Mehr Eigenständigkeit durch inklusionsfördernden Dienst am Nächsten
Überall im Gebiet Europa Mitte tragen Mitglieder und Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen mehr Würde, Mobilität und Freude erfahren. Diese Bestrebungen spiegeln die Aufforderung des Erretters wider: „Steh den Schwachen bei, hebe die herabgesunkenen Hände empor, und stärke die müden Knie.“ (Lehre und Bündnisse 81:5.)
In der Slowakei erhielt die Schule für Kinder mit Autismus „Autisti Prešov“ neue Stühle für die Schüler, ein Bällebad zur sensorischen Regulation und eine gemütliche Bibliothek, um eine förderliche Atmosphäre zu schaffen. „Jeder Schüler hatte die Chance, im Rampenlicht zu stehen“, berichteten Elder Anderson und seine Frau, die bei einer Frühlingsdarbietung die Freude der Schüler miterlebten und wie stolz diese auf sich waren.
In der Schweiz stellten über 100 Frauen im Pfahl St. Gallen Hygienesets für Frauen und Kinder zusammen, die vor häuslicher Gewalt geflohen sind. Viele der Kinder leiden unter traumabedingten Behinderungen. „Wir wünschen uns und hoffen darauf, dass Frauen in Not sich beachtet und geliebt fühlen“, erklärte Cornelia Gantner, Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung im Pfahl.
In Albanien veranstaltete Saimir Ustabeqiri, Direktor der Abteilung Shkoder des Verbands für Querschnitts- und doppelseitig Gelähmte, ein Sommerlager für Rollstuhlfahrer. Mit Unterstützung der Kirche spendeten ehrenamtliche Helfer Lebensmittel, Wasser und Utensilien für Spiele. Zudem wurden Geräte zur Holzbearbeitung für die Werkstatt des Lagers bereitgestellt, in der Saimir Geschenke anfertigt und anderen beibringt, wie man Rollstühle instand setzt. „Wir arbeiten darauf hin, dass diejenigen auf der Warteliste schneller einen Rollstuhl erhalten“, sagte er.
In Nordmazedonien wurde in der Grundschule „25 Maji“ in Skopje ein Rollstuhllift eingebaut, damit 32 Schüler mit Mobilitätseinschränkungen eigenständig zu Klassenräumen im Obergeschoss gelangen können. Zum ersten Mal können diese Kinder die Mittagspause gemeinsam mit ihren Mitschülern verbringen und auch an Aktivitäten im Freien mit ihnen teilnehmen – ein Akt der Inklusion, der Bände spricht.
In Ungarn erhielt die Zsoter-Pal-Stiftung ein Therapiebecken und eine industrielle Waschmaschine zur Unterstützung von 240 Kindern, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, blind sind oder mehrere Behinderungen haben. Ein 16-jähriges Mädchen, die einzige Schülerin in ihrer Gruppe, die sprechen kann, brachte ihre Dankbarkeit schlicht mit den Worten „Ich liebe die Mormonen!“ zum Ausdruck.
In Tschechien arbeitete die Kirche mit dem diakonischen Hilfswerk „Raná péče“ zusammen, das Familien dabei unterstützt, für Kinder mit Entwicklungsstörungen zu sorgen. Fachberater besuchen die Familien zuhause, geben Anleitung und verleihen Geräte. Die Kirche spendete ein Fahrzeug und sensorische Hilfsmittel, damit die Warteliste mit 340 Familien kürzer werden kann. „Je früher Unterstützung geleistet wird, umso besser sind die Resultate“, sagte ein Fachberater. Dieses Projekt ermöglicht es mehr Kindern, rechtzeitig Hilfestellung und Unterstützung zu erhalten.
Diese Berichte hallen den Geist des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen wider, der jedes Jahr am 3. Dezember stattfindet. Die Bestrebungen der Kirche zeugen von Engagement für Inklusion, Menschenwürde und christlicher Liebe.
Aufruf zum Handeln: Denken Sie darüber nach, wie Sie sich in Ihrem Umfeld einbringen können. Wenden Sie sich an Hilfsorganisationen vor Ort, schauen Sie sich die Möglichkeiten an, die auf LifeHelpEurope.org zu finden sind, oder fragen Sie einfach nach, wie Sie helfen können. Gemeinsam können wir eine Welt schaffen, in der jeder Mensch beachtet, geschätzt und gefördert wird, damit er ein gutes Leben führen kann.