„Kapitel 12: Anderen vom Evangelium Jesu Christi erzählen“, Lehren der Präsidenten der Kirche: Russell M. Nelson, 2023
„Kapitel 12“, Lehren: Russell M. Nelson
Kapitel 12
Anderen vom Evangelium Jesu Christi erzählen
Vielleicht sind gerade Sie derjenige, der jemandem die Tür zur Erlösung öffnet und es ihm ermöglicht, die Lehre Christi zu verstehen.
Aus dem Leben von Russell M. Nelson
Präsident Nelson hat festgestellt: „Jeder verdient die Chance, vom wiederhergestellten Evangelium Jesu Christi zu erfahren.“ Er brachte Angehörigen, Freunden, Nachbarn, Kollegen und führenden Regierungsvertretern durch seine Worte und sein Beispiel das Evangelium Jesu Christi nahe. Ein Beispiel dafür ist seine Freundschaft mit Dr. Zhang Zhen-Xiang:
„Vor vielen Jahren wurde ich als Gastprofessor für Chirurgie in die Volksrepublik China eingeladen. Als ich meinem Gastgeber, Dr. Zhang, begegnete und ihn besser kennenlernte, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich ihn mir in weißer Taufkleidung vorstellte. Als ich dann mit Dr. Zhangs Frau Bekanntschaft machte, sah ich unwillkürlich beide zusammen in Weiß gekleidet im Tempel vor meinem geistigen Auge. Mir wurde klar, dass dies abwegig war, da ich ja in China nicht über das Evangelium sprechen durfte, und an diese Regel hielt ich mich strikt. Nichtsdestotrotz wurden Dr. Zhang und ich anlässlich vieler weiterer Besuche gute Freunde.
Sechs Jahre nach meiner Berufung ins Kollegium der Zwölf Apostel erhielt ich unerwartet einen Brief von Dr. Zhang. Darin sagte er, dass er sowohl unter japanischer als auch unter chinesischer Herrschaft gelebt und zudem auch in einem presbyterianischen Krankenhaus gearbeitet habe. Abschließend meinte er, er sei jetzt siebzig Jahre alt, und die einzige Lebensweise, die ihm sinnvoll erscheine, sei die von Dr. Russell Nelson. Er wollte wissen, ob er mehr über das Evangelium erfahren könne, wenn er und seine Frau nach Toronto in Kanada zögen. Natürlich versprach ich ihm, dass ich gerne für ihn einen Termin mit den Missionaren vereinbaren würde.
Ein paar Wochen nachdem ich den Missionspräsidenten in Toronto kontaktiert hatte, erfuhr ich, dass meine lieben Freunde bereit waren, sich taufen zu lassen. Ich flog zum Taufgottesdienst nach Toronto. Nach ihrer Konfirmierung sagte ich ihnen, dass ich in einem Jahr wiederkommen würde, um im Toronto-Ontario-Tempel in Kanada ihre Siegelung als Ehepaar zu vollziehen – was ich denn auch tat. Das war ein ganz besonders zu Herzen gehendes Erlebnis, und seinen Anfang hatte es damit genommen, dass ich mir die beiden in Weiß vorgestellt hatte.“
Lehren von Russell M. Nelson
Das Evangelium Jesu Christi wurde noch nie so dringend benötigt wie heute
Brüder und Schwestern, das Evangelium Jesu Christi wurde noch nie so dringend benötigt wie heute. Streitigkeiten stehen im Gegensatz zu allem, wofür der Erretter stand und was er lehrte. Ich liebe den Herrn Jesus Christus und bezeuge, dass sein Evangelium die einzige Lösung ist, die dauerhaft Frieden bringt. Sein Evangelium ist ein Evangelium des Friedens.
Sein Evangelium ist die einzige Lösung, wenn viele Menschen auf der Welt vor Angst wie gelähmt sind. Dies unterstreicht, dass wir alle unbedingt der Anweisung des Herrn an seine Jünger folgen müssen, ,hinaus in die ganze Welt [zu gehen und] das Evangelium der ganzen Schöpfung [zu verkünden]‘ [Markus 16:15, Hervorhebung hinzugefügt]. Wir haben die heilige Pflicht, die Macht und den Frieden Jesu Christi allen zugänglich zu machen, die zuhören und Gott in ihrem Leben siegen lassen wollen.
Jeder Mensch, der Bündnisse mit Gott eingegangen ist, hat versprochen, sich anderer anzunehmen und den Bedürftigen zu helfen. Wir können Glauben an Gott beweisen und stets bereit sein, jedem zu antworten, der nach der Hoffnung fragt, „die [uns] erfüllt“ [1 Petrus 3:15]. Jeder von uns hat bei der Sammlung Israels eine Rolle zu spielen.
Vertiefende Frage
Inwiefern hilft Ihnen das Evangelium Jesu Christi, Frieden zu finden?
Vielleicht sind gerade Sie derjenige, der jemandem die Tür zur Erlösung öffnet
Alle können als Mitglieder Missionar sein. … Jedes Mitglied kann den Gläubigen ein Vorbild sein [siehe 1 Timotheus 4:12]. … Wenn Sie Jesus Christus nachfolgen, kann jeder von Ihnen in Übereinstimmung mit seinen Lehren leben. Sie können ein lauteres Herz und reine Hände haben, Sie können das Abbild Gottes Ihrem Gesichtsausdruck aufgeprägt haben [siehe Alma 5:19]. Ihre guten Werke werden für andere nicht zu übersehen sein. Das Licht des Herrn kann aus Ihren Augen leuchten. Mit diesem Strahlen sollten Sie sich auf Fragen gefasst machen. Der Apostel Petrus mahnt: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“ [1 Petrus 3:15.]
Lassen Sie Ihre Antwort herzlich und freudig ausfallen. Und schneiden Sie die Antwort auf den Einzelnen zu. Vergessen Sie nicht, dass auch er ein Kind Gottes ist – eines Gottes, der sich von Herzen wünscht, dass dieser Mensch sich bereitmacht für das ewige Leben und somit eines Tages zu ihm zurückkehrt. Vielleicht sind gerade Sie derjenige, der ihm die Tür zur Erlösung öffnet und es ihm ermöglicht, die Lehre Christi zu verstehen.
Seien Sie nach Ihrer ersten Antwort bereit, auch den nächsten Schritt zu gehen. Sie können Ihren Freund einladen, mit Ihnen in die Kirche zu kommen. Viele unserer Freunde wissen nicht, dass sie in unseren Gemeindehäusern willkommen sind. „Kommt und seht“ lautete die Einladung des Erlösers an diejenigen, die mehr über ihn erfahren wollten [Johannes 1:39]. Die Einladung, mit Ihnen am Sonntag eine Versammlung zu besuchen oder an einer geselligen Veranstaltung oder einem Dienstprojekt teilzunehmen, trägt dazu bei, dass irrige Vorstellungen sich zerstreuen und Besucher sich bei uns wohler fühlen.
Gehen Sie als Mitglied der Kirche auf diejenigen zu, die Sie nicht kennen, und begrüßen Sie sie herzlich. Reichen Sie an jedem Sonntag mindestens einem Menschen die Hand, den Sie noch nicht kennen. Bemühen Sie sich täglich darum, Ihren Bekanntenkreis zu vergrößern.
Sie können einen Bekannten bitten, das Buch Mormon zu lesen. Erklären Sie, dass es weder ein Roman noch ein Geschichtsbuch ist. Es ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus. Sein eigentlicher Zweck besteht darin, „die Juden und die Anderen [davon zu überzeugen], dass Jesus der Christus ist, der Ewige Gott, der sich allen Nationen kundtut“ [Titelblatt des Buches Mormon]. Diesem Buch wohnt eine Macht inne, die einem ins Herz dringen und das Leben desjenigen, der aufrichtig nach Wahrheit sucht, auf eine höhere Ebene bringen kann. Bitten Sie Ihren Bekannten, das Buch gebeterfüllt zu lesen. …
Eine weitere Möglichkeit, anderen das Evangelium näherzubringen, besteht darin, Bekannte zu sich nach Hause einzuladen, um die Vollzeitmissionare zu treffen. Die Vollzeitmissionare sind dazu berufen und darauf vorbereitet, das Evangelium zu erläutern. Ihre Bekannten können bei Ihnen zuhause in angenehmer Umgebung und unter anhaltendem Zuspruch Ihrerseits die Reise zu ihrer Erlösung und Erhöhung beginnen. Der Herr hat gesagt: „Ihr seid berufen, die Sammlung meiner Auserwählten zuwege zu bringen; denn meine Auserwählten vernehmen meine Stimme und verhärten nicht ihr Herz.“ [Lehre und Bündnisse 29:7.]
Aus den heiligen Schriften wissen wir, dass es „noch immer viele auf Erden [gibt,] denen die Wahrheit nur deshalb vorenthalten ist, weil sie nicht wissen, wo sie zu finden ist“ [Lehre und Bündnisse 123:12]. Liegt darin nicht Ihre Chance? Sie können der Jünger sein, der diesen Menschen die Wahrheit bringt! …
Jeder, der Jesus Christus beispielhaft nachfolgt, kann als Mitglied missionarischen Erfolg haben. Mitglieder und Vollzeitmissionare können Hand in Hand arbeiten, um lieben Freunden und Bekannten die Segnungen des Evangeliums zu bringen.
Wenn jemand Sie nach der Freude und Hoffnung fragt, die er in Ihnen sieht, erwartet er eine einfache Antwort, keine lange Abhandlung. Ich schlage vor, Sie antworten kurz. Das kann später die Tür für längere Gespräche öffnen.
Vertiefende Frage
Was würden Sie jemandem sagen, der wissen möchte, wieso Sie Mitglied der Kirche Jesu Christi der Letzten Tage sind?
Ein jeder von uns kann das Evangelium durch Wort und Tat predigen
Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage haben wir die heilige und mit Bündnissen einhergehende Pflicht, das Evangelium Jesu Christi zu verbreiten und allen Kindern Gottes ein Segen zu sein. … Unser Auftrag ist weitaus mehr, als bloß Menschen einzuladen, sich der Kirche anzuschließen. Wir möchten, dass jeder ein wahrhaft bekehrter Jünger Jesu Christi wird und ihm nachfolgt – jetzt und für immer.
Jedes Mal, wenn wir anderen vom Evangelium erzählen, erfüllen wir unseren Auftrag als Jünger des Herrn.
Paulus [schrieb] dem jungen Timotheus: „Niemand soll dich wegen deiner Jugend gering schätzen. Sei vielmehr den Gläubigen ein Vorbild in deinen Worten, in deinem Lebenswandel, in der Liebe, im Glauben, in der Lauterkeit.“ [1 Timotheus 4:12; Hervorhebung hinzugefügt.] Dieser Rat gilt für uns heute genauso, wie er damals gegolten hat.
Ein jeder von uns kann das Evangelium durch Wort und Tat predigen. Das Wort Evangelium bedeutet „gute Nachricht“. Die gute Nachricht ist der Herr Jesus Christus samt seiner Botschaft von der Errettung.
Beteiligen Sie sich an dieser großartigen Sammlungsbewegung. Seien Sie Ihren Nachbarn und Freunden ein großes Vorbild. … Seien Sie freundlicher. Seien Sie ein angenehmerer Zeitgenosse. … Seien Sie nett zueinander. Seien Sie höflich. Achten Sie auf das Gute im anderen. Wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen, werden andere Ihnen nacheifern und mehr wie Sie sein wollen.
Vertiefende Fragen
In welchen Menschen sehen Sie Vorbilder für die Gläubigen? Inwiefern veranlasst deren Beispiel Sie dazu, andere an Ihrem Glauben an Jesus Christus teilhaben zu lassen?
Wir brauchen mehr Vollzeitmissionare – mehr würdige Missionare
Heute bekräftige ich nachdrücklich, dass der Herr jeden würdigen jungen Mann, der dazu in der Lage ist, aufgerufen hat, sich auf eine Mission vorzubereiten und sie zu erfüllen. Für die jungen Männer in der Kirche Jesu Christi ist der Missionsdienst eine Priestertumspflicht. Ihr jungen Männer wurdet für diese Zeit zurückbehalten, in der die verheißene Sammlung Israels stattfindet. Wenn ihr auf Mission geht, spielt ihr bei diesem beispiellosen Ereignis eine entscheidende Rolle!
Für euch junge Schwestern, die ihr dazu in der Lage seid, ist eine Mission ebenfalls eine wunderbare Gelegenheit, jedoch keine Pflicht. Wir schätzen unsere Missionarinnen und heißen sie von ganzem Herzen willkommen. Was ihr zu diesem Werk beitragt, ist großartig! Betet und fragt, ob der Herr möchte, dass ihr eine Mission erfüllt, dann wird der Heilige Geist euch in Herz und Sinn antworten.
Liebe junge Freunde, jeder von euch ist dem Herrn wichtig. Er hat euch bis heute zurückbehalten, damit ihr bei der Sammlung Israels mithelft. Euer Entschluss, eine Mission zu erfüllen, sei es eine Verkündungs- oder eine Service-Mission, wird euch und vielen anderen ein Segen sein. Auch ältere Ehepaare können gern auf Mission gehen, wenn ihre Lebensumstände es gestatten. Ihre Bemühungen sind einfach unersetzlich.
Alle Missionare sprechen über den Erretter und geben Zeugnis für ihn. Wegen der geistigen Finsternis in der Welt wird das Licht Jesu Christi mehr denn je gebraucht. Jeder verdient die Chance, vom wiederhergestellten Evangelium Jesu Christi zu erfahren. Jeder Mensch verdient es, zu erfahren, wo er die Hoffnung und den Frieden finden kann, die „alles Verstehen übersteig[en]“ [Philipper 4:7].
Wir brauchen mehr Missionare – mehr würdige Missionare. Während der Herr auf Erden wirkte, erklärte er seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ [Lukas 10:2.]
Vertiefende Frage
Wie würden Sie jemanden ermuntern und unterstützen, der sich mit dem Gedanken trägt, eine Vollzeitmission zu erfüllen?
Wunderbare ältere Missionare folgen dem Ruf der Propheten und Apostel
Wenn wir an Missionare denken, dann stellen wir uns dabei meist junge Männer mit weißem Hemd und Krawatte und schicklich gekleidete junge Frauen vor. Doch außer diesen gibt es auch wunderbare ältere Missionare, die dem Ruf der Propheten und Apostel nach mehr Missionarsehepaaren gefolgt sind.
Ich bin für unsere älteren Missionare dankbar. Sie sind jung im Geist, weise und arbeitswillig. … Diese guten Mitglieder sind bereit, zu dienen und andere Menschen zu stärken. …
Für ältere Missionare gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Sie werden erst dann offiziell berufen, wenn ihr beruflicher Hintergrund, ihre Sprachkenntnisse und ihre persönliche Eignung gebeterfüllt in Betracht gezogen worden sind. Der Wunsch zu dienen ist vielleicht die wichtigste Voraussetzung für eine Mission [siehe Lehre und Bündnisse 4:2,3]. …
Viele demütige Heilige der Letzten Tage befürchten, dass sie sich für den Missionsdienst nicht eignen. Solchen Missionsanwärtern hat der Herr Folgendes zugesichert: „Glaube, Hoffnung, Nächstenliebe und Liebe, das Auge nur auf die Herrlichkeit Gottes gerichtet, befähigen … für das Werk.“ [Lehre und Bündnisse 4:5.]
Vertiefende Fragen
Inwiefern haben Sie schon erlebt, dass Senior-Missionare andere Menschen stärken? Inwiefern werden Senior-Missionare sowie deren Familie durch ihren Dienst gesegnet?
Missionare verkünden die Fülle des Evangeliums und sind allen Menschen ein Segen
Alle Missionare, junge und ältere, sind einzig und allein in der Hoffnung unterwegs, das Leben anderer zum Besseren zu wenden.
Die Entscheidung, auf Mission zu gehen, beeinflusst die geistige Bestimmung des Missionars, seines Ehepartners und ihrer gemeinsamen Nachkommen in künftigen Generationen. Der Wunsch, auf Mission zu gehen, ergibt sich ganz natürlich, wenn man sich bekehrt, würdig ist und sich vorbereitet. …
Wir folgen dem Herrn Jesus Christus und verkündigen ihn. Wir wissen, dass der auferstandene Herr nach seinem herrlichen Sieg über den Tod zu zahlreichen Anlässen seinen Jüngern erschien. Er aß mit ihnen. Er war mit ihnen unterwegs. Bevor er endgültig in den Himmel auffuhr, gab er ihnen den Auftrag: „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ [Matthäus 28:19.] Die Apostel folgten dieser Weisung. Sie beriefen auch andere, ihnen dabei zu helfen, den Auftrag des Herrn zu erfüllen.
Heute ist unter der Führung neuzeitlicher Apostel und Propheten der gleiche Auftrag an die Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ergangen. Diese Missionare sind in über 150 Ländern tätig. Als Stellvertreter des Herrn Jesus Christus sind sie bemüht, diesen göttlichen Auftrag zu erfüllen, der in unserer Zeit vom Herrn selbst erneut ausgesprochen wurde, nämlich die Fülle des Evangeliums in alle Welt zu tragen und allen Menschen überall ein Segen zu sein.
Vertiefende Frage
Wie hat sich die Entscheidung, dass Sie oder sonst jemand auf Mission gehen, auf Ihr Leben ausgewirkt?
Wir wünschen uns Missionare, denen die Lehre Christi ins Herz geschrieben ist
Der Herr hat unsere Zeit vorausgesehen und durch seinen Propheten gesagt: „Ich habe meine Weisung in ihre Mitte gegeben und werde sie auf ihr Herz schreiben. Ich werde ihnen Gott sein und sie werden mir Volk sein.“ [Jeremia 31:33; Hervorhebung hinzugefügt.] Wir wünschen uns nichts sehnlicher für unsere Missionare, als dass sie diesen Segen erhalten – dass ihnen die Lehre Christi ins Herz geschrieben wird und ihnen in Mark und Bein dringt [siehe 3 Nephi 11:31-40]. Durch solch machtvolle Missionare werden immer mehr Menschen den Herrn erkennen und sich taufen lassen. …
Missionare, die sich darum bemühen, dass ihnen das Gesetz des Herrn ins Herz geschrieben steht, werden durch ihre Taten, ihr Beispiel und ihren Dienst buchstäblich ein „Brief Christi“, der „von allen Menschen erkannt und gelesen“ wird [2 Korinther 3:2,3]. Weil ihnen das Evangelium Christi unauslöschlich ins Herz geschrieben ist, werden sie zu wahren Boten und einem beredten Leitbild, das für den Herrn steht.
Vertiefende Frage
Was bedeutet es für Sie, wenn Ihnen die Lehre Christi ins Herz geschrieben ist?
Wir müssen im Glauben vorangehen und unser Bestes tun in der Gewissheit, dass Gott uns helfen wird
Sie kennen bestimmt die Aussage des Herrn: „Ich werde mein Werk in seiner Zeit beschleunigen.“ [Lehre und Bündnisse 88:73.] Wir sind Augenzeugen dieser erstaunlichen Entwicklung. …
Auch wenn das Werk der Errettung beschleunigt wird und sich einige unserer Werkzeuge, mit denen wir die Arbeit verrichten, geändert haben, haben sich Gottes Ziele doch nicht geändert. Es ist sein Werk und seine Herrlichkeit, „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ [Mose 1:39]. Mit anderen Worten: Als gütiger und liebevoller Vater sehnt er sich danach, dass seine Kinder sicher und wohlbehalten zu ihm zurückkehren. Und so haben er und sein geliebter Sohn seine Kirche gegründet, damit seine Kinder von ihnen lernen und sich entschließen, die Gebote zu befolgen, und sich für Gottes größte Gabe würdig machen – ewiges Leben.
Wir als Beauftragte des Herrn haben den Vorzug, sein Evangelium zu verkünden. Der Apostel Paulus hat einen faszinierenden Gedanken zu Papier gebracht. Er hat erklärt, dass jeder Beauftragte, jeder Jünger, ja, jeder Missionar zu einem lebendigen „Brief Christi“ wird, „geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes“, und „wie auf Tafeln … in Herzen von Fleisch“ [2 Korinther 3:3]. Wir müssen im Glauben vorangehen und unser Bestes tun in der Gewissheit, dass er uns helfen wird.
Vertiefende Frage
Wie hat der Herr Ihnen schon geholfen, als Sie sich bemüht haben, mit Angehörigen oder anderen über sein Evangelium zu sprechen?
Aufforderungen und Verheißungen
Vielleicht sind gerade Sie derjenige, der jemandem die Tür zur Erlösung öffnet
Wenn Sie Jesus Christus nachfolgen, kann jeder von Ihnen in Übereinstimmung mit seinen Lehren leben. Sie können ein lauteres Herz und reine Hände haben, Sie können das Abbild Gottes Ihrem Gesichtsausdruck aufgeprägt haben [Alma 5:19]. Ihre guten Werke werden für andere nicht zu übersehen sein. Das Licht des Herrn kann aus Ihren Augen leuchten. Mit diesem Strahlen sollten Sie sich auf Fragen gefasst machen. Der Apostel Petrus mahnt: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“ [1 Petrus 3:15.]
Lassen Sie Ihre Antwort herzlich und freudig ausfallen. Und schneiden Sie die Antwort auf den Einzelnen zu. Vergessen Sie nicht, dass auch er ein Kind Gottes ist – eines Gottes, der sich von Herzen wünscht, dass dieser Mensch sich bereitmacht für das ewige Leben und somit eines Tages zu ihm zurückkehrt. Vielleicht sind gerade Sie derjenige, der ihm die Tür zur Erlösung öffnet und es ihm ermöglicht, die Lehre Christi zu verstehen.
Jeder, der Jesus Christus nachfolgt, kann als Mitglied missionarischen Erfolg haben
Jeder, der Jesus Christus beispielhaft nachfolgt, kann als Mitglied missionarischen Erfolg haben. Mitglieder und Vollzeitmissionare können Hand in Hand arbeiten, um lieben Freunden und Bekannten die Segnungen des Evangeliums zu bringen.
Euer Entschluss, eine Verkündungs- oder eine Service-Mission zu erfüllen, wird euch und vielen anderen ein Segen sein
Heute bekräftige ich nachdrücklich, dass der Herr jeden würdigen jungen Mann, der dazu in der Lage ist, aufgerufen hat, sich auf eine Mission vorzubereiten und sie zu erfüllen. Für die jungen Männer in der Kirche Jesu Christi ist der Missionsdienst eine Priestertumspflicht. Ihr jungen Männer wurdet für diese Zeit zurückbehalten, in der die verheißene Sammlung Israels stattfindet. Wenn ihr auf Mission geht, spielt ihr bei diesem beispiellosen Ereignis eine entscheidende Rolle!
Für euch junge Schwestern, die ihr dazu in der Lage seid, ist eine Mission ebenfalls eine wunderbare Gelegenheit, jedoch keine Pflicht. Wir schätzen unsere Missionarinnen und heißen sie von ganzem Herzen willkommen. Was ihr zu diesem Werk beitragt, ist großartig! Betet und fragt, ob der Herr möchte, dass ihr eine Mission erfüllt, dann wird der Heilige Geist euch in Herz und Sinn antworten.
Liebe junge Freunde, jeder von euch ist dem Herrn wichtig. Er hat euch bis heute zurückbehalten, damit ihr bei der Sammlung Israels mithelft. Euer Entschluss, eine Mission zu erfüllen, sei es eine Verkündungs- oder eine Service-Mission, wird euch und vielen anderen ein Segen sein. Auch ältere Ehepaare können gern auf Mission gehen, wenn ihre Lebensumstände es gestatten. Ihre Bemühungen sind einfach unersetzlich.
Glaube, Hoffnung, Nächstenliebe und Liebe bereiten Senior-Missionare auf den Missionsdienst vor
Für ältere Missionare gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Sie werden erst dann offiziell berufen, wenn ihr beruflicher Hintergrund, ihre Sprachkenntnisse und ihre persönliche Eignung gebeterfüllt in Betracht gezogen worden sind. Der Wunsch zu dienen ist vielleicht die wichtigste Voraussetzung für eine Mission. Der Herr hat gesagt:
„O ihr, die ihr euch aufmacht, Gott zu dienen: Seht zu, dass ihr ihm mit eurem ganzen Herzen, aller Macht, ganzem Sinn und aller Kraft dient, damit ihr am letzten Tag schuldlos vor Gott stehen mögt.
Darum, wenn ihr den Wunsch habt, Gott zu dienen, seid ihr zu dem Werk berufen.“ [Lehre und Bündnisse 4:2,3; Hervorhebung hinzugefügt.]
Viele demütige Heilige der Letzten Tage befürchten, dass sie sich für den Missionsdienst nicht eignen. Solchen Missionsanwärtern hat der Herr Folgendes zugesichert: „Glaube, Hoffnung, Nächstenliebe und Liebe, das Auge nur auf die Herrlichkeit Gottes gerichtet, befähigen … für das Werk.“ [Lehre und Bündnisse 4:5.]
Missionare mit Glauben sorgen dafür, dass Menschen den Herrn erkennen
Der Herr hat unsere Zeit vorausgesehen und durch seinen Propheten gesagt: „Ich habe meine Weisung in ihre Mitte gegeben und werde sie auf ihr Herz schreiben. Ich werde ihnen Gott sein und sie werden mir Volk sein.“ [Jeremia 31:33; Hervorhebung hinzugefügt.] Wir wünschen uns nichts sehnlicher für unsere Missionare, als dass sie diesen Segen erhalten – dass ihnen die Lehre Christi ins Herz geschrieben wird und ihnen in Mark und Bein dringt [siehe 3 Nephi 11:31-40]. Durch solch machtvolle Missionare werden immer mehr Menschen den Herrn erkennen und sich taufen lassen.
Wir müssen im Glauben vorangehen und unser Bestes tun in der Gewissheit, dass Gott uns helfen wird
Sie kennen bestimmt die Aussage des Herrn: „Ich werde mein Werk in seiner Zeit beschleunigen.“ [Lehre und Bündnisse 88:73.] Wir sind Augenzeugen dieser erstaunlichen Entwicklung. … Der Herr erwartet von uns, dass wir das von ihm vorgegebene erhöhte Tempo beibehalten. Wir müssen im Glauben vorangehen und unser Bestes tun in der Gewissheit, dass er uns helfen wird.
Video
Ein Aufruf des Propheten: Erlebt die Freude, als Missionar oder Missionarin zu dienen
Ansprachen zu diesem Thema
„Das Evangelium des Friedens verkünden“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2022
„Springen Sie auf die Welle auf“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2013
„Fragen Sie die Missionare! Sie können Ihnen helfen!“, Herbst-Generalkonferenz 2012
„Sei den Gläubigen ein Vorbild“, Herbst-Generalkonferenz 2010
„Ältere Missionare und das Evangelium“, Herbst-Generalkonferenz 2004
„Das Erlösungswerk: Das Gleichnis von einem Vater zur Schlafenszeit“, Ansprache bei einer besonderen Übertragung für Missionare, Juni 2013