2025
Du fühlst dich überfordert? Es ist okay, das Tempo zu drosseln!
Januar 2025


Nur online: Junge Erwachsene

Du fühlst dich überfordert? Es ist okay, das Tempo zu drosseln!

Es ist okay, das Tempo zu drosseln! Gott kennt dich und weiß um deine Situation.

Darstellung eines Joggers

Aus den heiligen Schriften erfahren wir, dass wir nicht schneller laufen müssen, als wir Kraft haben (siehe Mosia 4:27). Warum leben wir dann oft jeden Moment so, als würden wir mit voller Kraft immer weiterrasen?

Wenn man das Gefühl hat, schneller zu laufen, als man Kraft hat, eine Million Sachen erledigen und jetzt perfekt sein zu müssen, fühlt man sich überfordert und ausgebrannt.

Wenn es dir vorkommt, als habe ein Wirbelsturm scheinbar endloser Aufgaben und Pflichten dich fest gepackt, könnte der Schlüssel zu neuer Ruhe und innerem Frieden darin liegen, dass du lernst, das Tempo zu drosseln und deine Prioritäten neu zu definieren.

Fünf Tipps für die Entschleunigung

  1. Bete jeden Morgen darum, dass der Heilige Geist dir hilft, im Hier und Jetzt zu bleiben, motiviert zu sein und das Beste aus dem Tag zu machen. Im Laufe des Tages bemerkst du dann in bestimmten Situationen, dass dein Gebet erhört wird.

  2. Liste alles auf, was du täglich erledigen musst, und lege dann fest, was am wichtigsten ist. Erledige das Wichtigste zuerst.

  3. Nimm dir täglich Zeit für den Herrn. Dann löst sich alles andere oft von selbst. Wo du auf deiner geistigen Reise auch gerade sein magst: Versuche, jeden Tag wieder etwas voranzukommen.

  4. Achte auf Körper und Psyche. Wenn du deiner körperlichen und seelischen Gesundheit Priorität einräumst, hast du mehr Energie für anderes. Höre auf deinen Körper und achte auf deine Bedürfnisse.

  5. Geh einen Schritt nach dem anderen. Wenn du dich das nächste Mal überfordert fühlst, sag zu dir selbst: „Das Einzige, was ich im Moment tun muss, ist X.“ Sobald du diese Aufgabe erledigt hast, kannst du dich erneut mit der nächsten befassen.

Beim Umsetzen dieser Tipps stellst du vielleicht fest: Du setzt dir klare Prioritäten, verbringst mehr Zeit ohne digitale Medien oder nimmst dir mehr Zeit, dich auszuruhen und zu erholen.

Druck abbauen und Freude finden

Ein produktives Leben zu führen ist nichts Schlechtes. Es ist ja ein gutes Gefühl, wenn man etwas erfolgreich erledigt hat! Setz dich aber bitte nicht zu sehr unter Druck und bemiss deinen Selbstwert nicht an deiner Produktivität.

Elder Dieter F. Uchtdorf vom Kollegium der Zwölf Apostel hat das sehr gut erklärt: „Es ist doch ziemlich leicht, gut beschäftigt zu sein. Wir alle können uns eine Aufgabenliste vorstellen, die unseren Terminkalender sprengt. Manche meinen vielleicht sogar, ihr Selbstwert sei von der Länge ihrer Aufgabenliste abhängig. … Da sie ihr Leben unnötig verkomplizieren, sind sie häufig zunehmend frustriert, sie empfinden kaum noch Freude und sehen wenig Sinn in ihrem Leben.“

Stattdessen rät uns Elder Uchtdorf, „das Tempo ein wenig zu drosseln, mit der für unsere Umstände optimalen Geschwindigkeit voranzugehen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, emporzublicken und klar zu erkennen, was am wichtigsten ist“.

Ich persönlich könnte diesen Ratschlag so umsetzen, dass ich mein Handy zuhause lasse, wenn ich das nächste Mal spazieren gehe. Dann kann ich nämlich meine Umgebung wirklich genießen und über meinen Tag nachdenken!

Wenn wir das Tempo grundsätzlich drosseln, können wir unnötigen Druck abbauen und mehr Freude finden.

Der Erretter kann unser Bestmögliches vollkommen machen

Elder Vern P. Stanfill von den Siebzigern hat erklärt: „Wir dürfen nie vergessen: Was immer unsere beste, aber unvollkommene Gabe sein mag – der Erretter kann sie vollkommen machen. Wie unbedeutend unsere Bemühungen auch erscheinen mögen, dürfen wir doch die Macht des Erretters nie unterschätzen.“

Wenn ich mich von Aufgaben überfordert fühle, mir Sorgen um meine Zukunft mache oder Angst habe, dass ich meinem Potenzial nicht gerecht werde, vertraue ich darauf, dass der Erretter meine kleinen, aber doch ernsthaften Bemühungen vollkommen machen kann.

Ich setze mein Vertrauen in denselben Gott, der seinen Kindern schon seit Jahrtausenden Frieden und Trost schenkt. Er hat mir geholfen, und ich weiß, dass er auch dir helfen wird.

Es ist okay, das Tempo zu drosseln! Gott kennt dich und weiß um deine Situation.

Er liebt dich!