Archiv
Jesus Christus


„Jesus Christus“, Themen und Fragen, 2023

Darstellung von Christus

Überblick

Jesus Christus

Jesus Christus ist der Erretter der Welt und der Sohn des Vaters im Himmel. Er ist unser Erlöser. Jede diese Bezeichnungen weist auf die Wahrheit hin, dass Jesus Christus der einzige Weg ist, wie wir wieder zurückkehren und beim Vater im Himmel leben können.

Um der Sünden der Welt willen hat Jesus gelitten und wurde gekreuzigt. Dadurch hat er jedem Kind Gottes das Geschenk der Umkehr und der Vergebung gemacht. Nur dank seiner Barmherzigkeit und Gnade können die Menschen errettet werden. Seine spätere Auferstehung hat den Weg dafür geebnet, dass jeder den Tod des Körpers besiegt. Diese Ereignisse werden Sühnopfer genannt. Jesus Christus errettet uns folglich von Sünde und Tod. Somit ist er buchstäblich unser Erretter und Erlöser.

Jesus Christus wird in Zukunft wiederkehren und eintausend Jahre lang in Frieden auf der Erde regieren. Jesus Christus ist der Sohn Gottes und für immer unser Herr und Heiland. Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beten Gott, den ewigen Vater, im Namen Jesu Christi an. Zur Frage nach den Glaubensansichten der Heiligen der Letzten Tage hat sich Joseph Smith so geäußert: „Die wesentlichen Grundsätze unserer Religion sind das Zeugnis der Apostel und Propheten über Jesus Christus, dass er gestorben ist, begraben wurde und am dritten Tag wieder auferstanden und dann in den Himmel aufgefahren ist; und alles andere, was mit unserer Religion zu tun hat, ist nur eine Beigabe dazu.“ Das heutige Kollegium der Zwölf Apostel bekräftigt dieses Zeugnis mit den Worten, dass „Jesus der lebendige Christus ist, der unsterbliche Sohn Gottes. … Sein Weg ist der Pfad, der zu Glücklichsein hier auf der Erde und zu ewigem Leben im Jenseits führt.“

Am 1. Januar 2000 gaben die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel die folgende Erklärung ab. Sie trägt den Titel „Der lebendige Christus“, gibt Zeugnis für den Herrn Jesus Christus und fasst zusammen, wer er ist und worin seine göttliche Mission besteht:

„Wir gedenken in diesem Jahr der Geburt Jesu Christi vor zweitausend Jahren und geben Zeugnis für die Wirklichkeit seines unvergleichlichen Lebens und die unendliche Macht seines großen Sühnopfers. Niemand sonst hatte so weitreichenden Einfluss auf alle Menschen, die schon auf der Erde gelebt haben, jetzt leben und noch leben werden.

Er war der große Jehova des Alten Testaments und der Messias des Neuen Testaments. Auf Weisung seines Vaters erschuf er die Erde. ‚Alles ist durch das Wort geworden, und ohne es wurde nichts, was geworden ist.‘ Obgleich sündenfrei, ließ er sich taufen, um die Gerechtigkeit ganz zu erfüllen. Er zog umher und tat Gutes und wurde doch dafür verachtet. Sein Evangelium war die Botschaft vom Frieden für die Menschen seines Wohlgefallens. Er forderte alle eindringlich auf, seinem Beispiel nachzueifern. Er wandelte auf den Straßen Palästinas, heilte die Kranken, machte die Blinden sehend und weckte die Toten auf. Er lehrte die ewigen Wahrheiten und sprach von der Gewissheit unseres vorirdischen Daseins, vom Zweck des Erdenlebens und von den Möglichkeiten, die den Söhnen und Töchtern Gottes im zukünftigen Leben offenstehen.

Er führte das Abendmahl ein, das an sein großes Sühnopfer erinnern soll. Er wurde gefangen genommen und aufgrund falscher Anschuldigungen angeklagt. Er wurde für schuldig befunden, um die wütende Menge zufriedenzustellen, und zum Kreuzestod auf Golgota verurteilt. Er gab sein Leben hin, um für die Sünden aller Menschen zu sühnen. Dies war die große Gabe, die er stellvertretend für alle Menschen dargebracht hat, die je auf der Erde leben sollten.

Wir bezeugen feierlich, dass sein Leben, das den zentralen Punkt der Menschheitsgeschichte bildet, weder in Betlehem begann noch auf Golgota endete. Er war der Erstgeborene des Vaters, der einziggezeugte Sohn im Fleisch, der Erlöser der Welt.

Er ist aus dem Grab auferstanden als ,der Erste der Entschlafenen‘. Als der auferstandene Herr erschien er denen, die er während seines Erdenlebens geliebt hatte. Außerdem diente er seinen anderen Schafen im alten Amerika. In der Neuzeit erschienen er und sein Vater dem jungen Joseph Smith und leiteten damit die lange verheißene ‚Fülle der Zeiten‘ ein.

Über den lebendigen Christus schrieb der Prophet Joseph Smith: ‚Seine Augen waren wie eine Feuerflamme, sein Haupthaar war weiß wie reiner Schnee, sein Antlitz leuchtete heller als das Licht der Sonne, und seine Stimme tönte wie das Rauschen großer Gewässer, ja, die Stimme Jehovas, die sprach:

Ich bin der Erste und der Letzte; ich bin der, der lebt, ich bin der, der getötet worden ist; ich bin euer Fürsprecher beim Vater.‘

Außerdem sagte der Prophet über ihn: ‚Und nun, nach den vielen Zeugnissen, die von ihm gegeben worden sind, ist dies, als letztes von allen, das Zeugnis, das wir von ihm geben: Er lebt!

Denn wir haben ihn gesehen, ja, zur rechten Hand Gottes; und wir haben die Stimme Zeugnis geben hören, dass er der Einziggezeugte des Vaters ist –

dass von ihm und durch ihn und aus ihm die Welten erschaffen werden und wurden, und deren Bewohner sind für Gott gezeugte Söhne und Töchter.‘

Wir verkünden feierlich, dass sein Priestertum und seine Kirche auf der Erde wiederhergestellt worden sind – ‚auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Eckstein ist Christus Jesus selbst‘.

Wir bezeugen, dass er eines Tages zur Erde zurückkehren wird. ‚Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alles Fleisch wird sie sehen.‘ Dann regiert er als König der Könige und herrscht als Herr der Herren, und jedes Knie muss sich beugen und jede Zunge ihn preisen. Wir alle werden dann vor dem Herrn stehen und gemäß unseren Werken und den Wünschen unseres Herzens gerichtet werden.

Wir als seine rechtmäßig ordinierten Apostel geben Zeugnis, dass Jesus der lebendige Christus ist, der unsterbliche Sohn Gottes. Er ist der große König Immanuel, der heute zur Rechten des Vaters steht. Er ist das Licht, das Leben und die Hoffnung der Welt. Sein Weg ist der Pfad, der zu Glücklichsein hier auf der Erde und zu ewigem Leben im Jenseits führt. Gott sei gedankt für diese unvergleichliche Gabe, nämlich dafür, dass er uns seinen Sohn geschenkt hat.“

Verwandte Inhalte

Verwandte Themen