Panorama
6000 Blutspenden im Gemeindehaus Frankfurt/Main
Frankfurt (KDR): Als der heutige Apostel Dieter F. Uchtdorf im Jahr 1985 der zweite Präsident des Pfahles Frankfurt wurde, suchte der Pfahl nach seinen Worten neue Wege, um sich mit allen Menschen im Pfahlgebiet zu verbinden. Unter anderem wurden im Gemeindehaus Frankfurt Blutspendeaktionen durchgeführt. Die ersten Schwestern, die sich dabei engagierten, waren Lieselotte Pfeiffer und Paula Nagele, die zu diesen Anlässen von Schwestern der Gemeinde gekochte Suppen servierten. Da ich immer zur Blutspendezentrale fuhr, um Blut zu spenden, hat mich das nicht weiter interessiert.
Als die Geschwister Rebekka und Klaus Dirix, die diese Aufgabe inzwischen übernommen hatten, an meine Frau herantraten, doch auch eine Suppe für den Blutspende-Abend zu kochen, wurde ich mehr darauf aufmerksam. So kam es auch langsam dazu, dass meine Frau gebeten wurde, beim Ausschenken der Suppen zu helfen, bis ich gebeten wurde, beim Aufstellen der Tische und Stühle zu helfen.
So nebenbei erfuhr ich, dass es immer dieselben Schwestern waren, die daran interessiert waren, zum Gelingen dieses Abends beizutragen. Meist wurden von den Schwestern der Gemeinde 6–8 Töpfe voller Suppen gespendet. Die Blutspender freuten sich schon immer, sobald sie gespendet hatten, sich zu einem Teller Suppe mit Brötchen und Würstchen plus Nachschlag hinzusetzen. Hier halfen auch unsere Töchter und die Familie Richter mit ihren Verwandten. Übrigens gab es im Sommer meistens Salate, an denen sich die Spender gütlich taten.
Meine Aufgabe beschränkt sich meist darauf, zu sichern, dass die Räumlichkeiten sauber sind, Toilettenpapier und Handtücher aufgefüllt sind und die Abfälle entsorgt werden, sowie dafür zu sorgen, dass der Parkplatz leer ist, sodass der große Lastwagen des Deutschen Roten Kreuzes genügend Platz hat. Bei der Aufstellung der Tische und Stühle helfen mir immer die Missionare und Missionarinnen. Diese bitte ich auch, einen Tisch mit Informationsmaterial über die Kirche bereitzustellen, denn wie oft kommt das schon vor, dass an einem Abend 60 bis 80 Besucher ins Gemeindehaus kommen? Die meisten Spender sind schließlich keine Mitglieder. Außerdem erhält die Gemeinde für jeden Blutspendetermin einen nicht geringen Betrag vom Deutschen Roten Kreuz, der dem Fastopferfonds der Gemeinde zugutekommt.
Während der Corona-Pandemie durften wegen der hygienischen Auflagen keine Speisen ausgegeben werden, doch inzwischen erfreuen die Spender sich wieder an unseren Speisen und nehmen dann zum Schluss noch ihr Spenderpäckchen mit. Momentan halten meine Frau Agnes und unsere Tochter Laetitia die Stellung und sorgen dafür, dass die Spender sich freundlich betreut fühlen und gern wiederkommen.
Am 31.1.2025 stellten wir fest, dass seit 1985 mehr als 6000 Spender in unserem Gemeindehaus Blut gespendet hatten. Stellen wir uns das doch einmal vor: 3000 Liter Blut, mit dem tausenden Menschen geholfen werden kann!