Missionarserlebnisse
Meine Missionsentscheidung
Darmstadt (AM): Im November werde ich meinen Missionsdienst für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beginnen. Als ich aufwuchs, war die Idee, auf Mission zu gehen, immer präsent. Ich bin in der Kirche aufgewachsen, und es war für mich selbstverständlich, dass ich eines Tages auf Mission gehen würde. Mein älterer Bruder hat voller Freude eine Mission erfüllt und ich habe gesehen, wie viel diese Erfahrung ihm bedeutete. Für mich war klar: Das würde ich auch machen. Es war einfach Teil dessen, was man als Mitglied der Kirche tut.
Trotz dieser Selbstverständlichkeit begann ich irgendwann, meine Entscheidung in Frage zu stellen. Während meiner Schulzeit war ich oft von Freunden umgeben, die keine Mitglieder der Kirche waren. Wir hatten viel Spaß zusammen, und ich begann, mich zu fragen, ob eine Mission wirklich das Richtige für mich wäre. In dieser Zeit rückte der Gedanke, auf Mission zu gehen, in den Hintergrund, da andere Prioritäten in meinem Leben eine größere Rolle spielten.
Doch nach dem Ende der Schulzeit änderte sich meine Perspektive. Ich begann, mich wieder stärker mit Freunden aus der Kirche zu umgeben, die sich auf ihre eigenen Missionen vorbereiteten. Diese neue Umgebung und der Einfluss von Menschen, die ähnliche Ziele hatten, halfen mir, meinen Wunsch, auf Mission zu gehen, wiederzufinden. Die Begeisterung und Entschlossenheit meiner Freunde, die ihre Missionspapiere einreichten und ihre Vorfreude auf diesen Dienst teilten, inspirierten mich zutiefst. Es wurde mir klar, dass dieser Schritt wichtig war und ich ihn ebenfalls wagen wollte. Vorbereitung bedeutete für mich nicht, alle Antworten sofort zu haben. Es war ein Prozess, in dem ich an Missionsvorbereitungskursen teilnahm, mich intensiver mit den Schriften beschäftigte und immer wieder im Gebet nach Führung suchte. Stück für Stück wuchs der Gedanke, auf Mission zu gehen, von einer Unsicherheit zu einem echten Herzenswunsch heran.
Für diejenigen, die unsicher sind, ob sie eine Mission machen wollen, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Fang einfach an, dich vorzubereiten. Umgib dich mit Menschen, die den gleichen Weg gehen, und lass zu, dass dein Verlangen und Verständnis mit der Zeit wachsen. Für mich war es dieser aktive Vorbereitungsprozess, der den entscheidenden Unterschied ausgemacht hat – und als ich diesen Weg einmal eingeschlagen hatte, erschien mir das Einreichen meiner Missionspapiere wie der nächste, natürliche Schritt. Selbst wenn Zweifel da sind, wird die Vorbereitung dir helfen, eine klare Entscheidung zu treffen.