2025
Ausschau halten nach Jesus Christus
Januar 2025


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„Die Wiederherstellung der Fülle des Evangeliums Jesu Christi: Zum 200. Jahrestag: Eine Proklamation an die Welt“

Ausschau halten nach Jesus Christus

Wenn du in diesem Jahr das Buch Lehre und Bündnisse studierst, dann versuche doch mal, die Wiederherstellung anhand von drei Fragen in einem neuen Licht zu betrachten

Eine Jugendliche denkt nach

In diesem Jahr befassen wir uns mit dem Buch Lehre und Bündnisse. Hier sind drei Fragen, die dir bei deinem Studium helfen können, die Wiederherstellung in einem neuen Licht zu betrachten:

  • Warum war die Wiederherstellung notwendig?

  • Was haben wir dank der Wiederherstellung?

  • Was bedeutet mir die Wiederherstellung?

Denk über diese Fragen nach und stell dir dabei die nachstehenden Situationen vor.

Warum war die Wiederherstellung notwendig?

Stell dir Folgendes vor:

In der Nacht der Geburt Jesu schaust du in Jerusalem aus dem Fenster und siehst den neuen Stern am Himmel leuchten.

Dann erlebst du, dass Christus zum ersten Mal in Jerusalem ist. Du weißt, dass an ihm etwas anders ist – er strahlt geradezu vor Güte.

Als er schließlich verkündet, er sei der göttliche Erretter der Welt, hörst du ihm gespannt zu. Immer öfter gehst du hin, wenn er spricht, setzt dich hin und hörst ihm zu. Und jedes Mal spürst du die Überzeugung, dass er wirklich der Sohn Gottes ist.

Als du hörst, dass man ihn ergriffen und gekreuzigt hat, vergießt du Tränen des Kummers. Doch dann siehst du ihn nach seiner Auferstehung wieder und weinst Freudentränen.

Nun stell dir Folgendes vor:

Du reist tausende Jahre in die Zukunft. Du befindest dich im Jahr 1820 und alles ist fremd: die Menschen, die Kleidung, sogar das Essen. Du gehst in Geschäfte, suchst in der ganzen Stadt nach jemandem, den du kennst, oder sonst etwas Bekanntem, aber niemand kann dir helfen.

Schlimmer noch: Die Fülle des Evangeliums Jesu Christi ist nirgendwo zu finden. Manche behaupten, sie hätten sie gefunden, aber sie erinnern sich nicht mehr richtig an Jesus oder an den Vater im Himmel. Manche halten Gott für einen Geist, andere meinen, er sei nur dazu da, Menschen für Fehler zu bestrafen. Wieder andere glauben überhaupt nicht an ihn.

Dich beschäftigt nur ein Gedanke: „Wo ist Jesus und wie finde ich ihn?“

Du brauchst – wie alle anderen – eine Wiederherstellung, um Jesus wiederzufinden und um ihn besser kennenzulernen.

Was haben wir dank der Wiederherstellung?

Als Jeffrey R. Holland, Amtierender Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel, über den 200. Jahrestag der ersten Vision nachdachte, fragte er sich, wonach er gesucht hätte, wenn er vor der Wiederherstellung gelebt hätte. Er erzählte: „Wir hätten nach dem ‚väterlichen Gott‘ gesucht, … eine[m] fürsorglichen Vater im Himmel … und nicht eine[m] strengen Richter, der gnadenlos Gericht hält.“

Als der Vater im Himmel Joseph Smith erschien, sagte er zu allererst: „Joseph“ (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17). Er sagte nicht: „Du hast echt viel falsch gemacht“ oder „Ich habe keine Zeit für dich.“ Nein, bei der Wiederherstellung des Evangeliums wollte der Vater im Himmel offenbar zu allererst dafür sorgen, dass Joseph wusste: Dein Vater im Himmel kennt dich und liebt dich.

Als Zweites stellte er ihm dann Jesus Christus vor. „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17.) Aus allen Lehren, ewigen Wahrheiten, Grundsätzen und organisatorischen Aspekten, die wiederhergestellt werden sollten, wollte Gott Joseph (und uns) von Anfang an zweierlei vermitteln:

  • Gott kennt uns persönlich und liebt uns.

  • Jesus Christus ist der Sohn Gottes, und wir müssen auf das hören, was er zu sagen hat.

Ein wichtiger Zweck der Wiederherstellung bestand darin, uns zu der Erkenntnis zu verhelfen, wer der Vater im Himmel und Jesus Christus sind.

Was bedeutet mir die Wiederherstellung?

Stell dir noch einmal Folgendes vor:

Du befindest dich erneut im Jahr 1820. Tage, Wochen und Monate vergehen – und du wirst allmählich mutlos. Du findest eine Bibel und erinnerst dich zurück an die Zeit, als du bei Jesus warst und ihm zugehört hast. Aber einige seiner Lehren wurden geändert oder fehlen sogar.

Du beschließt, dich in einer Kleinstadt namens Palmyra im US-Bundesstaat New York niederzulassen. An einem Frühlingstag hörst du zufällig, dass ein Junge behauptet, er habe Gott und Jesus Christus gesehen. Zunächst interessiert dich das nicht allzu sehr. Doch dann hörst du, was der Junge erfahren hat: dass keine der Kirchen auf der Erde wahr ist, dass Jesus aber bereit ist, seine Kirche mit seinem vollständigen Evangelium erneut zu errichten!

Wie würdest du dich fühlen, wenn du erfahren hättest, dass Jesus wieder erschienen ist? Was würde dir das bedeuten?

Durch die Wiederherstellung der Kirche des Erretters, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, haben wir Zugang zu tiefgründigeren Erkenntnissen über den Erretter. Wir müssen keine Zeitreisenden sein, um zu wissen, wer Jesus war. Wir können in den heiligen Schriften forschen, um sein Wort zu lesen, und wir können durch seine Vollmacht, die wiederhergestellte Macht des Priestertums, Segnungen empfangen.