„Kapitel 13: Der heilige Tempel – das Haus des Herrn“, Lehren der Präsidenten der Kirche: Russell M. Nelson, 2023
„Kapitel 13“, Lehren: Russell M. Nelson
Die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel vor dem Rom-Tempel, März 2019
Kapitel 13
Der heilige Tempel – das Haus des Herrn
Der Tempel ist das Tor zu den größten Segnungen, die Gott für jeden von uns bereithält.
Aus dem Leben von Russell M. Nelson
Präsident Russell M. Nelson, Präsident Dallin H. Oaks und Präsident Henry B. Eyring traten am 16. Januar 2018 erstmals als Erste Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an die Öffentlichkeit. Sie sprachen vom Nebengebäude des Salt-Lake-Tempels aus. Hinter ihnen befand sich ein Gemälde des auferstandenen Erretters, und der Tempel war zu sehen. Präsident Nelson erklärte, warum sie sich für diesen Ort entschieden hatten:
„Als neue Präsidentschaft haben wir bereits am Anfang das Ende vor Augen. Aus diesem Grund sprechen wir heute auch von einem Tempel aus zu Ihnen. Das Ende, auf das wir alle hinarbeiten, besteht darin, im Haus des Herrn mit Macht ausgestattet zu werden, als Familie gesiegelt zu werden und den Bündnissen, die man im Tempel eingeht, treu zu sein, damit wir der größten Gabe Gottes würdig sind: ewiges Leben. Die heiligen Handlungen des Tempels und die Bündnisse, die Sie dort eingehen, sind ganz entscheidend, damit Sie selbst sowie Ihre Ehe und Familie gestärkt werden und damit Sie imstande sind, den Angriffen des Widersachers zu widerstehen. Wenn Sie Gott im Tempel verehren und sich dort für Ihre Vorfahren einsetzen, empfangen Sie vermehrt persönliche Offenbarung, Frieden und festigen Ihre Entschlossenheit, auf dem durch Bündnisse vorgezeichneten Weg zu verbleiben.“
Bei den darauffolgenden Generalkonferenzen gab Präsident Nelson etliche Orte bekannt, an denen die Kirche einen neuen Tempel zu bauen beabsichtigt. Er sagte:
„Meine lieben Brüder und Schwestern, erkennen Sie, was direkt vor unseren Augen geschieht? Bitte achten wir darauf, dass uns die Erhabenheit dieses Augenblicks nicht entgeht! Der Herr beschleunigt sein Werk in der Tat.
Wieso bauen wir Tempel in einer Geschwindigkeit wie noch nie zuvor? Warum? Weil der Herr es uns aufgetragen hat. Die Segnungen des Tempels tragen auf beiden Seiten des Schleiers zur Sammlung Israels bei. Diese Segnungen dienen auch der Vorbereitung eines Volkes, das dabei mithilft, die Welt auf das Zweite Kommen des Herrn vorzubereiten!“
Lehren von Russell M. Nelson
Alles, was wir in der Kirche tun, weist auf den Herrn und sein heiliges Haus hin
Der Tempel ist das Haus des Herrn. Jeder heiligen Handlung des Tempels, jedem Tempelbündnis – und diese bilden den Kern des Errettungsplanes – liegt das Sühnopfer Jesu Christi zugrunde. Jede Aktivität, jeder Unterricht, alles, was wir in der Kirche tun, weist auf den Herrn und sein heiliges Haus hin. Unser Bemühen, das Evangelium zu verkündigen, die Heiligen zu vervollkommnen und die Toten zu erlösen – all das führt zum Tempel. Jeder heilige Tempel ist ein Symbol für unsere Mitgliedschaft in der Kirche, ein Zeichen für unseren Glauben an das Leben nach dem Tod und ein heiliger Schritt hin zu ewiger Herrlichkeit für uns und unsere Angehörigen.
Alles, was wir glauben, und jede Verheißung, die Gott seinem Bundesvolk gemacht hat, werden im Tempel zusammengeführt. In jedem Zeitalter hat der Tempel die kostbare Wahrheit unterstrichen, dass diejenigen, die Bündnisse mit Gott schließen und sie halten, Kinder in seinem Bund sind.
Vertiefende Fragen
Was würden Sie jemandem sagen, der wissen möchte, wozu wir Tempel bauen? Was wäre an unserem Dienst in der Kirche anders, wenn wir mit jeder Aktivität und jeder Lektion auf den Herrn und sein Haus hinweisen würden?
Die heiligen Handlungen und Bündnisse des Tempels aus alter Zeit wurden in den Letzten Tagen wiederhergestellt
Tempel gibt es schon seit Urzeiten. Das Endowment gibt es schon seit Urzeiten. Die Kleidung und die Bündnisse gibt es schon seit Urzeiten. Und dank der Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi durch den Propheten Joseph Smith ist dieser Aspekt, wie der Herr seine Kinder segnen kann, Wirklichkeit geworden.
Die Erde wurde erschaffen, damit Gottes Kinder durch die Siegelungsvollmacht, die im Tempel ausgeübt wird, gesegnet werden können [siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:38,39]. Und das Evangelium und die Bündnisse und heiligen Handlungen des Tempels wurden wiederhergestellt, um die Welt auf das Zweite Kommen des Herrn vorzubereiten.
Vertiefende Frage
Wie wirkt sich das Wissen, dass die Verordnungen eine Wiederherstellung alter Bräuche sind, darauf aus, wie Sie den Tempel erleben?
Wer die Tempelbündnisse hält, macht sich für das ewige Leben würdig
Die Verordnungen, Bündnisse, das Endowment und die Siegelungen im Tempel ermöglichen es dem Einzelnen, sich mit dem Herrn zu versöhnen, und der Familie, über den Schleier des Todes hinaus aneinander gesiegelt zu werden. Wer die Tempelbündnisse hält, macht sich für das ewige Leben würdig, die größte von allen Gaben, die Gott dem Menschen gibt [siehe Lehre und Bündnisse 14:7]. Ewiges Leben ist mehr als Unsterblichkeit. Ewiges Leben ist Erhöhung im höchsten Himmel – jenes Leben, das Gott führt.
Wäre es mir möglich, mit jedem jungen Erwachsenen persönlich zu sprechen, würde ich Sie inständig bitten, einen Partner zu suchen, an den Sie im Tempel gesiegelt werden können. Vielleicht fragen Sie sich, was das für einen Unterschied ausmachen soll. Ich verheiße Ihnen: Es wird der alles entscheidende Unterschied sein! Wenn Sie im Tempel heiraten und immer wieder dorthin zurückkehren, erhalten Sie bei Entscheidungen vermehrt Kraft und Führung.
Könnte ich mit jedem Ehemann und mit jeder Ehefrau sprechen, die noch nicht im Tempel gesiegelt wurden, würde ich Sie inständig bitten, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um diese krönende, alles verändernde heilige Handlung zu empfangen. Wird sie einen Unterschied ausmachen? Nur dann, wenn Sie für immer Fortschritt machen und für immer zusammen sein wollen. Der alleinige Wunsch, für immer zusammen zu sein, bringt dies noch nicht zustande. Keine andere Zeremonie und kein anderer Vertrag bringen das zustande.
Könnte ich zu jedem Mann oder jeder Frau sprechen, die sich danach sehnen zu heiraten, aber ihren Partner für die Ewigkeit noch nicht gefunden haben, würde ich Ihnen dringend ans Herz legen, nicht bis zur Heirat zu warten, bis Sie im Haus des Herrn das Endowment empfangen. Fangen Sie jetzt an, herauszufinden und Erfahrungen damit zu machen, was es bedeutet, mit Priestertumsmacht ausgerüstet zu sein.
Und einen jeden von Ihnen, der Tempelbündnisse geschlossen hat, bitte ich inständig, sich gebeterfüllt und beständig darum zu bemühen, ein größeres Verständnis dieser Bündnisse und der heiligen Handlungen des Tempels zu erlangen. Geistige Türen werden sich auftun. Sie werden lernen, wie Sie den Schleier zwischen Himmel und Erde teilen können, wie Sie um den Beistand von Gottes Engeln bitten können und wie Sie besser Weisung vom Himmel erhalten können. Wenn Sie sich um dies eifrig bemühen, wird Ihr geistiges Fundament verstärkt und gefestigt.
Vertiefende Fragen
Wie lassen sich Präsident Nelsons Aufforderungen in diesem Abschnitt auf Sie beziehen? Was wollen Sie tun, um seine Aufforderungen umzusetzen?
Der Tempel ist ein Haus des Lernens, wo uns der Herr auf seine Weise belehrt
Der Tempel ist buchstäblich gefüllt mit Wahrheit. Klar und machtvoll werden uns wahre Grundsätze zum Plan des Vaters vor Augen geführt. Mithilfe der Bündnisse und heiligen Handlungen des Tempels werden uns Worte der Wahrheit über unseren Vater, seinen Sohn und ihre Beziehung zu uns vermittelt. Der Tempel ist ein Haus der Offenbarung, wo Wahrheit auf die Seele träufelt und uns das Verständnis erleuchtet. Wir erfahren etwas über unser ewiges Wesen und unseren ewigen Lebenszweck und die wunderbaren Verheißungen des Herrn.
An dieser heiligen Stätte unterweist uns der Herr nämlich sehr gern selbst.
Wenn Sie des Herrn Haus des Lernens mit Ihrem Tempelschein, einem zerknirschten Herzen und einem suchenden Sinn betreten, wird er Sie unterweisen.
Dort lernen wir, wie wir den Vorhang teilen und uns noch klarer mit dem Himmel verständigen können. Dort lernen wir, wie wir den Widersacher in die Schranken weisen und die Priestertumsmacht des Herrn heranziehen können, um uns und unsere Lieben zu stärken. Wie eifrig sollte doch jeder von uns darauf bedacht sein, dort Zuflucht zu suchen!
Das Endowment wurde durch Offenbarung kundgetan. Daher lässt es sich auch am besten durch Offenbarung verstehen, nach der man gebeterfüllt und aufrichtigen Herzens strebt. …
Jeder Tempel ist ein Haus des Lernens [siehe Lehre und Bündnisse 88:119; 109:8]. Wir lernen dort auf die Weise des Herrn [siehe Johannes 14:6]. … Seine Weise unterscheidet sich von der Art und Weise anderer. Sie stammt aus alter Zeit und ist voller Symbole. Vieles können wir dadurch lernen, dass wir über das nachsinnen, wofür das jeweilige Symbol steht. Die Lehren des Tempels sind wunderbar einfach und einfach wunderbar. Sie sind dem einfachen Menschen verständlich und können dennoch auch den Intellekt der Klügsten anregen.
Das Garment steht symbolisch für den Vorhang im Tempel, und dieser Vorhang ist ein Symbol für den Herrn Jesus Christus [siehe Hebräer 10:19,20]. Wenn Sie also das Garment anziehen, empfinden Sie das möglicherweise so, als würden Sie tatsächlich das heilige Symbol für den Herrn Jesus Christus anlegen – sein Leben, sein geistliches Wirken und seine Mission, die darin bestand, für jede Tochter und jeden Sohn Gottes zu sühnen.
Vertiefende Fragen
Inwiefern unterscheidet sich die Art und Weise, wie der Erretter im Tempel lehrt, von der Art und Weise, wie Sie es aus anderen Situationen kennen? Was können Sie tun, um im Tempel noch besser zu lernen?
Frauen und Männer, die im Tempel das Endowment empfangen haben, erhalten die Gabe der Priestertumsmacht
Für jede Frau und jeden Mann gilt: Wer mit Gott Bündnisse schließt und diese hält und wer würdig an heiligen Handlungen des Priestertums teilnimmt, hat direkten Zugang zur Macht Gottes. Wer im Haus des Herrn das Endowment empfängt, erhält damit kraft seines Bündnisses als Gabe die Macht des Priestertums Gottes sowie die Gabe zu wissen, wie man sich auf diese Macht stützen kann.
Joseph Smiths Weihungsgebet für den Kirtland-Tempel ist eine Anleitung dazu, wie der Tempel Sie und mich geistig befähigt, die Herausforderungen des Lebens in diesen Letzten Tagen zu meistern. Ich lege Ihnen ans Herz, dieses Gebet, niedergeschrieben im Buch Lehre und Bündnisse, Abschnitt 109, aufmerksam zu lesen. Diesem Weihungsgebet, das durch Offenbarung empfangen wurde, entnehmen wir, dass der Tempel „ein Haus des Betens, ein Haus des Fastens, ein Haus des Glaubens, ein Haus des Lernens, ein Haus der Herrlichkeit, ein Haus der Ordnung, ein Haus Gottes“ ist [Lehre und Bündnisse 109:8].
Diese Aufzählung von Merkmalen ist weit mehr als nur die Beschreibung eines Tempels. Hier wird verheißen, was mit denen geschieht, die im Haus des Herrn dienen und dort Gott verehren. All jene dürfen erwarten, dass ihre Gebete erhört werden, dass sie persönliche Offenbarung erhalten sowie größeren Glauben, Kraft, Trost, mehr Erkenntnis und mehr Macht.
Die Zeit im Tempel wird Ihnen helfen, celestial zu denken und eine Vorstellung davon zu entwickeln, wer Sie wirklich sind, wer Sie werden können und welche Art von Leben Sie für immer führen können. Der regelmäßige Gottesdienst im Tempel wird Ihr Selbstbild erweitern und Ihnen aufzeigen, welchen Platz Sie in Gottes großartigem Plan einnehmen. Das verheiße ich Ihnen.
Uns wird außerdem verheißen, dass wir im Tempel „eine Fülle des Heiligen Geistes empfangen“ können [Vers 15]. Stellen Sie sich vor, was diese Verheißung bedeutet – nämlich dass sich der Himmel für jeden öffnet, der ernsthaft nach ewiger Wahrheit sucht.
Uns wird erklärt, dass alle, die Gott im Tempel verehren, die Macht Gottes haben werden und dass Engel die „Verantwortung über sie haben“ [Vers 22]. Wie sehr wächst Ihre Zuversicht, wenn Sie wissen, dass Sie als Frau oder Mann das Endowment empfangen haben und mit der Macht Gottes ausgerüstet wurden und daher das Leben nicht allein meistern müssen? Welchen Mut verleiht es Ihnen, zu wissen, dass Engel Ihnen tatsächlich helfen werden?
Zu guter Letzt wird uns verheißen, dass „keine Verbindung der Schlechtigkeit“ diejenigen überwältigen wird, die Gott im Haus des Herrn verehren [Vers 24-26].
Dass wir die geistigen Vorzüge verstehen, die uns im Tempel angeboten werden, ist für jeden von uns in der heutigen Zeit ganz entscheidend.
Meine lieben Brüder und Schwestern, ich verheiße Ihnen: Nichts wird Ihnen mehr helfen, sich an der eisernen Stange festzuhalten, als der Gottesdienst im Tempel, und zwar so regelmäßig, wie es Ihre Umstände erlauben. Nichts wird Sie mehr schützen, wenn Sie in der Welt dem Nebel von Finsternis ausgesetzt sind. Nichts wird Ihr Zeugnis vom Herrn Jesus Christus und von seinem Sühnopfer weiter verstärken oder Ihnen helfen, mehr Verständnis vom großartigen Plan Gottes zu erlangen. Nichts wird Ihrem Geist in schmerzlichen Zeiten mehr Trost spenden. Nichts wird den Himmel mehr öffnen. Nichts!
Der Tempel ist das Tor zu den größten Segnungen, die Gott für jeden von uns bereithält, denn der Tempel ist der einzige Ort auf Erden, an dem wir all die Segnungen erhalten können, die Abraham verheißen wurden. Deshalb tun wir auf Weisung des Herrn alles, was in unserer Macht steht, um den Mitgliedern der Kirche den Zugang zu den Segnungen des Tempels zu erleichtern.
Der Tempel steht im Mittelpunkt, wenn es darum geht, unseren Glauben und unsere geistige Kraft zu stärken, denn der Erretter und seine Lehre sind das Herzstück des Tempels. Alles, was im Tempel gelehrt wird, ob durch konkrete Unterweisung oder durch den Geist, erweitert unser Verständnis von Jesus Christus. Seine unverzichtbaren heiligen Handlungen binden uns durch heilige Priestertumsbündnisse an ihn. Wenn wir dann unsere Bündnisse halten, stattet er uns mit seiner heilenden, stärkenden Macht aus. Und wie sehr wir seine Macht in künftigen Tagen brauchen werden!
Vertiefende Frage
Inwiefern erfüllen sich die Verheißungen, von denen Präsident Nelson gesprochen hat, in Ihrem Leben?
Es werden Tempel für uns bereitgestellt, aber wir müssen uns auch selbst für den Tempel bereitmachen
In jeden Tempel sind diese Worte eingraviert: „Heilig dem Herrn“ [Exodus 28:36; 39:30]. Diese Worte machen deutlich, dass sowohl der Tempel als auch sein Zweck heilig ist. Wer den Tempel betritt, muss ebenfalls das Merkmal der Heiligkeit aufweisen. Es werden Tempel für die Menschen bereitgestellt, aber die Menschen müssen sich auch selbst für den Tempel bereitmachen. … Wir müssen uns körperlich, verstandesmäßig und geistig auf den Tempel vorbereiten.
Alle Bedingungen für das Betreten des Tempels haben etwas mit der eigenen Heiligkeit zu tun. Um die entsprechende Tauglichkeit zu beurteilen, werden mit jedem, der die Segnungen des Tempels genießen möchte, zwei Interviews geführt: das erste mit einem Bischof, einem Ratgeber des Bischofs oder einem Zweigpräsidenten, das zweite mit einem Pfahl- oder Missionspräsidenten oder einem seiner Ratgeber. Bei diesen Interviews werden einem mehrere Fragen gestellt. …
Abgesehen davon, dass er diese Fragen ehrlich beantwortet, wird von jedem erwachsenen Tempelbesucher erwartet, dass er unter seiner normalen Kleidung das heilige Garment des Priestertums trägt. Dies ist ein Symbol der inneren Verpflichtung, sich jeden Tag darum zu bemühen, mehr wie der Herr zu werden. Es erinnert uns auch daran, jeden Tag den Bündnissen treu zu bleiben, die wir eingegangen sind, und jeden Tag in einer erhabeneren und heiligeren Weise dem Weg der Bündnisse zu folgen. …
Die Würdigkeit des Einzelnen, das Haus des Herrn zu betreten, verlangt auch jedem Einzelnen viel geistige Vorbereitung ab. Aber mit Gottes Hilfe ist nichts unmöglich. In mancherlei Hinsicht ist es einfacher, einen Tempel aufzubauen, als ein Volk so aufzubauen, dass es für einen Tempel bereit ist. Die Würdigkeit des Einzelnen setzt eine vollständige Bekehrung in den Gedanken und Gefühlen voraus, sodass man mehr wie der Herr wird, ein aufrechter Mitbürger, ein besseres Vorbild und als Mensch noch heiliger.
Vertiefende Frage
Warum verlangt der Herr wohl, dass man würdig ist, sein Haus zu betreten?
Tempelarbeit und Familienforschung sind nicht nur uns ein Segen, sondern auch den Menschen jenseits des Schleiers
Die Tempelverordnungen betreffen den eigenen Fortschritt wie auch die Erlösung bereits verstorbener Vorfahren. „Denn ihre Errettung ist für unsere eigene Errettung notwendig und wesentlich, [sie können] nicht ohne uns vollkommen gemacht werden … und auch wir können ohne unsere Toten nicht vollkommen gemacht werden.“ [Lehre und Bündnisse 128:15.] Der Dienst zu ihren Gunsten gibt uns immer wieder die Gelegenheit, im Tempel Gott zu verehren. Und das verdient es, dass wir dafür einen Zeitplan aufstellen und uns daran halten. Indem wir für andere etwas tun, was sie nicht selbst tun können, folgen wir dem Beispiel des Erretters, der das Sühnopfer zustande gebracht hat, um anderen Menschen Segnungen zu ermöglichen.
Ich verheiße Ihnen heute: Wenn Sie sich an der Familienforschung beteiligen und die Angaben, die Ihre Vorfahren für die Segnungen des Tempels benötigen, aufbereiten, wird dies Ihr Leben auf unerwartete Weise bereichern. Es wird Ihre Sicht auf das Leben erweitern. Ihre irdische Familie wird mit mehr Harmonie gesegnet sein. Und es schützt Sie vor den Angriffen des Widersachers. Familienforschung hilft Ihnen, sich zu etwas zugehörig zu fühlen, was größer ist als Sie selbst.
Dieses Werk wirkt sich nämlich nicht nur segensreich für diejenigen aus, die bereits durch den Schleier gegangen sind, sondern ebenso für die Lebenden. Es hat eine läuternde Wirkung auf alle, die sich daran beteiligen. Sie tragen buchstäblich zur Erhöhung ihrer Familie bei.
Vertiefende Frage
Inwiefern haben Sie schon erlebt, dass Tempelarbeit und Familienforschung den Lebenden ein Segen sind?
Noch nie war es für uns so notwendig, regelmäßig im Tempel zu sein
Meine lieben Brüder und Schwestern, die Angriffe des Widersachers werden exponentiell heftiger und vielfältiger. Noch nie war es für uns so notwendig, regelmäßig im Tempel zu sein. Ich bitte Sie inständig, gebeterfüllt darüber nachzudenken, wie Sie Ihre Zeit nutzen. Investieren Sie Zeit in Ihre Zukunft und in die Ihrer Familie. Wenn es bei Ihnen einen Tempel in erreichbarer Nähe gibt, fordere ich Sie eindringlich auf, eine Möglichkeit zu finden, regelmäßig Zeit für den Herrn einzuplanen und in seinem heiligen Haus zu sein. Führen Sie Ihr Vorhaben dann genau wie geplant und mit Freude durch. Ich verheiße Ihnen: Wenn Sie Opfer bringen, um ihm in seinen Tempeln zu dienen und ihn dort zu verehren, wird der Herr die Wunder wirken, von denen er weiß, dass Sie sie brauchen. …
Ich fordere jeden, der schon lange nicht im Tempel war, auf, sich darauf vorzubereiten und so schnell wie möglich wieder in den Tempel zu gehen.
Sollten Sie aufgrund von räumlicher Entfernung, gesundheitlichen Problemen oder anderen Einschränkungen eine Zeit lang nicht in den Tempel gehen können, fordere ich Sie auf, sich einen regelmäßigen Termin zu setzen, an dem Sie die von Ihnen geschlossenen Bündnisse in Gedanken wiederholen.
Wenn Ihnen der Tempelbesuch noch nicht so viel Freude bringt, dann gehen Sie öfter hin – nicht seltener. Geben Sie dem Herrn – durch seinen Geist – die Möglichkeit, Sie dort zu unterweisen und zu inspirieren. Ich verheiße Ihnen, dass der Tempel mit der Zeit ein Ort der Sicherheit, des Trostes und der Offenbarung für Sie werden wird.
Wenn wir unsere Tempelbündnisse einhalten, können wir vermehrt auf die stärkende Macht des Herrn zugreifen. Im Tempel erhalten wir Schutz vor den Turbulenzen der Welt. Wir verspüren die reine Liebe Jesu Christi und des himmlischen Vaters in reichem Maße! Wir verspüren Frieden und geistige Gewissheit im Gegensatz zum Auf und Ab der Welt.
Hier ist meine Verheißung an Sie: Jeder, der Jesus Christus aufrichtig sucht, findet ihn im Tempel. Sie werden seine Barmherzigkeit spüren. Sie werden Antworten auf die Fragen erhalten, die Sie am meisten irritieren. Sie werden die Freude an seinem Evangelium besser erfassen.
Vertiefende Frage
Wenn Sie gebeterfüllt über Ihr Leben nachdenken, welches Opfer könnten Sie bringen, um mehr Zeit im Haus des Herrn zu verbringen?
Aufforderungen und Verheißungen
Der Herr wird für Sie Wunder wirken, wenn Sie in seinem Tempel dienen und Gott dort verehren
Ich bitte Sie inständig, gebeterfüllt darüber nachzudenken, wie Sie Ihre Zeit nutzen. Investieren Sie Zeit in Ihre Zukunft und in die Ihrer Familie. Wenn es bei Ihnen einen Tempel in erreichbarer Nähe gibt, fordere ich Sie eindringlich auf, eine Möglichkeit zu finden, regelmäßig Zeit für den Herrn einzuplanen und in seinem heiligen Haus zu sein. Führen Sie Ihr Vorhaben dann genau wie geplant und mit Freude durch. Ich verheiße Ihnen: Wenn Sie Opfer bringen, um ihm in seinen Tempeln zu dienen und ihn dort zu verehren, wird der Herr die Wunder wirken, von denen er weiß, dass Sie sie brauchen. …
Ich fordere jeden, der schon lange nicht im Tempel war, auf, sich darauf vorzubereiten und so schnell wie möglich wieder in den Tempel zu gehen.
Sollten Sie aufgrund von räumlicher Entfernung, gesundheitlichen Problemen oder anderen Einschränkungen eine Zeit lang nicht in den Tempel gehen können, fordere ich Sie auf, sich einen regelmäßigen Termin zu setzen, an dem Sie die von Ihnen geschlossenen Bündnisse in Gedanken wiederholen.
Wenn Ihnen der Tempelbesuch noch nicht so viel Freude bringt, dann gehen Sie öfter hin – nicht seltener. Geben Sie dem Herrn – durch seinen Geist – die Möglichkeit, Sie dort zu unterweisen und zu inspirieren. Ich verheiße Ihnen, dass der Tempel mit der Zeit ein Ort der Sicherheit, des Trostes und der Offenbarung für Sie werden wird.
Der Herr wird Sie in seinem Haus des Lernens unterweisen
Wenn Sie des Herrn Haus des Lernens mit Ihrem Tempelschein, einem zerknirschten Herzen und einem suchenden Sinn betreten, wird er Sie unterweisen.
Wenn Sie nach den Segnungen des Tempels streben und sie empfangen, wird Ihr Leben ganz anders
Wäre es mir möglich, mit jedem jungen Erwachsenen persönlich zu sprechen, würde ich Sie inständig bitten, einen Partner zu suchen, an den Sie im Tempel gesiegelt werden können. Vielleicht fragen Sie sich, was das für einen Unterschied ausmachen soll. Ich verheiße Ihnen: Es wird der alles entscheidende Unterschied sein! Wenn Sie im Tempel heiraten und immer wieder dorthin zurückkehren, erhalten Sie bei Entscheidungen vermehrt Kraft und Führung.
Könnte ich mit jedem Ehemann und mit jeder Ehefrau sprechen, die noch nicht im Tempel gesiegelt wurden, würde ich Sie inständig bitten, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um diese krönende, alles verändernde heilige Handlung zu empfangen. Wird sie einen Unterschied ausmachen? Nur dann, wenn Sie für immer Fortschritt machen und für immer zusammen sein wollen. Der alleinige Wunsch, für immer zusammen zu sein, bringt dies noch nicht zustande. Keine andere Zeremonie und kein anderer Vertrag bringen das zustande.
Könnte ich zu jedem Mann oder jeder Frau sprechen, die sich danach sehnen zu heiraten, aber ihren Partner für die Ewigkeit noch nicht gefunden haben, würde ich Ihnen dringend ans Herz legen, nicht bis zur Heirat zu warten, bis Sie im Haus des Herrn das Endowment empfangen. Fangen Sie jetzt an, herauszufinden und Erfahrungen damit zu machen, was es bedeutet, mit Priestertumsmacht ausgerüstet zu sein.
Und einen jeden von Ihnen, der Tempelbündnisse geschlossen hat, bitte ich inständig, sich gebeterfüllt und beständig darum zu bemühen, ein größeres Verständnis dieser Bündnisse und der heiligen Handlungen des Tempels zu erlangen. Geistige Türen werden sich auftun. Sie werden lernen, wie Sie den Schleier zwischen Himmel und Erde teilen können, wie Sie um den Beistand von Gottes Engeln bitten können und wie Sie besser Weisung vom Himmel erhalten können. Wenn Sie sich um dies eifrig bemühen, wird Ihr geistiges Fundament verstärkt und gefestigt.
Im Tempel werden wir mit der Macht des Herrn ausgerüstet
Meine lieben Brüder und Schwestern, ich verheiße Ihnen: Nichts wird Ihnen mehr helfen, sich an der eisernen Stange festzuhalten, als der Gottesdienst im Tempel, und zwar so regelmäßig, wie es Ihre Umstände erlauben. Nichts wird Sie mehr schützen, wenn Sie in der Welt dem Nebel von Finsternis ausgesetzt sind. Nichts wird Ihr Zeugnis vom Herrn Jesus Christus und von seinem Sühnopfer weiter verstärken oder Ihnen helfen, mehr Verständnis vom großartigen Plan Gottes zu erlangen. Nichts wird Ihrem Geist in schmerzlichen Zeiten mehr Trost spenden. Nichts wird den Himmel mehr öffnen. Nichts!
Der Tempel ist das Tor zu den größten Segnungen, die Gott für jeden von uns bereithält, denn der Tempel ist der einzige Ort auf Erden, an dem wir all die Segnungen erhalten können, die Abraham verheißen wurden. Deshalb tun wir auf Weisung des Herrn alles, was in unserer Macht steht, um den Mitgliedern der Kirche den Zugang zu den Segnungen des Tempels zu erleichtern.
Wenn wir unsere Tempelbündnisse einhalten, können wir vermehrt auf die stärkende Macht des Herrn zugreifen. Im Tempel erhalten wir Schutz vor den Turbulenzen der Welt. Wir verspüren die reine Liebe Jesu Christi und des himmlischen Vaters in reichem Maße! Wir verspüren Frieden und geistige Gewissheit im Gegensatz zum Auf und Ab der Welt.
Hier ist meine Verheißung an Sie: Jeder, der Jesus Christus aufrichtig sucht, findet ihn im Tempel. Sie werden seine Barmherzigkeit spüren. Sie werden Antworten auf die Fragen erhalten, die Sie am meisten irritieren. Sie werden die Freude an seinem Evangelium besser erfassen.
Tempelarbeit für Ihre Vorfahren bereichert das Leben auf unerwartete Weise
Ich verheiße Ihnen heute: Wenn Sie sich an der Familienforschung beteiligen und die Angaben, die Ihre Vorfahren für die Segnungen des Tempels benötigen, aufbereiten, wird dies Ihr Leben auf unerwartete Weise bereichern. Es wird Ihre Sicht auf das Leben erweitern. Ihre irdische Familie wird mit mehr Harmonie gesegnet sein. Und es schützt Sie vor den Angriffen des Widersachers. Familienforschung hilft Ihnen, sich zu etwas zugehörig zu fühlen, was größer ist als Sie selbst.
Videos
Ansprachen und Artikel zu diesem Thema
„Der Herr Jesus Christus wird wiederkommen“, Herbst-Generalkonferenz 2024
„Freude über die Gabe der Priestertumsschlüssel“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2024
„Legen Sie den Schwerpunkt auf den Tempel“, Herbst-Generalkonferenz 2022
„Die Welt überwinden und Ruhe finden“, Herbst-Generalkonferenz 2022
„Der Tempel und Ihr geistiges Fundament”, Herbst-Generalkonferenz 2021
„Geistige Schätze“, Herbst-Generalkonferenz 2019
„Generationen in Liebe verbunden“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2010
„Sich auf die Segnungen des Tempels vorbereiten“, Liahona, Oktober 2010