„21. bis 27. Dezember. Auf ihn haben wir gehofft, dass er uns rettet: Weihnachten“, Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, 2026
„21. bis 27. Dezember. Auf ihn haben wir gehofft, dass er uns rettet“, Komm und folge mir nach: Altes Testament 2026
Denn uns ist ein Kind geboren, Darstellung von Simon Dewey
21. bis 27. Dezember: Auf ihn haben wir gehofft, dass er uns rettet
Weihnachten
Im Alten Testament herrscht ein Geist sehnlicher Erwartung. In diesem Sinne ist es ein bisschen wie Weihnachten. Seit Adam und Eva freuen sich Patriarchen, Propheten, Dichter und einfache Menschen im Alten Testament auf bessere Tage und sehen hoffnungsvoll der Erneuerung und Befreiung durch den Messias entgegen. Diese Hoffnung hatten die Israeliten oft bitter nötig – ob nun in der Gefangenschaft in Ägypten oder in Babel oder weil ihre Sünden und ihre Auflehnung sie gefangen hielten. Doch was auch geschah, Propheten erinnerten sie immer wieder daran, dass ein Messias, ein Befreier, kommen werde, „um den Gefangenen Freilassung auszurufen“ (Jesaja 61:1).
Die Verwirklichung dieser Hoffnung begann, als Jesus Christus in Betlehem geboren wurde. Der mächtige Befreier Israels wurde in einem Stall geboren und in eine Krippe gelegt (siehe Lukas 2:7). Er war jedoch nicht nur der Befreier der Israeliten vor alters. Er ist gekommen, um Sie zu befreien – um Ihre Krankheiten zu tragen, Ihre Schmerzen auf sich zu laden, wegen Ihrer Vergehen durchbohrt zu werden, damit Sie durch seine Wunden geheilt werden können (siehe Jesaja 53:4,5). Deswegen ist zur Weihnachtszeit auch heute so viel freudige Erwartung zu spüren. Der Messias kam vor über 2000 Jahren auf die Erde. Und er kommt jederzeit in unser Leben, wenn wir uns darum bemühen.
Anregungen für das Lernen zuhause und in der Kirche
Ich freue mich an meinem Erlöser
Weihnachten gilt als frohe Zeit wegen der Freude, die Jesus Christus in die Welt bringt. Jahrhunderte bevor der Erretter geboren wurde, verspürten die Propheten im Alten Testament auch Freude, wenn sie von dem Messias sprachen, der da kommen sollte. Lies einige der folgenden Schriftstellen und denke darüber nach, warum sie für die Menschen, die das Wirken des Erretters freudig erwartet haben, sicher kostbar waren: Psalm 35:9; Jesaja 25:8,9; 44:21-24; 51:11; Zefanja 3:14-20; Mose 5:5-11. Warum sind diese Schriftstellen für dich kostbar? Welche Gründe gibt es laut diesen Schriftstellen, uns zu freuen?
Siehe auch Dallin H. Oaks, „Ich verkünde euch eine große Freude“, Weihnachtsandacht der Ersten Präsidentschaft, 4. Dezember 2022, Archiv Kirchenliteratur; „Freu dich, o Welt, der Herr erschien“, Gesangbuch, Nr. 131
Symbole können mir Jesus Christus in Erinnerung rufen
Viele Weihnachtstraditionen haben eine symbolische Bedeutung, die auf Christus hinweist. Ihnen sind beim Studium des Alten Testaments in diesem Jahr sicher schon einige Symbole für den Erlöser aufgefallen. Unten sehen Sie einige Beispiele. Lesen Sie sich die Schriftstellen durch und überlegen Sie, was dieses Symbol über Christus aussagt.
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Stern (Numeri 24:17; Matthäus 2:2; Offenbarung 22:16)
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Hirte (Psalm 23; Lukas 15:4-7; Johannes 10:11)
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Lamm (Genesis 22:8; Exodus 12:5; 1 Petrus 1:18-20)
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Wasser (Exodus 17:1-6; Jeremia 2:13; Ezechiel 47:1-12; Johannes 4:7-14)
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Stein oder Fels (1 Samuel 2:2; 2 Samuel 22:2,3; Psalm 118:22,23; Jesaja 28:16; Epheser 2:20)
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Spross oder Reis (Jesaja 11:1,2; Jeremia 23:5; 33:15)
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Licht (Psalm 27:1; Jesaja 9:1; 60:19; Micha 7:8; Johannes 8:12)
Welche weiteren Symbole, Schriftstellen und Begebenheiten, die von Jesus Christus zeugen, haben Sie in den Schriften gefunden?
Siehe auch 2 Nephi 11:4; Mosia 3:14,15; Mose 6:63; „Sinnbilder oder Symbole für Christus“ und „Jesus Christus“, beides im Schriftenführer (Archiv Kirchenliteratur)
Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber
Es gibt zahlreiche Namen und Titel für Jesus Christus. Suchen Sie in den folgenden Versen nach Titeln: Psalm 23:1; 83:19; Jesaja 7:14; 9:5; 12:2; 63:16; Amos 4:13; Sacharja 14:16; Mose 7:53. Welche Titel fallen Ihnen noch ein? Sie könnten zum Beispiel aus Weihnachtsliedern weitere Titel von Jesus Christus heraussuchen. Wie wirken sich diese Titel auf Ihre Gefühle für Jesus Christus aus?
Vielleicht möchten Sie einen Titel oder eine Aufgabe des Erretters auswählen – etwas, was Ihnen hilft, im kommenden Jahr immer wieder an ihn zu denken.
Siehe auch Quentin L. Cook, „Persönlicher Friede in schwierigen Zeiten“, Liahona, November 2021, S. 89–92; „Hört, die Engelschöre singen“, Gesangbuch, Nr. 136
Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschriften Liahona und Für eine starke Jugend.
Anregungen für die Unterweisung von Kindern
Im Alten Testament kann ich mehr über Jesus lernen
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Vielleicht haben Sie und Ihre Kinder Weihnachtsschmuck, über den Sie ein Gespräch über Jesus Christus beginnen können. Sprechen Sie darüber, inwiefern ein Weihnachtsstern, Lichter oder ein Geschenk uns an den Erretter erinnern. Dann könnten Sie in einer oder mehreren der folgenden Schriftstellen nach etwas suchen, was ein Symbol für Jesus Christus sein könnte: Genesis 22:8; Numeri 24:17; Psalm 23:1; 27:1. Die Kinder könnten zu jedem Vers ein Bild oder eine Dekoration hochhalten, die zu dem Vers passt. Inwiefern gleicht Jesus einem Lamm, einem Stern, einem Hirten oder einem Licht? Vielleicht möchten Sie gemeinsam ein Weihnachtslied singen, etwa „Christnacht“ (Liederbuch für Kinder, S. 24).
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Sie können Ihren Kindern auch das Bild am Ende dieses Konzepts zeigen, während Sie ihnen Jesaja 9:5 vorlesen. Wenn Sie den Satz „ein Kind wurde uns geboren“ vorlesen, sollen die Kinder auf das Jesuskind zeigen. Bezeugen Sie: Die Propheten aus dem Alten Testament wussten, dass Jesus geboren werden würde.
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Im nächsten Jahr werden Sie sich im Neuen Testament mit dem Erdenleben Jesu Christi befassen. Sie könnten sich als Vorbereitung darauf mit Ihren Kindern darüber austauschen, was jeder in diesem Jahr im Alten Testament über den Heiland gelernt hat. Damit Sie sich erinnern, was Sie und Ihre Familie gelernt haben, können Sie zur Wiederholung diesen Leitfaden noch einmal durchblättern und sich die Notizen, die Sie sich beim Schriftstudium gemacht haben, ein weiteres Mal anschauen. Für kleinere Kinder ist es vielleicht schön, sich noch einmal die Geschichten aus dem Alten Testament anzuschauen oder auch die Bilder in diesem Leitfaden. Welche Prophezeiungen und Geschichten haben sich Ihnen besonders eingeprägt? Was haben Sie über den Erretter gelernt?
Weihnachtstraditionen können uns an Jesus Christus erinnern
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Die israelitischen Familien hatten Traditionen, wie zum Beispiel das Pessach und weitere Feste, die sie an den Herrn erinnern sollten (siehe Exodus 12). Welche Weihnachtsbräuche haben Sie und Ihre Kinder, die Sie an Jesus Christus erinnern? Welche sind Ihnen aus Ihrer Familiengeschichte bekannt? Sie könnten auch mit Ihren Kindern besprechen, ob Sie neue Weihnachtsbräuche einführen möchten. Sie könnten zum Beispiel Bedürftigen helfen, etwas aussuchen, was Sie dem Erlöser „schenken“ wollen, einen Freund einladen, mit Ihnen die Weihnachtsandacht der Ersten Präsidentschaft anzuschauen (broadcasts.ChurchofJesusChrist.org), ein eigenes Weihnachtslied schreiben oder einen kreativen Weg finden, um die Botschaft von der Geburt Christi zu vermitteln.
Das Lernen und die Anwendung des Gelernten gehören zusammen. „In den eigenen vier Wänden erhält das Evangelium sofort einen konkreten Bezug. Die Menschen, mit denen Sie dort im Evangelium dazulernen, sind ja auch diejenigen, mit denen Sie danach leben wollen – Tag für Tag. Tatsächlich lernen wir das Evangelium oft dadurch, dass wir nach dem Evangelium leben. Wenn Sie also zuhause das Evangelium lernen und lehren, achten Sie darauf, wie Sie das Gelernte mit dem verbinden können, was Sie gerade tun. Machen Sie das Evangelium bei sich zuhause zu etwas, wonach Sie leben wollen, nicht nur zu etwas, worüber Sie reden.“ (Auf die Weise des Erretters lehren, S. 31.)
Die Geburt Christi, Illustration von Ethan Brown
Der Vater im Himmel hat mir seinen Sohn geschenkt, meinen Erretter
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Wie können Sie Ihren Kindern helfen, ehrfürchtige Freude über die Geburt Christi zu verspüren? Sie können das Video „Die Weihnachtsgeschichte“ (Archiv Kirchenliteratur) anschauen oder gemeinsam Matthäus 1:18-25 und 2:1-12 sowie Lukas 1:26-38 und 2:1-20 lesen. Jedes Kind könnte sich eine Person aus dem Video oder aus den Schriftstellen aussuchen und erzählen, was derjenige für den Erretter empfand. Dann könnten Sie einander erzählen, was Sie selbst für ihn empfinden.
17:57The Christ Child
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Sie können auch mit Ihren Kindern über Geschenke sprechen, die Sie im Laufe der Jahre gemacht oder erhalten haben und die Ihnen Freude bereitet haben. Dann könnten Sie gemeinsam Jesaja 25:9 lesen und darüber sprechen, warum Sie sich freuen, dass der Vater im Himmel uns einen Erretter gesandt hat. Um zu verdeutlichen, welche Aufgabe Jesus Christus als unser Erretter hat, können Sie Ihre Kinder Jesaja 25:8,9 und 53:3-5 sowie Hosea 13:14 lesen lassen. Was lernen wir aus diesen Schriftstellen darüber, wie der Herr uns rettet?
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Sie könnten auch gemeinsam ein Weihnachtslied singen, etwa „Im Stroh in der Krippe“ (Gesangbuch, Nr. 135) oder „Du kleines Städtchen Betlehem“ (Gesangbuch, Nr. 137). Suchen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Textstellen in dem Lied, die ihnen zeigen, dass der Vater im Himmel und Jesus Christus sie liebhaben.
Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschrift Unser Freund.