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Anregungen für mehr Abwechslung: Anregungen für mehr Abwechslung


„Anregungen für mehr Abwechslung: Anregungen für mehr Abwechslung“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar, 2026

„Anregungen für mehr Abwechslung: Anregungen für mehr Abwechslung“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar

Anhang

Anregungen für mehr Abwechslung

Anregungen für mehr Abwechslung

In diesem Leitfaden finden Sie verschiedene Anregungen dazu, wie Sie die Schüler motivieren können, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen. Auch eine gute Lehrmethode hört auf zu funktionieren oder wird gar langweilig, wenn man sie zu oft verwendet. Auch wenn Sie die Methoden nicht nur um der Vielfalt willen auswählen sollten, ist es ratsam, in jeder Unterrichtsstunde genug Abwechslung zu schaffen. Sie werden mehr Schüler erreichen, wenn Sie ihre Lehrmethoden variieren. Hier ein paar Fragen, die Sie bei der Auswahl der Lernaktivitäten berücksichtigen sollten:

  • Ermöglicht diese Aufgabe eine Lernerfahrung, die auf Christus ausgerichtet ist, auf den heiligen Schriften basiert und sich an den Schülern orientiert? Näheres dazu finden Sie in der Schulung zum Prinzip „Das Lehrmaterial annehmen und anpassen“.

  • Trägt die Aufgabe aktiv dazu bei, dass der Heilige Geist die Schüler unterweisen und Zeugnis ablegen kann? Überlegen Sie, wie sich die Aufgabe auf die andächtige Atmosphäre auswirken könnte, die für das Wirken des Heiligen Geistes nötig ist.

  • Inwiefern spiegelt diese Methode das heilige Wort Gottes wider? Die heiligen Schriften und die Worte der Propheten müssen auf würdige und heilige Weise vorgetragen werden. Die Botschaft der heiligen Schriften darf nicht in den Hintergrund geraten.

  • Wird jeder Schüler mit Würde behandelt? Bemühen Sie sich stets, Einigkeit und Liebe zu fördern. Vermeiden Sie Aufgaben, bei denen sich ein Schüler unwohl, entmutigt oder isoliert fühlen könnte.

  • Ist die Aufgabe die Unterrichtszeit wert? Die Zeit, in der Sie mit den Schülern im Seminar zusammenkommen, ist wertvoll. Aufgaben können wirkungsvoll sein, ohne zu viel Zeit in Anspruch zu nehmen.

  • Wie viel Zeit und Aufwand ist zur Vorbereitung dieser Aufgabe nötig? Es ist wichtig, dass Sie Ihre wertvolle Zeit und Ihre Kraft gut einteilen.

Diese Anregungen können an mehreren Stellen einer Lektion eingesetzt werden. Häufig verstehen Schüler Aufgaben besser, wenn man sie an einem Beispiel demonstriert. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Aufgabe selbst gut verstanden haben und den Schülern klare Anweisungen und gegebenenfalls ein Beispiel geben können, bevor sie mit der Aufgabe beginnen. Die Aufgaben sind in folgende Abschnitte unterteilt:

  1. Die Schriftstellen erforschen, um die Handlung zu verstehen und Evangeliumsgrundsätze oder -lehren zu erkennen

  2. Das Verständnis durch Zitate und Schriftstellen vertiefen

  3. Das Gelernte weitergeben

  4. Das Gelernte künstlerisch umsetzen

Wenn Sie uns Feedback geben oder weitere Ideen vorschlagen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an CES-Manuals@ChurchofJesusChrist.org. Schreiben Sie in die Betreffzeile „Ideas for Variety“ (Anregungen für mehr Abwechslung).

1. Die Schriftstellen erforschen, um die Handlung zu verstehen und Evangeliumsgrundsätze oder -lehren zu erkennen

Die Lektionen enthalten oft Aufgaben, bei denen sich die Schüler mit einer Reihe von Versen befassen. Dadurch sollen sie den Kontext und die Handlung eines Textes gut genug verstehen, damit sie Grundsätze oder Lehren erkennen können. Die folgenden Aufgaben zeigen Möglichkeiten auf, wie Sie die Schüler dabei unterstützen können.

Bildinterpretation

Verwenden Sie Bilder zum Evangelium, um eine Geschichte zu besprechen. Zeigen Sie ein Bild aus der Mediathek der Kirche und bitten Sie die Schüler, sich mit den darauf dargestellten Versen zu beschäftigen. Stellen Sie den Schülern diese Fragen:

  • Was hat der Verfasser aus den Schriftstellen übernommen?

  • Was ist daran künstlerische Interpretation und steht so nicht im Text?

  • Was würdest du aufgrund dessen, was du gelesen hast, ändern?

Variante: Anstatt zu Beginn des Unterrichts das Bild im Ganzen zu zeigen, um ein Gespräch darüber anzuregen, teilen Sie das Bild in einzelne Stücke auf. Zeigen Sie dann ein Stück nach dem anderen und lassen Sie die Schüler raten, was auf dem gesamten Bild dargestellt sein könnte. Bitten Sie sie, zu beschreiben, was sie sehen, und zu raten, was sie noch nicht sehen.

Variante: Wählen Sie mehrere Bilder des Erretters aus und hängen Sie sie an die Tafel. Bitten Sie die Schüler, sich die Farbe, den Schwerpunkt und die Gestaltung der Bilder in Ruhe anzusehen, um herauszufinden, was sie jeweils darüber aussagen, wer Jesus Christus ist. Nachdem die Schüler einen Grundsatz aus den heiligen Schriften oder eine Aussage von Führern der Kirche herausgearbeitet haben, könnten Sie Fragen wie diese stellen:

  • Welches Bild von Christus repräsentiert wohl den Grundsatz, den ihr gefunden habt, und warum?

  • Welches dieser Bilder von Jesus lässt euch spüren, wie wichtig diese Wahrheit ist?

  • Was sollte ein Freund eurer Meinung nach über Jesus Christus wissen, was diese Wahrheit anbelangt?

Dialog zu einer Illustration

Scripture Speech Bubble

Kopieren Sie Bilder aus den Geschichten aus den heiligen Schriften und fügen Sie sie in ein Arbeitsblatt für die Schüler ein. Fügen Sie Sprechblasen hinzu, in die die Schüler auf Grundlage der heiligen Schriften schreiben können, was die Figuren sagen.

Variante: Beziehen Sie Bilder aus den Geschichten aus den heiligen Schriften mit ein und bitten Sie die Schüler, anhand der heiligen Schriften zusammenzufassen, was auf den Bildern zu sehen ist. Beispiele dafür finden Sie in „Lektion 68, Rut“, und „Lektion 151, Jona“.

Kommentatoren

Fragen Sie die Schüler, was ein Kommentator bei einem Sportereignis macht. Schreiben Sie die Antworten der Schüler an die Tafel. Zum Beispiel: Kommentatoren …

  • beschreiben für andere, was gerade geschieht

  • stellen Fragen zu dem, was gerade geschieht (zum Beispiel: „Ich frage mich, warum …“)

  • äußern ihre Meinung zu Entscheidungen

  • weisen darauf hin, wenn etwas nicht gut läuft und warum das wichtig ist

  • weisen darauf hin, wenn etwas gut läuft und warum das wichtig ist

  • feiern Erfolge und bedauern Misserfolge

Bitten Sie die Schüler, eine Geschichte aus den heiligen Schriften zu kommentieren. Sie sollen ein paar Verse lesen und dann mit der ganzen Klasse oder in kleinen Gruppen beliebige Punkte an der Tafel besprechen. Motivieren Sie sie, die Geschichte aus den heiligen Schriften zum Leben zu erwecken.

Zeitungsartikel oder Buchbesprechung

Geben Sie jedem Schüler einen Abschnitt der heiligen Schriften, mit dem er sich befassen wird. Geben Sie ihnen dann die Vorgaben für einen Zeitungsartikel oder eine Buchbesprechung (auf einem Blatt Papier oder an der Tafel), wie zum Beispiel Hauptfiguren, Handlung, ein oder zwei darin enthaltene Lektionen (nennen Sie die betreffenden Verse) und Nutzen (Anwendung) für Jugendliche. Geben Sie den Schülern Zeit, sich mit einem Mitschüler darüber auszutauschen, was sie vorbereitet haben.

Variante: In einer kleinen Gruppe kann jeder Schüler einen Teil des Artikels oder der Buchbesprechung übernehmen: Hauptfiguren, Handlung, Lektionen oder Nutzen (Anwendung).

Passende Fragen

Lassen Sie die Schüler einen Schriftblock lesen und bitten Sie sie anschließend, Fragen aufzulisten, auf die man mithilfe dieser Verse eine Antwort finden kann. Fordern Sie die Schüler auf, aussagekräftige, relevante Fragen für einen Jugendlichen zu finden, anstatt nur einfache Sachfragen. Anstatt beispielsweise zu fragen: „Was sagt Alma über Glauben?“ oder „Was sagt Alma, was Glauben nicht ist?“, könnten sie fragen: „Was muss ich tun, um zu erfahren, dass dieses oder jenes, was der Erretter gelehrt hat, wirklich wahr ist?“ Wenn sich die Schüler mit unterschiedlichen Schriftblöcken befassen, könnten sie sich, nachdem sie die Fragen zu ihrem jeweiligen Schriftblock aufgelistet haben, mit einem Schüler austauschen, der sich mit einem anderen Schriftblock befasst hat. Die Schüler können dann versuchen, Antworten auf die Fragen ihrer Mitschüler zu finden.

Interview mit dem Verfasser

Die Schüler sollen sich vorstellen, sie seien der Verfasser eines Berichts aus den heiligen Schriften und jemand befragt sie zu dem, was sie geschrieben haben. Die Schüler lesen dazu den Bericht aus den heiligen Schriften und übernehmen abwechselnd die Rolle des Interviewers und die des Verfassers. Der Interviewer könnte beispielsweise fragen:

  • Welche Aspekte dieser Verse sollten die Leser nicht übersehen?

  • Welchen Punkt oder welche Punkte wolltest du hervorheben?

  • Was hast du dir erhofft, wie die Leser dies in ihrem Leben umsetzen?

Die Schüler können sich dann darüber austauschen, was sie aus diesem Rollenspiel gelernt haben. Nutzen Sie ihre Anmerkungen, um die fettgedruckte Wahrheit zu verdeutlichen.

Zuordnen

Schreiben Sie mehrere Schriftstellenangaben in eine Spalte und zugehörige Wahrheiten in zufälliger Reihenfolge in die Spalte daneben. Die Schüler sollen sich dann mit den Schriftstellen befassen und die Wahrheiten entsprechend zuordnen.

Wichtige Wahrheiten für unser Leben

Wenn sich die Schüler mit einem Kapitel aus den heiligen Schriften befassen, in dem man mehrere Wahrheiten entdecken kann, bitten Sie sie, sich zunächst für sich allein damit zu befassen. Jeder Schüler entscheidet dann, was seiner Meinung nach die drei oder vier wichtigsten Wahrheiten oder Gedanken in dem Abschnitt sind, und schreibt sie auf. Dann könnten Sie die Schüler in Zweiergruppen einteilen und vergleichen lassen, welche Wahrheiten sie gefunden haben. Jede Zweiergruppe legt daraufhin fest, was ihrer Meinung nach die beiden wichtigsten Wahrheiten für ihr Leben sind, und schreibt sie auf. Hinweis: Diese Auswahl kann von ihrer ersten abweichen. Jeweils zwei Zweiergruppen bilden dann eine Vierergruppe. Diese vier tauschen sich über ihre jeweilige Auswahl aus, vergleichen sie miteinander und erarbeiten als Team, welches für sie die wichtigste Wahrheit im Text ist.

Zeitachse in Bildern

Zeigen Sie mehrere Bilder, die eine Geschichte aus den heiligen Schriften darstellen, mit der sich die Schüler befassen werden. Zeigen Sie dann die Verse, die die Schüler lesen sollen. Jetzt bringen die Schüler die Bilder anhand der Verse in die richtige Reihenfolge.

Handlungsdiagramm

Helfen Sie den Schülern, Lehren und Grundsätze aus Begebenheiten in den heiligen Schriften anhand eines Handlungsdiagramms herauszuarbeiten. Bestimmen Sie die verschiedenen Elemente der Handlung, einschließlich der folgenden:

  1. Ausgangssituation: Dazu kann gehören, wer beteiligt ist, wie die Umstände zunächst aussehen und wann sich die Situation ereignet.

  2. Zunehmender Konflikt oder Aufbau der Handlung: Hier werden die Wendepunkte bezeichnet, die sich auf das Leben der Personen im Bericht auswirken.

  3. Höhepunkt: Dies ist der Schwerpunkt der Geschichte. Oft gibt es eine größere Veränderung, zum Beispiel wenn jemand ein Hindernis überwindet oder einen Erweckungsmoment erlebt.

  4. Abfallende Handlung: Die Folgen, die sich aus dem Höhepunkt ergeben; die Handlungsdichte nimmt ab.

  5. Auflösung: Dieser Teil beschreibt das neue Verständnis, das die Figuren der Handlung durch ihre Erfahrungen gewonnen haben.

Schreiben Sie die Schriftstellenangaben zu jedem Punkt der Handlung an die Tafel. Bitten Sie die Schüler, die Verse zu jedem Teil der Handlung zu lesen und entweder ein Bild von dem zu zeichnen, was sie lesen, oder eine Liste der wichtigsten Ereignisse aufzuschreiben. Wenn die Schüler mit dem letzten Schritt fertig sind, bitten Sie sie, den Bericht im Ganzen zu betrachten und eine Wahrheit daraus aufzuschreiben.

Puzzle

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Fertigen Sie aus einem Bild, das den Schriftblock illustriert, ein einfaches Puzzle an. Schreiben Sie verschiedene Schriftstellenangaben auf die Rückseite der Puzzleteile. Sie könnten die Schüler in Gruppen arbeiten lassen. Jede Gruppe erhält ein Puzzleteil. Dann werden die Schriftstellen gelesen und die Verse zusammengefasst. Wenn die Gruppen dann ihre Zusammenfassung vorlesen, können sie die Teile so an die Tafel heften, dass sie zum Schluss wieder das ganze Bild ergeben.

Lesetheater

Wenn eine Geschichte viele Dialoge enthält, schreiben Sie die Verse so in ein Skript, dass jeder seine Rolle schnell finden kann. Lassen Sie einen Erzähler die Verse vorlesen, die keinen Dialog enthalten. Sie könnten die Schriftstelle auch kopieren und jede Rolle mit einer anderen Farbe markieren. Hinweis: Denken Sie daran, dass die Mitglieder der Gottheit stets mit einem Höchstmaß an Ehrfurcht dargestellt werden sollten. Wenn ein Mitglied der Gottheit, darunter auch Jesus Christus, in einer Begebenheit aus den heiligen Schriften vorkommt, mit der Sie diese Aufgabe durchführen möchten, liest der Erzähler seine Worte.

Lesemethoden

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, die heiligen Schriften gemeinsam zu lesen. Jede Methode kann einen anderen Zweck erfüllen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Lesemethode, was für Ihre Klasse gerade sinnvoll ist.

  • Stilles Lesen: Jeder Schüler liest still für sich. So haben die Schüler Zeit, über die heiligen Schriften nachzudenken und in ihrem eigenen Tempo zu lesen.

  • Zu zweit oder in der Gruppe lesen: So können sich mehr Schüler beteiligen und haben eventuell auch weniger Angst davor, vorzulesen.

  • Lehrer oder Audioaufnahme: Der Lehrer liest den Text vor oder spielt eine Aufnahme davon ab. Die Schüler lesen dabei mit.

  • Abwechselnd vorlesen: Sie können auch die ganze Klasse gemeinsam Verse lesen lassen. Mehrere Freiwillige lesen der Klasse vor. Sie könnten sie auch schon im Voraus darum bitten, sodass sie sich darauf einstellen können. Versichern Sie den Schülern, dass sie nicht vorlesen müssen, wenn sie sich dabei nicht wohlfühlen.

In die Tiefe gehen

Schreiben Sie mehrere Fragen zu einer Reihe von Versen aus den heiligen Schriften auf verschiedene Zettel. Teilen Sie die Schüler in kleine Gruppen auf. Jede Gruppe schickt einen Schüler nach vorn. Geben Sie jedem einen Fragezettel. Die Schüler kehren dann zu ihrer Gruppe zurück und erarbeiten gemeinsam die Antwort. Sobald sie die Antwort gefunden haben, schicken sie einen anderen Schüler für die nächste Frage nach vorn. Wenn die Klasse klein ist, können die Schüler diese Aufgabe alleine erledigen.

Nachbildung

Richten Sie den Klassenraum so ein, dass die Geschichte, die an diesem Tag in den heiligen Schriften vorgelesen wird, gut nachgebildet wird. Wenn Sie zum Beispiel Rut lesen, könnten Markierungen vorne im Raum das Land Moab und das Land Juda darstellen. Die Schüler könnten in Moab beginnen und Schilder mit den Namen Noomi, Rut, Orpa, Elimelech und anderen Personen aus der Geschichte tragen. Dann stellen sie nach, wer nach Juda zieht, und befassen sich damit, warum.

Stoppschild

Teilen Sie eine fettgedruckte Wahrheit an jeden Schüler aus. Lesen Sie ihnen langsam ein paar Verse vor und bitten Sie sie, die Hand zu heben oder „Stopp!“ zu sagen, wenn sie in einem Vers etwas entdecken, was diese Wahrheit verdeutlicht. Dann sagt der Schüler, was ihm aufgefallen ist.

Zusammenfassung durch die Schüler

Geben Sie einem oder mehreren Schülern vor dem Unterricht Hintergrundinformationen zu den Schriftstellen, die sie für die Klasse zusammenfassen sollen. Sie können diese Schriftstellen am Tag vor dem Unterricht ausdrucken und verteilen oder sie den Schülern geben, wenn sie in den Klassenraum kommen. Bitten Sie sie, sich darauf einzustellen, ihre Zusammenfassung zu geben, wenn sie im Unterricht darum gebeten werden.

Einen Vers in eigene Worte fassen

Nachdem die Schüler einen Schriftblock gelesen haben, der vielleicht schwierig zu verstehen ist, können Sie sie bitten, einen Vers auszuwählen und ihn Zeile für Zeile in eigene Worte zu fassen. Geben Sie ihnen bei Bedarf die Gelegenheit, zu üben, wie man Definitionen nachschlägt oder weitere Schriftstellen oder Studienhilfen nutzt, um schwierige Wörter und Formulierungen zu verstehen.

Richtig oder falsch?

Schreiben Sie einige richtige und falsche Aussagen zu wichtigen Einzelheiten eines Schriftblocks auf. Fragen Sie die Schüler dann, ob sie den Aussagen spontan zustimmen oder nicht. Fordern Sie sie dann auf, beim Lesen des Schriftblocks nach Beweisen für oder gegen die Aussagen zu suchen. Wenn die Schüler die entsprechende Schriftstelle lesen, können sie die falsche Aussage so umformulieren, dass sie stimmt.

Variante: Schreiben Sie einige Aussagen zum Thema der Lektion auf, die für die Schüler wichtig sind. Fügen Sie auch ein paar falsche Aussagen hinzu. Lassen Sie die Schüler raten, ob diese Aussagen wahr oder falsch sind. Die Schüler können dann in den Schriftstellen der Lektion nachsehen, ob sie richtigliegen. Lassen Sie die Schüler nach der Aufgabe erzählen, was sie herausgefunden haben. Vergewissern Sie sich, dass den Schülern nach der Aufgabe klar ist, welche Aussagen wahr und welche falsch sind.

Mit Fotos arbeiten

Bitten Sie die Schüler, ein Foto auszuwählen, das ihnen wichtig ist. Das kann auf ihrem Handy sein, oder sie bringen eines von zuhause mit. Bitten Sie sie, Folgendes darüber erzählen zu können:

  • Der Hintergrund: Was hat sich zugetragen, bevor das Foto gemacht wurde?

  • Worum geht es auf dem Foto, weshalb wurde es gemacht?

  • Welche Einzelheiten sind ihnen wichtig?

Nachdem sich die Schüler darüber ausgetauscht haben, lesen sie den Schriftblock der Lektion und gehen die gleichen drei Punkte durch, nun im Hinblick auf den Schriftblock.

Visualisieren

Bitten Sie die Schüler, sich eine Geschichte aus den heiligen Schriften oder den Textabschnitt vorzustellen, mit dem sie sich befassen. Dazu können sie die Augen schließen und sich die vom Lehrer beschriebenen Szenen bildlich vorstellen. Die Schüler könnten sich zum Beispiel vorstellen, sie wären mit den Kindern Israel zwischen dem Roten Meer und dem Heer des Pharao, das sie angreifen will, eingeschlossen. Wie würden sie sich fühlen? Wie sah die „Wolkensäule“ aus, die das Heer der Ägypter vom Lager Israel fernhielt? (Siehe Exodus 14:19,20.) Wie mag es gewesen sein, als der Herr das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind forttrieb? (Siehe Exodus 14:21.) Sie könnten sagen: „Stell dir vor, du würdest auf trockenem Boden ins Meer hineingehen, während rechts und links von dir das Wasser wie eine Mauer steht (siehe Exodus 14:22). Wie reagieren die Menschen um dich herum? Was sagen sie? Oder gehen sie schweigend weiter? Worüber redest du an diesem Abend in deinem Lager?“ Stellen Sie weitere Fragen, die den Schülern helfen, sich die Situation so detailreich wie möglich vorzustellen.

Wortwolke

Bitten Sie die Schüler, in einer Schriftstelle Wörter und Formulierungen zu finden, die sie für wichtig halten. Gestalten Sie eine Wortwolke mit den häufigsten oder wichtigsten Wörtern und Formulierungen, die sie nennen. Die Größe der Wörter gibt Aufschluss darüber, wie wichtig sie sind.

2. Das Verständnis durch Zitate und Schriftstellen vertiefen

In den Lektionen werden häufig mehrere Schriftstellen aus den Standardwerken verwendet, um das Verständnis der Schüler von den Grundsätzen oder Lehren, mit denen sie sich befassen, zu vertiefen. Es gibt auch Lektionen, die mehrere Zitate von Führern der Kirche enthalten. Die folgenden Aufgaben zeigen einige Möglichkeiten, wie Sie den Schülern helfen können, sich mit verschiedenen Schriftstellen oder Zitaten zu befassen und die darin enthaltene Wahrheit selbst zu entdecken.

Lernstationen

Richten Sie im Klassenraum verteilt Lernstationen ein. An jeder Station können Anweisungen an der Wand oder auf einem Tisch angebracht werden. Diese Anweisungen können Schriftstellen oder Zitate zum Lesen enthalten, Fragen oder andere Aufgaben zur Bearbeitung. Die Schüler können in kleinen Gruppen von Station zu Station gehen und anschließend besprechen, was sie an den einzelnen Stationen gelernt haben. Sie können die Stationen aber auch einzeln und in ihrem eigenen Tempo abgehen. Hängen Sie an jeder Station ein großes Blatt Papier auf, auf das die Gruppen oder die einzelnen Schüler ihre Antworten notieren können. So können sie auch lesen, was andere geschrieben haben, und darüber nachdenken.

Eigene Fußnoten

Fordern Sie die Schüler auf, eigene Fußnoten zu den Schriftstellen hinzuzufügen, mit denen sie sich gerade befassen. Zum Beispiel können Sie Schriftstellen oder Aussagen von Führern der Kirche mit der Schriftstelle verknüpfen, die sie gerade lesen. Dazu schreiben die Schüler Querverweise an den Rand oder nutzen die Verknüpfungsfunktion in der App Archiv Kirchenliteratur. Die Schüler können so viele zusätzliche Schriftstellenangaben wie möglich nennen, die weitere Einblicke in das Thema geben. Variante: Die Schüler können im Archiv Kirchenliteratur ein Schlagwort verwenden, um verschiedene Schriftstellen und Zitate aus einer Lektion miteinander zu verbinden.

Definieren

Bitten Sie die Schüler, einen Begriff zu nennen, der schwer zu verstehen ist. Lassen Sie sie in Quellen wie den heiligen Schriften und den Studienhilfen (Schriftenführer, Themen und Fragen) suchen, um mehr über den Begriff zu erfahren. Dann sollen sie den Begriff oder die Formulierung mit eigenen Worten definieren.

Kritzel-Notizen

Geben Sie den Schülern für ihr Schriftstudium einen Zettel mit Gedankenblasen oder Kästen, in die sie ihre Erkenntnisse schreiben und zeichnen können.

Experten

Teilen Sie die Schüler in Kleingruppen auf und geben Sie jeder Gruppe ein Thema. Geben Sie den Gruppen Zeit, sich mit dem Thema zu befassen. So kann jedes Mitglied der Gruppe zum Experten für das Thema werden. Die Schüler können Schriftstellen, Aussagen von Führern der Kirche, den Schriftenführer oder anderes Material, das Sie zur Verfügung stellen, verwenden. Nachdem die Schüler genügend Zeit hatten, teilen Sie sie in neue Gruppen ein, sodass jeder Gruppe ein „Experte“ für ein anderes Thema angehört. Die Schüler können sich dann darüber austauschen, was sie über ihre Themen herausgefunden haben.

Bezug zum Wegweiser Für eine starke Jugend

Nachdem die Schüler eine Schriftstelle oder eine Aussage gelesen und eine Evangeliumswahrheit herausgearbeitet haben, bitten Sie sie, in einem oder mehreren Abschnitten des Hefts Für eine starke Jugend – ein Wegweiser für Entscheidungen nach Aussagen zu suchen, die die Wahrheit bekräftigen, die sie in einem Schriftblock entdeckt haben.

Zeile um Zeile

Lassen Sie die Schüler eine Schriftstelle Zeile für Zeile oder Satz für Satz in ihr Studientagebuch schreiben. Zwischen jeder Zeile oder jedem Satz sollen sie Platz lassen. Die Schüler sollen jedes Wort in dieser Zeile oder diesem Satz sorgfältig lesen und darüber nachdenken. Sie könnten auch Querverweise oder andere Angaben im Archiv Kirchenliteratur zu dieser Zeile suchen. Das Gleiche machen sie dann mit der nächsten Zeile. Ein Beispiel dafür findet sich in der Rubrik „Zeile um Zeile“, „Fürchtet euch nicht“, in der Zeitschrift Für eine starke Jugend vom Februar 2021, Seite 32.

Mindmap

Bitten Sie die Schüler, in ihrem Studientagebuch eine Mindmap (wie oben dargestellt) zu gestalten. Den Grundsatz oder die Lehre, die sie herausgearbeitet haben, schreiben sie in das mittlere Kästchen. Lassen Sie sie dann nach weiteren Schriftstellen oder Zitaten suchen, um ihr Verständnis des Grundsatzes zu vertiefen. Ihre Erkenntnisse zu diesem Thema fügen sie dann in die äußeren Felder ein. Fordern Sie die Schüler auf, ihre Mindmap zu erweitern, indem sie immer wieder Kästchen hinzufügen und sie entsprechend verbinden.

Überschneidungen

Bitten Sie die Schüler, zwei oder mehr Themen aus der Lektion auszuwählen, die sich in einigen Punkten gleichen und in anderen unterscheiden. Gestalten Sie ein Schaubild ähnlich dem Bild oben, in dem die Schüler die Gemeinsamkeiten und Unterschiede eintragen können. Dies lässt sich mit zwei Personen in einem Bericht (zum Beispiel Jakob und Esau) oder auch mit zwei Themen (zum Beispiel Pascha und Abendmahl) machen.

Austausch von Erkenntnissen

Geben Sie den Schülern ein Blatt mit einem kopierten Schriftblock und lassen Sie sie ihren Namen darauf schreiben. Geben Sie ihnen ein bis zwei Minuten Zeit, den Schriftblock zu lesen und eine Erkenntnis aufzuschreiben, die sie aus ihrem Schriftstudium gewonnen haben.

Die Schüler könnten zum Beispiel Fußnoten markieren, Zitate von Propheten erwähnen, wichtige Formulierungen unterstreichen, besondere Wörter einkreisen, Grundsätze aufschreiben oder am Rand ihr Zeugnis aufschreiben oder weitere Erkenntnisse mitteilen.

Wenn die Zeit abgelaufen ist, geben sie ihre Kopie an einen anderen Schüler weiter, der darauf seinerseits Erkenntnisse notieren kann. Nach ein paar Durchgängen kommt die Kopie zum ursprünglichen Schüler zurück. Variante: Anstelle eines Schriftblocks könnte auf jedem Blatt eine andere Anwendungsfrage stehen, die sich aber auf den Schriftblock bezieht. Wieder beantworten möglichst viele Schüler die Frage anhand der heiligen Schriften und von Worten von Propheten und geben Zeugnis zu dem Thema.

Zufallszitat

Legen Sie einige Zitate, die eine Wahrheit aus der Lektion vermitteln, in einen Hut oder einen Beutel. Bitten Sie Freiwillige, ein Zitat aus dem Hut zu ziehen und zu sagen, wie es sich auf die Wahrheit beziehen lässt, mit der sie sich gerade befassen, und was es ihnen sagt. Geben Sie ihnen auf jeden Fall genug Zeit, das Zitat zu lesen und nachzudenken, bevor sie antworten. Variante: Sobald die Schüler gesprochen haben, tauschen sie ihre Zitate und suchen sich einen Partner, mit dem sie ihr neues Zitat besprechen können.

Schriftstellen-Turnier

Wählen Sie 16 Schriftstellenangaben aus und schreiben Sie jede auf die 16 Linien in den äußeren Spalten des Turnierbaums. Bitten Sie die Schüler, die Schriftstellen, die jeweils in den Klammern stehen, zu zweit oder in kleinen Gruppen zu lesen, und zu bestimmen, welche Schriftstelle für einen Jugendlichen heute wohl die wichtigste wäre. (Es kann hilfreich sein zu betonen, dass alle Schriftstellen wichtig sind. Die Schüler entscheiden nicht, welche Verse besser sind, sondern nur, welche für sie heute am bedeutungsvollsten sind.) Die Schriftstelle, die sie ausgewählt haben, kommt in die nächste Klammer. Die Schüler besprechen die Schriftstellenpaare so lange, bis sie diejenige gefunden haben, die sie für besonders wichtig halten, und besprechen auch, warum. Bitten Sie die Schüler dann, diese Schriftstelle auch der Klasse mitzuteilen. Ein Beispiel dafür finden Sie in der zusätzlichen Lernaktivität in Lektion 109, „Einführung in das Buch der Sprichwörter“.

Wahlaufgaben

Schreiben Sie sechs Aufgaben auf. Nachdem die Schüler eine Wahrheit aus einem Schriftblock herausgearbeitet haben, können sie nach dem Zufallsprinzip auswählen, welche Aufgabe sie bearbeiten werden (würfeln, eine Karte ziehen, einen Zettel ziehen, Zufallszahlengenerator).

Zum Beispiel:

  1. Erzähle eine Begebenheit aus dem Leben Jesu, in der er diese Wahrheit gelehrt oder vorgelebt hat.

  2. Suche eine Schriftstelle zum Beherrschen der Lehre oder eine andere Schriftstelle über diese Wahrheit.

  3. Suche eine Geschichte aus den heiligen Schriften heraus, in der jemand entsprechend dieser Wahrheit gelebt hat.

  4. Finde eine Aussage eines Führers der Kirche, die die Wahrheit vermittelt.

  5. Erzähle von jemandem, der durch diese Wahrheit gesegnet wurde.

  6. Nenne eine Möglichkeit, wie wir nach der Wahrheit leben können. Suche eine Schriftstelle heraus, die das Beispiel, von dem du sprichst, verdeutlicht.

Lernschlange

Legen Sie auf jeden Tisch oder Stuhl ein Kärtchen mit Anweisungen wie „Lies eine Schriftstelle oder ein Zitat“ oder „Beantworte eine Frage aus der Lektion“. Die Schüler können dann die Plätze wechseln und den Anweisungen auf der nächsten Karte folgen.

Themennetz

Bitten Sie die Schüler, ein Schaubild wie dieses zu erstellen, das mit der fettgedruckten Wahrheit oder dem fettgedruckten Thema in der Mitte beginnt. Die Schüler ziehen dann Linien zu den äußeren Kreisen und beschriften sie mit passenden Schriftstellen, Wahrheiten oder Elementen des Hauptthemas. Zum Beispiel könnten die Schüler die Aufforderung des Psalmisten, „Dankt dem Herrn“, mit der Schriftstellenangabe Psalm 136 in den mittleren Kreis schreiben. Dann könnten sie in den äußeren Kreisen Gründe aus dem Psalm dafür auflisten, warum man dem Herrn danken soll.

Videos anhalten

Verwenden Sie dazu ein Video der Kirche, in dem ein Evangeliumsgrundsatz veranschaulicht oder vermittelt wird. Halten Sie an verschiedenen Stellen das Video an, um Spannung zu erzeugen oder um den Schülern zu helfen, das Gesehene zu analysieren. Sie könnten Fragen wie diese stellen:

  • Was würdet ihr in dieser Situation wohl denken oder fühlen? Welche Fragen hättet ihr?

  • Welche Schriftstellen, mit denen ihr euch heute befasst habt, könnten hier hilfreich sein?

  • Welchen Aspekt der Wahrheit, mit der wir uns heute befasst haben, sollte die Person in dem Video verstehen? Was würde ihr helfen?

  • Wo seht ihr euch selbst in dieser Geschichte?

3. Das Gelernte weitergeben

Bitten Sie die Schüler im Laufe der Lektionen immer wieder, ihre Gedanken und Erkenntnisse mitzuteilen. Wenn die Schüler einem Partner, einer kleinen Gruppe oder der ganzen Klasse etwas erklären, sich austauschen und Zeugnis ablegen, führt der Heilige Geist sie häufig zu einem tieferen Zeugnis dessen, was sie gerade zum Ausdruck bringen. Die Worte der Schüler können durch die Macht des Heiligen Geistes einen großen Einfluss auf Herz und Sinn ihrer Zuhörer haben. So wichtig dies auch ist, kann es für Schüler aus verschiedenen Gründen schwierig sein, sich mitzuteilen. Denken Sie daran, dass niemand vor der Klasse sprechen muss, der sich nicht wohl dabei fühlt. Die folgenden Anregungen können den Schülern helfen, das Gelernte weiterzugeben.

Schriftstellenanalyse

8:12

Schreiben Sie einen Vers in die Mitte eines großen Blattes (alternativ können Sie ihn auch an die Tafel schreiben). Achten Sie darauf, groß genug zu schreiben, sodass jeder Schüler ihn gut lesen kann. Die Schüler könnten ein paar Minuten damit verbringen, so viele Fragen wie möglich zu dieser Schriftstelle zu stellen. Geben Sie ihnen dann zusätzlich Zeit, in den heiligen Schriften oder im Archiv Kirchenliteratur nach Antworten auf diese Fragen zu suchen. Alternativ kann die Schriftstelle auch auf ein Blatt Papier gedruckt werden, und die Schüler bearbeiten die gleiche Aufgabe jeder für sich.

Ideentafel

Stick Figure - Brick Wall

Die Schüler könnten verschiedene Ideen, wie man eine Evangeliumswahrheit umsetzen kann, an die Tafel oder auf Haftnotizen oder kleine Zettel schreiben, die sie dann an die Tafel heften. Teil der Ideentafel könnte auch ein großes Bild von etwas sein, was sich auf das Thema bezieht. Wenn Sie sich zum Beispiel mit Nehemia beschäftigen, könnten Sie eine große Mauer zeichnen, wie die, die Nehemia baute. Die Schüler könnten einen oder mehrere Punkte auflisten, die sie ihrer Meinung nach gemäß dem Willen des Herrn tun sollen, um sein Werk zu vollbringen, ohne sich ablenken zu lassen oder Angst zu haben, so wie Nehemia, der eine Mauer um den Tempel baute.

Zielgruppen

Die Schüler sollen sich ein Zielpublikum aussuchen und das Gelernte so darlegen, dass die Zielgruppe es versteht. Diese Aufgabe kann zu zweit oder in Gruppen bearbeitet werden. Es könnte sinnvoll sein, den Schülern eine Auswahl möglicher Zielgruppen zu geben und sie selbst wählen zu lassen, welche sie ansprechen möchten. Hier ein paar Vorschläge zur Auswahl:

  • man ist Missionar und spricht mit jemandem, der einem anderen Glauben angehört

  • Kinder in der PV

  • ein Schulfreund

  • ein Familienmitglied

Lebendiges Unterrichtsgespräch

Es kann hilfreich sein, die Schüler vor dem Unterrichtsgespräch daran zu erinnern, dass sie einander aufmerksam zuhören sollen. Die folgenden Anregungen könnten sie den Schülern vor dem Unterrichtsgespräch geben. Das kann ihnen helfen, einander aufmerksam zuzuhören und ein erbauendes Gespräch in Gang zu setzen, bei dem möglichst viele Schüler einbezogen werden. Sie könnten die Anregungen zeigen oder sie auf einem Arbeitsblatt austeilen.

Hinzufügen: Sage, was dir an der Aussage eines Mitschülers gefallen hat, und füge dann deine eigenen Gedanken hinzu. Zum Beispiel:

  • „Das erinnert mich an …“

  • „Dem kann ich zustimmen, weil …“

  • „Stimmt. Ein weiteres Beispiel dafür ist …“

  • „Das ist ein gutes Argument …“

Zusammenfassen: Wiederhole, was dein Mitschüler gesagt hat, und kommentiere es dann.

  • „Du sagst also, dass …“

  • „Also, wenn ich dich richtig verstehe …“

  • „Mir hat es gefallen, als du gesagt hast …“

Nachhaken: Stelle einem anderen Schüler Fragen zu dem, was er gesagt hat.

  • „Kannst du mir mehr über diese Stelle sagen?“

  • „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Was …?“

  • „Ich verstehe, was du meinst, aber was ist mit …?“

  • „Hast du auch an … gedacht?“

Ein Blatt weiterreichen

Verwenden Sie dieses Arbeitsblatt, um eine Reihe von Anweisungen vorzubereiten, darunter Schriftstellen oder Zitate, die die Schüler lesen, und Fragen, die sie beantworten sollen. Lassen Sie genügend Platz für die Antworten der Schüler. Geben Sie jedem Schüler ein Exemplar davon und lassen Sie sie oben ihren Namen hinschreiben. Die Schüler beantworten die erste Frage und falten dann das Blatt so, dass ihre Antwort verdeckt ist. Als Nächstes geben sie das Blatt an einen anderen Schüler weiter, der die nächste Frage oder Anregung beantwortet. Jeder Schüler faltet das Blatt so, dass seine Antwort verdeckt ist, und gibt es weiter. Zum Schluss bekommt der ursprüngliche Schüler sein Blatt zurück und liest dann vor, was seine Mitschüler aufgeschrieben haben.

Antworten zuerst durchdenken

Stellen Sie eine wichtige Frage, die die Schüler beantworten sollen. Geben Sie ihnen auf jeden Fall ein paar Minuten Bedenkzeit, bevor Sie sie bitten, die Frage zu beantworten. Sie könnten zum Beispiel sagen: „Ich würde mich freuen, wenn einige von euch in ein paar Minuten bereit wären, ihre Gedanken zu Folgendem zu äußern: . Bitte denkt darüber nach, während wir uns mit der folgenden Schriftstelle befassen.“ Die Schüler könnten sich auch erst zu zweit oder in einer Gruppe über ihre Gedanken austauschen.

Umfrage

Führen Sie eine Umfrage unter Ihren Schülern durch. Dazu geben Sie jedem einen kleinen Zettel. Die Schüler können anonym antworten und ihre Zettel dann in einen Behälter legen, etwa eine Schachtel oder einen Hut. Sie könnten in der Umfrage die Meinungen der Schüler zu einem Grundsatz, einer Frage oder einer Entscheidung, die eine Person in einem bestimmten Fallbeispiel treffen könnte, abfragen. Sollten die Schüler ein Smartphone haben, können Sie auch eine Umfrage-App verwenden (sie sollte kostenlos und einfach zu bedienen sein). Geben Sie den Schülern in diesem Fall einen Leseauftrag und einen Umfrage-Link zu einer Frage und bitten Sie sie, die Umfrage auf ihrem Handy zu beantworten. Anschließend könnten Sie die Antworten der ganzen Klasse zeigen.

Powersätze

Mit Powersätzen können Sie ein Unterrichtsgespräch anregen und Ihre Schüler können sich darin üben, ihre Gedanken zu äußern.

Es ist ein nützliches Hilfsmittel für Klassen, die sehr zurückhaltend sind oder nicht so recht wissen, wie sie sich beteiligen oder was sie sagen sollen. Zeigen Sie die folgende Liste, um den Schülern zu helfen, sich zu äußern. Lassen Sie sie einen Schriftblock lesen und sich dazu anhand eines oder mehrerer Powersätze überlegen, was sie der Klasse dazu sagen möchten. Moderieren Sie das Gespräch selbst oder bitten Sie einen Schüler darum.

  • Ein Vers, der mir gut gefällt, ist …

  • Ein Satz, den ich aufschlussreich finde, ist …

  • Eine Lektion, die ich daraus lernen kann, ist …

  • Ein Grundsatz, den ich entdeckt habe, lautet …

  • Ein Wort, das ich interessant oder verwirrend finde, ist …

  • Etwas, was für einen Jugendlichen wichtig wäre, ist …

  • Ich weiß, dass es wahr ist, dass …

  • Etwas, wobei ich mir nicht sicher bin, ist …

  • Wenn ich das lese, habe ich das Gefühl, dass ich heute noch …

  • Ein Aspekt, den ich dabei über den Erretter lerne, ist …

Mitmachkarten

Teilen Sie Karten aus, die die Schüler als sichtbare Antwort auf Ihre Fragen hochhalten können. Mit den Karten können die Schüler ihre Antwort anzeigen oder signalisieren, dass sie etwas sagen oder besprechen möchten. Hier einige Beispiele für Mitmachkarten:

  • Grüne Karten stehen für „richtig“, rote Karten für „falsch“.

  • Schreiben Sie „Denke noch nach“ auf die eine Seite und „Bereit“ auf die andere.

  • Zahlen oder Buchstaben auf der Karte, die für verschiedene, an der Tafel gelistete Optionen stehen. Alle Schüler zeigen zum Antworten auf eine Zahl oder einen Buchstaben, so sind ihre Antworten gut sichtbar und Sie können die Schüler entsprechend aufrufen.

  • Schreiben Sie eine Karte, auf der entlang der Kanten verschiedene Antworten stehen (siehe Beispiel unten). Um ihre Antwort zu zeigen, müssen die Schüler die Karte so halten, dass die Antwort oben in der Mitte steht. So können Sie oder ein Schüler jemanden anhand der gezeigten Position der Karte aufrufen.

Fallbeispiel-Starter

Geben Sie den Schülern ein unvollständiges Fallbeispiel und bitten Sie sie, Einzelheiten zu ergänzen, damit es aussagekräftiger und ansprechender wird. Sie könnten zum Beispiel sagen: „Lasst uns ein Fallbeispiel überlegen, in dem es um Julia geht, eine Jugendliche in eurem Alter, die vor einigen Herausforderungen steht. Was könnte das zum Beispiel sein?“ Lassen Sie die Schüler Einzelheiten vorschlagen, damit Julia (oder ein anderer Namen Ihrer Wahl) einer echten Person möglichst nahe kommt. Sie können auch wichtige Einzelheiten hinzufügen, die im Unterrichtsgespräch thematisiert werden können, wie etwa eine Frage, die Julia auf dem Herzen liegt. Während die Schüler ihre Gedanken äußern, können Sie Fragen stellen wie: „Ist das Fallbeispiel realistisch und für euch relevant? Wie können wir das Fallbeispiel noch lebensnaher gestalten?“ Anschließend können die Schüler in der Lektion nach Wahrheiten suchen, die dem Betreffenden in dem Fallbeispiel helfen könnten.

Variante: Sie schreiben das Thema oder die Wahrheit an die Tafel. Bitten Sie die Schüler, sich auch eigene Fallbeispiele auszudenken und sie aufzuschreiben. Sie können diese Fallbeispiele dann unter den Schülern verteilen. Die Schüler äußern dann anhand dessen, was sie gelernt haben, ihre Gedanken dazu.

Variante: Bitten Sie die Schüler, sich darüber auszutauschen, welche unterschiedlichen Ansichten Menschen zu einer bestimmten Wahrheit in der Lektion haben könnten. Zum Beispiel: „Manche Leute meinen vielleicht, das Leben wäre schöner, wenn sie den Sabbat nicht heilighalten müssten.“ Oder: „Manche Leute mögen den Tempel schön finden, möchten aber aber nicht an den heiligen Handlungen darin teilnehmen.“ Fragen Sie die Schüler, warum jemand so denken oder empfinden könnte. Dann können die Schüler erzählen, wie die Schriftstellen oder Aussagen von Führern der Kirche, mit denen sie sich in der Lektion befasst haben, jemandem helfen könnten, der so denkt.

Fallbeispiel: Nachrichten-Thread

Entwerfen Sie ein Fallbeispiel, das mit einer einzelnen Textnachricht beginnt – dabei verraten Sie den Schülern aber nicht, welche Umstände zu dieser Textnachricht geführt haben. Dann geben Sie allen Schülern eine leere Textvorlage wie die folgende und bitten sie, sich in diesem Nachrichten-Thread einen Dialog auszudenken.

Blitz-Freundschaft

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Damit sich die Schüler dabei wohl fühlen, sich untereinander auszutauschen, sollten sie erst einmal ihre Mitschüler kennenlernen. Diese Aufgabe kann den Schülern helfen, einander kennenzulernen und sich dabei gleich auch über die heiligen Schriften auszutauschen. Stellen Sie zwei gegenüberliegende Sitzreihen auf, um Zweiergruppen zu bilden. Bitten Sie die Schüler dann, eine bestimmte Schriftstelle zu markieren und eine Frage zu beantworten, die Sie dazu vorbereitet haben. Bitten Sie jedes Paar, das sich gegenübersitzt, gemeinsam eine Kennenlern-Frage zu beantworten, die Sie vorbereitet haben, und dann die Antwort, die es vorbereitet hat, zur Schriftstelle vorlesen. Dann wechseln die Schüler den Partner und wiederholen dasselbe (mehrmals) mit anderen Fragen und Schriftstellen. Damit die Schüler mit jedem anderen Mitschüler der Klasse zusammenkommen, bleibt einer der Schüler, die am äußeren Ende sitzen, auf seinem Platz sitzen.

Haftnotizen an der Tafel

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Schreiben Sie ein paar Fragen an die Tafel, auf die die Schüler Antworten finden sollen, oder Verse, zu denen sie Erkenntnisse beisteuern können. Jeder Schüler schreibt seinen Namen auf eine Haftnotiz und klebt sie neben die Fragen oder Verse, die er beantworten oder kommentieren möchte. Man kann auch mehrere Haftnotizen an mehreren Stellen platzieren.

Variante: Die Farben könnten dem zugeordnet sein, was die Schüler sagen möchten, also einer Erkenntnis, einer Frage, einem Querverweis und so weiter.

Ein Foto

Bitten Sie die Schüler, einen Gegenstand im Klassenraum oder ein Bild auf ihrem Handy auszuwählen, mit dem sich ein Grundsatz oder eine Lehre verdeutlichen lässt. Fragen Sie sie, wie sie jemandem anhand des Gegenstandes oder Bildes vermitteln würden, was sie gelernt haben. Diese Aufgabe eignet sich dann besonders gut, wenn Sie Grundsätze oder Lehren vermitteln möchten, die sich ohne Weiteres anhand von Gegenständen oder Bildern darstellen lassen.

Zuerst aufschreiben

Geben Sie den Schülern Zeit, wichtige Fragen in ihrem Studientagebuch zu beantworten, bevor Sie sie bitten, ihre Antwort mitzuteilen.

4. Das Gelernte künstlerisch umsetzen

Im Unterricht werden die Schüler oft aufgefordert, zu zeigen, was sie gelernt haben. Dazu kann man auch kreative Fertigkeiten einsetzen. Die folgenden Aufgaben zeigen Möglichkeiten auf, wie Sie die Schüler dabei unterstützen können.

Akrostichon

Mit den ersten Buchstaben eines Namens, eines Ortes oder einer Lehre, von der die Schüler im Unterricht erfahren haben, können sie ein sogenanntes Leistengedicht verfassen. Ein Schüler könnte zum Beispiel ein Leistengedicht anhand des Wortes Glaube schreiben:

G – Gerne dem Beispiel Christi folgen

L – Lernen, auf die Eingebungen des Heiligen Geistes zu hören

A – Antworten auf meine Fragen im Gebet finden

U – Unter allen Umständen Gottes Propheten vertrauen

B – Beständig auf die verheißenen Segnungen hoffen / E – Eifrig beten

Eigene App

Die Schüler entwerfen auf einem Blatt Papier ihre eigene App. Die App könnte eine Wahrheit vorstellen, die in den gelesenen Schriftstellen gelehrt wird, aber auch Aufgaben, Bilder, Schriftstellen oder Zitate enthalten, die jemandem helfen könnten, die Wahrheit auf sein Leben zu beziehen und anzuwenden.

Chiasmus

Ein Chiasmus ist eine rhetorische Figur, bei der die zweite Hälfte eines Satzes, Absatzes oder einer Schrift die erste Hälfte spiegelt und in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Die Hauptaussage steht in der Mitte (siehe beispielsweise Genesis 9:12-17 oder Alma 36). Bitten Sie die Schüler, mit dem, was sie gelesen haben, einen Chiasmus zu bilden. Die Schüler platzieren die fettgedruckte Wahrheit in der Mitte und schreiben darüber und darunter weitere Schriftstellen oder Aussagen von Propheten. Das könnte in etwa so aussehen:

A – was die Schüler über die Wahrheit denken oder welche Erfahrungen sie damit gemacht haben

B – was die Schüler über die Wahrheit wissen

C – Wahrheit oder Grundsatz des Evangeliums

C – Wahrheit oder Grundsatz des Evangeliums

B – ein weiteres Element, das die Schüler über die Wahrheit wissen

A – weitere Erfahrungen, die die Schüler mit der Wahrheit gemacht haben, und wie sie darüber denken

Schriften-Comic

Geben Sie den Schülern eine leere Comic-Vorlage oder lassen Sie sie eine Vorlage auf einem Blatt Papier zeichnen. Die Schüler lesen den Schriftblock und gestalten einen Comic, der die Handlung veranschaulicht. In das letzte Kästchen sollen sie dann schreiben oder zeichnen, was ihrer Meinung nach die wertvollste Wahrheit ist, die man aus der Geschichte lernen kann. Die Schüler können ihren Comic dann der Klasse vorstellen. Alternativ könnten sie mit dieser Aufgabe auch darstellen, wie man die Wahrheit oder den Grundsatz heutzutage umsetzen könnte.

Unterrichtskonzept

Erstellen Sie ein Konzept, anhand dessen die Schüler eine kurze Lektion, eine Ansprache, eine Botschaft oder Ähnliches vorbereiten können, um eine Schriftstelle zu vermitteln. Sie könnten den Schülern dazu eine leere Vorlage zur Verfügung stellen, in die sie ihre Entdeckungen eintragen können. Weisen Sie die Schüler dazu an, die einzelnen Felder für unterschiedliche Angaben zu nutzen. In das erste Kästchen können sie beispielsweise einen Titel schreiben, wichtige Verse im nächsten Kästchen zusammenfassen, in die drei langen Kästchen Beispiele oder persönliche Erlebnisse schreiben und im letzten Kästchen Zeugnis ablegen.

Faltblatt

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Geben Sie allen Schülern ein Blatt Papier und bitten Sie sie, es in drei gleiche Teile zu falten. Die Schüler könnten dann ein Titelblatt gestalten, auf dem der Grundsatz oder die Lehre steht, die sie herausgearbeitet haben. Die anderen Seiten gestalten sie anhand dessen, was sie gerade lernen, mit Untertiteln und genaueren Informationen. Sie könnten sie bitten, auf der Rückseite des Faltblatts Platz für etwaige Ziele oder Pläne zu lassen, die sie sich im Laufe des Unterrichts notieren.

Farb-Kategorien

Stellen Sie Kopien einer Seite des Schriftblocks und Buntstifte zum Markieren bereit. Bestimmen Sie Kategorien wie „Verheißene Segnungen“, „Im Glauben handeln“ oder „Gebote“. Jeder Kategorie wird eine Farbe zugewiesen. Bitten Sie die Schüler, sich mit den Versen zu befassen und gefundene Kategorien mit den entsprechenden Farben zu markieren. Lassen Sie die Schüler erzählen, was sie markiert und was sie aus dieser Aufgabe gelernt haben.

Planauswertung

Sie können eine Grafik verwenden, um den Schülern zu helfen, ihre Pläne zu bewerten. In jedem Abschnitt der Grafik beantworten die Schüler die dazugehörigen Fragen. Ein Beispiel dafür finden Sie in Lektion 105, „Psalm 61 bis 86“.

Flussdiagramm

Die Schüler könnten eine Grafik erstellen, die den Zusammenhang zwischen verschiedenen Entscheidungen oder Konzepten in der Lektion veranschaulicht. Zum Beispiel könnte eine Grafik wie die folgende verwendet werden, um zu zeigen, wohin Glaube an Jesus Christus oder Hoffnung in Jesus Christus führen kann.

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Plastisches Gestalten

Geben Sie den Schülern Materialien wie Holzklötze oder Modelliermasse, damit sie etwas gestalten können, was das Gelernte darstellt. Die Schüler könnten zum Beispiel zwölf Steine gestalten, wenn sie sich mit Josua 4 befassen. In diesem Bericht stellen die Kinder Israel zwölf Steine im Jordan auf, um daran zu erinnern, dass der Herr ihnen einen Weg bereitet hatte, den Fluss trockenen Fußes zu überqueren. Die Schüler könnten jeden Stein mit etwas beschriften, was der Herr für sie getan hat und woran sie sich erinnern möchten.

Bildcollage

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Die Schüler könnten auf ihrem Handy oder im Archiv Kirchenliteratur nach Bildern suchen, die sich auf die Wahrheit beziehen, um die es geht. Daraus gestalten sie dann eine digitale Collage und stellen sie im Unterricht vor. Sie könnten die Collage auch zusammen mit einer Erklärung in den sozialen Medien posten. Schüler, denen kein Handy zur Verfügung steht, könnten Bilder aus Zeitschriften der Kirche wie Liahona, Für eine starke Jugend oder Unser Freund ausschneiden und zusammenstellen.

Wissen – fragen – lernen

Die Schüler legen drei Spalten auf einem Blatt Papier an. In die erste Spalte schreiben sie, was sie bereits über ein Thema wissen. In die nächste schreiben sie, was sie sich noch fragen oder was sie noch darüber wissen möchten. Was sie dazugelernt haben, schreiben sie im Laufe des Unterrichts und auch danach in die dritte Spalte. Sie könnten sie auch fragen, ob ihnen etwas Bestimmtes im Verlauf des Unterrichts dabei geholfen hat, etwas dazulernen, oder ob es Einfluss auf ihre Gedanken und Gefühle hatte.

Briefe für die Zukunft

Die Schüler könnten sich selbst einen Brief schreiben, den sie erst zu einem bestimmten Zeitpunkt öffnen und lesen werden (auf Mission, zur Hochzeit, bei der Geburt ihres ersten Kindes). Alternativ könnten die Schüler einen solchen Zukunfts-Brief an ihre Angehörigen oder auch an zukünftige Seminarschüler richten und von dem schreiben, was sie selbst gelernt und empfunden haben.

Meme

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Jeder Schüler sucht sich einen Grundsatz aus seinem Schriftstudium heraus und fasst ihn in einem einprägsamen Spruch zusammen. Dazu zeichnen sie ein Bild, das den Grundsatz veranschaulicht. Achten Sie darauf, dass sie dabei auch die Schriftstelle angeben. Lassen Sie sie dann ihr Meme zeigen und erklären. Sie könnten einige Beispiele aus einer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Für eine starke Jugend zeigen.

Aktionsplan: „Ich geh hin und tu“

Die Schüler können anhand dessen, was sie im Unterricht lernen und verspüren, einen Plan aufstellen, wie sie zielgerichtet und rechtschaffen handeln wollen. Dazu sollen sie erst festlegen, was sie tun möchten, und dann konkrete Schritte zur Verwirklichung ihres Plans festlegen. Dazu gehört zum Beispiel, Hindernisse zu benennen, auf die sie stoßen könnten, und die konkreten Schritte, um sie zu überwinden. Während die Schüler ihren Plan entwerfen, regen Sie sie dazu an, ihn in kleinere Schritte zu unterteilen. Kleine Änderungen an tagtäglichen Gewohnheiten führen häufiger zu Erfolgserlebnissen.

Plan: „Entscheidungsbaum“

Um einen Evangeliumsgrundsatz leichter anwenden zu können, können die Schüler einen Entscheidungsbaum entwerfen, um sich die Vor- und Nachteile verschiedener Entscheidungen bewusstzumachen. Dazu können sie mit einer Frage zu einem Evangeliumsgrundsatz beginnen und dann, nachdem sie Vor- und Nachteile aufgelistet haben, ihre Entscheidungsmöglichkeiten bewerten. Für jede Frage und jede Entscheidung innerhalb eines Plans lässt sich ein eigener Entscheidungsbaum anlegen.

Zum Beispiel: Einen Plan für das Schriftstudium machen

Fragen:

  1. Wann lese ich in den heiligen Schriften? (Erstelle einen Entscheidungsbaum.)

  2. Wo werde ich mein Schriftstudium machen? (Erstelle einen weiteren Entscheidungsbaum.)

  3. Wie viel Zeit werde ich mit dem Schriftstudium verbringen? (Erstelle einen dritten Entscheidungsbaum.)

Am Ende bilden die drei Entscheidungen zusammen einen Plan oder ein Ziel mit konkreten Schritten.

Neue Strophe

Die Schüler könnten zu einer Wahrheit, die in der Lektion besprochen wurde, ein Kirchenlied auswählen. Bitten Sie sie, anhand dessen, was sie gelesen haben, eine neue Strophe für das Lied zu schreiben. Die Klasse könnte dann aus allen neuen Strophen einige auswählen und sie gemeinsam singen.

Projektbasiertes Lernen

Die Schüler können ein Projekt aus verschiedensten Lektionen gestalten, das sie in den folgenden Lektionen und Wochen mit Inhalten anreichern werden. Das kann ein Gedicht, ein Kirchenlied, ein Video, ein Kunstprojekt oder eine andere kreative Ausdrucksform sein, die sie in späteren Lektionen entwickeln. Die Schüler könnten zum Beispiel an einem Projekt über die befreiende Macht des Herrn arbeiten, während sie sich damit befassen, wie er die Kinder Israel im Buch Exodus befreit hat. Sie könnten auch in Verbindung mit dem Studium der Psalmen ein Projekt durchführen, bei dem es darum geht, den Herrn zu preisen und zu ehren.

Ein neues Ende

Nachdem sich die Schüler mit einem Bericht aus den heiligen Schriften befasst haben, in dem jemand eine falsche oder unredliche Entscheidung getroffen hat, bitten Sie sie, das Ende einer Geschichte aus den heiligen Schriften so umzuschreiben, als hätte der Betreffende bessere oder andere Entscheidungen getroffen. Die Schüler können dazu auch eine Geschichte oder ein Beispiel aus der heutigen Zeit verwenden.

Rezepte

Die Schüler kreieren Rezepte und wenden dabei an, was sie gelernt haben. Sie zeigen ihnen zunächst ein Beispiel für ein Rezept, das Zutaten, Mengen und Anweisungen enthält. Bitten Sie dann die Schüler, das, was sie gelernt haben, diesem Muster folgend, wie ein Rezept aufzuschreiben. Sie könnten ihr Rezept so betiteln: „Wie man ein erfolgreicher Missionar wird“, „Wie man dem Propheten folgt“ oder „Wie man sein Schriftstudium sinnvoller gestaltet“. Dann beziehen die Schüler mithilfe von Schriftstellen und Zitaten Elemente mit ein, die ihrer Meinung nach wesentlich sind. Wenn sich die Schüler beispielsweise mit 2 Chronik 14 bis 16 befassen, könnten sie ein Rezept dafür erarbeiten, wie man den Herrn suchen und finden kann. Empfehlen Sie ihnen, in der Gestaltung ihrer Rezepte kreativ zu sein. Sie könnten auch ein Bild malen, auf dem das Endprodukt aus dem Rezept dargestellt ist.

Rollenspiele

Lassen Sie die Schüler eine hypothetische Situation oder ein aus dem Leben gegriffenes Fallbeispiel nachspielen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Sie könnten Freiwillige nach vorne kommen lassen, um das Fallbeispiel darzustellen. Die Schüler könnten sich auch jeweils zu zweit oder in kleinen Gruppen zusammentun. Sie können auch selbst in die Rolle des Fragenden schlüpfen, und die ganze Klasse geht dann auf Ihre Fragen oder Bedenken ein.

Ein kurzes Video

Bitten Sie die Schüler, ein kurzes Video zu entwerfen. Lassen Sie die Schüler ein Skript erstellen und überlegen, wie sie das, was sie in der Lektion gelernt haben, veranschaulichen wollen. Wenn möglich, könnten die Schüler das Video im Unterricht aufnehmen und präsentieren.

Variante: Die Schüler könnten ein Video planen, in dem sie eine Lehre oder einen wichtigen Aspekt des Evangeliums in 60 Sekunden erklären.

Social-Media-Beitrag

Bitten Sie die Schüler, einen Beitrag für die sozialen Medien zu entwerfen, in dem sie ihre persönlichen Überzeugungen oder Erfahrungen in Zusammenhang mit den im Unterricht besprochenen Grundsätzen zum Ausdruck bringen. Das kann etwas sein, was sie online posten, oder sie gestalten den Beitrag in ihrem Studientagebuch. Oder sie stellen sich vor, dass jemand eine Frage zu dem stellt, was im Unterricht besprochen wurde, und formulieren mit dem erworbenen Wissen eine Antwort. Die Schüler könnten sich auch einen aktuellen Beitrag eines Führers der Kirche in den sozialen Medien ansehen und eine Antwort oder eine ermutigende Nachricht dazu schreiben. Hilfreiche Tipps findet man in dem Artikel „Soziale Medien: Das Leben anderer zum Positiven verändern“, Für eine starke Jugend, April 2022, Seite 8f.

Bildhafte Darstellung

Doctrine and Covenants Seminary Teacher Manual (2025)

Teilen Sie die Schüler in Gruppen ein, damit sie anhand von Schriftstellen, Zitaten und weiteren Studienhilfen Plakate für den Unterricht gestalten können. Die Plakate könnten Fragen, die in den heiligen Schriften beantwortet werden, aussagekräftige Verse, ewige Wahrheiten, Bilder und Ähnliches beinhalten. Die Schüler könnten dann von Gruppe zu Gruppe gehen, um sich die Arbeiten der anderen anzusehen.

Artikel für eine Zeitschrift der Kirche

Die Schüler sollen sich vorstellen, dass sie einen kurzen Artikel für eine der Zeitschriften Für eine starke Jugend, Unser Freund oder Liahona schreiben, in dem sie berichten, womit sie sich befasst haben und wie dies Jugendlichen in aller Welt helfen kann. Zeigen Sie den Schülern ein Beispiel für einen solchen Artikel. Fordern Sie die Schüler auf, Illustrationen, Diagramme und Infografiken einzufügen.