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Exodus 12 und 13, Teil 1: Das Paschafest des Herrn


„Exodus 12 und 13, Teil 1: Das Paschamahl des Herrn“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar, 2026

„Exodus 12 und 13, Teil 1: Das Paschamahl des Herrn“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar

Exodus 7 bis 13: Lektion 42

Exodus 12 und 13, Teil 1

Das Paschafest des Herrn

Das Paschamahl

Um die Israeliten zu befreien, sandte Jehova (Jesus Christus) eine letzte Plage – den Tod aller erstgeborenen Kinder in Ägypten. Dann gab er Anweisungen dazu, wie die Plage an den Menschen vorübergehen könne, die gehorsam ihr Vertrauen in ihn setzten (siehe Exodus 12:13). Jesus Christus führte das Paschamahl ein. Es sollte stets sinnbildlich an die errettende Macht seines Sühnopfers erinnern. Diese Lektion kann den Schülern helfen, zu spüren, wie wichtig der Erretter und sein Sühnopfer in ihrem Leben sind.

Vorbereitungsaufgabe: Bitten Sie die Schüler, über die Symbole für Jesus Christus nachzudenken, mit denen sie sich schon befasst haben. Bitten Sie sie, darüber nachzudenken, was diese Symbole über ihn aussagen. Anschließend sollen sie sich ein Symbol aussuchen und jemand anderem erklären, was es über Jesus Christus aussagt.

Vorschläge für Lernaktivitäten

Die Notwendigkeit, gerettet zu werden

Sie könnten zu Unterrichtsbeginn einen Bericht über jemanden vorlesen oder zusammenfassen, der in der Falle saß und sich nicht befreien konnte. Ein mögliches Beispiel ist der folgende Bericht. (Näheres dazu finden Sie in dem Artikel „Timeline: Thai cave rescue that transfixed the world for 17 Days“, 24. Juni 2019, reuters.com; in englischer Sprache.)

Am 23. Juni 2018 beschlossen im Norden Thailands zwölf Mitglieder einer Fußballmannschaft im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr 25-jähriger Assistenztrainer, nach dem Training eine Höhle zu erkunden. Kurz nachdem sie die Höhle betreten hatten, wurde diese infolge von heftigen Regenfällen überflutet. Die Gruppe war über eine Woche lang in der Höhle eingeschlossen und hatte keinen Kontakt zur Außenwelt.

  • Wie wäre dir an ihrer Stelle zumute?

Am 2. Juli wurde die Gruppe endlich von ein paar erfahrenen Tauchern gefunden. Doch Flutwasser und der anhaltende Regen machten eine sofortige Rettung nahezu unmöglich. Während die Jungen und ihr Trainer in der Höhle Hilfe erhielten, diskutierten Fachleute über verschiedene Optionen. Sie könnten versuchen, die Jungen mit Taucherausrüstung herauszubringen, doch der Weg war unberechenbar und selbst für erfahrene Taucher anspruchsvoll. Sie könnten auch versuchen, durch den Felsen zu bohren, nach einem anderen Fluchtweg zu suchen oder Monate zu warten, bis das Wasser abfließen würde. Da der Monsunregen andauerte, blieb es zunächst ungewiss, ob die Fußballmannschaft befreit werden könnte.

  • Inwiefern können auch wir das Gefühl haben, in spiritueller Hinsicht eingeschlossen zu sein, nicht weiterzukommen oder alle Hoffnung begraben zu müssen?

Vielleicht äußern die Schüler, dass wir alle die Hilfe des Erretters brauchen, um uns von Sünde, Tod und anderen Schwierigkeiten in unserem Leben zu befreien.

Damit die Schüler besser einschätzen können, wie sehr sie auf den Erretter und sein Sühnopfer vertrauen, können Sie sie bitten, in ihrem Studientagebuch die folgenden Fragen zu beantworten.

Denke kurz über Sünden und Schwierigkeiten nach, mit denen du gerade zu kämpfen hast. Was empfindest du in Zusammenhang mit diesen Sünden oder Schwierigkeiten? Beantworte dann die folgenden Fragen:

  • Woran glaube ich im Hinblick auf die Fähigkeit des Herrn, mich von meinen Sünden und anderen Schwierigkeiten zu befreien?

  • Was empfinde ich in Bezug auf das, was er für mich getan hat und bereit ist zu tun?

In dieser Lektion erfährst du, wie der Erretter die Israeliten aus der Knechtschaft in Ägypten befreit hat. Öffne dich beim Lesen dem Heiligen Geist, der dich erkennen lassen kann, dass der Erretter auch dein Befreier ist.

Die Symbolik des Paschafestes

Sie könnten die Schüler erzählen lassen, wie der Herr die Israeliten und Ägypter mit neun Plagen davon überzeugte, dass er Gott ist.

Lies Exodus 11:4-6 und suche nach der zehnten und letzten Plage.

  • Was hast du herausgefunden?

Der Herr verhieß den Israeliten: Wenn sie seine Anweisungen treu befolgten, werde die Plage an ihnen vorübergehen und ihre erstgeborenen Kinder würden nicht sterben (siehe Exodus 12:13,23). Der Herr nannte dieses Ereignis das „Pessach“ (Exodus 12:43) oder Pascha. Zu den Anweisungen des Herrn gehörte eine bestimmte Mahlzeit, darunter auch, wie man diese zubereitet und isst. Der Erretter verwendete beim Paschamahl Symbole, um den Israeliten etwas über sich zu vermitteln.

Führen Sie eine Aufgabe durch, bei der die Schüler herausfinden, welche Anweisungen der Herr den Israeliten für das Paschamahl gab. Helfen Sie den Schülern auch, herauszufinden, was diese Anweisungen über den Herrn und die Befreiung, die er anbietet, aussagen könnten. Sie könnten eine Tabelle mit den folgenden Überschriften an die Tafel schreiben. Diese Tabelle können die Schüler dann in ihr Studientagebuch übertragen und in kleinen Gruppen ausfüllen. Beispiele für Antworten finden Sie hier. Füllen Sie einen Punkt gemeinsam aus, damit die Aufgabe klar wird.

Lies Exodus 12:3-8,15,21-23 und fülle die folgende Übersicht in deinem Studientagebuch aus.

Welche Anweisungen gibt der Herr hier den Israeliten?

Was könnten diese Anweisungen symbolisieren?

Welche Anweisungen gibt der Herr hier den Israeliten?

Schlachtet ein männliches fehlerfreies Lamm, um es dann zu essen (siehe Vers 3-6,21).

Was könnten diese Anweisungen symbolisieren?

Jesus Christus, „das Lamm Gottes“ (Johannes 1:36), war vollkommen. Er gab sein Leben für uns.

Welche Anweisungen gibt der Herr hier den Israeliten?

Nehmt etwas von dem Blut und bestreicht damit die beiden Türpfosten am Haus (siehe Vers 7,22).

Was könnten diese Anweisungen symbolisieren?

Das Sühnopfer Jesu Christi kann uns beschützen, unter der Bedingung, dass wir Umkehr üben.

Welche Anweisungen gibt der Herr hier den Israeliten?

Esst das Lamm zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern, und schafft den Sauerteig aus dem Haus (siehe Vers 8,15).

Was könnten diese Anweisungen symbolisieren?

Bitterkräuter erinnerten an die bittere Knechtschaft der Israeliten in Ägypten und sind wie die Bitternis der Sünde.

Sauerteig, der Hefe enthält, kann Brot schimmeln lassen. Im Zuge unserer Umkehr können wir unser Leben von allem freimachen, was unseren Geist verdirbt.

Wenn die Schüler fertig sind, fragen Sie sie, was sie herausgefunden haben. Sie könnten das Bild vom Beginn der Lektion zeigen. Die Schüler könnten die verschiedenen Bestandteile des Paschafestes auf dem Bild nennen und besprechen, wofür sie stehen könnten.

Jesus Christus befreit uns vom geistigen und vom körperlichen Tod

Lies Exodus 12:50,51 und 13:3, um zu erfahren, was geschah, als die Kinder Israel das Paschafest begingen.

Schreiben Sie diese Wahrheit an die Tafel: Der Erretter befreit sein Volk vom geistigen und vom körperlichen Tod.

Erklären Sie, dass das Pascha ein Symbol für diese Wahrheit ist. Zum Plan des himmlischen Vaters gehört, dass alle Menschen vom physischen Tod (Trennung von Körper und Geist; siehe 2 Nephi 9:6,11) und vom geistigen Tod (Trennung von Gott durch Sünde; siehe Helaman 14:16-19) errettet werden müssen. Damit die Schüler die errettende Macht Jesu Christi besser verstehen, können Sie sie einige dieser Verse im Buch Mormon lesen lassen. Sie können auch den Rest des Berichts über die thailändische Fußballmannschaft lesen oder zusammenfassen.

Denk an die Geschichte von der Fußballmannschaft, die in der Höhle festsaß. Nach mehreren intensiven Tagen einigten sich Experten aus aller Welt auf eine Rettungsmethode. Erfahrene Taucher begaben sich in das gefährliche Wasser in dem verzweigten Höhlensystems und befreiten die Jungen und ihren Trainer nacheinander aus den überfluteten Höhlen.

  • Inwiefern könnten die Taten der erfahrenen Taucher symbolisieren, was der Erretter für uns tun kann?

Das Sühnopfer Jesu Christi ist mir wichtig

Die folgende Übung kann den Schülern verständlich machen und sie spüren lassen, wie wichtig es ist, dass der Erretter die Macht hat, uns zu befreien. Teilen Sie die Klasse in Zweiergruppen ein. Lassen Sie jede Gruppe das folgende Fallbeispiel im Rollenspiel darstellen. Wenn Sie meinen, dass es Ihren Schülern schwerfallen dürfte, sich vorzustellen, sie seien Israeliten in alter Zeit, lassen Sie diesen Teil der Aufgabe weg, sodass beide Schüler in der Zweiergruppe die Fragen aus der Sicht eines Jugendlichen von heute besprechen.

Bildet Zweiergruppen und stellt euch vor, einer von euch ist ein israelitischer Jugendlicher, der gerade am ersten Paschafest in Ägypten teilgenommen hat, und der andere ein Jugendlicher aus der heutigen Zeit. Stellt euch gegenseitig die folgenden Fragen.

Fragen an den israelitischen Jugendlichen

  • Wie würdest du deine Knechtschaft vor dem Paschafest beschreiben?

  • Was hast du aus deinen Erfahrungen beim Paschafest gelernt? Wie hat Jehova dein Leben verändert?

  • Was würdest du Menschen, die zögern, Jehova zu folgen, über ihn sagen?

Fragen an den Jugendlichen aus der heutigen Zeit

  • Inwiefern kann man Sünde mit Knechtschaft vergleichen? Inwiefern ähneln Prüfungen einer Knechtschaft?

  • Wie hat Jesus Christus dein Leben verändert?

  • Was würdest du anderen gern über die errettende Macht Jesu Christi sagen?

Bitten Sie die Schüler, ihre Antworten auf die Fragen zur Selbsteinschätzung vom Anfang der Lektion noch einmal zu lesen. Bitten Sie sie, darüber nachzudenken, was für Eindrücke vom Heiligen Geist sie in Bezug auf den Erretter und seine Macht, sie zu befreien, verspürt haben. Die Schüler können ihre Aufzeichnungen um diese Erkenntnisse ergänzen. Vielleicht bitten Sie ein paar Freiwillige, ihre Gedanken über Jesus Christus und seine Macht, uns zu befreien, zu äußern.