„29. Dezember bis 4. Januar. Der erste Zeuge für Jesus Christus: Einführung in das Alte Testament“, Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, 2026
„Einführung in das Alte Testament“, Komm und folge mir nach: 2026
29. Dezember bis 4. Januar: Der erste Zeuge für Jesus Christus
Einführung in das Alte Testament
Wie geht es Ihnen bei dem Gedanken, dass dieses Jahr das Alte Testament auf dem Studienplan steht? Können Sie es kaum erwarten? Sind Sie eher unsicher? Scheuen Sie sich davor? All diese Gefühle sind verständlich. Das Alte Testament gehört zu den ältesten Schriftensammlungen der Welt. Das macht es spannend, es kann einen aber auch einschüchtern. Die Aufzeichnungen stammen aus einer alten Kultur, die fremd und manchmal befremdlich wirkt oder gar Unbehagen hervorruft. In diesen Aufzeichnungen lesen wir jedoch auch von Menschen, deren Erlebnisse unseren ähneln. Wir entdecken Evangeliumslehren, die die Göttlichkeit Jesu Christi und seines Evangeliums bestätigen. Ja, Menschen wie Abraham, Sara, Hanna und Daniel führten ein Leben, das in mancherlei Hinsicht ganz anders war als unser Leben heute. Aber auch sie haben Freude und Streit in der Familie erlebt, waren in manchen Momenten voller Glauben und in anderen voller Unsicherheit und haben Erfolge und Niederlagen erlebt – genau wie wir. Noch wichtiger ist, dass sie Glauben ausgeübt haben, umgekehrt sind, Bündnisse eingegangen sind, geistige Erlebnisse hatten und sich nie von der Verheißung eines Erretters abgewandt haben. Wenn wir erfahren, wie Gott in ihrem Leben gewirkt hat, erkennen wir ihn auch in unserem Leben und können wie der Psalmist sagen: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade. … Dein Knecht hat [es] lieb.“ (Psalm 119:105,140.)
Anregungen für das Lernen zuhause und in der Kirche
Das Alte Testament gibt Zeugnis für Jesus Christus
Eine Möglichkeit, im Alten Testament reichhaltige geistige Nahrung zu finden, besteht darin, nach dem Brot des Lebens Ausschau zu halten, nämlich Jesus Christus (siehe Johannes 6:48). Inwiefern siehst du den Erretter zum Beispiel in den folgenden Begebenheiten?
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Manna (Exodus 16:4,11-15; Johannes 6:35)
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das Opferlamm (Exodus 12:3-5; Johannes 1:29)
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die Kupferschlange (Numeri 21:4-10; Johannes 3:14)
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Jona (Jona 1:4 bis 2:1; Matthäus 12:38-41)
Was sagen diese Beispiele über ihn aus? Welche anderen Hinweise auf Jesus Christus im Alten Testament kennst du bereits?
In seiner Ansprache „Jesus Christus ist der Schatz“ fordert uns Elder Dale G. Renlund auf, „an Jesus Christus zu denken und den Blick immer auf ihn zu richten“ (Liahona, November 2023, S. 98). Vielleicht möchtest du seine Botschaft lesen und darauf achten, was du tun kannst, um Jesus Christus nicht nur im Alten Testament, sondern auch in deinem Leben zu finden.
Siehe auch „Sinnbilder oder Symbole für Christus“ im Schriftenführer, Stichwort „Jesus Christus“, Archiv Kirchenliteratur; „Ich suche nach Gott“, Liederbuch für Kinder, S. 67
Auf Symbole achten, die für Jesus Christus Zeugnis ablegen. Der Herr sagte schon zu Adam: „Alles hat sein Gleichnis, und alles ist erschaffen und gemacht worden, dass es von mir Zeugnis gebe.“ (Mose 6:63.) Ganz gleich, ob Sie selbst die Schriften studieren oder unterrichten: Wenn Sie sich auf Jesus Christus konzentrieren, gewinnen die heiligen Schriften für Sie an Bedeutung, und Ihre Liebe zu ihm und Ihr Glaube an ihn nehmen zu (siehe Auf die Weise des Erretters lehren, S. 7).
Jesus Christus ist der Jehova des Alten Testaments
Präsident Dallin H. Oaks hat erklärt: „Danach stellte der Vater seinen einziggezeugten Sohn, Jesus Christus, als unseren Erretter und Erlöser vor und gab uns das Gebot: ‚Ihn höret.‘ Aus dieser Weisung schließen wir, dass die Worte in den heiligen Schriften, die von ‚Gott‘ oder dem ‚Herrn‘ gesprochen werden, fast immer die Worte Jehovas, unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus, sind.“ („Die Lehren Jesu Christi“, Liahona, Mai 2023, S. 102.)
Die Lehren Jesu Christi
Als die Führer der Juden Jesus nach seiner Identität fragten, erklärte er: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ Diese Worte schockierten die Menschen, die Jesus zuhörten, und sie wollten Steine auf ihn werfen (siehe Johannes 8:58,59). Exodus 3:13-15 und 6:3-5 gibt Aufschluss darüber, weshalb einige Juden über diese Worte Jesu so aufgebracht waren.
Warum halten Sie es für wichtig, zu wissen, dass Jesus Christus Jehova ist?
Der Herr hat durch Joseph Smith viel „Klares und Kostbares“ wiederhergestellt
In einer Vision zeigte der Herr Nephi das Hervorkommen der Bibel und erklärte, dass daraus „viel Klares und Kostbares“ herausgenommen werden würde. Achten Sie in 1 Nephi 13:21-29,38-42 darauf, wie der Herr vorhat, „das Klare und Kostbare … kund[zu]tun“. Inwiefern gehen die Bibel und das Buch Mormon laut 2 Nephi 3:12 Hand in Hand?
Wenn Sie dieses Jahr das Alte Testament studieren, werden Sie sich auch mit einigen der „anderen Bücher“ befassen, die Nephi vorausgesehen hat. Dazu zählen:
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Das Buch Mose, Teil der Bibelübersetzung von Joseph Smith. Es enthält Wahrheiten und Berichte, die im aktuellen Text von Genesis 1 bis 6 nicht zu finden sind.
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Das Buch Abraham, das Joseph Smith offenbart wurde, als er altägyptische Papyri untersuchte (siehe Themen und Fragen, „Ursprung des Buches Abraham“, Archiv Kirchenliteratur).
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Verschiedene Stellen aus der Joseph-Smith-Übersetzung, von denen einige in den Fußnoten der King-James-Bibel und im Schriftenführer zu finden sind.
Hier sind einige Beispiele für Berichte aus dem Alten Testament, die durch Joseph Smith wiederhergestellt wurden: Henochs Stadt Zion (Mose 7:18,19), Abrahams Vision vom Rat im Himmel (Abraham 3:22-28) und das geistliche Wirken Melchisedeks (Joseph-Smith-Übersetzung, Genesis 14:25-40). Warum sind diese Berichte für Sie „klar und kostbar“?
Adam und Eva bringen Opfer dar, Darstellung von Keith Larson (Ausschnitt)
Das Alte Testament hilft mir, meine Bündnisbeziehung mit Gott besser zu verstehen
Das Alte Testament erzählt von Gott, der uns durch einen Bund zu seinem „besonderen Eigentum“ machen will (siehe Exodus 19:5). Etwas über Bündnisse zu lernen ist deshalb eine gute Möglichkeit, sich auf das Lesen des Alten Testaments vorzubereiten. Insbesondere ist es hilfreich, etwas über den immerwährenden Bund zu erfahren, den Gott Propheten aus alter Zeit wie Abraham, Isaak, Jakob und deren Nachkommen angeboten hat. Dazu ist es sinnvoll, sich mit Präsident Russell M. Nelsons Ansprache „Der immerwährende Bund“ (Liahona, Oktober 2022, S. 4–11) zu befassen.
Fragen Sie sich beim Lesen: Warum sind Bündnisse wichtig für mich? Welche „besondere Art der Liebe und Barmherzigkeit“ empfange ich von Gott, wenn ich meine Bündnisse mit ihm halte? Wenn Sie dieses Jahr das Alte Testament lesen, achten Sie darauf, was Gott Sie über Ihre Bündnisbeziehung zu ihm lehren möchte.
Siehe auch Jeremia 31:31-34
Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschriften Liahona und Für eine starke Jugend.
Anregungen für die Unterweisung von Kindern
Im Alten Testament erfahre ich von Jesus Christus
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Die Worte und die Kultur des Alten Testaments sind für Kinder vielleicht schwer zu verstehen. Sie können ihnen jedoch dabei helfen, Jesus Christus in Symbolen und Geschichten zu erkennen. Schauen Sie sich mit den Kindern das Bild unten an: Der Prophet Jesaja sagt die Geburt Christi vorher. Lassen Sie die Kinder Einzelheiten zeigen, die ihnen auffallen. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit vor allem auf das Jesuskind. Dann könnten Sie gemeinsam lesen, was Jesaja in Jesaja 7:14 und 9:5 über die Geburt des Erretters geschrieben hat. Sprechen Sie mit den Kindern darüber, warum Sie in diesem Jahr den Erretter im Alten Testament suchen wollen.
Jesaja schreibt über die Geburt Christi (Der Prophet Jesaja sagt die Geburt Christi vorher), Darstellung von Harry Anderson
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Lesen Sie mit den Kindern auch Psalm 23 oder Jesaja 53:3-9 und suchen Sie Wörter, die Sie an Jesus Christus erinnern. Was erfahren wir aus diesen Wörtern über sein Leben und sein Sühnopfer?
Der Vater im Himmel möchte mit mir Bündnisse schließen
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Bündnisse spielen im Alten Testament eine wichtige Rolle. Um den Kindern diesen Leitgedanken vorzustellen, könnten Sie mit ihnen darüber sprechen, was sie ihrer Familie oder Freunden versprechen und dann auch halten und warum es wichtig ist, Versprechen zu halten. Sie könnten sich dann ein Bild von einer Taufe ansehen und über das Versprechen oder den Bund sprechen, den wir bei der Taufe mit Gott eingehen (siehe Mosia 18:10,13). Sie könnten auch ein Bild vom Tempel zeigen und darüber sprechen, was Ihnen die Bündnisse, die wir dort schließen, bedeuten.
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Die Seite mit der Aktivität könnte den Kindern helfen, sich darauf zu freuen, Bündnisse mit dem Vater im Himmel einzugehen und diese zu halten. Sie können auch ein Lied singen, in dem es darum geht, Bündnisse einzugehen, etwa „Bei meiner Taufe“ (Liederbuch für Kinder, S. 53).
Jesus Christus ist der Jehova des Alten Testaments
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Kennen die Kinder jemanden, der in verschiedenen Situationen einen anderen Namen trägt? Beispiele sind Eltern oder Lehrer, die bei der Arbeit, zuhause und in der Kirche unterschiedlich angesprochen werden. Sprechen Sie über diese Namen. Lesen Sie dann gemeinsam Exodus 6:3 und bitten Sie die Kinder, die Namen herauszusuchen, unter denen Jesus Christus vor seiner Geburt bekannt war. (Die Joseph-Smith-Übersetzung von Exodus 6:3 in der Fußnote der King-James-Bibel verdeutlicht, dass die Propheten Abraham, Isaak und Jakob den Herrn bei seinem Namen kannten.)
Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschrift Unser Freund.