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Glaube an Jesus Christus


„Glaube an Jesus Christus“, Themen und Fragen, 2023

Ein Mann betet

Überblick

Glaube an Jesus Christus

Dem Apostel Paulus zufolge ist Glaube „Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht“. Alma hat etwas Ähnliches gesagt: „Wenn ihr … Glauben habt, so hofft ihr auf etwas, was man nicht sieht, was aber wahr ist.“ Glaube ist ein Grundsatz, der zum Handeln anregt und Macht verleiht. Immer, wenn wir auf ein lohnendes Ziel hinarbeiten, üben wir Glauben aus. Wir setzen unsere Hoffnung auf etwas, was wir noch nicht sehen können.

Glaube an den Herrn Jesus Christus

Damit Glaube zur Errettung führt, muss er auf den Herrn Jesus Christus gegründet sein. Glauben an Christus können wir dann ausüben, wenn wir die Zuversicht haben, dass er lebt, wenn wir von seinem Wesen eine richtige Vorstellung haben und wenn uns bewusst ist, dass wir uns bemühen, gemäß seinem Willen zu leben.

An Jesus Christus zu glauben bedeutet, dass wir uns uneingeschränkt auf ihn verlassen, also auf seine grenzenlose Macht, Intelligenz und Liebe vertrauen. Dazu gehört auch, dass wir an seine Lehren glauben. Wir gehen davon aus, dass er alles versteht – auch das, was wir nicht verstehen. Er weiß, wie er uns helfen kann, über unsere täglichen Schwierigkeiten hinauszuwachsen, weil er jeden Schmerz, jede Bedrängnis und jede Schwäche, die wir erleben, selbst erfahren hat. Er hat „die Welt besiegt“ und uns den Weg zum ewigen Leben geebnet. Er ist stets bereit, uns zur Seite zu stehen, wenn wir nur seiner Aufforderung nachkommen: „Blickt in jedem Gedanken auf mich; zweifelt nicht, fürchtet euch nicht.“

Im Glauben leben

Glaube ist viel mehr, als lediglich etwas für wahr zu halten. Unser Glaube kommt durch die Tat zum Ausdruck – durch unsere Lebensweise.

Der Erretter hat verheißen: „Wenn ihr Glauben an mich habt, werdet ihr Macht haben, alles zu tun, was mir ratsam ist.“ Der Glaube an Jesus Christus kann uns dazu motivieren, seinem vollkommenen Beispiel zu folgen. Unser Glaube kann uns dazu veranlassen, Gutes zu tun, die Gebote zu halten und von unseren Sünden umzukehren. Unser Glaube kann uns helfen, Versuchungen zu überwinden. Alma hat seinem Sohn Helaman geraten: „Lehre sie, mit ihrem Glauben an den Herrn Jesus Christus jeder Versuchung des Teufels zu widerstehen.“

Der Herr wird gemäß unserem Glauben große Wunder in unserem Leben wirken. Der Glaube an Jesus Christus hilft uns, durch das Sühnopfer Jesu Christi geistig und körperlich Heilung zu finden. Wenn Zeiten der Prüfung kommen, kann uns der Glaube die Kraft geben, vorwärtszustreben und unseren Schwierigkeiten mit Mut zu begegnen. Selbst wenn die Zukunft ungewiss scheint, kann uns der Glaube an den Erretter Frieden schenken.

Unseren Glauben stärken

Der Glaube ist zwar eine Gabe Gottes, aber wir müssen ihn nähren, damit er stark bleibt. Glaube ist wie ein Muskel. Trainiert man ihn, wird er stark. Stellt man ihn ruhig, wird er schwach.

Die Gabe des Glaubens nähren wir dadurch, dass wir im Namen Jesu Christi zum Vater im Himmel beten. Wenn wir dem Vater sagen, wie dankbar wir ihm sind, und ihn um Segnungen anflehen, die wir oder andere Menschen brauchen, kommen wir ihm näher. Wir nahen uns zugleich auch dem Erretter, dessen Sühnopfer es möglich macht, dass wir ihn um Barmherzigkeit anflehen können. Und wir öffnen uns auch für die leise Führung durch den Heiligen Geist.

Unser Glaube wird stärker, wenn wir die Gebote halten. Wie alle Segnungen Gottes wird Glaube dadurch erlangt und vergrößert, dass wir gehorsam sind und rechtschaffen handeln. Wollen wir ein Höchstmaß an Glauben erreichen, müssen wir die Bündnisse halten, die wir geschlossen haben.

Wir vertiefen unseren Glauben auch dadurch, dass wir uns intensiv mit den heiligen Schriften und den Worten der neuzeitlichen Propheten beschäftigen. Der Prophet Alma hat bekräftigt, dass das Wort Gottes dazu beiträgt, den Glauben zu stärken. Er vergleicht das Gotteswort mit einem Samenkorn und erklärt, unser Wunsch „zu glauben“ könne dazu führen, dass wir dem Wort „Raum geben“, sodass es uns ins „Herz gepflanzt werden kann“. In der Folge merken wir, dass das Wort gut ist, denn es fängt an, uns die Seele zu erweitern und unser Verständnis zu erleuchten. Dies stärkt dann wiederum unseren Glauben. Wenn wir das Wort im Herzen beständig „mit großem Eifer und mit Geduld“ nähren „und nach seiner Frucht ausschau[en], wird [es] Wurzel fassen; und siehe, es wird ein Baum sein, der zu immerwährendem Leben emporsprosst“.

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