„Susa Young Gates und Joseph F. Smith“, Geschichten aus dem Buch Lehre und Bündnisse, 2024
„Susa Young Gates und Joseph F. Smith“, Geschichten aus dem Buch Lehre und Bündnisse
1902 bis 1918
Susa Young Gates und Joseph F. Smith
Eine Offenbarung über die Geisterwelt
Susa Young Gates war die Tochter von Brigham Young. Sie wurde in Utah geboren und wuchs dort auf. Sie schrieb gern und diente gern in der Kirche des Herrn.
Heilige, Band 3, S. 12, 76
Als Susa erwachsen war, wurde sie sehr krank. Sie bat um einen Priestertumssegen. In dem Segen sagte der Herr zu Susa, er wolle, dass sie Tempelarbeit verrichte.
Heilige, Band 3, S. 228f.
Nach dem Segen ging es Susa besser. Sie verbrachte ihre Zeit damit, mehr über die Geschichte ihrer Familie in Erfahrung zu bringen. Als sie Angehörige ausfindig machte, die ohne Taufe gestorben waren, ging sie in den Tempel, um sich für sie taufen zu lassen. Sie erzählte anderen gern von der Familienforschung. Aber leider interessierte das viele Menschen gar nicht.
Heilige, Band 3, S. 229f., 243
Eines Tages besuchte Susa ihren Freund Joseph F. Smith, den Präsidenten der Kirche. Präsident Smith war schon seit vielen Wochen krank. Susa wusste, dass er auch sehr traurig war, weil sein Sohn gestorben war. Er war auch traurig über anderes, was in der Welt vorkam, wie etwa Kriege und Krankheiten.
Heilige, Band 3, S. 232ff., 243f.
Aber als Susa zu Präsident Smith kam, um sich ein bisschen zu unterhalten, freute er sich sehr. Er erzählte Susa, Gott habe ihm eine besondere Vision gegeben. Darin ging es um die Geisterwelt, in die die Menschen nach dem Tod kommen. Diese Vision hatte er zu Papier gebracht. Präsident Smith gab Susa, was er geschrieben hatte, und bat sie, es zu lesen.
Heilige, Band 3, S. 244f.
Susa las den Text. Darin hieß es, dass Jesus Christus die Geisterwelt besuchte. Er sandte Adam, Eva und andere glaubenstreue Männer und Frauen, um die Geister zu belehren, die das Evangelium zu ihren Lebzeiten nicht empfangen hatten. Sie halfen diesen Geistern, sich vorzubereiten, damit man sich im Tempel für sie taufen lassen konnte.
Lehre und Bündnisse 138:11-19,29-48; Heilige, Band 3, S. 244f.
Susa war verblüfft, als sie Präsident Smiths Vision las. Präsident Smith lächelte. „Susa“, sagte er, „du leistest großartige Arbeit.“ Er sagte ihr, dass er sie wegen ihres Glaubens an den Herrn liebhabe.
Heilige, Band 3, S. 244
Susa schrieb ihre Eindrücke von der Offenbarung in ihr Tagebuch. „Ach, das tat mir so gut!“, schrieb sie. Sie konnte es kaum erwarten, ihren Freunden und anderen Mitgliedern der Kirche davon zu erzählen. Sie wusste, dass Präsident Smiths Vision den Mitgliedern helfen würde, sich dafür zu begeistern, die Tempelarbeit für die Menschen in der Geisterwelt zu verrichten.
Heilige, Band 3, S. 244f.