Lebenslange Jünger Jesu Christi
Andacht zur Konferenz für Religionslehrer am 12. Juni 2025
Einleitung: Der Fokus der Kirche auf die Entwicklung lebenslanger Nachfolge
Ich bin sehr dankbar, bei Ihnen zu sein. Ich möchte Gaye (Strathearn) für das nette Anfangsgebet danken, Schwester Ellen Amatangelo, die immer so schön am Klavier spielt, und Bruder Kevin Oviatt, der uns mit der Musik und diesem wunderbaren Chor eingestimmt hat. Ich danke Ihnen allen, dass Sie hier teilnehmen.
Ich habe gehört, dass heute viele Dolmetscher diese Veranstaltung in verschiedene Sprachen übersetzen. Ich kann daher nicht umhin, eine witzige kleine Geschichte zu erzählen, die man bei der Wiederholung dieser Ausstrahlung weglassen könnte, da sie schwer zu übersetzen ist. Vor einigen Jahren war ich in Tempe in Arizona, und die Pfahlkonferenz dort wurde von einem Dolmetscher ins Spanische übersetzt, der sich in einem anderen Raum befand und ein Headset benutzte, glaube ich. Aber er hatte eine Notiz für mich auf dem Podium hinterlassen. Als ich aufstand, sah ich die Notiz, und da stand: „Bitte sprechen Sie langsam. Sie werden übersetzt bzw. entrückt.“ [Gelächter.] Aber entrückt wurde ich nicht. Deshalb dürfen Sie heute Abend doch noch einmal mit mir Vorlieb nehmen.
Zunächst möchte ich Ihnen im Namen der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel – ja, im Namen der gesamten Kirche – für Ihre Arbeit mit unseren Schülern auf der ganzen Welt danken. Sie stehen an vorderster Front, wenn es darum geht, das Fundament dieser Kirche, des Reiches Gottes auf Erden, für die Zukunft zu legen und zu verteidigen. Vielen Dank für Ihre Hingabe. Ich bin fest davon überzeugt, dass Ihre Bemühungen einen bedeutenden Beitrag zum Guten leisten.
Die Führer der Kirche betonen immer wieder, wie wichtig es ist, ein lebenslanger Jünger Jesu Christi zu werden. Und wir betonen dies beispielsweise in der Art und Weise, wie wir die Missionsleiter und die örtlichen Leiter unserer Jungen Männer und Jungen Damen in der gesamten Kirche schulen. Wir betonen dies durch die Themen, die die Generalautoritäten und auch die obersten Beamtinnen und Beamten auf ihren Reisen von Ort zu Ort besprechen sollen.
Es liegt auf der Hand, dass es auch für uns im Bildungswesen der Kirche von zentraler Bedeutung ist, andere zu lebenslangen Jüngern des Erretters zu machen. In einer Veröffentlichung des Bildungswesens mit dem Titel „Stärkung der religiösen Bildung“ heißt es:
„Der Zweck des Religionsunterrichts besteht darin, das wiederhergestellte Evangelium Jesu Christi anhand der heiligen Schriften und der neuzeitlichen Propheten so zu vermitteln, dass unsere Schüler:
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Glauben an den himmlischen Vater und seinen großen Plan entwickeln und ein Zeugnis davon erlangen, …
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zu lebenslangen Jüngern Jesu Christi werden, die Bündnisse schließen und halten [und]
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ihre Fähigkeit stärken, Antworten zu finden, Zweifel auszuräumen, im Glauben zu handeln und ihre Hoffnung zu verteidigen, ganz gleich, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen.“1
Ähnlich heißt es in der Zielvorgabe für das Seminar und Institut: „Unser Ziel ist es, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei zu helfen, ihre Bekehrung zu Jesus Christus und seinem wiederhergestellten Evangelium zu vertiefen, sich für die Segnungen des Tempels würdig zu machen und sich selbst, ihre Familie und andere auf das ewige Leben beim Vater im Himmel vorzubereiten.“
Lebenslange Nachfolge ist ein wesentlicher Bestandteil der Lehre Christi. Die Lehre Christi zeigt auf, wie wir zu Christus kommen und die Gabe seiner sühnenden Gnade empfangen. Wir üben unsere Entscheidungsfreiheit so aus, dass wir Glauben an ihn haben, umkehren, uns taufen lassen und den Heiligen Geist empfangen. Damit das Sühnopfer Christi jedoch seine volle, transformierende Wirkung in uns entfalten kann, müssen wir diesen Weg der Bündnisse – den Weg der Nachfolge – bis zum Ende unseres irdischen Lebens weitergehen. Nephi hat es so ausgedrückt: „Und ich hörte eine Stimme vom Vater, nämlich: Ja, die Worte meines Geliebten sind wahr und treu. Wer bis ans Ende ausharrt, der wird errettet werden. Und nun, meine geliebten Brüder, erkenne ich daraus, wenn ein Mensch nicht bis ans Ende ausharrt, indem er dem Beispiel des Sohnes des lebendigen Gottes nachfolgt, so kann er nicht errettet werden.“2
Präsident Nelson hat gesagt: „Wahre Jünger Jesu Christi sind bereit, aus der Masse hervorzutreten, ihre Meinung zu äußern und sich von den Menschen in der Welt zu unterscheiden. Sie sind unerschrocken, hingebungsvoll und mutig.“3 Wie entwickelt man eine solche Art der Nachfolge? Was bedeutet das für uns als Religionslehrer? Und wie können wir unseren Unterricht so gestalten, dass unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu lebenslangen Jüngern Jesu Christi werden?
Heute Abend will ich zunächst darüber sprechen, wie das Ausüben der Entscheidungsfreiheit die Bekehrung vertieft und zu lebenslanger Nachfolge führt. Danach wollen wir uns damit befassen, wie diese Erkenntnisse unsere Arbeit als Religionslehrer beeinflussen sollten – wobei wir vor allem darüber sprechen werden, wie der Erretter seine Jünger unterwiesen hat. Abschließend möchte ich darauf eingehen, wie wir den Schülern mehr Möglichkeiten verschaffen können, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, was ihnen dann auch helfen wird, Präsident Nelsons Aufruf nachzukommen, Verantwortung für ihr Zeugnis zu übernehmen.
Wie sich die Entscheidungsfreiheit auf die Nachfolge auswirkt
Zunächst also zu den Auswirkungen der Entscheidungsfreiheit auf die Nachfolge. Eines der wichtigsten Geschenke, die Gott seinen Kindern gegeben hat, ist die sittliche Entscheidungsfreiheit. Diese Macht und dieser Vorzug – und diese Verantwortung –, selbständig zu handeln, sind unerlässlich, um unser volles Potenzial als Kinder Gottes auszuschöpfen. Sie sind unerlässlich für unseren Fortschritt auf dem Weg der Bündnisse. Wie Sie wissen, war es nicht Gottes Plan, uns alle Arbeit abzunehmen, sondern ein Grundgerüst für uns anzulegen, das uns gestattete, eigene Entscheidungen zu treffen, um uns individuell weiterzuentwickeln. Die Entscheidungsfreiheit war in der Vergangenheit entscheidend für unsere Entwicklung als Geistwesen und sie ist auch heute und in Ewigkeit entscheidend dafür, was wir nach Gottes Plan des Glücklichseins werden können.
Der Widersacher weiß dies und trachtet danach, unsere Entscheidungsfreiheit zu beeinträchtigen. Im Buch Mose lesen wir:
„Weil jener Satan sich gegen mich auflehnte und danach trachtete, die Entscheidungsfreiheit des Menschen zu vernichten, die ich, … der Herr, ihm gegeben hatte, und weil ich ihm auch meine eigene Macht geben sollte, ließ ich ihn durch die Macht meines Einziggezeugten hinabwerfen;
und er wurde der Satan, ja, nämlich der Teufel, der Vater aller Lügen, die Menschen zu täuschen und zu verblenden und sie nach seinem Willen gefangen zu führen, ja, alle, die nicht auf meine Stimme hören wollen.“4
Der Krieg im Himmel kann zum Großteil als Kampf um die Bewahrung der Entscheidungsfreiheit des Menschen verstanden werden. Und dieser Kampf tobt auch in dieser sterblichen Welt weiter. Der Satan greift die Entscheidungsfreiheit an mindestens zwei Fronten an. Einerseits befeuert er politische Konzepte und Strömungen, die die persönliche Verantwortung schwächen oder Zwang und Nötigung einsetzen. Der Herr erklärt beispielsweise, dass der Hauptgrund dafür, dass er die Verfassung der Vereinigten Staaten hat einrichten lassen und dass er sie aufrechterhalten lässt, dieser ist: „Für die Rechte und zum Schutz allen Fleisches[,] damit jedermann in der Lehre und dem Grundsätzlichen, … gemäß der sittlichen Entscheidungsfreiheit handeln kann, die ich ihm gegeben habe, damit jedermann am Tag des Gerichts für seine Sünden selbst verantwortlich sei.“5 Dann führt er ein besonders schwerwiegendes Beispiel für die Verletzung der Entscheidungsfreiheit an und erklärt: „Darum ist es nicht recht, dass irgendjemand in der Knechtschaft eines anderen sei.“6 Luzifers Plan zielte schon immer auf die eine oder andere Form der Versklavung ab.
Der andere Schwerpunkt beim Angriff des Widersachers auf die Entscheidungsfreiheit hat für uns als Lehrer besondere Bedeutung. Wie in der gerade zitierten Schriftstelle festgestellt wird, versucht der Satan, „der Vater aller Lügen“, „die Menschen zu täuschen und zu verblenden“.7 Entscheidungsfreiheit hat keine Bedeutung, wenn wir nicht wissen, was wahr ist und was nicht, und daher keine fundierten, klugen Entscheidungen treffen können. Das Gegenmittel gegen Täuschung ist Wahrheit. Der Erretter hat verkündet: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien.“8 Ich glaube, er meint damit, frei von der Knechtschaft der Sünde und des Irrtums zu sein, aber auch frei, unsere Entscheidungsfreiheit mit Einsicht auszuüben – frei und fähig, weise Entscheidungen zu treffen. Und hier kommen wir als Lehrer des Gotteswortes ins Spiel. Der Satan kann nur in dem Maße Macht ausüben, wie man nicht auf die Stimme des Herrn hört. Gott hat seinen Sohn als den „Weg und die Wahrheit und das Leben“9 gesandt. Er gibt uns Propheten, die uns unterweisen und zur Wahrheit führen. Er hat die Gabe des Heiligen Geistes gegeben, um diese Wahrheit zu bestätigen, und unsere Aufgabe ist es, den Schülern dabei zu helfen, die Wahrheit zu hören und sie anzunehmen.
Aber im Kontext des Religionsunterrichts gehört zur Entscheidungsfreiheit ein Schritt mehr, als nur Evangeliumswahrheiten zu vermitteln. Wir müssen den Unterricht so gestalten, dass die Schüler angeregt werden, ihre Entscheidungsfreiheit im Lernprozess anzuwenden. Wir möchten ihnen helfen, sich aktiv darin einzubringen und Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen. Die Entscheidungsfreiheit der Schüler dahingehend zu aktivieren, dass sie die Verantwortung für ihr Lernen übernehmen, hat Auswirkungen auf die Entwicklung einer bleibenden Überzeugung und eines nachhaltigen Zeugnisses. Auf diese Weise können sie zu aktiven und lebenslangen Jüngern Jesu Christi werden. Ich gehe später noch ausführlicher darauf ein, aber zunächst möchte ich hier noch etwas über Bündnisse sagen.
Dass wir uns selbständig entscheiden können, ist einer der Gründe, warum Präsident Nelson so viel Wert auf Bündnisse legt. Wenn wir uns dafür entscheiden, Bündnisse einzugehen und zu halten, treffen wir ganz persönliche Entscheidungen, unserem Erretter nachzufolgen. Präsident Nelson hat erklärt:
„Wir entscheiden hier, welchem Gesetz wir gehorchen wollen – dem des celestialen Reichs oder des terrestrialen oder des telestialen –, und bestimmen somit, in welchem Reich der Herrlichkeit wir für immer leben werden. Jede rechtschaffene Entscheidung, die ihr hier trefft, bringt schon jetzt großen Gewinn. Doch welch unglaublichen Gewinn bringen rechtschaffene Entscheidungen im Erdenleben dann für die Ewigkeit! Wenn ihr mit Gott Bündnisse schließt und diesen Bündnissen treu bleibt, habt ihr die Verheißung, ihr werdet ‚Herrlichkeit auf [euer] Haupt hinzugefügt bekommen für immer und immer‘.“10
Wenn man die Verantwortung für seine Entscheidungen übernimmt, festigt man also die persönliche Überzeugung. Wenn wir nicht selbständig handeln, stellen wir möglicherweise unerwartet fest, dass unserem Glauben die erforderliche Tiefe fehlt, die Fragen und Herausforderungen des Lebens zu bewältigen und lebenslange Jünger Jesu Christi zu sein. Der Herr drückt es so aus:
„Denn diejenigen, die weise sind und die Wahrheit empfangen haben und sich den Heiligen Geist als ihren Führer genommen haben und sich nicht haben täuschen lassen – wahrlich, ich sage euch: Sie werden nicht umgehauen und ins Feuer geworfen werden, sondern werden den Tag aushalten.“11
Auf die Weise des Erretters lehren
Diese grundlegende Rolle, die die Entscheidungsfreiheit bei unserer persönlichen Entwicklung spielt, hat Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir als Religionslehrer unterrichten. Wir bitten Missionsleiter, dies bei der Übertragung von Führungsaufgaben an ihre Missionare zu berücksichtigen. Wir bitten Jugendleiter, den Jugendlichen Gelegenheiten zu verschaffen, gemeinsam mit ihren erwachsenen Betreuern das „Joch der Führungsverantwortung“ zu tragen. Und wir bitten Sie, unsere Religionslehrer, auf eine Weise zu unterrichten, die zu persönlichem Einsatz und Eigenverantwortung beim Lernen anregt. In jedem dieser Bereiche findet echter Fortschritt am ehesten statt, wenn junge Menschen die Möglichkeit erhalten, selbst zu handeln und nicht nur auf sich einwirken zu lassen.
Ich erinnere mich gerne an meine Zeit als Lehrer für das Seminar am frühen Morgen. Ich habe aus Erfahrung gelernt, dass es eine Berufung ist, die man unbedingt anstreben sollte. Zwei dieser Jahre als Seminarlehrer fielen in meine Zeit als Jurastudent. Da ich meinen Schülern zeigen wollte, wie es aussieht, wenn man den Mut hat, nach seinem Glauben zu leben, bat ich einen meiner Kommilitonen, der zwar kein Mitglied der Kirche, aber ein gläubiger Mensch war, eines Morgens zu meiner Klasse zu sprechen. Mein Freund Richard hatte ernsthafte Probleme mit seiner Sehkraft. Sie erforderten regelmäßig schmerzhafte Behandlungen, bei denen ihm für medizinische Eingriffe – man kann es kaum glauben – die Augäpfel aus den Augenhöhlen herausgenommen wurden. Im Jurastudium muss man viel lesen, aber dafür konnte er nicht gut genug sehen. Er heuerte daher ein paar Studenten aus dem Grundstudium an, die ihm jeden Tag außerhalb der Vorlesungen vorlasen. Trotz dieser großen Schwierigkeiten war er umgänglich und bei den anderen Studenten sehr beliebt. Sein Vorbild hat uns alle inspiriert.
Richard erzählte nun also seine Geschichte in meinem Seminarunterricht, darunter auch von seinem Glauben an Gott und davon, wie er es fühlte, wenn Gott seine Gebete erhört hatte. Die Schüler konnten ihn aus nächster Nähe sehen und hören und ihm Fragen stellen. Es öffnete ihnen die Augen für die wahre Kraft des Glaubens und was das in ihrem Leben bedeuten konnte. Gleichzeitig öffnete diese Erfahrung Richard im übertragenen Sinne die Augen dafür, wie gut meine lieben Seminarschüler waren. (Unter anderem beeindruckte ihn, dass da Teenager morgens um 6 im Unterricht saßen.)
Und nun denken Sie einmal darüber nach, wie der Erretter lehrte. Jesus sagte seinen Jüngern nicht einfach nur, was sie tun sollten, und er nahm ihnen auch nicht alle Arbeit ab. Er lehrte so, dass sie anfingen, nachzudenken, sich zu beteiligen, sich auszutauschen und seine Lehren anzuwenden. Aus diesem Grund waren die Jünger, als der Erretter nicht mehr persönlich unter ihnen weilte, besser darauf vorbereitet, den Heiligen Geist zu empfangen, sich von ihm leiten zu lassen und selbst zu handeln.12 In der Anleitung Auf die Weise des Erretters lehren lesen wir: „Gewiss war es ehrfurchtgebietend, zu sehen, wie der Erretter auf dem Wasser wandelte. Aber das reichte Petrus nicht. Er wollte [und musste] das tun, was der Erretter tat, dort sein, wo er war, und dasselbe erleben.“13 Natürlich bedeutete dies auch, dass Petrus Fehler machen würde, aber der Erretter gab Petrus (so, wie er es auch bei uns macht) wiederholt Gelegenheiten, zu handeln und durch seine Bemühungen gestärkt zu werden – scheitern inbegriffen.14
Um seinen Jüngern solche Lernerfahrungen zu ermöglichen, fand der Erretter Möglichkeiten, wie er ihnen helfen konnte, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Betrachten Sie einmal nur drei Methoden, wie der Erretter seine Jünger einbezog: 1. Gleichnisse verwenden, 2. inspirierte Fragen stellen und 3. persönliche Aufforderungen aussprechen.
Gleichnisse verwenden. Ich möchte zu jedem dieser Punkte etwas sagen. Erstens: Gleichnisse. Denken Sie einmal daran, wie Christus Gleichnisse verwendete. Statt direkt mit einer Erklärung oder einer eindeutigen Aussage zum Punkt zu kommen, regte der Erretter seine Nachfolger oft dazu an, die tiefere Bedeutung seiner Lehren zu erforschen. Das erforderte Anstrengungen ihrerseits. Mir fallen mehrere Situationen ein, in denen mein Verständnis vom Gehorsam durch das Studium des Gleichnisses vom Sämann gestärkt wurde.15 Durch das Studium des Gleichnisses vom verlorenen Sohn16 habe ich mehr über Vergebung gelernt. Mein Wunsch, für jedermann Nächstenliebe zu empfinden und diese auch zu zeigen, hat sich durch das Gleichnis vom barmherzigen Samariter17 weiter vergrößert.
Ebenso bin ich ein besserer Jünger und Führer geworden, seit ich über die Verantwortung nachgedacht habe, von der im Gleichnis von den Talenten18 die Rede ist. Als ich über dieses Gleichnis nachdachte, kam mir unter anderem der Gedanke, dass die ersten beiden Diener, die beide ihre Talente vermehrt hatten – derjenige, der fünf Talente erhalten hatte, und der andere, der zwei erhalten hatte –, das gleiche Lob und den gleichen Lohn erhielten, obwohl die Anzahl ihrer Talente unterschiedlich war. Der erste, der mit den fünf Talenten, verdoppelte seinen Gesamtbetrag auf zehn, wie Sie wissen, und der zweite, der mit zwei begann, brachte vier zurück. Aber beide erhielten von ihrem Herrn die gleiche Antwort: „Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!“19 Ich verstehe das so, dass nicht alle von uns Leistungen auf demselben Niveau erbringen und im selben Zeitrahmen Fortschritt machen müssen, um den Segen des Herrn und schließlich die Gabe des ewigen Lebens zu erlangen. Wir müssen einfach nur gewissenhaft mit den Gaben und den Fähigkeiten und den Möglichkeiten umgehen, die wir haben. Ich glaube, dass selbst der Diener mit einem Talent denselben Lohn erhalten hätte wie seine beiden Brüder, wenn er gearbeitet und sich bemüht hätte, ein zweites Talent zu erwerben, anstatt das seine zu verbergen. Ich sage Führungskräften und anderen immer, dass der Herr ihre Bemühungen vergrößern und belohnen wird, wenn sie einfach tun, was sie können, und dass sie zu gegebener Zeit die Fülle seiner Segnungen empfangen werden.
Inspirierte Fragen stellen. Was inspirierte Fragen angeht, so hat der Erlöser auch auf diese Weise gelehrt. Beispielsweise fragte er seine Jünger: „Für wen haltet ihr mich?“ Auch wenn er die Antwort zweifellos mit mehr Klarheit und Tiefgang kannte als seine Jünger, gab er Petrus die Gelegenheit, nachzudenken und die Frage dann selbst zu beantworten. Ich glaube, dass Petrus sein eigenes Zeugnis vertiefte, als er es in folgende Worte fasste: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“20 Nach seiner Auferstehung stellte der Erretter dem Petrus gleich dreimal dieselbe Frage: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Petrus antwortete jedes Mal: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Dieses Mal nutzte der Erretter die Frage, um Petrus zu unterweisen, indem er jedes Mal antwortete: „Weide meine Schafe!“21
Aufforderungen aussprechen. Und schließlich: Aufforderungen aussprechen. Zuweilen, bei anderen Gelegenheiten, beantwortete der Erretter die von ihm gestellte Frage selbst, jedoch auf eine Weise, die eine Aufforderung darstellte. Als der Erretter zu seinen Jüngern in der westlichen Welt sprach, fragte er: „Was für Männer sollt ihr sein?“ Er antwortete selber darauf: „Wahrlich, ich sage euch: So, wie ich bin.“22 Es gibt noch andere wichtige Aufforderungen des Erretters. Denken wir zum Beispiel an seine Aufforderung: „Komm und folge mir nach!“ Manchmal waren seine Aufforderungen mit Verheißungen verbunden – und sie sind auch heute noch mit Verheißungen verbunden. Zum Beispiel fordert der Herr im Buch Lehre und Bündnisse auf: „Naht euch mir, und ich werde mich euch nahen; sucht mich eifrig, dann werdet ihr mich finden; bittet, und ihr werdet empfangen; klopfet an, und es wird euch aufgetan werden.“23 In all seinen Aufforderungen gibt der Erretter seinen Jüngern die Gelegenheit, zu handeln, nachzudenken und Verantwortung für ihr Lernen und ihren Fortschritt zu übernehmen.
Auswirkungen auf den Religionsunterricht
Anfang dieses Jahres rief Elder Clark Gilbert unsere Seminar- und Institutslehrer dazu auf, den Schülern gezielt Gelegenheiten zu bieten, aktiv zu werden und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Er bezog sich dabei auf den Abschnitt „Zu eifrigem Lernen anregen“ in der Anleitung Auf die Weise des Erretters lehren.24 Ich finde es aufschlussreich, dass der Titel dieses Abschnitts unser Augenmerk auf das Lernen und nicht auf das Lehren richtet. Für mich ist dies eine Erinnerung daran, dass gute Lehrer ihre Schüler dazu anregen, selbst Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen. Wenn wir auf eine Weise unterrichten, die nur zum Zuhören einlädt und die aktive Beteiligung der Lernenden vernachlässigt, laufen wir Gefahr, den Schülern zu signalisieren, dass wir unseren Unterricht über ihr Lernen stellen.
In der Anleitung Auf die Weise des Erretters lehren werden wir darauf hingewiesen, dass wir, um zu eifrigem Lernen anzuregen, den Schülern dabei helfen müssen, die Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie dies geschehen kann, aber ich möchte mindestens drei aus diesem Lehrmaterial hervorheben.
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Zunächst können wir Lernerfahrungen schaffen, bei denen wir „Lernende … ermuntern, sich auf das Lernen vorzubereiten“. Dies kann durch Leseaufträge vor dem Unterricht, vertiefende Fragen und persönliche Aufforderungen geschehen.
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Zweitens sollten wir „die Lernenden ermuntern, die erkannten Wahrheiten weiterzugeben“. Dafür gibt es unzählige Möglichkeiten, und jeder von Ihnen wird individuelle Ansätze finden, die für Sie und Ihre Schüler geeignet sind. Als ich Jura studierte, lernte ich oft mithilfe der sogenannten sokratischen Methode, bei der die Lehrkräfte den Studierenden halfen, einen Rechtsfall zu untersuchen, indem sie die Klasse aufforderten, sich anhand einer Reihe sorgfältig ausgearbeiteter Fragen mit dem Stoff auseinanderzusetzen. Wir mussten gut vorbereitet zum Unterricht kommen, um unsere eigenen Erkenntnisse klar zu formulieren und anderen zuzuhören. Ich habe Institutslehrer erlebt, die ihren Schülern die Gelegenheit geben, das Gelernte in gut strukturierten Klassengesprächen mitzuteilen. Dies erfordert gut vorbereitete Lehrer, die gut vorbereitete Schüler in einem Geist der Wissbegier und des Dialogs einbeziehen. Ich weiß, dass das in Ihren Klassen immer der Fall ist. Alle Schüler sind gut vorbereitet. Alle Lehrer sind gut vorbereitet. Aber das ist die Aufforderung.
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Und drittens sollten wir „den Lernenden ans Herz legen, nach dem Gelernten zu leben“ (Hervorhebung hinzugefügt).25 Wir sollten immer auf Möglichkeiten achten, die Schüler dazu anzuspornen, das Gelernte in ihrem eigenen Leben umzusetzen. Dies kann durch persönliche Aufforderungen, Aufgaben zum Nachdenken und eine Vielzahl anderer Bemühungen geschehen, die den Schülern helfen, sich zu ändern und in Christus zu etwas Größerem zu werden.
Diese Bemühungen darum, dass man etwas vorbereitet, darüber spricht und es anwendet, erfordern sorgfältige Überlegungen und können mitunter einen höheren Arbeitsaufwand seitens der Lehrkraft bedeuten. Dies gilt insbesondere für Ihre Bemühungen, den Schülern dabei zu helfen, sich auszutauschen und einander zu unterweisen. Das bedeutet nicht, dass es keine speziellen Zeitfenster gibt, in denen wir die Schüler direkt und als Klasse ansprechen, insbesondere wenn wir eine Kernbotschaft hervorheben oder einen wesentlichen Grundsatz verdeutlichen möchten. Die heutige Versammlung ist ein Beispiel dafür, wie man eine grundlegende Botschaft vermittelt. Dieser Botschaft müssen dann jedoch häufiger und regelmäßig Gelegenheiten folgen, bei denen wir alle in den Lernprozess einbezogen werden, indem wir über das Gelernte sprechen und es in unserem eigenen Unterricht anwenden.
Ich hoffe, Sie haben sich auf diesen Abend vorbereitet, wie wir es Ihnen vorab mit den bereitgestellten Lernfragen und Lesematerialien ans Herz gelegt haben. Morgen und in den kommenden Wochen werden wir Sie auffordern, mit Ihren Kollegen und Freunden darüber zu sprechen, was Sie über das Lehren auf die Weise des Erretters gelernt haben. Wir werden Sie außerdem bitten, Bereiche herauszuarbeiten, in denen Sie Ihren eigenen Unterricht auf Grundlage der heutigen Botschaft und weiterer Unterrichtsmaterialien, die morgen vorgestellt werden, verbessern können.
An dieser Stelle möchte ich kurz auf eine weitere lesenswerte Unterrichtshilfe aufmerksam machen, obwohl sie für eine andere Zielgruppe konzipiert wurde. Ich spreche von Kapitel 10 in der Anleitung für Missionare – Verkündet mein Evangelium! Dieses Kapitel trägt den Titel: „Im Gespräch den Glauben an Jesus Christus aufbauen“. Wie die Missionare zu unterweisen ist natürlich das Nonplusultra – helfen sie doch den Menschen, ihr Leben in die Hand zu nehmen, es umzugestalten und dabei ihre sittliche Entscheidungsfreiheit auszuüben. Das Ziel ist die Bekehrung durch den Einfluss des Heiligen Geistes und die Gnade Christi, die zu lebenslanger Nachfolge führen. Darum geht es uns selbstverständlich auch im Bildungswesen der Kirche. Daher denke ich, dass wir aus dieser Quelle ebenso gut zusätzliche Erkenntnisse gewinnen können wie aus der Anleitung Auf die Weise des Erretters lehren. Natürlich gibt es erhebliche Überschneidungen zwischen den beiden Handbüchern, aber etwas zu lesen, was einen Grundsatz oder eine Idee vielleicht ein wenig anders ausdrückt, kann einem manchmal eine neue Perspektive oder ein tieferes Verständnis verschaffen. Unter den Fragen, die in Kapitel 10 von Verkündet mein Evangelium! behandelt werden, finden sich folgende: „Wie kann ich durch den Geist lehren?“ „Wie kann ich aus den heiligen Schriften lehren?“ „Wie soll ich Zeugnis geben, wenn ich das Evangelium lehre?“ „Wie kann ich Unterweisungen so planen und anpassen, dass sie den Bedürfnissen des Einzelnen entsprechen?“ und „Wie kann ich bessere Fragen stellen und ein besserer Zuhörer sein?“ Für diese Werbung hier bekomme ich natürlich nichts.
Den Schülern helfen, Verantwortung für ihr Zeugnis zu übernehmen
Abschließend nun die Frage, wie man Schülern hilft, Verantwortung für ihr Zeugnis zu übernehmen. Das Anregen zu eifrigem Lernen ist die Grundlage dafür, dass wir lebenslange Jünger Jesu Christi hervorbringen, da es den Lernenden hilft, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, wie wir es bereits besprochen haben. Eine der Möglichkeiten, mit denen Präsident Nelson diese Eigenverantwortung für unsere persönliche Entwicklung fördern möchte, ist seine Aufforderung an die jungen Erwachsenen, Verantwortung für ihr Zeugnis zu übernehmen. In seiner weltweiten Andacht für junge Erwachsene im Jahr 2022 hat Präsident Nelson gesagt:
„Ich bitte euch … inständig: Übernehmt die Verantwortung für euer Zeugnis! Arbeitet daran. Fühlt euch dafür zuständig. Kümmert euch darum. Nährt es, sodass es wächst. Füttert es mit Wahrheit. Verschmutzt es nicht mit falschen Philosophien ungläubiger Männer und Frauen, andernfalls braucht ihr euch nicht zu wundern, weshalb euer Zeugnis schwächer wird. Betet täglich, ernsthaft und demütig. Labt euch an den Worten der Propheten von einst und von heute. Bittet den Herrn, euch zu zeigen, wie ihr ihn besser hören könnt. Verbringt mehr Zeit im Tempel und mit der familiengeschichtlichen Forschung. Wenn ihr euer Zeugnis ganz in den Vordergrund rückt, könnt ihr Wunder erwarten.“26
Präsident Nelson wiederholte diese Bitte an die gesamte Kirche in seiner Ansprache „Die Welt überwinden und Ruhe finden“27 bei der Generalkonferenz im Oktober 2022.
Als er zu den jungen Erwachsenen sprach, stellte Präsident Nelson eine Reihe von Fragen: „Wollt ihr inneren Frieden verspüren angesichts der Fragen, die euch derzeit plagen? Möchtet ihr Jesus Christus gern besser kennenlernen? Möchtet ihr wissen, wie seine göttliche Macht eure Wunden und Schwächen zu heilen vermag? Wollt ihr im Alltag die süße, tröstliche Macht des Sühnopfers Jesu Christi verspüren? Die Antwort auf diese Fragen herauszufinden, erfordert Mühe – viel Mühe.“28 Er nimmt die Bedenken der Schüler ernst, wenn er sagt: „Wenn ihr Fragen habt – und ich hoffe, ihr habt welche –, dann forscht nach Antworten im innigen Wunsch, glauben zu können. Lernt so viel, wie ihr könnt, über das Evangelium und wendet euch um Führung an Quellen, die die Wahrheit enthalten.“
Ich denke, genau das ist mit dem Anregen zu eifrigem Lernen gemeint, und genau das wird von uns erwartet, wenn wir unsere Schüler ermutigen wollen, Verantwortung für ihr Zeugnis zu übernehmen. Die Eigenverantwortung für das Lernen muss durch die Art und Weise, wie wir unseren Unterricht gestalten, gefördert werden, damit die Schüler die Möglichkeit haben, sich mit der Tiefe und Sorgfalt zu engagieren, die man braucht, um ein wahrer Nachfolger zu werden. Denken Sie noch einmal über die Aufforderung des Propheten nach: „Arbeitet daran. Fühlt euch dafür zuständig. Kümmert euch darum. Nährt es, sodass es wächst.“ Regen wir in unserem Unterricht zu der Art persönlichen Engagements an, die das Zeugnis und die weitere Nachfolge voranbringt? Können wir unsere Bemühungen verbessern, zu den Schülern durchzudringen und sie zu eifrigem Lernen anzuregen?
Zum Abschluss
Heute Abend habe ich zunächst die Ziele des Religionsunterrichts in der Kirche betrachtet, darunter auch die Notwendigkeit, unseren Schülern zu helfen, dass sie:
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„Glauben an den himmlischen Vater und seinen ‚großen Plan‘ entwickeln und ein Zeugnis davon erlangen, …
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zu lebenslangen Jüngern Jesu Christi werden, die Bündnisse schließen und halten, [und]
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ihre Fähigkeit stärken, Antworten zu finden, Zweifel auszuräumen, im Glauben zu handeln und ihre Hoffnung zu verteidigen, ganz gleich, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen.“29
Wenn wir den Schülern helfen, ihre Entscheidungsfreiheit auszuüben, wird sich ihre Bekehrung auf eine Weise vertiefen, die zu lebenslanger Nachfolge führt. Letzten Oktober sagte Präsident Nelson: „Jetzt ist für uns die Zeit, es uns zur höchsten Priorität zu machen, ein Jünger Christi zu sein.“30 Und er fügte hinzu: „Es ist weder zu früh noch zu spät für Sie, ein ergebener Jünger Jesu Christi zu werden.“31 Lassen Sie uns jetzt entschlossen handeln, bevor es zu spät ist. Wie er sagte: „Jetzt ist die Zeit.“ Immer mehr berührt mich die eindringliche Warnung meines Bruders Paulus, sein warnender Appell an die Ältesten in Ephesus:
„Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Vorstehern bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche des Herrn sorgt, die er sich durch sein eigenes Blut erworben hat!
Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen.
Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.“32
Die Schüler, für die wir, wie Paulus sagt, „Vorsteher“ sind, sind unendlich kostbar, erkauft mit dem Blut des Erretters. Wir sind dazu verpflichtet, ein treues Vorbild zu sein und sie zu nähren und zu stärken gegen die „reißenden Wölfe“, denen sie außerhalb der Kirche und sogar innerhalb der Kirche – wie Paulus es sagt: „aus unserer Mitte“ – begegnen können, die Unwahrheiten verbreiten und versuchen, sie zu ihren eigenen Jüngern zu machen, anstatt zu Jüngern des Meisters. Wir müssen ihnen helfen, die Wahrheit zu erkennen, ihre Entscheidungsfreiheit weise zu nutzen und vor allem eine tiefe und beständige Liebe zum Vater und zum Sohn zu entwickeln.
Ich gebe Zeugnis für unseren liebenden und geliebten Vater im Himmel und seinen Erlösungsplan. Ich bezeuge, dass sein einziggezeugter Sohn Jesus wirklich lebt, der auferstandene Erretter, der zur Rechten des Vaters sitzt, wo er sein Recht auf Barmherzigkeit gegenüber den Menschenkindern geltend gemacht hat.33 Zusammen mit Mormon bekenne ich mich als Jünger Jesu Christi34 und strebe danach, mein Leben lang ein Jünger Christi zu sein. Mögen wir alle in unserer Nachfolge und in unseren Bemühungen gestärkt werden, so vielen Menschen wie möglich zu helfen, ergebene, lebenslange Jünger Jesu Christi zu werden.
Gott segne Sie! Im Namen Jesu Christi. Amen.