„Deuteronomium 6:6-25; 7:1-26; 8:1-20: Du sollst des Herrn, deines Gottes, gedenken“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar, 2026
„Deuteronomium 6:6-25; 7:1-26; 8:1-20: Du sollst des Herrn, deines Gottes, gedenken“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar
Deuteronomium 6 bis 8; 15; 18; 29 und 30; 34: Lektion 59
Deuteronomium 6:6-25; 7:1-26; 8:1-20
Du sollst des Herrn, deines Gottes, gedenken
Nachdem die Israeliten jahrelang von Gott durch die Wüste geführt und beschützt worden waren, waren sie nun im Begriff, sich im verheißenen Land niederzulassen. So schön es auch sein würde, in der neuen Heimat anzukommen, könnte das Angenehme sie auch dazu verleiten, Gott zu vergessen. Durch Mose lehrte der Herr die Israeliten, wie wichtig es war, dass sie sich immer daran erinnerten, was er für sie getan hatte. Diese Lektion soll die Schüler in ihrem Wunsch bestärken, sich stets daran zu erinnern, was Gott für sie getan hat.
Vorbereitungsaufgabe: Bitten Sie die Schüler, an fünf Dinge zu denken, die der Herr ihrer Meinung nach in der vergangenen Woche für sie getan hat. Fordern Sie sie auf, darüber nachzusinnen, welche Segnungen es mit sich bringt, wenn sie darauf achten und sich bewusstmachen, was der Herr für sie getan hat und tut.
Vorschläge für Lernaktivitäten
Es passiert ganz leicht, dass man „den Herrn vergisst“
Sie könnten zu Beginn des Unterrichts über die Versuchung sprechen, Gott zu vergessen, wenn im Leben alles gut läuft. Dazu könnten Sie beispielsweise Bilder wie die folgenden zeigen und die unten aufgeführten Fragen stellen.
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In welcher dieser Situationen ist es wahrscheinlicher, dass jemand an Gott denkt und sich auf ihn stützt? Warum?
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Warum kann es schwieriger sein, an Gott zu denken und sich auf ihn zu stützen, wenn es im Leben gut läuft?
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Warum ist es wichtig, in allen Lebenslagen an Gott zu denken?
Bitten Sie die Schüler, die folgenden Sätze in ihrem Studientagebuch zu beenden.
Denk an deine Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus und vervollständige die folgenden Aussagen:
Wenn es mir gut geht, neige ich dazu, .
Wenn es in meinem Leben schlecht läuft, neige ich dazu, .
Ermuntern Sie die Schüler, sich um Führung durch den Heiligen Geist zu bemühen, damit sie besser verstehen, wie wichtig es ist, an den Vater im Himmel und an Jesus Christus und an das zu denken, was sie für sie getan haben.
An den Herrn denken
Sie können den folgenden Absatz lesen oder zusammenfassen, um den Schülern zu veranschaulichen, was sich im Buch Deuteronomium im Leben der Israeliten zuträgt.
Nachdem der Herr die Kinder Israel 40 Jahre lang durch die Wüste geführt hatte, war er bereit, sie über den Jordan ins verheißene Land zu führen. Seit dem Auszug aus Ägypten hatten sich die Israeliten für Nahrung, Wasser und Schutz auf den Herrn verlassen. Sie waren nun zu einem mächtigen Heer herangewachsen, und im verheißenen Land gab es viele natürliche Ressourcen, die ihnen das Leben erheblich angenehmer machen würden.
Die Schüler könnten die folgenden Verse zu zweit oder in Kleingruppen lesen und die nachstehenden Fragen besprechen.
Lies Deuteronomium 4:7-9 und 6:10-13 sowie 8:7-14 und achte darauf, wovor Mose die Israeliten wiederholt warnte.
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Warum war er deswegen wohl in Sorge?
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Warum brauchen die Mitglieder der Kirche des Erretters deiner Meinung nach auch heute noch den Rat des Mose?
Erklären Sie den Schülern gegebenenfalls, dass Mose befürchtete, dass der neue Wohlstand die Israeliten dazu bringen würde, Gott zu vergessen.
Zeigen Sie die folgende Aussage, damit die Schüler darauf Bezug nehmen können, während sie die fettgedruckten Wahrheiten herausarbeiten.
Elder Dale G. Renlund vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt, warum der Vater im Himmel möchte, dass wir an ihn und seinen Sohn denken.
Unser Vater im Himmel möchte, dass wir an seine Güte und die Güte seines geliebten Sohnes denken, nicht zu ihrer Genugtuung, sondern wegen des Einflusses, den dieses Erinnern auf uns hat. Wenn wir an ihre Güte denken, erweitert das unseren Blick und unser Verständnis. Wenn wir über ihr Mitgefühl nachdenken, werden wir demütiger, gebeterfüllter und standhafter …
Jedes Mal, wenn wir diese Gaben nutzen, von ihnen profitieren oder auch nur darüber nachdenken, sollten wir uns auch über das Opfer, die Großzügigkeit und das Mitgefühl der Gebenden Gedanken machen. Ehrfurcht vor den Gebenden macht uns nicht nur dankbar. Wenn wir über ihre Gaben nachdenken, kann und soll uns das wandeln. („Denken Sie an die Güte und Größe Gottes“, Liahona, Mai 2020, Seite 41)
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Was findest du an Elder Renlunds Aussage besonders wichtig?
Fordern Sie die Schüler auf, anhand dessen, was ihnen aufgefallen ist, die folgende Aussage in ihrem Studientagebuch zu vervollständigen:
Wenn wir an die Güte des himmlischen Vaters und Jesu Christi denken, …
Es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten, wie die Schüler die Aussage vervollständigen könnten. Einige Beispiele:
… erweitern sich unser Blickwinkel und unser Verständnis.
… werden wir demütiger, gebeterfüllter und standhafter.
… können wir gewandelt (oder verändert) werden.
Schreiben Sie gegebenenfalls die Antworten der Schüler an die Tafel. Stellen Sie sicher, dass die Schüler die Bedeutung dieser Segnungen verstehen. Dazu könnten Sie beispielsweise fragen, wie es aussieht, wenn man diese Segnungen empfängt. Wie könnte es zum Beispiel aussehen, gebeterfüllt oder standhafter zu sein?
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Warum führt es wohl zu solch bedeutenden Segnungen, wenn man an den Herrn denkt?
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Welche Erfahrungen hast du schon mit den Wahrheiten gemacht, die Elder Renlund angesprochen hat?
An den Herrn zu denken kann uns helfen, Herausforderungen zu meistern
Bevor sie das verheißene Land erlangen konnten, standen die Israeliten vor einer Herausforderung. Der Herr sagte ihnen, dass sie mächtigere Nationen besiegen müssten (Deuteronomium 7:1). Das Wissen, dass die anderen Völker mächtiger waren als sie selbst, hätte viele Israeliten vielleicht nervös machen können.
Um den Schülern zu helfen, die Schriftstellen auf ihr eigenes Leben zu beziehen, können Sie sie bitten, an der Tafel Situationen aufzulisten, mit denen sie konfrontiert sind oder sein werden und bei denen sie die Hilfe des Herrn brauchen.
Lies Deuteronomium 7:17-21 und 8:2-4,15, um zu erkennen, woran die Israeliten nach dem Willen des Herrn denken sollten, wenn sie sich zukünftigen Herausforderungen stellen würden.
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Was könnte es bewirken, an das zu denken, was der Herr in der Vergangenheit getan hat, wenn man vor Herausforderungen steht?
Sie können die Schüler bitten, Situationen aufzulisten, in denen der Herr ihnen oder anderen in der Vergangenheit geholfen hat. Wenn Sie die Schüler gebeten haben, die Vorbereitungsaufgabe zu erledigen, wäre dies eine gute Gelegenheit, sie zu fragen, was der Herr in der vergangenen Woche für sie getan hat.
Fragen Sie die Schüler, wie es ihnen bei aktuellen und zukünftigen Schwierigkeiten helfen kann, wenn sie an das denken, was der Herr schon für sie getan hat.
Wie wir an den Herrn denken
Um den Schülern zu verdeutlichen, wie wertvoll es ist, an den Vater im Himmel und an Jesus Christus zu denken, und um ihnen eine Möglichkeit vor Augen zu führen, wie wir an sie denken können, können Sie das Video „O denkt daran, denkt daran“ (1:28) zeigen, das im Archiv Kirchenliteratur zu finden ist. Sie könnten die Schüler bitten, darauf zu achten, was Präsident Henry B. Eyring von der Ersten Präsidentschaft getan hat, um die Hand des Herrn und die daraus resultierenden Folgen zu erkennen.
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Wie könnte es sich auf dich auswirken, wenn du Gottes Hand in deinem täglichen Leben erkennst?
Zum Abschluss könnten Sie die Schüler bitten, ein oder zwei Möglichkeiten dafür aufzuschreiben, wie sie mehr an den Vater im Himmel und Jesus Christus denken und ihre Segnungen in ihr Leben bringen können.