Liahona
Ein Leuchtfeuer der Hoffnung
Zum Gedenken: Präsident Jeffrey R. Holland


„Ein Leuchtfeuer der Hoffnung“, Liahona, März 2026

Für eine starke Jugend Nachruf

Ein Leuchtfeuer der Hoffnung

In Erinnerung an Präsident Jeffrey R. Holland

Jeffrey R. Holland

Präsident Jeffrey R. Holland am 13. November 2022 bei einer Konferenz in Helsinki

Als Teenager hatte Jeffrey R. Holland einmal die Zeit vergessen und war kurz davor, zu spät nach Hause zu kommen. Aber es war immer noch möglich, es rechtzeitig zu schaffen!

Jeffrey tat das Einzige, was ihm übrigblieb: Er rannte von einem Ende von St. George bis ans andere und schaffte es gerade noch rechtzeitig nach Hause.

Jeffrey R. Holland, Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel, strebte sein Leben lang nach dem, was richtig ist. Und nichts war ihm wichtiger, als auf das Licht des Evangeliums Jesu Christi zuzulaufen.

In seiner ersten Generalkonferenzansprache als Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel sagte Präsident Holland: „Meine größte Begeisterung und die freudigste aller Vorstellungen besteht … darin, dass ich – wie Nephi sagt – von Christus reden, mich über Christus freuen, von Christus predigen und von Christus prophezeien darf (siehe 2 Nephi 25:26), und zwar wo immer ich bin und mit wem ich auch zusammen sein mag, bis mir der letzte Lebenshauch entwichen ist. Es kann gewiss keinen höheren Zweck oder größeren Vorzug geben.“

Das Gute, was noch kommt

Ein Thema, auf das Präsident Holland immer wieder zurückkam, war die Hoffnung und die Ermutigung, die das Evangelium in einer Welt bietet, in der dies so häufig gebraucht wird.

Er bekräftigte: „Jedem, der darum kämpft, dieses Licht zu sehen und diese Hoffnung zu finden, sage ich: Harre aus. Bemüh dich weiterhin. Gott liebt dich. Alles wird wieder besser werden. Christus kommt zu dir mit seinem ‚erhabeneren Priesterdienst‘ und einer Zukunft mit ‚besseren Verheißungen‘. Er ist der ,Hohepriester der künftigen Güter‘.“

Präsident Holland scheute sich nicht, von Erlebnissen zu erzählen, bei denen er selbst entmutigt war, aber voller Hoffnung und Glauben vertraute er immer darauf, dass das Beste noch vor ihm lag.

„Manche Segnungen kommen bald“, erklärte er, „manche spät und manche gar erst im Himmel, aber sie kommen zu einem jeden, der das Evangelium Jesu Christi annimmt. Davon kann ich selbst Zeugnis geben.“

Die Hoffnung ist niemals verloren

Bei der Herbst-Generalkonferenz 2013 wies Präsident Holland darauf hin, wie schwierig es in vielerlei Hinsicht für Menschen mit psychischen Problemen oder seelischen Erkrankungen ist. Er erzählte von einer Zeit in seinem Leben, als er an Depressionen litt. Dennoch machte er den Betroffenen Hoffnung.

„Glauben Sie an Wunder“, sagte er. „Vielfach ereignen sie sich, wie ich gesehen habe, wenn alle übrigen Anzeichen darauf hindeuten, dass jede Hoffnung verloren ist. Doch die Hoffnung ist niemals verloren.“

Jeffrey R. Holland mit Kindern aus Kenia

Präsident Holland mit einigen Kindern aus Kenia (im Juni 2015 in Edinburgh)

Es gibt Platz für jeden

Menschen in aller Welt haben gern von Präsident Holland gehört. Er war ein meisterhafter Lehrer, der dafür sorgte, dass sich jeder willkommen und geschätzt fühlte. Er wollte, dass alle wissen, dass es in der Kirche Jesu Christi Platz für sie gibt.

„Es gibt Platz [in der Kirche] für diejenigen, die eine andere Sprache sprechen, eine andere Kultur pflegen und an den verschiedensten Orten leben“, erklärte er. „Es gibt Platz für Alleinstehende, Verheiratete, große Familien und Kinderlose. Es gibt Platz für diejenigen, die früher einmal Fragen zu ihrem Glauben hatten, und für jene, bei denen das immer noch so ist. Es gibt Platz für diejenigen, die abweichende sexuelle Neigungen haben. Kurz gesagt: Es gibt Platz für jeden, der Gott liebt und seine Gebote … annimmt.“

Sein ganzes Leben lang eilte Präsident Holland zu jedem, der Auftrieb oder Hilfe brauchte, und er hörte nie auf, auf seinen Erretter Jesus Christus zuzulaufen.