<i>Komm und folge mir nach!</i>
6. bis 12. April. Denkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten fortgezogen seid: Exodus 7 bis 13


„6. bis 12. April. Denkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten fortgezogen seid: Exodus 7 bis 13“, Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, 2026

„6. bis 12. April. Denkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten fortgezogen seid“, Komm und folge mir nach: Altes Testament 2026

Mose und Aaron am Hof des Pharao

Illustration von Mose und Aaron am Hof des Pharao, Darstellung von Robert T. Barrett

6. bis 12. April: Denkt an diesen Tag, an dem ihr aus Ägypten fortgezogen seid

Exodus 7 bis 13

Eine Plage nach der anderen kam über Ägypten, aber der Pharao weigerte sich noch immer, die Israeliten ziehen zu lassen. Doch Gott bewies dem Pharao weiterhin seine Macht und gab ihm Gelegenheiten, anzuerkennen, „dass [Gott] der Herr [ist]“ (Exodus 7:5) und „dass [dem Herrn] keiner im ganzen Land gleichkommt“ (Exodus 9:14). Unterdessen beobachteten Mose und die Israeliten diese Kundgebungen von Gottes Macht zu ihren Gunsten bestimmt mit großer Ehrfurcht. Diese weiteren Zeichen bestätigten sie sicher in ihrem Glauben an Gott und stärkten ihre Bereitschaft, dem Propheten Gottes zu folgen. Nach neun schrecklichen Plagen, trotz derer die Israeliten nicht freikamen, war es schließlich die zehnte – der Tod der Erstgeborenen, darunter des Erstgeborenen des Pharao –, die der Gefangenschaft ein Ende setzte. Das scheint nachvollziehbar zu sein, denn aus einer geistigen Gefangenschaft gibt es im Grunde genommen auch nur einen Ausweg. Nur das Sühnopfer Jesu Christi, des Erstgeborenen – das Blut des fehlerlosen Lammes – kann uns retten.

Icon „Studium“

Anregungen für das Lernen zuhause und in der Kirche

Exodus 7 bis 11

Ich kann zulassen, dass mein Herz erweicht wird

Ihr Wille wird hoffentlich nie gegen den Willen Gottes gerichtet sein, wie das beim Pharao der Fall war. Aber auch wir sind gelegentlich nicht so sanftmütig, wie wir sein sollten. Was fällt Ihnen an der Reaktion des Pharao auf die Plagen auf? (Siehe Exodus 7:14-25; 8:1-28; 9:1-26; 10:12-29; 12:29-33.) Beachten Sie die Klarstellung in der Joseph-Smith-Übersetzung von Exodus 7:3,13 und 9:12 (siehe Joseph-Smith-Übersetzung, Exodus 4, in den Studienhilfen).

Warum beschreibt das Wort „hart“ das Herz des Pharao so gut? Denken Sie darüber nach, was es laut diesen Versen bedeutet, ein weiches Herz zu haben: 1 Nephi 2:16; Mosia 3:19; Alma 24:7,8; 62:41; Ether 12:27. Wenn Sie lesen, welche Folgen die Hartherzigkeit des Pharao hatte, denken Sie darüber nach, wie es um Ihr eigenes Herz bestellt ist. Zu welchen Verhaltensänderungen fühlen Sie sich inspiriert?

Exodus 12:1-42

Icon „Seminar“
Jesus Christus kann mich dank seines Sühnopfers erretten

Von der zehnten Plage, die in Exodus 11:4,5 geschildert wird, konnten die Israeliten nur verschont bleiben, wenn sie die Anweisungen des Herrn, die er Mose in Exodus 12 gab, auf das Genaueste befolgten. Dieses Ritual wurde Pessach (oder Pascha) genannt. Am Pessach erkennen wir durch Sinnbilder, dass der Herr uns genauso von der Knechtschaft der Sünde befreien kann, wie er die Israeliten aus der Knechtschaft in Ägypten befreit hat. Um die Symbolik in Exodus 12:1-42 zu untersuchen, könntest du eine Übersicht wie diese anlegen:

Symbol

Mögliche Bedeutung

Gottes Botschaft an mich

Symbol

Der Erste unter den Monaten (Vers 2; der Herr gebot den Israeliten, dieses Ereignis als Beginn ihres Kalenders zu markieren)

Mögliche Bedeutung

Dies sollte ein neuer Anfang für Israel sein. Sie sollten „neu geboren“ werden.

Symbol

Das Lamm (Vers 3-5)

Mögliche Bedeutung

Siehe Johannes 1:29; 6:54; 1 Petrus 1:19

Symbol

Blut des Lammes an den Türpfosten (Vers 7,13,23)

Mögliche Bedeutung

Siehe Mosia 4:2; Offenbarung 12:11

Symbol

Ungesäuertes Brot (Vers 8,15,19,20)

Mögliche Bedeutung

Sauerteig oder Hefe können wegen ihrer schlechten Haltbarkeit ein Symbol für Verdorbenheit sein. Siehe Matthäus 16:6-12; Johannes 6:35

Symbol

Bitterkräuter (Vers 8)

Mögliche Bedeutung

Eine Erinnerung an die Bitterkeit von Sünde und Gefangenschaft. Siehe Exodus 1:14; Mose 6:55

Symbol

Hastig essen, bereit zum Aufbruch (Vers 11)

Mögliche Bedeutung

Ein Symbol für die Dringlichkeit, die Gefangenschaft der Sünde zu verlassen. Siehe Genesis 39:12; 2 Timotheus 2:22

Symbol

Der Vernichter (Vers 13,23)

Mögliche Bedeutung

Siehe Lehre und Bündnisse 89:18-21

Symbol

Die Israeliten werden freigelassen (Vers 29-32)

Mögliche Bedeutung

Siehe 2 Nephi 2:26; Lehre und Bündnisse 138:15-19,31

Was findest du sonst noch in den Anweisungen und Symbolen des Pessach, was dich an Jesus Christus und sein Sühnopfer erinnert? Was sagen diese Sinnbilder deiner Meinung nach darüber aus, wie wir die Segnungen des Sühnopfers Christi erlangen?

Zu Christus kommen, indem man Symbole erkennt, die für ihn Zeugnis ablegen. „Alles ist erschaffen und gemacht worden, dass es von mir Zeugnis gebe“ (Mose 6:63; siehe auch 2 Nephi 11:4), verkündete der Herr. In Exodus 12 weisen Symbole wie ein Lamm, Blut, ungesäuertes Brot, Wunder und Befreiung allesamt auf Christus hin. „Wenn wir begreifen, wie sich diese Gegenstände auf den Erretter beziehen, können sie uns seine Macht und seine Eigenschaften näherbringen.“ (Auf die Weise des Erretters lehren, S. 7.)

Jesus gibt seinen Jüngern das Abendmahl

Zu meinem Gedächtnis, Darstellung von Walter Rane

Exodus 12:14-17,24-27; 13:1-16

Das Abendmahl hilft mir, an meine Befreiung durch Jesus Christus zu denken

Der Erretter gebot den Israeliten, jedes Jahr das Pessach zu feiern, damit sie sich daran erinnerten, dass er sie befreit hatte, auch wenn die Erinnerung an die Gefangenschaft in weite Ferne gerückt war. Lesen Sie in Exodus 12:14-17,24-27 und 13:1-16 seine Anweisungen und denken Sie darüber nach, wie Sie Gottes Segnungen in Erinnerung behalten können. Wie können Sie diese Erinnerungen für Ihre „kommenden Generationen“ bewahren? (Siehe Exodus 12:14,26,27.)

Inwiefern gleicht der Zweck des Pessach dem des Abendmahls? Was können Sie tun, um „immer an [Jesus Christus] zu denken“? (Moroni 4:3; 5:2.)

Sie könnten auch darüber nachdenken, was Sie dem Herrn zufolge sonst noch in Erinnerung behalten sollen. Siehe zum Beispiel Helaman 5:6-12; Moroni 10:3; Lehre und Bündnisse 3:3-5,10; 18:10; 52:40.

Siehe auch Kevin W. Pearson, „Sind Sie noch willens?“, Liahona, November 2022, S. 67ff.; „Immer an ihn denken“ (Video), Archiv Kirchenliteratur; „Zu dieser Stund gedenken wir“, Gesangbuch, Nr. 121

5:28

immer an ihn denken

Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschriften Liahona und Für eine starke Jugend.

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Icon „Für Kinder“

Anregungen für die Unterweisung von Kindern

Exodus 7 bis 11

Der Herr hat Macht über alles

  • Die Plagen, die in Exodus 7 bis 11 beschrieben werden, zeigten den Ägyptern und den Israeliten, dass der Herr große Macht hat. Der Herr hilft den Kindern ihr Leben lang, wenn sie an seine Macht glauben. Um ihnen diese Geschichte näherzubringen, können Sie jedem Kind ein Blatt Papier geben, das in zehn Abschnitte unterteilt ist. Bitten Sie die Kinder, Bilder von den Plagen zu malen, die in diesen Versen beschrieben werden: Exodus 7:17,18; 7:26-29; 8:12,13; 8:16-19; 9:1-6; 9:8,9; 9:22,23; 10:4,5; 10:21,22; 11:4-7 (siehe auch „Die Plagen Ägyptens“, Geschichten aus dem Alten Testament, S. 67ff.) Lesen Sie gemeinsam Exodus 7:5 und 9:14 vor und erklären Sie, warum der Herr diese Plagen sandte.

    2:3

    Die Plagen Ägyptens

  • Erzählen Sie den Kindern, wie der Herr Ihnen gezeigt hat, „dass [ihm] keiner im ganzen Land gleichkommt“ (Exodus 9:14). Fragen Sie die Kinder, woher sie wissen, dass der Herr mächtig ist.

Exodus 8:24-28; 9:7

Der Herr kann mein Herz erweichen

  • Um den Kindern zu veranschaulichen, was es bedeutet, ein weiches Herz zu haben, könnten Sie ihnen einen harten Gegenstand (zum Beispiel einen Stein) und einen anderen Gegenstand zeigen, der weich und saugfähig ist, wie etwa einen Schwamm. Sie könnten auch Wasser über diese Gegenstände gießen, um zu zeigen, wie leicht ein weiches Herz das Wort des Herrn empfängt. Lesen Sie dann gemeinsam ein paar Verse, in denen beschrieben wird, wie der Pharao auf die vom Herrn gesandten Plagen reagiert hat (siehe Exodus 8:24-28; 9:7). Welcher dieser Gegenstände stellt das Herz oder die Einstellung des Pharao am besten dar? Was bedeutet es, das Herz zu erweichen? (Siehe Mosia 3:19.)

  • Gemeinsam mit den Kindern könnten Sie Verhaltensweisen aufschreiben, die auf ein verhärtetes Herz hindeuten (zum Beispiel unfreundliche Worte sagen oder nicht bereit sein, etwas zu teilen). Wie können wir dem Herrn zeigen, dass wir unser Herz erweichen wollen?

Eine Familie nimmt vom Abendmahl

Exodus 12:1-13

Das Abendmahl hilft mir, an Jesus zu denken

  • Das Pessach lehrte die Israeliten, sich auf den Erretter und sein Opfer für uns zu freuen. Besprechen Sie gemeinsam Exodus 12:1-13 und helfen Sie den Kindern, Zusammenhänge zwischen den Einzelheiten des Paschafestes und dem Sühnopfer Jesu Christi zu erkennen (siehe auch „Das Pessach“ in den Geschichten aus dem Alten Testament, S. 70–74). Inwiefern ist Jesus beispielsweise wie das Lamm, das in Vers 5 beschrieben wird?

    2:54

    Das Pessach

  • Heute nehmen wir vom Abendmahl, um an das Opfer Jesu zu denken. Sie könnten den Kindern ein Bild vom Abendmahl zeigen und darüber sprechen, wie diese heilige Handlung uns hilft, an Jesus Christus zu denken. Sie können Ihren Kindern helfen, in den Abendmahlsgebeten die Worte „an ihn … denken“ zu finden (siehe Moroni 4 und 5). Oder Sie singen gemeinsam ein Lied über das Abendmahl, das den Kindern gut gefällt. Helfen Sie ihnen, den Frieden zu erkennen, den sie verspüren, wenn sie an den Erretter denken. Wie können wir uns beim Abendmahl um diesen Frieden bemühen?

Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschrift Unser Freund.

Illustration eines Paschamahls

Das Paschamahl, Darstellung von Brian Call

Seite mit der Aktivität für PV-Kinder: Das Abendmahl hilft mir, an Jesus zu denken