„Genesis 37 bis 41: Und der Herr war mit Josef“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar, 2026
„Genesis 37 bis 41: Und der Herr war mit Josef“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Seminar
Genesis 37 bis 41: Lektion 33
Genesis 37 bis 41
Und der Herr war mit Josef
Obwohl Josef als Sklave verkauft, zu Unrecht beschuldigt und ins Gefängnis geworfen worden war, lebte er rechtschaffen und übte Glauben an Gott aus. Darum segnete ihn der Herr und half ihm, seine Prüfungen zu meistern. Diese Lektion kann die Schüler die Hoffnung verspüren lassen, dass Gott ihre Prüfungen nutzen kann, um sie zu segnen.
Vorbereitungsaufgabe: Fordern Sie die Schüler auf, an Prüfungen oder Herausforderungen zu denken, denen sie schon einmal gegenüberstanden oder vor denen sie einmal stehen könnten. Bitten Sie sie, sich darauf vorzubereiten, im Unterricht davon zu erzählen, auf welche Weise der Herr Herausforderungen nutzen kann oder schon genutzt hat, um sie zu segnen.
Vorschläge für Lernaktivitäten
Die Eselfabel
Sie können ein Bild von einem Esel zeigen, während ein Schüler den folgenden Absatz vorliest.
Man erzählte sich die Fabel von einem Esel, der in eine Grube gefallen war. Weil er Angst hatte und gefangen war, wieherte und schrie er. Der Besitzer überlegte, wie er den Esel befreien konnte, dann fing er an, Erde in die Grube zu schaufeln. Jede Schaufel voller Erde landete auf dem Rücken des Esels, und er wieherte noch mehr.
Bevor Sie mit der Geschichte fortfahren, können die Schüler innehalten und über das Gleichnis nachdenken. Stellen Sie ihnen dazu diese Fragen:
-
Würdest du die Schaufeln Erde als etwas Gutes oder etwas Schlechtes betrachten? Warum?
-
Was könnten die Schaufeln Erde darstellen?
Bitten Sie einen Schüler, den Schluss der Fabel vorzulesen:
Der Esel schüttelte die Erde von seinem Rücken ab, sodass sich diese unter ihm aufhäufte. Dies wiederholte der Esel immer und immer wieder: Er schüttelte die Erde ab und stieg auf den angewachsenen Hügel. Schließlich war dieser so hoch, dass der Esel aus der Grube entkommen konnte.
-
Wie lässt sich dieses Gleichnis auf die Prüfungen und Herausforderungen beziehen, die der Vater im Himmel in unserem Leben zulässt?
Sie können folgende Aufgabe zeigen und die Schüler bitten, sie jeweils allein zu erledigen.
Denk an Situationen in deinem Leben zurück, in denen du Prüfungen durchgemacht hast oder mutlos warst. Schreibe deine Antworten auf ein paar der folgenden Fragen in dein Studientagebuch:
-
Wie hast du auf diese Erfahrungen reagiert?
-
Warum kann es schwierig sein, an den Herrn zu denken, wenn man vor Herausforderungen steht?
-
Aus einem ewigen Blickwinkel betrachtet: Wie kann der Vater im Himmel deine Herausforderungen nutzen, um dich zu segnen?
Bemühe dich, wenn du dich heute mit Josefs Leben befasst, um Offenbarung vom Heiligen Geist, durch die du die Hoffnung hast, dass der Vater im Himmel und Jesus Christus selbst schwierige Prüfungen in Segnungen verwandeln können.
Überblick über Genesis 37 bis 41
Um den Schülern die Geschehnisse in Genesis 37 bis 41 verständlich zu machen, können Sie die fünf unten aufgeführten Bilder in beliebiger Reihenfolge zeigen. Lassen Sie sie als Klasse oder in kleinen Gruppen zusammenarbeiten, um die Bilder in ihre chronologische Reihenfolge zu bringen. Lassen Sie dann einige Schüler die Geschichte in Genesis 37 bis 41 kurz anhand der Bilder zusammenfassen.
Die Schüler können die Zusammenfassungen unter den Bildern oder Kapitelüberschriften verwenden, um die Geschichte zusammenzufassen oder sich der richtigen Reihenfolge zu vergewissern.
Als Josef 17 Jahre alt war, beneideten seine älteren Brüder ihn, weil er der Lieblingssohn ihres Vaters war. Sie hassten Josef, weil er ihnen erzählt hatte, dass er in seinen Träumen gesehen hatte, wie sie sich in der Zukunft vor ihm verneigen würden. Bald verkauften sie Josef als Sklaven (siehe Genesis 37).
Josef wurde an Potifar verkauft, einen Hofbeamten des ägyptischen Pharaos. Später wurde Josef Aufseher des Hauses Potifars (siehe Genesis 39:1-4).
Potifars Frau begehrte Josef, doch Josef weigerte sich, das Gesetz der Keuschheit zu brechen, und floh vor ihr. Daraufhin beschuldigte Potifars Frau Josef zu Unrecht, sie misshandelt zu haben, und er wurde ins Gefängnis geworfen (siehe Genesis 39:7-20).
Im Gefängnis deutete Josef die Träume der Diener des Pharao (siehe Genesis 40).
Zwei Jahre später hatte der Pharao Träume, die er nicht verstand. Einer der Diener des Pharao, der aus dem Gefängnis entlassen worden war, sagte dem Pharao, Josef könne Träume deuten. Josef erklärte dem Pharao, dass seine Träume sieben Jahre guter Ernte und sieben Jahre Hungersnot ankündigten, die bald über Ägypten kommen würden (siehe Genesis 41).
Segnungen aus unseren Prüfungen
Um den Schülern zu verdeutlichen, was wir aus Josefs Erlebnissen lernen können, können Sie die Schüler in kleine Gruppen aufteilen und ihnen die folgenden Anweisungen und Fragen geben oder zeigen.
Hinweis: In Lektion 34, „Genesis 39“, geht es um das Gesetz der Keuschheit.
-
Lies die folgenden Verse und achte darauf, wie der Herr Josef in seinen Prüfungen geholfen hat.
-
Genesis 39:1-6 (nachdem Josef von seinen Brüdern als Sklave verkauft worden war)
-
Genesis 39:20-23 (nachdem Josef von Potifar ins Gefängnis geworfen worden war)
-
Genesis 41:14-16,25-32 (nachdem Josef schließlich aus dem Gefängnis entlassen worden war)
-
-
Beantworte die folgenden Fragen:
-
Welche Wahrheiten können wir daraus ableiten, wie Josef auf seine Herausforderungen reagierte?
-
Warum musste Josef deiner Meinung nach so viele Jahre warten, um die Segnungen zu erlangen, um die er sich bemühte?
-
Woran erkennst du, dass Gott Josef in dessen Prüfungen half?
-
Wie können der Vater im Himmel und Jesus Christus uns auf ähnliche Weise helfen, wenn wir schwere Zeiten durchmachen?
-
Gehen Sie umher und hören Sie den Schülern zu, während sie mit ihrer Gruppe über ihre Antworten sprechen. Danken Sie ihnen für ihre Beiträge. Weisen Sie die Schüler darauf hin, dass uns der Heilige Geist aus ein und derselben Schriftstelle verschiedene Wahrheiten vermitteln kann. Im weiteren Verlauf dieser Lektion geht es um folgende Wahrheit: Wenn wir treu sind, kann Gott unsere Prüfungen nutzen, um uns und andere zu segnen.
Lies Genesis 41:37-45 und achte darauf, auf welche Weise Gott Josefs Prüfungen nutzte, um ihn und andere zu segnen.
-
Wie hat der Herr Josef und andere durch dessen Prüfungen gesegnet?
Stellen Sie Fragen, die den Schülern helfen können, aus den vermittelten Wahrheiten mehr über die Macht und Barmherzigkeit Gottes zu erfahren. Die folgenden Fragen sind Beispiele, die Sie vielleicht gerne nutzen möchten. (Näheres dazu, wie man den Schülern hilft, mehr über die Liebe, Macht und Barmherzigkeit des Herrn zu erfahren, finden Sie unter „Den Lernenden helfen, die Liebe, Macht und Barmherzigkeit des Herrn in ihrem Leben zu erkennen“ in der Anleitung „Methoden und Fertigkeiten für das Unterrichten“.
-
Was würde Josef sich wohl wünschen, was du aus seinen Erfahrungen über den Herrn lernst?
-
Wie könnten Prüfungen uns helfen, unsere Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus zu stärken?
Lies Lehre und Bündnisse 90:24 und die folgende Aussage von Elder Dieter F. Uchtdorf vom Kollegium der Zwölf Apostel. Achte darauf, wie sich beides auf Josef und alle, die Prüfungen und Herausforderungen durchmachen, beziehen lässt.
Ich bezeuge: Auch wenn wir uns manchmal wie unter den Prüfungen des Lebens vergraben vorkommen oder uns seelisch Finsternis umfängt, so werden die Liebe Gottes und die Segnungen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi doch etwas Unvorstellbares zur Blüte kommen lassen. („Gott wird etwas Unvorstellbares tun“, Liahona, November 2020, Seite 53)
-
Wie lassen sich Lehre und Bündnisse 90:24 und Elder Uchtdorfs Aussage auf Josef beziehen? Auf dich?
Beispiele aus der heutigen Zeit
Um die Schüler darauf einzustimmen, dass sie darüber nachdenken, wie der Vater im Himmel uns in unseren Prüfungen segnen kann, können Sie gegebenenfalls das Video „Faith Murrayʼs Story: Overcoming Adversity through Service“ (4:52; englischer Sprache) zeigen, das auf ChurchofJesusChrist.org verfügbar ist. Die Schüler sollen darauf achten, wie der Herr die Glaubensprüfungen nutzte, um das Mädchen und andere zu segnen.
Denke an Erlebnisse von dir oder anderen, als der Vater im Himmel Prüfungen genutzt hat, um für Segnungen zu sorgen. Beantworte mindestens zwei der folgenden Fragen in deinem Studientagebuch:
-
Auf welche Weise hat der Vater im Himmel schon mal Prüfungen genutzt, um Menschen, die du kennst, zu segnen? Was hast du von den Betreffenden gelernt?
-
Was würdest du jemandem, der sich gerade mitten in einer schwierigen Prüfung befindet, über den Vater im Himmel und Jesus Christus sagen wollen?
-
Was hilft dir bei Prüfungen, Gott treu zu bleiben?
Sie können die Schüler bitten, von ihren Erfahrungen zu berichten und dabei auch ihre Gefühle für den Erretter zum Ausdruck zu bringen.