Die Lektionen „Fürs Leben lernen“ vorbereiten und unterrichten: Gespräch mit Lehrern
Übertragung der S&I-Jahresschulung 2025
Donnerstag, 23. Januar 2025
Bruder Jason Willard: Bruder Dyreng, vielen Dank für die Gelegenheit, mich mit Ihren Lehrern zu unterhalten. Vor einiger Zeit hat Bruder Webb die Lektionen „Fürs Leben lernen“ vorgestellt. Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie zum ersten Mal davon hörten?
Schwester Hunt.
Schwester Hunt: Am Anfang war ich überfordert. Ich wollte ja Unterricht über die heiligen Schriften geben und war als Lehrerin noch neu. Als ich von den Lektionen „Für Lebens lernen“ hörte, dachte ich: „Oh nein! Was soll ich denn noch alles machen?“
Bruder Willard: Sehr gut. Hat sich noch jemand überfordert gefühlt? Möchte es jemand zugeben? Ja? Danke, Schwester Hunt.
Bruder Cavanaugh, wie war es für Sie?
Bruder Cavanaugh: Für mich war es wie eine Achterbahnfahrt. Als ich erstmals davon hörte und die Themen sah, war ich begeistert. Als ich dann den Unterrichtsplan sah und wie oft wir diese Lektionen durchnehmen, fand ich es eher ernüchternd. Ich liebe die heiligen Schriften. Ich wollte eigentlich nur sie behandeln, und nun gab es all diese Lektionen „Fürs Leben lernen“. Inzwischen haben wir uns näher mit dem Thema befasst und ich weiß, dass es bei diesem Unterricht viel um die Schriften geht, nur eben mehr um die praktische Anwendung. Aber am Anfang war ich ein wenig enttäuscht.
Bruder Willard: Und wie geht es Ihnen jetzt damit? Sie nehmen sie ja schon eine Weile im Unterricht durch. Wie geht es Ihnen mittlerweile seit der anfänglichen Enttäuschung?
Bruder Cavanaugh: Ganz anders. Vor ein paar Wochen sprach ich mit einer Schülerin darüber, und sie sagte, dass das ihre Lieblingslektionen im Seminar sind, weil sie das Gefühl hat, dass sie die Schriften jetzt mehr auf sich und ihr Leben beziehen kann.
Bruder Willard: Das ist doch großartig! Elder Bednar hat gesagt, dass wir manchmal in einer vorgegebenen Reihenfolge unterrichten und manchmal thematisch vorgehen. Das können wir ja mit den Schriften immer noch machen. Das ist wirklich toll, Bruder Cavanaugh. Danke!
Ja, Schwester Wheeler?
Schwester Wheeler: Ich hatte gemischte Gefühle. Einerseits dachte ich einfach nur: „Ach, es gibt wieder eine Änderung.“ Es gab ja schon viele Änderungen. Das ist jetzt schon mein fünftes Jahr als Lehrerin, und es hat sich schon viel geändert. Jedes Jahr ist irgendetwas neu. Aber andererseits habe ich mich auch gefreut, denn je mehr ich über diese Lektionen gelesen habe, desto klarer wurde mir, dass viele unserer Schüler genau das brauchen.
Bruder Willard: Ausgezeichnet. Sie finden also, dass diese Änderung eine gute ist?
Schwester Wheeler: Ja, es ist eine gute Änderung. Aber wir sind gerade erst dabei, uns darauf einzustellen.
Bruder Willard: Gut. Ich freue mich, das zu hören. Danke! Welche Erfahrungen haben Sie beim Unterrichten der Lektionen „Fürs Leben lernen“ gemacht?
Ja, Schwester Robbins.
Schwester Robbins: Ich finde den Gedanken, den Herrn in unser Leben und in unser Lernen einzubeziehen, sehr wichtig. Es spielt keine Rolle, um welche Lektion „Fürs Leben lernen“ es sich handelt. Es geht einfach darum, wie wir den Herrn in unser Leben einbeziehen können. Ob unser Thema ist, wie man mit Geld umgeht, den Alltag strukturiert oder Prioritäten setzt – wenn wir den Schülern die Fertigkeit vermitteln, sich früh in ihrem Leben auf den Herrn zu stützen und ihn bei allem, was ihnen wichtig ist, einzubeziehen, wird er an ihrer Seite sein.
Bruder Willard: Das höre ich gern. Würden Sie sagen, dass diese Lektionen auf Christus ausgerichtet sind?
Schwester Robbins: Die einzelnen Bestandteile sind ja geblieben. Die Lektionen sind auf Christus ausgerichtet, am Schüler orientiert und basieren auf den Schriften. Daran ist nichts neu. Es ist also gewissermaßen ein Heimspiel: Man fühlt sich wohl, weil man diese Bestandteile kennt und sie immer noch da sind.
Bruder Willard: (An Schwester Robbins gerichtet:) Vielen Dank dafür.
(An Bruder Cyril gerichtet:) Bruder Cyril?
Bruder Cyril: Man kann den Schülern hier von Anfang an zeigen, welchen Bezug das alles zu ihrem Leben hat. Ich habe mir jede Lektion „Fürs Leben lernen“ angeschaut. Es ist wunderbar, wenn man das durchgeht und dabei sieht und lernt, wie gut man einen Bezug herstellen kann. Das finde ich schön. Es hat meine Zuversicht als Lehrer gestärkt, dass alles, was wir hier tun, von Belang ist; und die Lektionen sind auf Christus ausgerichtet und basieren auf den heiligen Schriften.
Bruder Willard: Das gefällt mir sehr. Es geht immer noch um das, was wir schon immer gemacht haben, aber unsere Schüler erkennen den persönlichen Bezug besser. Guter Gedanke, Bruder Cyril, vielen Dank dafür. Sprechen wir auch über Ihre Lehrerfortbildung.
Kürzlich haben Sie drei Fertigkeiten kennengelernt, die Ihnen Ihre Arbeit bei der Vorbereitung auf diese Lektionen erleichtern. Es ging dabei um das Unterrichtsziel und um die fettgedruckte Wahrheit, die man im Wort Gottes findet, und dann um die Aufgabe, bei der die Schüler zeigen, was sie gelernt haben. Was sind Ihre Erfahrungen mit diesen drei Punkten? Sie haben ja jetzt schon etwas Übung damit. Was erreichen Sie in Ihrem Unterricht, wenn Sie diese drei Fertigkeiten einsetzen?
Ja, Schwester Wheeler?
Schwester Wheeler: Ich wollte eigentlich immer viel Zeit darauf verwenden, dass die Schüler das Unterrichtsziel verstehen, aber das lief dann darauf hinaus, dass ich weniger Zeit für die praktische Anwendung hatte. Jetzt übe ich mich darin, den Schülern dabei zu helfen, dass sie schneller erkennen, worum es geht, und dann die fettgedruckte Wahrheit finden – und am Ende haben wir dann mehr Zeit für die praktische Anwendung. Die Schüler haben jetzt mehr Zeit, als ich ihnen früher gelassen habe, im Unterricht die praktische Anwendung zu üben.
Bruder Willard: Wenn ich das richtig verstehe, lassen Sie, wie viele von uns, am Ende der Stunde nicht viel Zeit für die Anwendung, richtig?
Schwester Wheeler: Genau.
Bruder Willard: Nun können Sie bewusst mehr Zeit dafür schaffen, sodass jeder Schüler etwas erleben und dann zeigen kann, dass er tatsächlich etwas verspürt oder gelernt hat oder etwas anders machen möchte. Richtig?
Schwester Wheeler: Ja. Und wenn die Schüler mehr Zeit zum Üben haben, machen sie auch besser mit.
Bruder Willard: Danke. Das gefällt mir.
Bruder Cyril: Ich denke, die fettgedruckte Wahrheit macht es mir leichter, mich auf die Schriften zu stützen. Wir können sie einfach zur Hand nehmen und den Schülern dabei helfen, sie die ganze Lektion hindurch auf sich zu beziehen, und dabei können sie die Worte der Propheten nutzen und die fettgedruckte Wahrheit einflechten und einen Grundsatz erkennen, den sie an diesem Tag lernen können. Das macht die praktische Anwendung effektiver, weil man sich Zeit für die Schriften und die Worte der lebenden Propheten nimmt.
Bruder Willard: Bruder Cavanaugh sagte vorhin, dass es Befürchtungen gibt, wir hätten uns von den heiligen Schriften entfernt. Eine unserer Sorgen ist, dass ein Lehrer vielleicht glaubt, er widme sich einem zeitlichen Thema und brauche, um über emotionale Widerstandskraft zu sprechen, die Schriften nicht zu verwenden.
Bruder Cyril: Ja!
Bruder Willard: Aber wir stellen fest, dass man als Lehrer ohne die Schriften und die Worte der Propheten nicht über emotionale Widerstandskraft sprechen kann. Ist es nicht so? Die fettgedruckte Wahrheit hält also alles zusammen. Vielen Dank dafür, Bruder Cyril. Sehr gut gesagt.
Bruder Alcala, bitte.
Bruder Alcala: Eines meiner Lieblingszitate von Elder Packer lautet, dass das Verhalten sich schneller ändert, wenn man sich mit der Lehre Christi auseinandersetzt, als wenn man sich mit dem Verhalten auseinandersetzt. Das finde ich faszinierend. Ich bin jemand, der gerne Bücher über Selbstverbesserung liest und gerne Motivationsrednern zuhört. Dabei stößt man zwar auch auf einige Wahrheiten, aber eben nicht auf die die ganze.
Und in diesen Lektionen „Fürs Leben lernen“ vermitteln wir etwas, was den Schülern in ihrem Leben hilft, und Jesus Christus ist darin einbezogen. Dadurch erhöhen sich ihre Erfolgschancen. Sie können schneller Änderungen vornehmen. Sie erkennen mehr Segnungen. Ich selber bin gerade mitten im Studium. Die Lektionen „Fürs Leben lernen“ waren mir eine große Hilfe.
Ich sehe einfach, wie ich gesegnet wurde, und bin mir daher sicher, dass sie im Leben der Schüler, die wir unterrichten, ein Segen sein können.
Bruder Willard: Das gefällt mir, Bruder Alcala. Sie selbst haben also die Segnungen erlebt, als Sie Ihren Schülern mit den Lektionen „Fürs Leben lernen“ weiterhelfen wollten – weil auch ein Student sie anwenden kann, richtig?
Bruder Alcala: Ja.
Bruder Willard: Das ist wirklich schön. Vielen Dank. Wie sieht es mit dem Unterrichtsziel aus? Reden wir über das Ziel. Wem hat der Versuch geholfen, den Unterricht auf dieses Ziel auszurichten und den Schülern zu helfen, es zu erreichen? Und wie ist das gelungen?
Bruder Cavanaugh.
Bruder Cavanaugh: Ich habe zum Beispiel festgestellt: Wenn ich meinen Unterricht damit anfange, dass ich das Ziel an die Tafel schreibe oder einfach sage: „Leute, diese Lektion wird euch bei diesem und jenem helfen“, dann führt das bei den Schülern, die sich etwas schwerer tun und die Schriften nicht so leicht verstehen wie andere, dazu, dass dieses Ziel ihnen sozusagen etwas gibt, wonach sie in den Schriften Ausschau halten können. Sie wissen also, wie sie eine Schriftstelle angehen sollen, und ich habe es nachher einfacher damit. Es fällt ihnen leichter, das Gelesene zu verstehen und es auf ihr Leben zu beziehen. Zumindest habe ich das in meinem Unterricht beobachtet. Ich weiß nicht, wie das bei den anderen hier ist.
Bruder Willard: Geht es noch jemandem so? Lassen Sie mich die Frage nach dieser Hilfe kurz vorziehen, Bruder Cavanaugh. Sie haben das gut auf den Punkt gebracht. Als ich vor ein paar Wochen eine Lektion „Fürs Leben lernen“ unterrichtet habe, um das alles zu üben, stand genau das für mich im Vordergrund: Ich konnte sagen, wir haben ein Ziel vor Augen, und das half mir im Unterricht, dafür zu sorgen, dass ich immer noch auf dieses Ziel hinarbeite. Danke für diesen Hinweis. Vielen Dank.
Ja, Bruder Dyreng.
Bruder Dyreng: Wir haben hier eine Vision, auf die wir immer wieder zurückkommen können. Wir wissen ja: Wenn wir eine Vision haben und diese Vision den Schülern vermitteln, dann verläuft unser Unterricht wesentlich zielgerichteter, und es ist viel einfacher, das Ziel zu erreichen, wenn man dieses Ziel von vornherein kennt.
Bruder Willard: Genau. Bruder Dyreng, ich habe eine Frage an Sie: Wie würde es wohl aussehen, wenn Sie nur über emotionale Widerstandskraft sprechen würden, ohne dieses Ziel zu verfolgen? Wenn Sie im Unterricht einfach nur ein bestimmtes Thema behandeln würden?
Bruder Dyreng: Ich kann mir eine Menge wunderbarer Gespräche über die verschiedensten Sachen vorstellen. Aber es kann dann sein, dass man das Ziel verfehlt und sich nicht auf das Wichtigste konzentriert, denn aller Unterricht muss uns – wie Schwester Robbins sagte – auf den Erretter Jesus Christus zurückführen. Wenn wir das, was wir lehren, mit den heiligen Schriften und den Worten der Propheten verknüpfen und das Ziel vor Augen haben, dann können wir es auch erreichen, anstatt uns nur mit den Schülern nett über ein Thema zu unterhalten.
Bruder Willard: Ja. Haben Sie den Eindruck, dass die Lektionen „Fürs Leben lernen“ einfach nur zu einem guten Gespräch führen können?
Wenn wir nichts als ein gutes Gespräch führen, helfen wir den Schülern nicht, sich tiefer zu Jesus Christus zu bekehren. Wir tragen nicht dazu bei, dass sie sich für die Segnungen des Tempels bereitmachen. Wir helfen ihnen nicht, sich selbst, ihre Familie und andere auf das ewige Leben beim Vater im Himmel vorzubereiten. Wir müssen also darauf achten, dass wir im Wort Gottes verwurzelt bleiben, dass diese fettgedruckten Wahrheiten nicht nur nette Aussagen sind, die eben irgendwo stehen, sondern mächtige Wahrheiten des himmlischen Vaters, die in seinem Wort zu finden sind, und dass wir dieses Ziel klar im Blick haben, sodass sich alles in dieser Lektion darauf zurückführen lässt.
Und dann können wir, wie Schwester Wheeler sagt, mit der Aufgabe am Ende allen Schülern die Gelegenheit geben, es praktisch anzuwenden. Das sind gute Gedanken. Haben Sie noch weitere Gedanken zu diesen drei Fertigkeiten?
Schwester Wheeler.
Schwester Wheeler: Nur noch etwas zur Praxis. Manchmal macht einem das Leben einen Strich durch die Rechnung und man hat nicht so viel Zeit, wie man dachte. Man weiß, dass man mehr vorbereitet, als Zeit vorhanden ist. Ein Ziel zu haben, hilft mir zu wissen, was ich aus meinem Unterricht streichen kann, und trotzdem zu bekommen, was wir brauchen, um das Ziel zu verstehen.
Bruder Willard: Sehr gut. Es hilft einem, die Lektion einzuteilen, während man sie gibt. Wie Sie schon gesagt haben, bleibt uns ja manchmal zu wenig Zeit für die praktische Anwendung. Aber wenn man das Ziel, die fettgedruckte Wahrheit und die Aufgabe hat, kann man sich die Zeit während des Unterrichts einteilen und sicherstellen, dass das Wichtigste vermittelt und von den Schülern aufgenommen wird, anstatt nur etwas Nebensächliches wie das neueste Buch zum Thema emotionale Widerstandskraft oder Umgang mit Geld anzusprechen.
Schwester Wheeler: Man kann das bei Bedarf auch in kürzerer Zeit erreichen und trotzdem Zeugnis für diese Wahrheit ablegen.
Bruder Willard: Das ist wirklich gut, ja. Man verkürzt also den Unterricht, macht ihn kompakter und effizienter. Und hinterlässt doch großen Eindruck. Sehr gut. Noch zwei Gedanken.
Schwester Hunt.
Schwester Hunt: Ich kann sagen: Die Vorbereitung dieser Lektionen fällt mir leichter, wenn ich das Ziel, die fettgedruckte Wahrheit und die Anwendung habe. Denn oft könnten wir, wie Sie schon sagten, eine Unmenge verschiedene Wege einschlagen, wenn wir kein Ziel hätten. Ich könnte mir unzählige Bücher dazu ansehen. Aber weil ich ein Ziel habe und die Schriften und die fettgedruckte Wahrheit kenne, fällt es mir leichter, mich vorzubereiten. Ich weiß genau, wohin die Reise geht. Und den Rest machen dann die Schüler, und das ist großartig.
Bruder Willard: (An Schwester Hunt gerichtet:) Vielen Dank.
(An Bruder Alcala gerichtet:) Bruder Alcala.
Bruder Alcala: Es ist fast anderthalb Jahre her, seit Präsident Nelson in der Generalkonferenz verheißen hat, dass wir in diesen Letzten Tagen die größten Kundgebungen der Macht des Herrn erleben würden. Ich glaube, dass die Lektionen „Fürs Leben lernen“ uns helfen, die Wahrheiten zu erkennen, die uns die Augen öffnen, um die Hand des Herrn klarer zu sehen und seine Macht zu erkennen.
Und allein schon dieser Wahrheit verdanken wir die Vision, dass Jesus Christus nicht nur Nephi gestärkt hat, sondern dass er auch mich stärken kann. Jesus Christus hat nicht nur Nephi gezeigt, wie man ein Schiff baut, sondern er kann auch mir helfen, mein Leben auf ihn zu bauen. Er hat nicht nur den Jarediten oder den Nephiten zu Wohlstand verholfen, sondern er kann auch mir bei meinen Finanzen helfen.
Ich denke, der Schwerpunkt der Lektionen „Fürs Leben lernen“ liegt darin, dass wir eher erkennen, dass sich die Wahrheit niemals ändert. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und immerdar.
Bruder Willard: Bruder Alcala, glauben Sie, dass die Lektionen „Fürs Leben lernen“ vielleicht ein Beweis für eine dieser größeren Kundgebungen der Macht des Herrn in den Letzten Tagen sind?
Bruder Alcala: Ja, denn ich habe es selbst so erlebt.
Bruder Willard: Ich auch. Vielen Dank für Ihr Zeugnis. Unsere letzte Frage für heute lautet: Welchen Rat würden Sie Lehrern auf der ganzen Welt geben, die gerade erst mit den Lektionen „Fürs Leben lernen“ anfangen? Sie haben schon Erfahrungen mit diesen Lektionen gemacht. Was würden Sie den Lehrern mit auf den Weg geben?
Bitte, Bruder Simmons.
Bruder Simmons: Ich würde sagen: Eine gelebte Wahrheit ist eine gelernte Wahrheit – sowohl für den Lehrer als auch für den Schüler. Der Lehrer muss danach leben. Ihre Worte im Unterricht werden wirkungsvoller sein, wenn Sie das, was Sie verkünden, auch leben. Und wenn Sie Ihren Schülern dann noch helfen können, das Gelernte zu leben, dann hat das großen Einfluss.
Bruder Willard: Aha! Das heißt also, wenn Sie nach den Grundsätzen aus diesen Lektionen leben, dann können Sie sie den Schülern mit größerer Überzeugungskraft vermitteln?
Bruder Simmons: Ja. Ich hatte ein Erlebnis bei meinen Vorbereitungen auf die Lektion über geistige Eigenständigkeit. Ich fand, dass ich selbst geistig nicht sehr eigenständig war. Ich machte mich an die Arbeit und stieß auf einen Punkt, den ich dann in meinem Leben änderte, um geistig eigenständiger zu werden. Ich arbeite immer noch daran. Das hat mir geholfen, mit mehr Überzeugungskraft zu unterrichten.
Bruder Willard: Das ist wirklich toll. Meinen herzlichen Dank dafür.
Ja, Schwester Robbins?
Schwester Robbins: Der Lehrplan ist so gut, dass ich mir am liebsten immer gleich die Fragen anschaue, die in der Lektion gestellt werden. Manchmal kann ich sie Wort für Wort in eine Folie übernehmen oder den Schülern die Fragen stellen, wodurch ein Gespräch entsteht, das uns zum Ziel und zu der Wahrheit zurückführt. Der Lehrplan nimmt uns schon viel Arbeit ab, wenn es darum geht, wie wir den Schülern eine gute Frage stellen können, damit sie nach der Wahrheit leben können. Deshalb mag ich diese Fragen so sehr. Das ist mein Rat: Schauen Sie sich die Fragen an und nutzen Sie sie.
Bruder Willard: Es gibt in der Lektion also diese drei Anker. Und außerdem gibt es noch die dazugehörigen Fragen. Und Sie haben festgestellt, dass diese Fragen wirklich hilfreich sind?
Schwester Robbins: Sie sind sehr hilfreich.
Bruder Willard: Dankeschön.
Bruder Cyril: Neue Lehrer sollten wissen, dass man für die Lektionen „Fürs Leben lernen“ kein Fachmann sein muss und sich bei einem Thema nicht unbedingt besonders gut auskennen muss. Man muss sich nur, wie Schwester Robbins sagt, an den Lehrplan halten und in der Lage sein, für den Erretter Zeugnis abzulegen, dann kommt man klar. Man muss kein Psychologe oder Psychiater sein und auch nicht alles wissen, was mit Angststörungen zu tun hat. Halten Sie sich einfach an den Lehrplan. Die Jugendlichen werden lernen, was sie wissen müssen, um sich auf den Erretter zu stützen und ihre Herausforderungen zu meistern.
Bruder Willard: Bruder Cyril, ich bin froh, dass Sie das gesagt haben, denn es gibt viele Lehrer, die sich überfordert fühlen – wie Schwester Hunt zu Beginn sagte – und meinen, sie müssten ein Experte sein, sonst könnten sie das Thema nicht vermitteln. Mir gefällt, was Bruder Simmons gesagt hat: Wenn man einfach versucht, diese Grundsätze im eigenen Leben umzusetzen, wird der Heilige Geist da sein und den Schülern durch uns Zeugnis ablegen und Generationen ein Segen sein. Man muss nur versuchen, sich an diesen wunderbaren Lehrplan zu halten und anderen ein Segen zu sein – als Laie, nicht als Experte.
Bruder Cyril: Ja! Ich denke, es ist gut, wenn die Jugendlichen wissen, dass man kein Experte ist. Man verweist sie auf den Erretter, denn er ist der Experte.
Bruder Willard: Er ist der Experte! Ja, Bruder Cyril, das gefällt mir sehr. Danke, dass Sie das gesagt haben. Gibt es noch etwas, was Sie unseren Lehrern in aller Welt mitteilen möchten?
Schwester Wheeler.
Schwester Wheeler: Ich glaube, manche sind unsicher und fragen sich, was einige Themen mit Christus zu tun haben. Zum Beispiel der Umgang mit Geld. Ich denke, wenn wir uns immer wieder auf den Erlösungsplan besinnen und uns daran erinnern, dass es unser Ziel ist, wie unser Vater im Himmel zu werden und wie er zu leben, dann sollten wir uns fragen: Wie trägt das dazu bei, dieses Ziel zu erreichen?
Bruder Willard: Ja, toll.
Schwester Wheeler: Dann geht es sehr wohl um Christus.
Bruder Willard: Ausgezeichnet. Es geht also nicht nur um Jesus Christus, sondern um den Erlösungsplan, bei dem er ja im Mittelpunkt steht. Und dann werden wir erleben, wie unsere Schüler Fortschritt machen und mehr wie der Vater im Himmel werden. Sehr gut. Danke, Schwester Wheeler.
Bruder Dyreng.
Bruder Dyreng: Mein Rat lautet, einfach loszulegen und Glauben zu haben. Legen Sie los, geben Sie sich Mühe. Mir ist beim Umsetzen dieser Fertigkeiten aufgefallen, dass sich meine Einstellung geändert hat. Bei meiner Vorbereitung geht es nicht mehr darum, was ich machen will, sondern darum, wie ich dazu beitragen kann, dass meine Schüler sich zum Erretter bekehren. Und genau diese Veränderung macht einen riesigen Unterschied aus. Es war ein großer Segen für mich in meinem Unterricht und in meinen Gesprächen mit den Schülern.
Bruder Willard: Bruder Dyreng, vor einiger Zeit haben Sie Ihren Lehrern bei einer Schulung etwas versprochen. Hat sich das in deren Unterricht und in Ihrem eigenen Unterricht erfüllt?
Bruder Dyreng: Definitiv. Nach etlichen Gelegenheiten, einander beim Unterrichten zuzusehen und diese Lektionen selbst zu vermitteln, schließe ich mich den Worten von Bruder Alcala an, der Präsident Nelson zitierte: dass wir Wunder erleben, dass das Zeugnis der Schüler in allen Lebensbereichen gestärkt wird, und dass letztendlich alles um den Erretter Jesus Christus geht. Das hat sich als riesengroßer Segen erwiesen.
Bruder Willard: Vielen Dank.
Bruder Dyreng: Aber gerne.
Bruder Willard: Ich danke Ihnen allen für Ihre Beiträge. Danke, dass Sie Gottes Kinder so sehr lieben, dass Sie ihnen ein Segen sein wollen. Sie bewirken viel Gutes. Ich möchte allen Lehrern in der ganzen Welt für all das Gute danken, was Sie tun. Sie arbeiten so eifrig daran, der heranwachsenden Generation ein Segen zu sein. Wir haben Sie lieb. Es ist nicht immer leicht. Sie sollen wissen, dass keine Mühe vergebens ist. Nichts von dem, was Sie in irgendeinem Unterricht tun, um Gottes Kindern ein Segen zu sein, wird jemals vergebens sein. Vielen Dank dafür! Wenn Sie sich den Titel „Fürs Leben lernen“ einmal anschauen, können Sie sich genauso gut auch einen weiteren Titel vorstellen. Was, wenn wir ein Wort hinzufügen und sagen: „Fürs ewige Leben lernen“? Präsident J. Reuben Clark hat uns ja schon vor Jahren erklärt, dass es nicht nur um das Hier und Jetzt geht, sondern auch um die Ewigkeit.
Diese Themen sind wichtig, aber viel wichtiger ist das ewige Leben, und das erlangen wir nur durch Gottes Sohn, Jesus Christus. Ich weiß, dass er lebt. Ich weiß, dass er Sie und Ihre Schüler mehr liebt, als Worte es je ausdrücken könnten. Er wird uns helfen. Er wird Ihnen helfen. Das weiß ich. Im Namen Jesu Christi. Amen.