2025
13. Internationaler Kunstwettbewerb: Ausgewählte Preisträger
Liahona, Dezember 2025


„13. Internationaler Kunstwettbewerb: Ausgewählte Preisträger“, Liahona, Dezember 2025

13. Internationaler Kunstwettbewerb: Ausgewählte Preisträger

Künstler aus aller Welt, die der Kirche angehören, bringen ihren Glauben an Jesus Christus und ihre Liebe zu ihm durch Kunstwerke in verschiedenen Materialien und Techniken zum Ausdruck

Beim 13. Internationalen Kunstwettbewerb wurden aus 26 Ländern insgesamt 584 Werke von Künstlern, die der Kirche angehören, eingereicht. Das Motto des Wettbewerbs lautete: „Hebe die herabgesunkenen Hände empor.“ (Lehre und Bündnisse 81:5.)

Künstler aus Afrika, Asien, Australien, Europa, Südamerika und Nordamerika schickten Beiträge ein. Die Kuratoren des Historischen Museums der Kirche wählten 150 Exponate für die Ausstellung aus. Die Juroren vergaben 10 Preise für besondere Leistungen. 14 Preise zum Ankauf eines Kunstwerkes wurden zugesagt. Gegen Ende der Ausstellung im Januar 2026 werden noch 5 Publikumspreise vergeben.

Der Präsidierende Bischof Gérald Caussé hat erklärt, dass „der Vater im Himmel uns bittet, uns an seinem schöpferischen Werk zu beteiligen! … Unser Beitrag kann so aussehen, dass wir Kunst-, Architektur-, Musik-, Literatur- oder Kulturwerke erschaffen, die dann unseren Planeten zieren, unsere Sinne beleben und unser Leben verschönern.“ („Unsere irdische Treuhandschaft“, Liahona, November 2022, S. 58.)

Die Kunstwerke aus dem Wettbewerb bringen in einer weltweit wachsenden Kirche den Glauben und die heiligen Bestrebungen der Mitglieder zum Ausdruck. In dieser Ausstellung geben Künstler aus aller Welt in ihren Werken Zeugnis für den Glauben an den Erretter Jesus Christus und für ihre Liebe zu ihm.

Einige preisgekrönte Kunstwerke können Sie sich auf den folgenden Seiten ansehen. Dies ist nur eine kleine Auswahl aus der umfangreichen Ausstellung – und darin kann die Hingabe, die hinter den Werken steckt, leider nur unvollständig abgebildet werden.

Kunstwerk aus Papierschnipseln

Unsichtbare Netzwerke (Papier)

Susana I. Silva, *1976, Argentinien

Myzelien sind mikroskopisch kleine Netzwerke von Pilzen, die beispielsweise die Wurzelsysteme von Bäumen miteinander verbinden. Einige Wissenschaftler vertreten die These, dass diese Netzwerke es den Bäumen ermöglichen, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig dabei zu unterstützen, Kohlenstoff, Stickstoff, Wasser und chemische Signale weiterzuleiten. Silva hat dieses filigrane Gitter, das die Pflanzenkommunikation fördert, mit ebenso filigranen Papierschnipseln nachgebildet. „Oberirdisch sind auch wir Teil eines riesigen, unsichtbaren, verwickelten und komplexen Netzwerks, in dem jede Verbindung zählt und jedes Kind Gottes zur gemeinsamen Stärke und zum gemeinsamen Wohlergehen beiträgt.“ (Susana I. Silva)

Menschen bei der Gartenarbeit

Der Garten des Herrn (Papier)

Pamela Salinas Bernal, *1986, Chile

Die Landschaft ringsum ist karg, doch die dargestellten Leute sind fleißig dabei, die Wüste zum Leben zu erwecken. Neben einem Fluss wachsen Büschel gelber, blauer, orangefarbener, violetter, rosafarbener, weißer und roter Blumen. Blumen, die hier nicht natürlich vorkommen, werden im Gewächshaus gezüchtet. „Mögen wir ein jedes der kostbaren Kinder Gottes annehmen und lieben, auch wenn sie anders aussehen, sich anders kleiden oder anders sprechen.“ (Pamela Salinas Bernal)

Ein Fischer wirft sein Netz aus, um Meereslebewesen zu fangen

Menschenfischer (Öl)

Silvana Alvarez Rhodes, *1967, Argentinien (wohnhaft in Utah)

Ein Fischer wirft sein Netz weit aus, um farbenfrohe Meereslebewesen zu fangen. Rhodes weist auf ihren Vater hin, der als Matrose bei der argentinischen Marine tagelang auf dem Meer gearbeitet hatte, aber auch Menschenfischer war und nach jenen suchte, die in der Kirche Kraft und Zugehörigkeit brauchten. „Inmitten dieser stürmischen, verwirrenden und beängstigenden See erweist sich das Schiff des Herrn als Licht für die Nationen.“ (Silvana Alvarez Rhodes)

Nachbarn helfen einander

Wir sind der Hüter unseres Nächsten (Acrylgouache, Feder und Leinwand)

Gifty Annan-Mensah, *1949, Ghana (wohnhaft in Virginia)

Hände fassen, umarmen, halten, bereiten, füttern, greifen, trösten, helfen und teilen – das ist Annan-Mensahs Bild vom Nächsten. Bei jedem Bemühen, seinen Mitmenschen zu helfen, wird Gottes Liebe offenkundig; das Herz steht daher symbolisch für den Zusammenhang zwischen den einzelnen Szenen. „Das Herz [des Vaters im Himmel] wünscht sich, dass auch wir einander so lieben, wie er uns liebt.“ (Gifty Annan-Mensah)

Zwei Frauen umarmen einander

Trost (Acryl auf Leinwand)

Ernest L. Budu, *1989, Ghana

Eng umschlungen spenden und suchen zwei Frauen Trost. Die Muster in ihrer Kleidung und ihren Haaren spiegeln das Mitgefühl und die Ruhe wieder, die in den Gesichtern der Frauen zum Ausdruck kommen. „Wir können eine Oase der Geborgenheit sein, wenn wir jemanden in Zeiten des Kummers oder der Enttäuschung trösten.“ (Ernest L. Budu)

Männer setzen ein Haus um

Zusammen zur Sammlung (Öl)

Sherron Crisanto, *1978, Philippinen

In ländlichen Gebieten der Philippinen helfen die Männer nicht nur beim Transport persönlicher Gegenstände, wenn eine Familie umzieht. Sie arbeiten zusammen und bewegen das gesamte Haus. Das ist ein Beispiel für die als „Bayanihan“ bezeichnete Geisteshaltung, Gemeinschaftshilfe zu leisten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. „Bayani bedeutet ‚Held‘; wir können auch Helden sein, indem wir Kleines und Einfaches tun, um anderen die Hand zu reichen und sie zu unterstützen.“ (Sherron Crisanto)