2025
Ich spürte Gottes Liebe
Juni 2025


„Ich spürte Gottes Liebe“, Liahona, Juni 2025

Stimmen von Heiligen der Letzten Tage

Ich spürte Gottes Liebe

Als ich meine Bündnisse hielt, räumte der Vater im Himmel Hindernisse aus meinem Weg.

Illustration eines Klaviers

Illustration von Agnieszka Więckowska

Als meine Mutter noch klein war, verließ ihre Mutter sie. Ein paar Jahre später starb ihr Vater. Sie wurde in einer Familie untergebracht, die sie schlecht behandelte. Darum glaubte sie, so etwas wie Familienglück könne sie niemals finden.

Doch als sie sich der Kirche anschloss, änderte sich ihre Einstellung. Sie erkannte, wie wichtig die Familie in Gottes Plan des Glücklichseins ist. Sie ging auf Mission und heiratete schließlich meinen Vater. Zusammen gründeten sie eine Familie voller Glauben an Jesus Christus und taten ihr Bestes, um gemäß ihren Bündnissen mit Gott zu leben. In dieser Familie wuchs ich auf – in Lima, einer argentinischen Kleinstadt.

Nachdem ich eine Vollzeitmission erfüllt hatte, war ich traurig und wusste nicht, was ich beruflich machen sollte. Aber der Vater im Himmel bestärkte mich darin, an meinem Glauben und meinen Bündnissen festzuhalten – und er hatte mich mit einer Mutter gesegnet, die dasselbe tat. Ihr Glaube und ihre Entschlossenheit waren für mich eine Inspirationsquelle.

Ich wollte zunächst ein Hauptstudienfach wählen, das eigentlich nicht meinen innigsten Wünschen entsprach. Doch meine Mutter bemerkte, dass ich traurig war, und ermutigte mich: „Halte an deinen Träumen fest. Wähle den Weg, von dem du in deinem Herzen weißt, dass er für dich der richtige ist.“

Als Kind hatte ich davon geträumt, später etwas in der Unterhaltungs- und Musikbranche zu machen. Ich hatte Klavier spielen gelernt, in der Kirche Chöre geleitet und das Evangelium mithilfe von Musik verkündet. Eine Zeit lang hatten mich meine Lebensumstände und Ablenkungen von diesen Träumen abgebracht.

Präsident Russell M. Nelson hat gesagt, dass diejenigen, die Bündnisse mit Gott eingehen, „Zugang zu einer ganz besonderen Art der Liebe und Barmherzigkeit“ haben. Das Schließen solcher Bündnisse „wirkt sich auf unser Wesen aus und auch darauf, wie Gott uns hilft, zu dem zu werden, was in uns steckt.“

Unsere Bündnisse geben uns Sicherheit. Als ich meine Bündnisse hielt, spürte ich Gottes besondere Liebe zu mir. Er räumte Hindernisse aus dem Weg, bis mein Weg frei wurde.

Ich kam aus einer Kleinstadt, die einem unbekannten Jungen nur wenig Perspektiven bot. Heute bin ich Konzert- und Theaterproduzent in Buenos Aires. Meine Frau, meine Kinder und meine Arbeit sind die Erfüllung meiner Träume.

Ich glaube, Gott möchte, dass wir erfolgreich sind. Wenn wir nicht lockerlassen, bereitet er uns einen Weg, damit wir alles erreichen können, was er für uns vorsieht. Vor allem aber hilft er uns, ein Werkzeug in seinen Händen zu werden, um andere zu ihm zu bringen.