Herrn uns sein besonderes Eigentum nennen, ist ein großes Kompliment. („Children of the Covenant“, Ensign, Mai 1995, Seite 34)

Um den Schülern zu helfen, einen Grundsatz zu erkennen, können Sie sie auf die Stelle mit wenn und werdet ihr in Vers 5 hinweisen.

  • Welche Grundsätze kannst du in diesen Versen erkennen?

Die Schüler könnten eine Reihe von Grundsätzen nennen, darunter diesen: Wenn wir der Stimme des Herrn gehorchen und unsere Bündnisse mit ihm halten, werden wir sein heiliges Volk.

Präsident Russell M. Nelson hat über die Bündnisbeziehung gesprochen, die wir mit Gott haben können:

Official portrait of President Russell M. Nelson taken January 2018

Sobald wir einen Bund mit Gott geschlossen haben, wird unsere Beziehung zu ihm sehr viel enger als zuvor. Jetzt sind wir aneinander gebunden. Aufgrund unseres Bundes mit ihm wird Gott nie müde, uns zu helfen, und seine barmherzige Geduld mit uns erschöpft sich niemals. Im Herzen Gottes hat jeder von uns einen ganz besonderen Platz. Er hat große Erwartungen, was uns betrifft. (Russell M. Nelson, „Der immerwährende Bund“, Liahona, Oktober 2022, Seite 6)

  • Was spricht dich an dieser Aussage besonders an?

Lies die folgenden Schriftstellen und achte auf Hinweise dafür, dass Gott eine Bündnisbeziehung zu dir haben möchte. Du kannst diese Verse auch mit Exodus 19:5,6 verlinken oder einen Querverweis erstellen.

Matthäus 11:28-30

Titus 2:11-14

1 Petrus 1:15,16

Moroni 10:32,33

Bitten Sie die Schüler, Wörter und Formulierungen aus diesen Versen zu nennen, die darauf hinweisen, dass Gott diese Bündnisbeziehung zu uns haben möchte. Die Schüler könnten erwähnen, dass der Erretter uns einlädt, zu ihm zu kommen, damit er uns helfen und uns Ruhe schenken kann (siehe Matthäus 11:28-30). Sie sprechen vielleicht auch an, dass der Erretter sich selbst hingegeben hat, um uns als sein auserlesenes Volk zu erlösen und zu läutern (siehe Titus 2:14), oder dass wir heilig sein können, weil der Erretter heilig ist (siehe 1 Petrus 1:16).

Meine Beziehung zu Gott

Um die Schüler darauf einzustimmen, die folgenden Fragen in ihrem Studientagebuch zu beantworten, können Sie darüber sprechen, was Sie für Gefühle und Eindrücke dazu hatten, dass Gott eine Bündnisbeziehung zu Ihnen haben möchte. Bitten Sie die Schüler, dabei über ihre eigenen Erfahrungen nachzudenken.

Sie können auch weitere Hinweise dafür erwähnen, dass Gott eine Bündnisbeziehung mit uns eingehen möchte. Zum Beispiel können wir Gottes Liebe verspüren oder geistige Eindrücke empfangen, die uns motivieren, Gutes zu tun und uns zu bessern.

Denk über Eindrücke nach, die du vom Heiligen Geist erhalten hast, und beantworte eine oder mehrere der folgenden Fragen in deinem Studientagebuch:

  • Was hast du gelernt oder verspürt, was dich in dem Wunsch bestärkt, Bündnisse mit Gott einzugehen und zu halten?

  • Wie wirkt sich die Gewissheit, dass Gott eine enge Bündnisbeziehung zu dir haben möchte, auf deinen Wunsch aus, ihm näherzukommen?

  • Auf welche Weise hat dich Gott gesegnet, da du dich bemühst, die Bündnisse zu halten, die du mit ihm eingegangen bist?

Nachdem die Schüler genügend Zeit hatten, bitten Sie einige Freiwillige, den anderen von ihren Gedanken und Gefühlen zu erzählen. Vielleicht möchten Sie auch selbst Zeugnis dafür geben, dass Gott Sie gesegnet hat, weil Sie Bündnisse mit ihm eingegangen sind und diese halten.

Die Israeliten bereiten sich darauf vor, einen Bund zu schließen

Die folgende Zusammenfassung kann den Schülern verdeutlichen, wie Israel sich darauf vorbereitete, einen Bund mit Gott zu schließen. Sie könnten an dieser Stelle auch erwähnen, dass der Herr danach die Zehn Gebote offenbart hat, mit denen sich die Schüler in den nächsten beiden Lektionen befassen werden. Zum Abschluss der Lektion können Sie auch Ihre eigenen Gedanken und Gefühle dazu äußern, auf welche Art und Weise Gott mit uns Bündnisse schließen möchte.

Die Israeliten willigten ein, den Bund mit Gott einzugehen und sein heiliges Volk zu werden. Daraufhin bezeugte der Herr, er werde kommen und zu ihnen sprechen (siehe Exodus 19:7-9). Der Herr gebot Mose, das Volk zu heiligen. Das Volk sollte seine Kleider waschen, um sich darauf vorzubereiten, dass der Herr „vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen“ werde (Exodus 19:11). Das Volk bereitete sich vor und versammelte sich am Berg Sinai, um Gott zu begegnen (siehe Exodus 19:17). Dort sahen sie die Zeichen der Gegenwart des Herrn . Der Herr rief Mose auf den Berg, um mit ihm zu sprechen und ihm seinen Willen für das Volk zu offenbaren (siehe Exodus 19:18-25).