2025
Würden wir unsere Enkelin jemals wiedersehen?
Juli 2025


„Würden wir unsere Enkelin jemals wiedersehen?“, Liahona, Juli 2025

Stimmen von Heiligen der Letzten Tage

Würden wir unsere Enkelin jemals wiedersehen?

Unsere Entscheidung, einer Aufforderung Präsident Nelsons Folge zu leisten, führte zu einem unerwarteten Wunder.

Illustration eines Handybildschirms mit einer Nachricht

Illustration von David Malan/Malan Creative

Unser ältester Sohn verstarb 1999. Er hinterließ seine Frau und seine einjährige Tochter, zu denen wir eine gute Beziehung hatten und mit denen wir allwöchentlich eine schöne Zeit verbrachten.

Aufgrund tragischer Umstände hatten wir am dritten Geburtstag unserer Enkelin das letzte Mal Kontakt zu ihr. Jahrelang beteten und fasteten wir und hofften, sie doch noch wiedersehen zu können.

Bei der Herbst-Generalkonferenz 2018 sprach Präsident Russell M. Nelson eine Aufforderung mit einer Verheißung aus: „[Ich] fordere … Sie eindringlich auf, eine Möglichkeit zu finden, regelmäßig Zeit für den Herrn einzuplanen und in seinem heiligen Haus zu sein. Führen Sie Ihr Vorhaben dann genau wie geplant und mit Freude durch. Ich verheiße Ihnen: Wenn Sie Opfer bringen, um ihm in seinen Tempeln zu dienen und ihn dort zu verehren, wird der Herr die Wunder wirken, von denen er weiß, dass Sie sie brauchen.“

Bei diesen Worten spürte ich, dass der Vater im Himmel durch seinen Propheten zu mir sprach. Also nahmen mein Mann und ich uns vor, von nun an jeden Dienstag in den Tempel zu gehen – und dies „genau wie geplant und mit Freude“.

2019 schickte mir unsere damals 21-jährige Enkelin eines Tages unerwartet eine Textnachricht. Zu Beginn war der Kontakt noch zögerlich, doch im Laufe der Zeit stellte sie Fragen, aus denen sich ein netter Gedankenaustausch ergab. Zunächst nur zaghaft, ließ sie uns dann immer öfter Teil ihres Lebens sein.

2021 luden wir sie zu Thanksgiving zum Treffen der Großfamilie ein. Sie nahm die Einladung an. Wir genossen die Zeit mit ihr und freuten uns, sie besser kennenzulernen. Mühelos baute sie eine Beziehung zu ihren Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen auf. Sie wollte, dass ihr Kommen zu Thanksgiving von nun an Tradition hatte.

Ein Jahr später meldete sich ein anderer Sohn wieder bei uns, zu dem wir keinen Kontakt mehr gehabt hatten. Im März 2024 hatten wir zum ersten Mal ein Familientreffen, an dem alle lebenden Kinder, deren Ehepartner und alle 16 Enkelkinder teilnahmen.

Seit jeher glaube ich daran, dass der Prophet für den Herrn spricht. Ich denke, dieses so dringend benötigte Wunder ist durch die offenbarte Führung und Verheißung Präsident Nelsons zustande gekommen.

Mein Zeugnis und meine Liebe zum Vater im Himmel und zu seinem Sohn sind nicht von diesem Wunder abhängig. Und doch bin ich erstaunt, wie sehr sie mich persönlich lieben und wie machtvoll ihre Verheißungen sind, die durch den Propheten an uns ergehen.