„Kapitel 24: Der Name der Kirche des Erretters“, Lehren der Präsidenten der Kirche: Russell M. Nelson, 2023
„Kapitel 24“, Lehren: Russell M. Nelson
Kapitel 24
Der Name der Kirche des Erretters
Ich verheiße Ihnen: Wenn wir jederzeit genauestens darauf achten, für die Kirche des Erretters und deren Mitglieder die richtige Bezeichnung zu gebrauchen, führt dies für die Mitglieder seiner Kirche zu vermehrtem Glauben und gewährt ihnen Zugang zu größerer geistiger Kraft.
Aus dem Leben von Russell M. Nelson
In Präsident Russell M. Nelsons Zeit als Generalautorität kam wiederholt die Frage auf, wie denn der richtige Name der Kirche zu handhaben sei. Präsident Nelson erzählt:
„Sobald sich eine Abteilung oder Organisation der Kirche ansatzweise mit der Absicht trug, die Bezeichnung Mormone oder das englische Kürzel LDS einzusetzen, kam das Thema erneut zur Sprache. Bei der anhaltenden Debatte über solcherlei ‚Spitznamen‘ wurde unweigerlich die Meinung laut, Begriffe wie Mormone oder LDS wären einfach zu fest im Wortschatz der Kirche verankert, als dass man sie weglassen könnte. Die Website der Kirche hieß lds.org, und die E-Mail-Adressen von Führern und Angestellten der Kirche endeten ebenfalls mit @lds.org. Auch die weiterführende Liste dieser Bezeichnungen konnte sich sehen lassen: der Tabernakelchor etwa hieß im Englischen Mormon Tabernacle Choir, der Sozialdienst der Kirche enthielt die Abkürzung LDS; es gab die Kampagne ‚Ich bin Mormone‘ sowie Mormon.org und Mormon Channel.
Einer weitverbreiteten Ansicht zufolge sei es einfach nicht machbar, den richtigen Namen der Kirche hervorzuheben, da die Presse niemals mitziehen würde, da es im digitalen Zeitalter viel zu spät sei, um im Internet eine derart gewaltige Veränderung herbeizuführen, und da wir als Mitglieder ja selbst diese Übertretung am allermeisten begehen. … Nichts davon änderte jedoch etwas an der Tatsache, dass vielen von uns am Hauptsitz der Kirche bewusst war, dass dieses Thema angegangen werden sollte.“
Im Mai 2018 unternahm Präsident Nelson eine Kurzreise mit Präsident M. Russell Ballard, dem Amtierenden Präsidenten des Kollegiums der Zwölf Apostel. Ausführlich besprachen sie dabei auch dieses Thema. Nach seiner Rückkehr sprach Präsident Nelson seine Ratgeber abermals auf dieses Thema an, und sie hatten das Gefühl, es sei nun an der Zeit, die Sache anzugehen. Daraufhin sandte Präsident Nelson einen Brief an Präsident Ballard, in dem er dem Kollegium der Zwölf Apostel den Auftrag gab, die Änderung vorzunehmen.
Am 16. August 2018 gab Präsident Nelson eine Erklärung zur Bedeutung des Namens der Kirche ab. Sechs Wochen später sprach er bei der Herbst-Generalkonferenz 2018 darüber, wie wichtig es ist, den richtigen Namen der Kirche zu verwenden. Unter Präsident Ballard wurden innerhalb eines Jahres die Namen der Websites der Kirche und ebenso E-Mail-Adressen, Seiten in sozialen Netzwerken und die Bezeichnung vieler weiterer Einrichtungen der Kirche geändert.
„Wenn es bei dieser Debatte um die Bezeichnung einer von Menschen gegründeten Organisation ginge, der ein neues Image und daher ein neuer Firmenname zu verpassen sei, hätten sich die Argumente der kritischen Stimmen vielleicht durchgesetzt“, meinte Präsident Nelson. „Doch die Wege des Herrn sind nicht die Wege der Menschen. Wir waren überzeugt, dass der Herr uns bei dieser wichtigen Aufgabe führen werde, wenn wir uns in Geduld üben und sorgsam unseren Teil erfüllen.“
Lehren von Russell M. Nelson
Der Erretter sagt klar und deutlich, wie der Name seiner Kirche lauten soll
Der Herr hat mir bewusst gemacht, wie wichtig der Name ist, den er für seine Kirche, nämlich Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, festgelegt hat. …
Joseph Smith gab der Kirche, die durch ihn wiederhergestellt wurde, keinen Namen, und auch Mormon tat das nicht. Der Erretter selbst sagte: „Denn so soll meine Kirche in den letzten Tagen genannt werden, nämlich: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.“ [Lehre und Bündnisse 115:4.]
Noch viel früher, im Jahr 34 n. Chr., als unser auferstandener Herr Mitgliedern seiner Kirche im alten Amerika erschien, gab er ihnen ähnliche Anweisungen. Er sagte damals:
„Ihr [sollt] die Kirche nach meinem Namen benennen. …
Und wie soll es meine Kirche sein, wenn sie nicht nach meinem Namen benannt wird? Denn wenn eine Kirche nach dem Namen des Mose benannt wird, dann ist sie die Kirche des Mose, oder wenn sie nach dem Namen eines Menschen benannt wird, dann ist sie die Kirche eines Menschen; wenn sie aber nach meinem Namen benannt wird, dann ist sie meine Kirche.“ [3 Nephi 27:7,8.]
Somit ist der Name der Kirche nicht verhandelbar. Wenn der Erretter deutlich sagt, wie der Name seiner Kirche lauten soll, und seine Aussage mit „So soll meine Kirche genannt werden“ beginnt, meint er es ernst. Und wenn wir zulassen, dass Spitznamen verwendet werden, oder derlei Namen selbst übernehmen oder gar befürworten, nimmt er Anstoß.
Vertiefende Frage
Welchen Unterschied macht es seither, dass Sie in Ihren Gesprächen den vollständigen Namen der Kirche nennen?
Wenn wir den Namen des Erretters auf uns nehmen wollen, ist es unerlässlich, den richtigen Namen der Kirche zu verwenden
Was geht mit einem Namen oder, in diesem Fall, einem Spitznamen einher? Bei Spitznamen der Kirche wie „die Mormonenkirche“ oder „Kirche der Heiligen der Letzten Tage“ ist das Entscheidende, dass der Name des Erretters fehlt. Wenn wir den Namen des Herrn aus der Kirche des Herrn herausnehmen, ist das ein großer Sieg für den Satan. Wenn wir den Namen des Erretters streichen, missachten wir damit gewissermaßen alles, was Jesus Christus für uns getan hat – selbst sein Sühnopfer.
Betrachten Sie dies einmal aus seiner Sicht: Im vorirdischen Dasein war er Jehova, der Gott des Alten Testaments. Auf Weisung seines Vaters schuf er diese Welt und weitere Welten [siehe Mose 1:33]. Er beschloss, sich dem Willen seines Vaters zu fügen und etwas für alle Kinder Gottes zu tun, was kein anderer tun konnte! Er ließ seine Herrlichkeit hinter sich, um als der Einziggezeugte des Vaters im Fleisch zur Erde zu kommen. Er wurde auf abscheuliche Weise geschmäht, verspottet, angespien und gegeißelt. Im Garten Getsemani nahm unser Erretter jeden Schmerz, jede Sünde und alle Qualen und Leiden auf sich, die Sie und ich und alle anderen, die je gelebt haben oder leben werden, je durchgemacht haben. Unter dieser qualvollen Last blutete er aus jeder Pore [siehe Lehre und Bündnisse 19:18]. All dieses Leid wurde noch schmerzlicher, als er auf Golgota auf grausame Weise gekreuzigt wurde.
Durch diese qualvollen Erlebnisse und seine spätere Auferstehung – sein unbegrenztes Sühnopfer – gewährte er allen Unsterblichkeit und erlöste einen jeden von uns von den Auswirkungen der Sünde, sofern wir umkehren.
Nach der Auferstehung des Erretters und dem Tod seiner Apostel stürzte die Welt in jahrhundertelange Finsternis. Dann, im Jahr 1820, erschienen Gottvater und sein Sohn Jesus Christus dem Propheten Joseph Smith, um die Wiederherstellung der Kirche des Herrn einzuleiten.
Nach allem, was der Erretter ertragen hat – und nach allem, was er für die Menschheit getan hat –, erkenne ich und bereue zutiefst, dass wir es in der wiederhergestellten Kirche des Herrn unbewusst hingenommen haben, dass man uns mit anderen Namen bezeichnet, Bezeichnungen, bei denen der heilige Name Jesu Christi ausgelöscht ist!
Jeden Sonntag erneuern wir, wenn wir würdig vom Abendmahl nehmen, unser heiliges Versprechen dem Vater im Himmel gegenüber, dass wir bereit sind, den Namen seines Sohnes Jesus Christus auf uns zu nehmen [siehe Moroni 4:3]. Wir versprechen, ihm zu folgen, umzukehren, seine Gebote zu halten und immer an ihn zu denken.
Wenn wir seinen Namen von seiner Kirche weglassen, entfernen wir unabsichtlich den Herrn als Mittelpunkt unseres Lebens.
Den Namen des Erretters auf uns nehmen umfasst, dass wir anderen – durch unsere Taten und unsere Worte – kundtun und ihnen bezeugen, dass Jesus der Messias ist. Haben wir bislang solche Angst davor gehabt, jemanden, der uns als „Mormonen“ bezeichnet, zu kränken, dass wir nicht einmal den Erretter selbst verteidigt haben und für ihn eingetreten sind, auch wenn es um den Namen seiner Kirche geht?
Wenn wir als Volk und als Einzelne Zugang zur Macht des Sühnopfers Jesu Christi haben wollen – um geläutert und geheilt, gestärkt und groß gemacht und letztendlich erhöht zu werden –, müssen wir ohne Wenn und Aber anerkennen, dass er die Quelle dieser Macht ist. Wir können damit anfangen, dass wir seine Kirche so bezeichnen, wie er es festgelegt hat.
Den Namen des Herrn nimmt jeder als Einzelner auf sich, doch auch als Volk nehmen wir seinen Namen auf uns. Wenn wir als Volk den Namen Christi auf uns nehmen wollen, ist es unerlässlich, dass wir mit Begeisterung den richtigen Namen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verwenden.
Vertiefende Frage
In welchen Situationen könnten Sie für den Erretter Zeugnis geben, indem Sie den vollständigen Namen der Kirche verwenden?
Die Kirche ist das Mittel, durch das der Meister sein Werk verrichtet
Gewiss ist jedes Wort, das aus dem Mund des Herrn hervorkommt, kostbar. Jedes Wort im Namen der Kirche muss also wichtig sein – und Gott hat es aus einem bestimmten Grund vorgesehen. Wenn wir uns mit den Schlüsselwörtern dieses Namens befassen, können wir die volle Bedeutung des Namens besser verstehen. …
Das erste Wort, das der Herr für seine irdische Organisation ausgewählt hat, lautet Kirche.
Dies ist ein wichtiger Teil des Namens, denn die Kirche ist die offizielle Organisation der getauften Gläubigen, die den Namen Christi auf sich genommen haben [siehe Lehre und Bündnisse 18:21-25].
Das Fundament der Kirche ist die Tatsache, dass Gott unser Vater und sein einziggezeugter Sohn, Jesus Christus, der Erretter der Welt ist. Das Zeugnis und die Inspiration des Heiligen Geistes bestätigen diese Tatsache.
Die Kirche ist das Mittel, durch das der Meister sein Werk verrichtet und seine Herrlichkeit verleiht. Ihre heiligen Handlungen und dazugehörigen Bündnisse sind der größte Lohn für unsere Mitgliedschaft. Viele Organisationen können uns Gemeinschaft und gute Lehren bieten, aber nur die Kirche des Herrn kann Taufe, Konfirmierung, Ordinierung, das Abendmahl, den Patriarchalischen Segen und die heiligen Handlungen des Tempels bieten – und das alles durch die Macht des bevollmächtigten Priestertums. Diese Macht soll allen Kindern des himmlischen Vaters ungeachtet ihrer Nationalität zum Segen gereichen:
„Die Schlüssel des Reiches Gottes sind dem Menschen auf Erden überantwortet, und von da an wird das Evangelium bis an die Enden der Erde hinrollen.“ [Lehre und Bündnisse 65:2.] …
Diese Kirche, die auf Weisung des Allmächtigen errichtet wurde, erfüllt Verheißungen aus biblischen Zeiten. Sie gehört zur „Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat“ (Apostelgeschichte 3:21). Vom Herrn selbst wurde sie wiederhergestellt, von ihm hat sie ihren Namen.
Er sprach auch diese feierliche Warnung aus: „Darum sollen alle Menschen sich in Acht nehmen, wie sie meinen Namen auf ihre Lippen nehmen.“ Und er fügte hinzu: „Denkt daran: Das, was von oben kommt, ist heilig und muss mit Sorgfalt … gesprochen werden.“ (Lehre und Bündnisse 63:61,64.) Darum haben wir Ehrfurcht vor dem Namen, den er für seine Kirche bestimmt hat, wie wir auch vor seinem heiligen Namen Ehrfurcht haben.
Als Mitglieder seiner Kirche dürfen wir an ihrer göttlichen Bestimmung mitwirken. Mögen wir ihn ehren, der gesagt hat: „So soll meine Kirche … genannt werden, nämlich: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.“ [Lehre und Bündnisse 115:4.]
Vertiefende Frage
Auf welche Weise vollbringt der Erretter durch seine Kirche sein Werk und verleiht seine Herrlichkeit?
Der Titel der Kirche trägt den heiligen Namen Jesu Christi
Auf göttliche Weisung hin trägt der Titel der Kirche den heiligen Namen Jesu Christi, dessen Kirche dies ist. Das hat er mehrmals so verfügt. …
Wir verehren Gott, den ewigen Vater, im Namen seines Sohnes durch die Macht des Heiligen Geistes. Wir wissen, dass Jesus vor seiner Geburt Jehova war, der Gott des Alten Testaments. Wir wissen, dass er der „Eckstein“ ist, auf dem die Organisation seiner Kirche beruht [Epheser 2:20]. Wir wissen, dass er der Fels ist, von dem aus seinen bevollmächtigten Knechten und allen, die ihn würdig suchen, Offenbarung zuteilwird [siehe Helaman 5:12; Lehre und Bündnisse 88:63].
Wir wissen, dass er in die Welt gekommen ist, um den Willen seines Vaters zu tun, der ihn gesandt hat [siehe 3 Nephi 27:13]. Seine göttliche Mission bestand darin, das Sühnopfer zustande zu bringen, das die Bande des Todes zerreißen und uns befähigen sollte, Unsterblichkeit und ewiges Leben zu erlangen.
Die göttliche Mission des lebendigen Herrn ist noch nicht beendet. Eines Tages werden wir vor seinem Richterstuhl stehen. Über dieses Ereignis hat er gesagt:
„Wer umkehrt und sich in meinem Namen taufen lässt, der wird erfüllt werden; und wenn er bis ans Ende ausharrt, siehe, ihn will ich vor meinem Vater schuldlos halten an dem Tag, da ich dastehe, um die Welt zu richten.“ [3 Nephi 27:16.]
Wir verehren den Namen Jesu Christi. Er ist unser auferstandener Erlöser.
Vertiefende Frage
Inwiefern ist Jesus der „Eckstein“ der Kirche?
In den Letzten Tagen wird der Geist des Herrn über die Erde ausgegossen
Die Formulierung der Letzten Tage ist ein Ausdruck, der besonders für Übersetzer schwierig ist, die in Sprachen übersetzen, in denen es keinen passenderen Begriff gibt. In manchen Übersetzungen wird vielleicht der Eindruck erweckt, es würde sich um die letzten noch verbleibenden Tage handeln.
Es stimmt, dass in den heiligen Schriften die letzten Tage des zeitlichen Daseins der Erde als telestiale Sphäre vorhergesagt werden. Die Erde wird dann erneuert werden und ihre paradiesische – oder terrestriale – Herrlichkeit empfangen. Letzten Endes wird die Erde ihren celestialen Zustand erhalten. Doch diesem allerletzten Tag gehen die Letzten Tage voraus!
Wir leben in diesen Letzten Tagen, und sie sind wirklich bemerkenswert. Der Geist des Herrn ergießt sich über alle Bewohner der Erde, genau so, wie es der Prophet Joël vorausgesagt hat. Seine Prophezeiung war so bedeutend, dass der Engel Moroni sie dem Propheten Joseph Smith erneut bestätigte [siehe Joël 3:1-5; Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:41].
Jahrtausendelang waren die alten Methoden beim Ackerbau, Reisen und Informationsaustausch weitgehend unverändert geblieben. Seit der Geburt Joseph Smiths haben sie sich jedoch bemerkenswert rasant entwickelt.
Joseph Smith war schon seit langem als Gottes Prophet für die Wiederherstellung des Evangeliums in der Fülle der Zeiten vorherordiniert worden [siehe 2 Nephi 3:7-15]. Fünfundzwanzig Jahre nach seiner Geburt wurde die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage offiziell gegründet. …
Die göttliche Verheißung erfüllt sich, nämlich dass dieses wiederhergestellte Evangelium „jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk gepredigt“ wird [Lehre und Bündnisse 133:37]. … Gewiss wird die Hand des Herrn offenbar. Er hat gesagt: „Ich werde mein Werk in seiner Zeit beschleunigen“ [Lehre und Bündnisse 88:73], und diese Zeit der Beschleunigung ist jetzt.
Alle Propheten des Alten und des Neuen Testaments und des Buches Mormon haben unsere Zeit vorhergesehen. Sie und ich, wir dürfen mitmachen. Ist das nicht aufregend? Ich kann es kaum erwarten, jeden Tag aus dem Bett zu hüpfen und zu sehen, was heute geschieht.
Vertiefende Frage
Inwiefern erleben Sie, wie der Geist des Herrn in diesen Letzten Tagen über die Erde ausgegossen wird?
Ein Heiliger ist jemand, der an Christus glaubt und um seine vollkommene Liebe weiß
Ein Schlüsselwort ist der Heiligen. …
Obwohl 98 Mal in der englischen Bibel gebraucht, wird der Begriff Heilige noch immer nicht richtig verstanden. Manche halten ihn fälschlicherweise für eine Seligsprechung oder den Ausdruck von Vollkommenheit. Das stimmt nicht! Ein Heiliger ist jemand, der an Christus glaubt und um seine vollkommene Liebe weiß. Der Heilige gibt anderen von dieser Liebe, und er empfängt sie mit aufrichtiger Dankbarkeit. Ein Heiliger dient anderen und weiß: Je mehr er dient, desto besser kann der Geist heiligen und reinigen.
Ein Heiliger verschließt sich nicht den Bitten seiner Mitmenschen – nicht nur dem, was sie sagen, sondern auch dem, was sie nicht sagen. Ein Heiliger unterscheidet sich von jemandem, der auf Bedenken vielleicht egoistisch oder gleichgültig reagiert, ganz nach dem Motto: „Was geht mich das an?“ Ein wahrer Heiliger sagt: „Das geht mich sehr wohl etwas an!“ Tun ist ein Tätigkeitswort und wird zur treibenden Kraft dessen, der sich um andere kümmert.
Ein Heiliger hält sich von Müßiggang fern (siehe Alma 38:12) und trachtet nach Wissen durch Studium und auch durch Glauben. Bildung erleichtert nicht nur die Kommunikation mit anderen, sie befähigt einen auch, Wahrheit von Irrtum zu unterscheiden, insbesondere durch das Studium der heiligen Schriften.
Ein Heiliger ist ehrlich und freundlich, kommt seinen finanziellen Verpflichtungen unverzüglich und vollständig nach und behandelt andere so, wie er selbst behandelt werden möchte.
Ein Heiliger ist ein ehrenwerter Staatsbürger, der weiß, dass genau das Land, das einem Möglichkeiten und Schutz bietet, Unterstützung verdient – dazu gehört die prompte Bezahlung der Steuern und die Beteiligung am gesetzlich vorgeschriebenen politischen System.
Ein Heiliger legt Meinungsverschiedenheiten ehrenhaft und friedlich bei und ist stets zuvorkommend – auch wenn er zur Hauptverkehrszeit unterwegs ist.
Ein Heiliger meidet alles, was unrein oder erniedrigend ist, und vermeidet es, auch das Gute zu übertreiben.
Vor allem jedoch ist ein Heiliger ehrfürchtig. Er ist beseelt von Ehrfurcht vor dem Herrn, vor der Erde, die er erschaffen hat, vor den Führern, vor der Würde seiner Mitmenschen, vor dem Gesetz, vor der Heiligkeit des Lebens, vor Gemeindehäusern und anderen Gebäuden – all das sind Zeichen einer heiligen Einstellung.
Ein ehrfürchtiger Heiliger liebt den Herrn und räumt dem Halten seiner Gebote höchste Priorität ein. Das tägliche Gebet, regelmäßiges Fasten, das Zahlen des Zehnten und der Opfergaben sind Rechte, die einem treuen Heiligen wichtig sind.
Und ein Heiliger ist auch jemand, der die Gaben des Geistes empfängt, die Gott all seinen treuen Söhnen und Töchtern verheißen hat.
Vertiefende Frage
Inwiefern veranlasst Sie Präsident Nelsons Beschreibung eines Heiligen dazu, Ihr Leben zu verbessern?
Er, dessen Kirche dies ist, wird seine Macht und seine Segnungen ausgießen
Sollte jemand Sie fragen: „Sind Sie Mormone?“, könnten Sie antworten: „Sie möchten wahrscheinlich wissen, ob ich Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bin. Ja, das bin ich.“
Wenn jemand fragt: „Sind Sie ein Heiliger der Letzten Tage?“, dann könnten Sie erwidern: „Ja, das bin ich. Ich glaube an Jesus Christus und bin Mitglied seiner wiederhergestellten Kirche.“
Meine lieben Brüder und Schwestern, ich verheiße Ihnen: Wenn wir unser Bestes geben, um den richtigen Namen der Kirche des Herrn wiederherzustellen, wird er, dessen Kirche es ist, seine Macht und seine Segnungen auf das Haupt der Heiligen der Letzten Tage ausgießen wie nie zuvor [siehe Lehre und Bündnisse 121:33]. Die Erkenntnis und die Macht Gottes werden uns helfen, jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk die Segnungen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi zu bringen und die Welt auf das Zweite Kommen des Herrn vorzubereiten.
Was geht also mit einem Namen einher? Wenn es um den Namen der Kirche des Herrn geht, lautet die Antwort: „Alles!“ Jesus Christus hat uns angewiesen, die Kirche nach seinem Namen zu nennen, weil es seine Kirche ist und sie mit seiner Macht erfüllt ist.
Ich verheiße Ihnen: Wenn wir jederzeit genauestens darauf achten, für die Kirche des Erretters und deren Mitglieder die richtige Bezeichnung zu gebrauchen, führt dies für die Mitglieder seiner Kirche zu vermehrtem Glauben und gewährt ihnen Zugang zu größerer geistiger Kraft.
Vertiefende Frage
Inwiefern kann die Verwendung des vollständigen Namens der Kirche zu mehr geistiger Kraft in Ihrem Leben führen?
Aufforderungen und Verheißungen
Wenn wir den Namen der Kirche wiederherstellen, wird der Erretter seine Macht und seine Segnungen ausgießen
Meine lieben Brüder und Schwestern, ich verheiße Ihnen: Wenn wir unser Bestes geben, um den richtigen Namen der Kirche des Herrn wiederherzustellen, wird er, dessen Kirche es ist, seine Macht und seine Segnungen auf das Haupt der Heiligen der Letzten Tage ausgießen wie nie zuvor [siehe Lehre und Bündnisse 121:33]. Die Erkenntnis und die Macht Gottes werden uns helfen, jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk die Segnungen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi zu bringen und die Welt auf das Zweite Kommen des Herrn vorzubereiten.
Was geht also mit einem Namen einher? Wenn es um den Namen der Kirche des Herrn geht, lautet die Antwort: „Alles!“ Jesus Christus hat uns angewiesen, die Kirche nach seinem Namen zu nennen, weil es seine Kirche ist und sie mit seiner Macht erfüllt ist.
Wenn wir dem Namen des Erretters Aufmerksamkeit schenken, führt das zu mehr Glauben und geistiger Kraft
Ich verheiße Ihnen: Wenn wir jederzeit genauestens darauf achten, für die Kirche des Erretters und deren Mitglieder die richtige Bezeichnung zu gebrauchen, führt dies für die Mitglieder seiner Kirche zu vermehrtem Glauben und gewährt ihnen Zugang zu größerer geistiger Kraft.
Videos
Präsident Nelson spricht über den Namen der Kirche (in englischer Sprache)
Ansprachen zu diesem Thema
„Der richtige Name der Kirche“, Herbst-Generalkonferenz 2018
„So soll meine Kirche genannt werden“, Frühjahrs-Generalkonferenz 1990