2025
Eine Weihnachtstradition: Veränderung
Für eine starke Jugend, Dezember 2025


Eine Weihnachtstradition: Veränderung

Wir können jedes Jahr an Weihnachten etwas tun – und sein –, um mehr wie der Erretter zu werden

Scrooge mit Tiny Tim

Frederick Barnard mittels Getty Images

Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit voller Traditionen – voller Bräuche, die Jahr für Jahr in mehr oder weniger ähnlicher Form gepflegt werden. Manche finden, dass es einem erst dann wie Weihnachten vorkommt, wenn sie dieses oder jenes tun. Weihnachtstraditionen gibt es für einzelne Menschen, für Familien, Nationen und ganze Kulturen.

Gute Traditionen lösen in uns ein Gefühl der Geborgenheit und Zugehörigkeit aus. Aber Weihnachten kann – und sollte – auch eine Zeit sein, in der wir darüber nachdenken, was wir in unserem Leben nicht genauso weitermachen wollen wie bisher. Weihnachten kann dazu führen, dass wir uns durch Jesus Christus verändern.

Eine Zeit der Veränderung

Im Jahr 1843 schrieb der britische Schriftsteller Charles Dickens die bekannte Weihnachtsgeschichte. Es geht um einen alten Mann namens Ebenezer Scrooge, dem an nichts und niemanden so viel liegt wie an seinem Geld. Um zu zeigen, wie unglücklich Scrooge ist, stellt Dickens dar, dass er über Weihnachten und jeden, der es feiern will, spottet. An Weihnachten erscheinen ihm nachts Geister, die ihm seine vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Weihnachten zeigen. Diese Visionen veranlassen ihn dazu, über sein Leben, den Zustand seiner Seele und seine Beziehung zu anderen nachzudenken. Er gelobt, sich zu ändern – und tut das auch. Der neue, bessere Scrooge ist glücklicher und setzt sich für andere ein.

Elder Gerrit W. Gong vom Kollegium der Zwölf Apostel hat über diese Geschichte gesagt:

Gerrit W. Gong

„Vielleicht können wir dieses Jahr zu Weihnachten ja diese kostbaren Gaben Jesu Christi annehmen und auch anderen anbieten: Veränderung und Umkehr, Vergeben und Vergessen. Dies können wir anderen und uns selbst zum Geschenk machen.

Lassen Sie uns mit dem vergangenen Jahr Frieden schließen. Lassen wir die seelischen Ängste und den Lärm, die Reibereien und Ärgernisse los, die unser Leben aufwühlen. Mögen wir einander unsere neuen Möglichkeiten zugestehen, anstatt uns auf unsere vergangenen Einschränkungen zu fixieren. Geben wir dem neuen Scrooge in jedem von uns eine Chance, sich zu ändern.

Unser Erretter kam an Weihnachten, um die Gefangenen zu befreien – und zwar nicht nur die, die im Gefängnis sitzen. Er kann uns von den Geistern unserer Vergangenheit befreien und uns von dem Kummer, der uns wegen unserer Sünden und der anderer gefangen hält, losbinden. Er kann uns durch eine Neugeburt in ihm von unserem egozentrischen, selbstsüchtigen Selbst erlösen.“

Jesus Christus

Im Mittelpunkt steht die Freude, Darstellung von Michael Malm

Was kann ich verändern?

Man muss nicht so schlecht sein wie Scrooge, um sich durch Weihnachten zum Besseren verändern zu lassen. Wie kann also jeder von uns Weihnachten zu einer Zeit der Erneuerung und Veränderung machen? Hier sind einige Anregungen für den Anfang:

  • Wähle jedes Jahr zu Weihnachten eine Eigenschaft des Erretters aus, die du in den Mittelpunkt stellst. Du kannst dich zur Weihnachtszeit mit einer Eigenschaft Jesu Christi befassen und versuchen, seinem Beispiel vermehrt nachzueifern. Vorschläge findest du etwa in Verkündet mein Evangelium! – eine Anleitung zur Verbreitung des Evangeliums Jesu Christi in Kapitel 6.

  • Füge einen Weihnachtsbrauch hinzu, der auf Christus ausgerichtet ist. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Weihnachtsfest an Tiefe gewinnen sollte, versuche, eine Tradition einzuführen, die dir hilft, dich mehr auf Jesus Christus zu konzentrieren. Es muss nichts Außergewöhnliches sein. Du könntest mehr Musik hören, die auf Christus ausgerichtet ist, oder jemandem aus deiner Familie helfen; du könntest Freunde zum Weihnachtsgottesdienst einladen oder eine Weihnachtskrippe basteln.

  • Mach aus einer Tradition durch kleine Anpassungen etwas noch Besseres. Um deinen Weihnachtsbräuchen mehr Tiefgang zu verleihen, könntest du jemanden einbeziehen, der neu in der Gegend ist, oder den einen oder anderen Brauch mehr auf Christus ausrichten.

  • Verzichte auf einen Brauch oder lehne eine Einladung ab, wenn sie dir Stress verursacht. Wenn du meinst, dein Terminkalender sei im Dezember so übervoll, dass du gar keine Zeit hast, an den Erretter zu denken oder mit deinen Lieben so viel Zeit zu verbringen, wie du es dir wünschst, dann lass doch einfach ohne Gewissensbisse etwas weg.

Auch du kannst wie der neue Scrooge sein: „Und immer sagte man von ihm, er wisse Weihnachten recht zu feiern.“ Du kannst Weihnachten recht feiern, wenn du dich entscheidest, dem Vater im Himmel und dem Erretter jedes Jahr auf die eine oder andere Weise näherzukommen.