Komm und folge mir nach!
Verborgene Schätze
Vertiefe dich in die heiligen Schriften und schau selbst, was du alles entdeckst!
Dank neuzeitlicher Offenbarung sind die heiligen Schriften klarer.
In Lehre und Bündnisse 19 erfahren wir zweierlei über den Erretter.
Lukas berichtet, dass der Schweiß des Herrn im Garten Getsemani „wie Blut [war], das auf die Erde tropfte“ (Lukas 22:44). „Wie“ deutet darauf hin, dass es nur ein sprachliches Bild ist.
Jesus sorgt für Klarheit. Er sagt, sein Leiden habe ihn „aus jeder Pore bluten“ lassen (Lehre und Bündnisse 19:18). Es war also keine Metapher. Sein Schmerz war so groß, dass er wirklich Blut schwitzte.
An anderer Stelle werden in den heiligen Schriften Begriffe wie „endlose Qual“ und „ewige Strafe“ verwendet. Alma der Jüngere sagt, er sei „von ewiger Qual gepeinigt“ worden (Alma 36:12). Doch seine Qual dauerte nur drei Tage an (siehe Alma 36:16). Wie kann das „ewig“ sein?
Wieder sorgt Jesus für Klarheit. Da der Vater im Himmel und Jesus ewig und endlos sind, ist jede Strafe, die sie verhängen, per Definition „ewig“ oder „endlos“, unabhängig von ihrer Dauer (siehe Lehre und Bündnisse 19:6-12). Nur das Leiden der Söhne des Verderbens wird tatsächlich für immer andauern (siehe Lehre und Bündnisse 76:30-38).
Es reicht, wenn man einmal getauft wird – aber dafür braucht es Vollmacht.
Auf dem Weg zur Bekehrung fragen manche die Missionare: „Was, wenn ich bereits in einer anderen Kirche getauft bin? Muss ich mich nochmals taufen lassen?“
Im Buch Lehre und Bündnisse wird erklärt, dass ohne das Priestertum – die Vollmacht, im Namen Gottes zu handeln – jemand hundertmal getauft worden sein könnte, es ihm aber nichts nützt (siehe Lehre und Bündnisse 22:2).
Die Antwort lautet also im Wesentlichen: „Deine frühere Taufe war eine rechtschaffene Handlung, gemessen daran, was du damals wusstest. Jetzt weißt du mehr, und der Herr möchte, dass du dieses Wissen in die Tat umsetzt.“
Niemand ist in allem gut. Und das ist in Ordnung.
Der Prophet Joseph Smith war weder gut in geschäftlichen noch in wirtschaftlichen Belangen. Aus weltlicher Sicht war er nicht erfolgreich.
Der Herr hatte ihn aber darauf hingewiesen: „In zeitlichen Arbeiten wirst du keine Kraft haben, denn das ist nicht deine Berufung.“ (Lehre und Bündnisse 24:9.)
Du hast Freunde und Mitschüler, die eines Tages an eine bessere Universität gehen als du, einen angeseheneren Job bekommen als du und in der Welt mehr Erfolg haben als du.
Na und?
Das Leben ist kein Wettstreit. Natürlich sollst du dein Bestes geben. Aber gerate nicht in Panik, wenn du siehst, dass andere dich auf dem Lebensweg überholen. Vielleicht steuern sie nicht das gleiche Ziel an wie du! Tu weiterhin das, was der Herr von dir verlangt – deine „Berufung“ –, und mach dir keine Gedanken um seine Pläne für jemand anders.
Gottes Haus ist ein Haus der Ordnung.
Der Erretter erinnerte den Propheten Joseph Smith oft daran, dass alles „in Ordnung“ geschehen müsse (siehe Lehre und Bündnisse 20:68; 28:13; 58:55; 107:84). Man braucht Regeln, sonst herrscht Chaos.
Das heißt aber nicht, dass es keinen Spielraum gibt. Zum Beispiel sagte der Herr zu Joseph Smith: „Es kommt nicht darauf an, was ihr esst oder was ihr trinkt, wenn ihr vom Abendmahl nehmt“ – solange ihr es im Gedächtnis an sein Leiden und sein Sühnopfer tut (Lehre und Bündnisse 27:2).
Wenn es um die Führung der Kirche geht, gibt es jedoch keinen Spielraum. Es kann immer nur einen geben, der Offenbarung für die Kirche empfängt: zuerst Joseph Smith (siehe Lehre und Bündnisse 28:2) und danach, wen auch immer der Herr „an seiner Stelle“ bestimmt hat (Lehre und Bündnisse 28:7) – Brigham Young, John Taylor und so weiter bis zum heutigen Propheten.
Weitere inspirierte Führer der Kirche können unterweisen, beraten und Rat erteilen (siehe Lehre und Bündnisse 28:4,5). Aber nur der Präsident der Kirche kann in Angelegenheiten, die die ganze Kirche betreffen, für Gott sprechen.