„Umkehr“, Themen und Fragen, 2025
Überblick
Umkehr
Einer der ersten Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi ist die Umkehr. Wenn wir umkehren, wenden wir uns von Sünde ab und wenden uns Gott zu, weil wir ihn lieben und seine Gebote halten wollen.
Die Gabe der Umkehr
Die Umkehr ist Gottes Geschenk an uns. Als er uns zur Erde sandte, wusste er, dass keiner von uns vollkommen sein würde. Deshalb gab er, wie es der Erlösungsplan vorsah, seinen Sohn Jesus Christus für uns hin, damit dieser für unsere Sünden sühnte. Dank des Sühnopfers Christi können wir umkehren und Vergebung erlangen, wenn wir Gottes Gebote übertreten. Unsere Sünden können dann „weiß wie Schnee“ werden, was bedeutet, dass wir rein und würdig sind, nach diesem Leben wieder bei Gott zu leben.
Wenn wir Glauben an Jesus Christus haben und aufrichtig umkehren, können wir eine Herzenswandlung erfahren. Es mag Anstrengung und Geduld erfordern, diese Wandlung wirklich zu erleben, aber durch das Sühnopfer des Erretters ist sie möglich.
Umkehr ist nicht nur dafür da, dass uns schwerwiegende Sünden vergeben werden können. Wir können täglich umkehren, auch von kleinen Fehlern, denn das hilft uns, Gott immer näher zu kommen. Präsident Russell M. Nelson hat uns darauf hingewiesen: „Umkehr ist kein Ereignis, sondern ein Vorgang. Es ist der Schlüssel zu Glück und Seelenfrieden. In Verbindung mit Glauben eröffnet uns die Umkehr Zugang zur Macht des Sühnopfers Jesu Christi. … Wenn wir uns entscheiden, umzukehren, entscheiden wir uns dafür, uns zu ändern! Wir lassen es zu, dass der Erretter uns in das Beste umwandelt, was aus uns werden kann.“
Wie man umkehrt
Zur Umkehr gehören diese Elemente:
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Glaube an den Vater im Himmel und an Jesus Christus. Um Vergebung für unsere Sünden zu erlangen, müssen wir zunächst gemäß unserem Glauben an den Vater im Himmel und an Jesus Christus handeln. Wenn wir uns unserem Erretter zuwenden und darauf vertrauen, dass seine Macht uns von Sünde reinigt, können wir unseren „Glauben zur Umkehr ausüben“.
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Kummer wegen der Sünde. Bevor wir umkehren können, müssen wir erkennen, dass wir gesündigt haben. Dann empfinden wir „gottgewollte Traurigkeit“, die sich einstellt, wenn es uns aufrichtig leidtut, dass wir dem Vater im Himmel und Jesus Christus nicht gehorcht haben. Wenn wir gottgewollte Traurigkeit empfinden, haben wir auch den aufrichtigen Wunsch, alles zu tun, was nötig ist, um Vergebung zu erlangen.
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Bekennen. Außerdem müssen wir unsere Sünden bekennen, um Vergebung zu erlangen. Das bedeutet, dass wir demütig zum Vater im Himmel beten, unsere Fehler eingestehen und ihn um Hilfe und Vergebung bitten. Bei schwerwiegenden Sünden müssen wir auch mit unserem Bischof oder Zweigpräsidenten sprechen und ihn um Rat fragen, was den Vorgang der Umkehr angeht.
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Abkehr von der Sünde. Der Herr hat gesagt: „Ob jemand von seinen Sünden umkehrt, könnt ihr daran erkennen: Siehe, er wird sie bekennen und von ihnen lassen.“ Wenn wir umkehren und unseren Glauben an Jesus Christus stärken, kann unser Vertrauen in ihn dazu führen, dass wir unser Handeln ändern. Kraft von ihm zu empfangen, hilft uns, Sünden nicht wieder zu begehen und Situationen zu vermeiden, in denen wir versucht sind, zu sündigen.
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Wiedergutmachung. Wenn wir umkehren, machen wir jeglichen Schmerz oder Schaden, den wir durch unser Handeln angerichtet haben, so gut wie möglich wieder gut.
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Rechtschaffen leben. Zur Umkehr gehört, dass wir unser Bestes geben, um dem Vater im Himmel und Jesus Christus nachzufolgen, indem wir zum Beispiel in den heiligen Schriften studieren, täglich beten, in die Kirche gehen und für zusätzliche Hilfe und Kraft fasten. Auch die Teilnahme am Abendmahl und die Gottesverehrung im Tempel können uns helfen, die Macht Jesu Christi in unser Leben zu bringen.