Aus der Mission
Wie ich durch meine Mission die wahre Weihnachtsfreude fand
Bevor ich mich der Kirche anschloss, bedeutete mir Weihnachten nicht so viel. Jetzt weiß ich, dass die Weihnachtszeit ideal dafür ist, die frohe Botschaft vom Erretter zu empfangen und sie weiterzugeben.
Die Berufung in die China-Mission Hongkong war etwas ganz Besonderes für mich, weil ich aus Hongkong komme!
Als Verkündungsmissionar in meinem Heimatland zu dienen bedeutete, dass ich weder eine neue Sprache erlernen noch mich an eine neue Kultur gewöhnen musste. Auch wenn ich mich nicht auf neue Traditionen einstellen musste, hat mir meine Mission doch geholfen, Weihnachten als Feiertag aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen.
Die frohe Botschaft weitergeben
Ich bin vor vier Jahren als einziges Mitglied meiner Familie der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beigetreten. Meine Eltern, meine Brüder und ich sind nicht christlich aufgewachsen. Weihnachten war für uns eher ein Anlass zum Reisen oder für ein gutes Essen, hatte ansonsten aber keine tiefere Bedeutung für uns.
Doch der Vater im Himmel hatte einen Weg bereitet, wie ich sein Evangelium kennenlernen und mich seiner Kirche anschließen konnte. Als Missionar bestand meine Aufgabe darin, anderen zu helfen, zu Christus zu kommen. Dies umfasste die besondere Gelegenheit, dass ich mir die wahre Bedeutung von Weihnachten bewusstmachen konnte.
Es gibt sehr viele Leute, die Weihnachten so sehen wie ich früher. Sie wissen wohl, dass es ein Feiertag ist, aber sie wissen nicht immer, was dahintersteckt. Manche wissen nicht einmal, wer Jesus Christus ist. Für mich ist die Weihnachtszeit zu einer besonderen Gelegenheit geworden, allen die frohe Botschaft zu verkünden: Wir haben einen Erretter!
Elder S. Mark Palmer von den Siebzigern hat erklärt: „Ein reines Zeugnis von Jesus Christus als unserem persönlichen Erretter und Erlöser ist wertvoller als Gold, Weihrauch und Myrrhe und steht im Mittelpunkt all dessen, was wir an Weihnachten feiern.“
Ich bin so dankbar, dass ich als Missionar mein Weihnachtsfest nicht nur damit verbringen konnte, mich über mein Zeugnis von Jesus Christus zu freuen, sondern andere auch daran teilhaben zu lassen.
Die Freude, den Blick auf andere zu richten
Auf Mission schaut man nicht so viel auf sich selbst, sondern es geht darum, anderen zu dienen. Ich habe das Gefühl, dass ich heute viel mehr an meine Mitmenschen denke. Deshalb ist Weihnachten für mich zu einer Quelle tiefer Freude geworden.
Andere Menschen fühlen sich in dieser Jahreszeit vielleicht einsam, brauchen Hilfe oder erleben geistige Leere. Doch dank Jesus Christus ist mein Herz von Wärme, Freude und Liebe erfüllt. Als Missionar hatte ich viele Gelegenheiten, anderen zu helfen, dass sie für den Erretter die gleichen Gefühle hegen wie ich.
Letztes Jahr zu Weihnachten gingen mein Mitarbeiter und ich in Hongkong zu einem Spendenautomaten der Kirche. Die Initiative „Der Welt ein Licht“ ist eine wunderbare Gelegenheit, sich anderen zuzuwenden und ihnen die Freude über den Erretter näherzubringen.
Elder Gerrit W. Gong vom Kollegium der Zwölf Apostel hat einmal gesagt: „An Weihnachten [feiern wir] die Zugehörigkeit durch Bündnisse, das Miteinander und die Gemeinschaft in Jesus Christus und untereinander.“ Wir feiern Weihnachten, um uns an Jesus Christus zu erinnern, der uns alle miteinander verbindet. Wenn wir anderen dienen, kommen wir einander näher, und wir kommen auch ihm näher.
Dem Beispiel des Erretters folgen
Trotz all der Freude an Weihnachten und der Freude, die man empfindet, wenn man anderen vom Evangelium erzählt, können Feiertage auf Mission eine Herausforderung sein. Heimweh oder die Angst, Zeit mit Freunden und mit der Familie zu verpassen, sind ja Empfindungen, die man wirklich hat.
Aber der Herr ruft uns dazu auf, sein Werk zu tun. Wenn du an Weihnachten als Missionar traurig bist, dann denke an Jesus Christus.
Der Erretter kam in bescheidenen Umständen zur Welt. Er verließ seine himmlische Heimat und kam in die Welt, um das Werk seines Vaters zu vollbringen. Er gab sich selbst als Opfer hin, um uns alle zu erlösen. Das mag zwar so erscheinen, als wäre er einsam gewesen, doch der Vater im Himmel war bei ihm.
Und genauso ist es, wenn du eine Mission erfüllst. Du bist eigentlich gar nicht allein. Zwar bist du vielleicht weit weg von deiner Familie, aber dein Vater im Himmel und dein Erretter sind bei dir. Durch sie empfängst du Kraft, deine Herausforderungen zu meistern.
Auf meiner Mission habe ich viel Liebe verspürt. Meine Beziehung zu Gott und zu Jesus Christus ist heute viel inniger. Ich weiß, dass sie sehr stolz auf mich sind, weil ich ihr Werk tue. Es ist das größte Werk auf Erden.