Versammlung am Sonntagvormittag
Die großen Gaben des Ewigen: das Sühnopfer Jesu Christi, die Auferstehung und die Wiederherstellung
Auszug
Vor vielen Jahren lernten wir im Evangeliumsunterricht am Morgen Bibelverse auswendig. Natürlich zog es mich zu den kurzen Schriftstellen. Dazu zählte auch Johannes 11:35 – auf Englisch mit nur zwei Wörtern der kürzeste Vers in den heiligen Schriften: „Jesus weinte.“
Dass Jesus vor Kummer und Freude weint, bezeugt mir nun folgende wunderbare Wahrheit: Der himmlische Sohn Gottes kam mit einem Körper auf die Erde und lernte gemäß dem Fleische, wie er uns stets beistehen und segnen kann.
Wenn wir vor Kummer oder Freude weinen, versteht Jesus Christus uns auf vollkommene Weise. Er kann in jenen Momenten für uns da sein, in denen wir die großen Gaben des Ewigen am meisten brauchen: das Sühnopfer Jesu Christi, die Auferstehung und die Wiederherstellung. …
Ostern in Jesus Christus lässt uns Gottes Wertschätzung spüren. Die Welt sagt uns, dass wir zu groß, zu klein, zu breit oder zu schmal sind – nicht schlau, hübsch oder geistig genug. Durch eine geistige Wandlung in Jesus Christus können wir dem lähmenden Perfektionismus entfliehen. …
Gottes Plan der sittlichen und irdischen Entscheidungsfreiheit ermöglicht es uns, aus eigener Erfahrung zu lernen. … Jesus Christus ist in Liebe unter alles hinab- und über alles hinaufgefahren. Er freut sich über unsere göttlichen Fähigkeiten wie Kreativität und Begeisterungsfähigkeit, uneigennützige Freundlichkeit, Glaube zur Sündenvergebung und Vergebungsbereitschaft. Und er weint vor Trauer angesichts des ungeheuren Ausmaßes an menschlichem Leid, Grausamkeit und Ungerechtigkeit – oft durch menschliche Entscheidungen verursacht –, so wie auch die Himmel und der Gott des Himmels mit ihnen weinen. …
Das ist Ostern in Jesus Christus: Er stillt das Sehnen unseres Herzens und beantwortet die Fragen unserer Seele. Er wischt all unsere Tränen ab, außer unsere Freudentränen.