„Schon ein Missionar“, Unser Freund, Februar 2025, Seite 44f.
Schon ein Missionar
Eine wahre Geschichte aus den USA
Thad half Mutti, den Tisch für das Abendessen zu decken. „Darf ich heute Abend Sonntagskleidung tragen?“, fragte Thad. „Weil ja die Missionare zum Essen kommen?“
Mutti lächelte. „Das ist eine tolle Idee!“
Vor dem Abendessen ging Thad nach oben. Er zog ein weißes Hemd an und band eine Krawatte um.
„Warum trägst du denn heute eine Krawatte?“, fragte seine ältere Schwester Mindy. „Es ist doch gar nicht Sonntag!“
„Aber die Missionare kommen“, erwiderte Thad. „Ich möchte so sein wie sie!“
Es klingelte, und Thad und Mindy liefen die Treppe hinunter. Zwei Missionare in weißem Hemd kamen ins Haus. Gemeinsam setzten sie sich an den Tisch, beteten und begannen mit dem Essen. Thad passte auf, damit er nicht mit den Spaghetti aufs saubere Hemd kleckerte.
„Deine Krawatte ist cool!“, meinte Elder Cowley. „Du siehst ja aus wie ein Missionar!“
Thad grinste. „Wenn ich groß bin, gehe ich auf Mission!“
„Das ist ein tolles Ziel!“, sagte Elder Wakefield. „Du kannst aber sogar jetzt schon ein Missionar sein.“
Thad setzte sich aufrecht hin. „Wie denn?“
„Du kannst anderen ein Vorbild sein. Du kannst deiner Familie helfen. Und du kannst ein guter Freund sein!“
Thad überlegte. „Ja, das kann ich alles.“
Am nächsten Tag strengte sich Thad an und war ganz besonders nett zu Mindy. Er half Mutti bei der Hausarbeit. Als eine Freundin ihn besuchte, ließ er sie mit seinen Spielsachen spielen.
Am Abend drückte Mutti ihn fest. „Du wirst einmal ein ganz toller Missionar!“
Thad strahlte über das ganze Gesicht. „Das bin ich doch schon!“
Illustrationen von Melissa Manwill Kashiwagi