<i>Komm und folge mir nach!</i>
16. bis 22. März. Gott hatte dabei Gutes im Sinn: Genesis 42 bis 50


16. bis 22. März. Gott hatte dabei Gutes im Sinn: Genesis 42 bis 50“, Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, 2026

16. bis 22. März. Gott hatte dabei Gutes im Sinn“, Komm und folge mir nach: 2026

Josef vergibt seinen Brüdern

Vergebung, Darstellung von Megan Rieker

16. bis 22. März: Gott hatte dabei Gutes im Sinn

Genesis 42 bis 50

Es war etwa 22 Jahre her, seit Josefs Brüder ihn als Sklaven verkauft hatten. Josef hatte viele Prüfungen durchmachen müssen, unter anderem falsche Anschuldigungen und eine Gefängnisstrafe. Als Josef seine Brüder schließlich wiedersah, war er Herrscher über ganz Ägypten. Nur der Pharao stand über ihm. Er hätte sich leicht an seinen Brüdern rächen können. Und wenn man bedenkt, was sie ihm angetan haben, wäre das vielleicht sogar verständlich gewesen. Dennoch vergab Josef ihnen. Und nicht nur das, er half ihnen, den göttlichen Zweck seines Leidens zu erkennen. „Gott … hatte dabei Gutes im Sinn“ (Genesis 50:20), erklärte er ihnen, weil er dadurch in die Lage versetzt worden war, „das ganze Haus seines Vaters“ (Genesis 47:12) vor dem Verhungern zu bewahren.

In vielerlei Hinsicht war Josef wie Jesus Christus. Obwohl Jesus für unsere Sünden schwer leiden musste, bietet er uns Vergebung an. Dadurch befreit er uns von einem Schicksal, das wesentlich schlimmer ist als eine Hungersnot. Ob wir nun Vergebung brauchen oder selbst vergeben müssen – und beides ist früher oder später einmal der Fall – richtet Josefs Beispiel unseren Blick auf den Erretter, die wahre Quelle der Heilung und der Versöhnung.

Icon „Studium“

Anregungen für das Lernen zuhause und in der Kirche

Genesis 45:5-7; 47:12

Gott hat mich vor euch hergeschickt, um euch zu erhalten

Sind Ihnen Ähnlichkeiten zwischen Josefs Leben und der Mission und dem Sühnopfer Jesu Christi aufgefallen? Um Beispiele dafür zu sehen, könnten Sie Folgendes vergleichen:

Welchen Eindruck haben Sie vom Erlöser und seiner Mission, wenn Sie diese Schriftstellen lesen?

Genesis 45; 50:15-21

Icon „Seminar“
Vergebung bewirkt Heilung

Wenn du davon liest, wie Josef seinen Brüdern das Schreckliche vergab, das sie ihm angetan hatten, fällt dir vielleicht jemand ein, dem zu vergeben dir schwerfällt. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen, diesen Grundsatz anzuwenden:

  • Warum mag es Josef schwergefallen sein, seinen Brüdern zu vergeben? (Um noch einmal zu lesen, was sie ihm angetan haben, siehe Genesis 37.) Welche Erfahrung oder Einstellung könnte Josef die Kraft gegeben haben, zu vergeben? (Siehe beispielsweise Genesis 45:1-15 oder 50:15-21.)

  • Welche Segnungen ergaben sich daraus, dass Josef seinen Brüdern vergab? Vergleiche beispielsweise die Beziehungen in Jakobs Familie zu Anfang der Geschichte (siehe zum Beispiel Genesis 37:3-11) mit der Beziehung, die sie später zueinander hatten (siehe Genesis 45:9-15; 50:15-21). Inwiefern hätte alles anders kommen können, wenn Josef nicht bereit gewesen wäre, zu vergeben?

  • Vielleicht willst du den Namen von jemandem aufschreiben, dem du vergeben solltest – unabhängig davon, ob derjenige um Vergebung gebeten hat oder nicht. Was kannst du tun, um die heilende Macht des Erretters in dieser Situation wirken zu lassen? Wenn das Vergeben zu schwer erscheint, könntest du den Rat von Elder Gerrit W. Gong in den letzten sechs Absätzen seiner Ansprache „Glücklich und für immer“ (Liahona, November 2022, S. 85) noch einmal durchgehen. Was gibt dir Hoffnung, dass du vergeben kannst?

Siehe auch Lehre und Bündnisse 64:9-11; „Vergebung: Meine Last wurde mir leicht gemacht“ (Video), Archiv Kirchenliteratur

8:24

Vergebung: Meine Last wurde mir leicht gemacht

Genesis 49

Jakob gab seiner Familie einen prophetischen Segen

Jakobs Segnungen für seine Nachfahren sind voller anschaulicher Symbolik, aber sie sind nicht ganz leicht zu verstehen. Glücklicherweise hilft uns das wiederhergestellte Evangelium hier weiter. Zu Josefs Segen in Genesis 49:22-26 lesen Sie bitte auch folgende Verse und achten Sie auf weitere Einsichten: 1 Nephi 15:12; 2 Nephi 3:4,5; Jakob 2:25; Lehre und Bündnisse 50:44.

Wenn Sie in Genesis 49:8-12 von Judas Segen lesen, denken Sie daran, dass Jesus Christus ein Nachkomme Judas war. Was in diesen Versen erinnert Sie an den Erretter? (Siehe auch Offenbarung 5:5,6,9; 1 Nephi 15:14,15; Lehre und Bündnisse 45:59; 133:46-50.)

Diese Segen könnten Sie dazu anregen, Ihren Patriarchalischen Segen noch einmal durchzulesen – oder, falls Sie keinen haben, ihn zu empfangen. Welche Worte in Ihrem Segen lenken Ihre Gedanken auf Jesus Christus?

Siehe auch Randall K. Bennett, „Ihr Patriarchalischer Segen: Inspirierte Weisung vom Vater im Himmel“, Liahona, Mai 2023, S. 42ff.

Genesis 50:19-21

Gott kann mir den Sinn meiner Prüfungen begreiflich machen

Während Josef schwer geprüft wurde, war ihm wahrscheinlich nicht klar, dass er eines Tages auf die Widrigkeiten in Ägypten würde zurückblicken und erkennen können, dass „Gott … dabei Gutes im Sinn“ hatte (Genesis 50:20). Stellen Sie sich vor, Sie hätten Josef besuchen können, als er in der Zisterne lag oder im Gefängnis war. Wie hätten Sie ihm vielleicht Trost zusprechen können? Wie kann Genesis 50:19-21 Ihnen helfen, wenn Sie geprüft werden?

Siehe auch Lehre und Bündnisse 122; „O fest wie ein Felsen“, Gesangbuch, Nr. 56

Josef aus Ägypten sieht in einer Vision, wie Joseph Smith vom Engel Moroni die Goldplatten erhält

Joseph Smith unter den Propheten, Darstellung von Paul Mann (Ausschnitt)

Genesis 50:24,25

Einen Seher wird der Herr, mein Gott, erwecken

Lesen Sie Genesis 50:24,25 und die Joseph-Smith-Übersetzung, Genesis 50:24-38 (in den Studienhilfen im Archiv Kirchenliteratur) und überlegen Sie, warum es für Josef wichtig gewesen sein muss, so viele Jahrhunderte im Voraus von Mose und Joseph Smith zu wissen. Wie erfüllte Joseph Smith die Prophezeiungen Josefs über ihn? (Siehe Lehre und Bündnisse 1:17-23; 20:7-12; 39:11; 135:3.)

Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschriften Liahona und Für eine starke Jugend.

Hilfen für das Schriftstudium

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Icon „Für Kinder 01“

Anregungen für die Unterweisung von Kindern

Genesis 42 bis 44; 45:4-15

Ich kann meiner Familie zeigen, dass ich sie liebhabe, und ich kann bereit sein, zu vergeben

  • Vielleicht macht es den Kindern Spaß, die Geschichte von Josefs Wiedersehen mit seiner Familie nachzuspielen (siehe Genesis 42 bis 44). Oder sie verwenden das Kapitel „Josef und die Hungersnot“ (Geschichten aus dem Alten Testament, S. 57–60) oder Bilder aus diesem Konzept, um einander die Geschichte zu erzählen. Hier sind einige Fragen, die den Kindern helfen können, etwas aus der Geschichte zu lernen:

    • Was hat Josef getan, um seiner Familie seine Liebe zu zeigen? (Siehe Genesis 45:4-15.)

    • Warum hat Josef seinen Brüdern wohl vergeben?

    • Wie haben sich Josefs Brüder wohl gefühlt, als sie erfuhren, dass Josef ihnen vergeben hatte? Wen kennst du, dem du vergeben solltest? Wie kannst du Liebe zeigen und vergeben?

    2:25

    Josef und die Hungersnot

Bei der Unterrichtsvorbereitung fragen: „Was können die Kinder tun, um zu lernen?“ Bei dieser Aktivität spielen oder erzählen die Kinder zum Beispiel eine Geschichte nach. Auf diese Weise erinnern sie sich besser an die Ereignisse und auch an die Evangeliumsgrundsätze in der Geschichte.

  • Vielleicht möchten Sie oder die Kinder erzählen, wie sie einmal jemandem vergeben haben oder wann ihnen jemand vergeben hat. Sie könnten dann ein Lied wie „Liebet einander“ (Liederbuch für Kinder, S. 74) oder „Hilf mir, o Vater“ (Liederbuch für Kinder, S. 52) singen.

Genesis 48:8,9

Der Herr hilft mir durch Priestertumssegen

  • Sie könnten sich mit den Kindern das Bild am Ende dieses Konzepts ansehen, auf dem dargestellt ist, wie Jakob seine Söhne segnet, und darüber sprechen, was hier geschieht (siehe Genesis 48:8,9). Erklären Sie gegebenenfalls, dass Josefs Vater Jakob seiner Familie einen Priestertumssegen geben wollte. Vielleicht wollen Sie einander von Erlebnissen erzählen, als Sie durch einen Priestertumssegen Hilfe von Gott erhalten haben. Aus welchen Gründen können wir um einen Priestertumssegen bitten?

Ein Mädchen empfängt einen Segen

Genesis 45:5-11

Der Vater im Himmel hat Jesus Christus gesandt, um mich zu erretten

  • Wie können Sie den Kindern helfen, in der Geschichte von Josef, der seine Familie vor der Hungersnot rettete, den Erretter zu erkennen? Sie könnten eine Tabelle mit zwei Spalten zeichnen; eine mit der Überschrift Josef und eine mit der Überschrift Jesus Christus. Lassen Sie die Kinder die folgenden Schriftstellenpaare lesen und schreiben Sie in die Tabelle, was Josef und Jesus gemeinsam haben: Genesis 37:3 und Matthäus 3:17; Genesis 37:26-28 und Matthäus 26:14-16; Genesis 45:5-7 und Lukas 4:18; Genesis 47:12 und Johannes 6:35.

  • Fragen Sie die Kinder, was es bedeutet, jemanden zu retten oder zu erretten. Wenn ein Kind schon einmal gerettet wurde oder eine Rettungsaktion miterlebt hat, darf es gerne davon erzählen. Inwiefern hat Josef seine Brüder gerettet? (Siehe Genesis 42:1-3; 45:5-7.) Dann könnten Sie sich gemeinsam ein Bild vom Erretter ansehen und die Kinder fragen, wie Jesus uns errettet.

Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschrift Unser Freund.

Israel gibt seinem Sohn einen Priestertumssegen

Jakob segnet Josef (Jakob segnet seine Söhne), Darstellung von Harry Anderson

Seite mit der Aktivität für PV-Kinder: Ich kann vergeben