Neu für junge Erwachsene
Frustriert von der aktuellen Datingkultur? Beachte diese drei Punkte!
Neu für junge Erwachsene, April 2026


Aus Neu für junge Erwachsene

Frustriert von der aktuellen Datingkultur? Beachte diese drei Punkte!

Die Verfasserin lebt in Montreal in der kanadischen Provinz Québec.

Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Kniffe gelernt, die uns helfen können, offenen statt bangen Herzens Menschen kennenzulernen

Verschiedene Paare, die sich miteinander verabredet haben und zusammen etwas Nettes unternehmen

Verabredungen finde ich toll. Ich lebe für die Liebe!

Das Evangelium ist ja schließlich ein Plan, der Liebe und Glück einschließt. Doch manchmal kann uns – wenn wir uns mit jemandem verabreden wollen, um den richtigen Ehepartner zu finden – die Datingkultur Steine in den Weg legen.

Hier in Montreal gibt es zum Beispiel eine eng verbundene Gruppe junger Erwachsener. Sobald du mit jemandem nur ein einziges Mal ausgehst, reden die anderen darüber. Das macht es schwer, jemanden näher kennenzulernen, ohne dass gleich alle denken, es sei ernst.

Seit ich mit verschiedenen Männern ausgehe, wird über mich erzählt: „Nina ist auf der Jagd nach einem Ehemann. Wie verzweifelt muss sie denn sein?“ Aber das stimmt nicht – ich versuche einfach nur bewusst, andere besser kennenzulernen. Eine Familie zu gründen ist eines meiner wichtigsten Lebensziele.

Bewusst mit jemandem auszugehen bedeutet nicht, verzweifelt zu sein. Es geht einfach darum, Zeit und Mühe zu investieren und dann zu sehen, zu welchen Beziehungen dich der Vater im Himmel führen kann. Präsident Russell M. Nelson (1924–2025) hat ja auch gesagt: „Der Herr schätzt Anstrengung.“

Hast du das Gefühl, beim Thema Dating festzustecken? Da bist du nicht allein. Hier sind drei Schritte, die dir helfen, bewusst zu daten:

1. Finde heraus, wer du bist

Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige von uns gar nicht wissen, wer sie sind. Wir wissen nicht, was uns wirklich ausmacht, was unsere Ziele sind oder wie wir selbstbewusst Entscheidungen treffen. Wer wir sind, prägt unser Leben, unsere Prioritäten und unsere Werte.

Elder Ronald A. Rasband vom Kollegium der Zwölf Apostel hat einmal die Fragen aufgeworfen:

„‚Was ist es, worüber Sie nachsinnen? Was alles ist Ihnen wirklich wichtig? Worin besteht das, was in Ihrer Seele ist?‘

Das, was in unserer Seele ist, wird oft dann verdeutlicht und vertieft, wenn wir Fragen stellen.“

Im Studium habe ich in meinen Kursen für Social-Media-Marketing gelernt, wie ich meine Zielgruppe finde und eine Markenidentität aufbaue. Das lässt sich auch auf das Leben übertragen! Das bedeutet nicht, sich eine aufgesetzte Maske zuzulegen – sondern ganz Ich zu sein, zu wachsen und zu lernen, wie man echte Beziehungen aufbaut.

Wenn wir als Jünger Jesu Christi leben, wissen wir, wofür wir stehen. Wir alle schließen die gleichen Bündnisse und halten die gleichen Gebote. Und das Schöne daran ist (Persönlichkeiten und Interessen einmal beiseitegelassen): Wenn wir und andere Jünger Christi in einer Welt voller unterschiedlicher Ansichten und Interessen die gleichen Werte vertreten, harmonieren wir beim Dating.

Wenn du zulässt, dass deine göttliche Identität dein Leben prägt, findest du andere, die das Gleiche tun.

2. Finde heraus, was du willst

Ich gehe bewusst mit jemandem aus, weil ich das Ziel habe, irgendwann zu heiraten.

Präsident Nelson hat uns ans Herz gelegt, „von Anfang an das Ende vor Augen zu haben“. Beim Dating von Anfang an das Ende vor Augen zu haben bedeutet, die eigenen Ziele zu kennen. Zu welchem Zweck verabredest du dich? Hoffentlich, um herauszufinden, ob du in einer Beziehung das Potenzial siehst, dass sie zur Ehe führen kann. Aber teilt ihr dieselben Ziele? Passen eure Persönlichkeitsmerkmale und Interessen zueinander? Stell dir solche Fragen!

So findest du heraus, auf welche Eigenschaften du achten musst: Entwickle sie selbst, richte deinen Blick auf den Vater im Himmel und halte dich dort auf, wo auch andere Gläubige sind (zum Beispiel im Institut, in der Kirche oder bei Aktivitäten und Tagungen für junge Alleinstehende).

Elder Jeremy R. Jaggi von den Siebzigern hat jungen Erwachsenen folgenden Rat gegeben: „Wenn wir [Gott] suchen, fühlen wir uns zu denen hingezogen, die ihn gleichfalls suchen. Das ist wesentlich für starke, dauerhafte Freundschaften und eine ebensolche Ehe.“

3. Lerne, mit anderen umzugehen

In dieser sozial isolierten Welt denke ich gern an den Rat, den Missionare erhalten: Blickkontakt aufnehmen, lächeln und anderen Fragen zu ihrer Person stellen.

Dass wir ständig am Handy hängen, beeinflusst, wie wir mit anderen umgehen. Selbst dann, wenn du eigentlich mit anderen sprechen möchtest, können Angst und Unsicherheit dem im Wege stehen.

Elder Neil L. Andersen vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Mein erster Tipp für euch ist: Seid beherzt. Verlasst eure Komfortzone und baut enge Freundschaften auf. Ihr müsst nicht meinen, dass jede Freundschaft zwangsläufig in eine Liebesbeziehung mündet. Im engen Austausch miteinander gibt es jedoch viel zu entdecken.“

Jemanden kennenzulernen kann durchaus beängstigend sein. Bist du jedoch bereit, deine Komfortzone zu verlassen, hilft dir das letztlich, den richtigen Partner zu finden.

Im Moment bin ich sehr gern Single. Doch so sehr ich mein Leben auch liebe – es gibt rechtschaffene Wünsche, auf die ich hinarbeite, und einer davon ist die ewige Ehe. Ich weiß, dass meine rechtschaffenen Wünsche in Erfüllung gehen, wenn ich Beziehungen knüpfe, Entscheidungen treffe, die zu einer guten Zukunft führen, und auf den Herrn vertraue.