Lehren der Präsidenten der Kirche
Kapitel 7: Entscheidungsfreiheit und Verantwortlichkeit


„Kapitel 7: Entscheidungsfreiheit und Verantwortlichkeit“, Lehren der Präsidenten der Kirche: Russell M. Nelson, 2023

„Kapitel 7“, Lehren: Russell M. Nelson

Eine Familie, die miteinander lacht

Kapitel 7

Entscheidungsfreiheit und Verantwortlichkeit

Entscheidungsfreiheit hatten wir bereits als Geistkinder unseres Schöpfers, ehe die Welt war. Sie ist ein Geschenk Gottes und fast so kostbar wie das Leben selbst.

Aus dem Leben von Russell M. Nelson

Kurz nachdem Russell M. Nelson zum Präsidenten der Kirche ordiniert worden war, wurde seine Frau Wendy gefragt, was sie der Welt über ihn mitteilen wolle.

„Ohne zu zögern antwortete sie: ,Dass er Offenbarung empfängt.‘ Nach einer Pause fügte sie hinzu: ,Und ganz gleich, für wie liebevoll Sie ihn halten – er ist noch liebevoller.‘

Und dem fügte sie nach einer kurzen Gedankenpause noch etwas hinzu: ,Mein Mann respektiert die Entscheidungsfreiheit anderer außerordentlich. Er ist der Inbegriff der Aussage in dem Lied „O wisse, jede Seel ist frei“. Der Text sagt alles: „Zwar segnet Gott, der Herr, mit Licht, mit Liebe, Weisheit deine Pfade; zur Wahrheit zwingen will er nicht, so unerschöpflich seine Gnade.“ So ist Russell M. Nelson.‘“

Lehren von Russell M. Nelson

Umkehr ist eine Gabe von Gott

Entscheidungsfreiheit hatten wir bereits als Geistkinder unseres Schöpfers, ehe die Welt war [siehe Alma 13:3]. Sie ist ein Geschenk Gottes und fast so kostbar wie das Leben selbst.

Als Gott dem Menschen das Recht gewährte, seinen Lebensweg selbst zu wählen, erhielt die Menschheit eine Gabe, fast so kostbar wie das Leben selbst. Wir entscheiden, auf wen wir hören wollen. Wir können frei entscheiden, woran wir glauben und was wir werden wollen. …

Selbst im vorirdischen Leben, als der Erlösungsplan ausgestaltet und für den Menschen eine Erde in Betracht gezogen wurde, blieb die Entscheidungsfreiheit bewahrt. Unser Schöpfer sagte über uns: „Wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet.“ (Abraham 3:25.)

Vertiefende Fragen

Welche Rolle spielt Entscheidungsfreiheit im Erlösungsplan Gottes? Warum ist Ihnen Entscheidungsfreiheit wichtig?

Ein wichtiges Argument für das Erdenleben besteht darin, dass hier geprüft wird, wie wir unsere Entscheidungsfreiheit ausüben

16:13

Vor unserer Geburt haben wir beim Vater im Himmel gelebt – als seine Geistkinder. Wir haben voll Vorfreude darauf gewartet, auf die Erde zu kommen und einen irdischen Körper zu erhalten. Ganz bewusst haben wir uns die Risiken des Erdenlebens gewünscht, weil sie uns den Gebrauch der Entscheidungsfreiheit und Verantwortung ermöglichen. Dieses Leben sollte ein Zustand der Bewährung sein, „eine Zeit, um sich bereitzumachen, Gott zu begegnen“ (Alma 12:24).

16:30

Warum sind wir auf der Erde? Einer der wichtigsten Gründe besteht darin, dass wir einen sterblichen Körper bekommen. Außerdem sollen wir im Erdendasein geprüft werden, sodass festgestellt werden kann, wie wir mit den Herausforderungen des Lebens umgehen. Dazu ist es erforderlich, dass wir Entscheidungen treffen, und um Entscheidungen zu treffen, brauchen wir Entscheidungsfreiheit. Ein wichtiges Argument für das Erdenleben besteht also darin, dass hier geprüft wird, wie wir unsere Entscheidungsfreiheit ausüben (siehe 2 Nephi 2:15,25).

Entscheidungsfreiheit ist eine Gabe von Gott. Wir können frei entscheiden, was wir sein und was wir tun wollen. Dazu sind uns auch Hilfen an die Hand gegeben worden. Es ist in jedem Alter ein Segen, sich mit den Eltern zu beraten. Das Gebet ist eine Verbindung mit dem Vater im Himmel und ermöglicht Eingebungen durch persönliche Offenbarung. Unter Umständen kann es auch sehr ratsam sein, sich mit einem Therapeuten oder einer ähnlichen Fachkraft und den örtlichen Führern der Kirche zu besprechen – vor allem, wenn sehr schwierige Entscheidungen anstehen.

16:58

Wo erhalten wir die Führung, die wir brauchen? Wir wenden uns an den, der uns am besten kennt, nämlich unseren Schöpfer. Er hat uns auf die Erde kommen lassen und uns die Freiheit geschenkt, unseren eigenen Weg zu wählen. In seiner großen Liebe hat er uns nicht alleingelassen. Er hat uns eine Orientierungshilfe – eine geistige Straßenkarte – geschenkt, damit wir unseren Lebensweg gut bewältigen können. Diese Hilfe bezeichnen wir als die Standardwerke: die Bibel, das Buch Mormon, das Buch Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle – und wir nennen sie so, weil sie den Standard bilden, an dem wir unser Leben ausrichten sollen, vergleichbar etwa den Standards, die in einem Normungsinstitut als Referenzrahmen dienen.

Um unser Ziel, nämlich ewiges Leben, zu erreichen, müssen wir uns an die Lehren halten, die in den heiligen Schriften und weiteren Offenbarungen, die von Propheten Gottes empfangen wurden, enthalten sind.

Im vorirdischen Leben standen Sie beim Kampf im Himmel an der Seite Jesu Christi. Dieser Konflikt zwischen Gut und Böse setzt sich heute hier auf der Erde fort. Es gibt ihn wirklich! Der Konflikt, in dem wir uns befinden, wird noch immer zwischen den Mächten des Guten und denen des Bösen ausgetragen. Auf Gottes Seite steht Jesus Christus, der vorherordiniert war, der Erretter der Welt zu sein [siehe 1 Nephi 10:4]. Auf der anderen Seite steht der Satan – ein Aufrührer, ein Vernichter der Entscheidungsfreiheit [siehe Mose 4:3].

Nach Gottes Plan ist es dem Widersacher gestattet, Sie in Versuchung zu führen, damit Sie jetzt – im sterblichen Leben – Ihre Entscheidungsfreiheit ausüben und sich entscheiden können: für das Gute statt für das Böse, für die Umkehr und dafür, zu Jesus Christus zu kommen, seine Lehren zu glauben und seinem Beispiel zu folgen. Was für eine enorme Verantwortung, was für ein enormes Vertrauen!

Ihre Entscheidungsfreiheit wird im Buch Mormon eingehend erklärt: „Darum sind die Menschen gemäß dem Fleische frei. … Und es steht ihnen frei, Freiheit und ewiges Leben zu wählen … oder Gefangenschaft und Tod zu wählen gemäß der Gefangenschaft und Macht des Teufels; denn er trachtet danach, dass alle Menschen so elend seien wie er selbst.“ [2 Nephi 2:27.] Wofür entscheiden Sie sich?

Ein weiterer Vers macht klar: „Schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht.“ [Alma 41:10.] Viele … haben versucht, diese Wahrheit auf die Probe zu stellen, und sind noch jedes Mal daran gescheitert.

Ihre Freiheit, für sich selbst zu handeln, ist für Ihren ewigen Fortschritt und Ihr ewiges Glück von so zentraler Bedeutung, dass der Widersacher außergewöhnliche Anstrengungen unternimmt, sie zu untergraben. Der Satan ist wahrhaft unermüdlich, er schläft niemals. Viele von Ihnen haben das schon erfahren. …

Werden Sie sich Prioritäten setzen, die Ihnen bei Ihren Entscheidungen helfen?

Sie treffen Ihre Entscheidungen nicht immer zwischen Gut und Böse. Bei vielen Entscheidungen muss man zwischen zwei guten Möglichkeiten wählen. Nicht alle Wahrheiten haben das gleiche Gewicht; man muss also Prioritäten setzen. Auf Ihrem Weg zu mehr Erkenntnis sollten Sie wissen, dass die wichtigste Wahrheit, die man erkennen kann, vom Herrn kommt. Als er bei seinem Vater Fürbitte einlegte, hat der Erretter dies selbst bestätigt: „Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.“ [Johannes 17:3.] Streben Sie vor allem anderen, was Sie lernen wollen, danach, Gott, Ihren Vater im Himmel, und seinen Sohn Jesus Christus zu erkennen. Lernen Sie sie so gut kennen und gewinnen Sie sie so lieb wie ich.

Eine weitere wichtige Schriftstelle ist mir mein Leben lang eine Hilfe gewesen, nämlich: „Trachtet zuerst danach, das Reich Gottes aufzubauen und seine Rechtschaffenheit aufzurichten, und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ [Joseph-Smith-Übersetzung, Matthäus 6:38, in den Studienhilfen.]

Vor allem anderen sollten Sie Entscheidungen treffen, die zum größten und herrlichsten Ziel führen, nämlich zum ewigen Leben. Darin zeigt sich für Sie Gottes große Herrlichkeit. … Entscheiden Sie sich dafür, das ewige Leben an die erste Stelle zu setzen! … Beachten Sie, wie sich andere Entscheidungen von selbst ergeben.

Vertiefende Fragen

Wenn Sie so auf Ihr Leben zurückblicken – welche Entscheidungen haben Ihnen das meiste Glück, die meiste Freude gebracht? Was haben Sie aus diesen Entscheidungen über Entscheidungsfreiheit gelernt?

Die richtige Ausübung sittlicher Entscheidungsfreiheit erfordert Glauben an Jesus Christus

16:30

Die richtige Ausübung sittlicher Entscheidungsfreiheit erfordert Glauben. Glaube an den Herrn Jesus Christus ist der erste Grundsatz des Evangeliums. Dank ihm haben Sie Ihre Entscheidungsfreiheit. Er muss die Grundlage Ihres Glaubens bilden, und dass dieser Glaube geprüft wird, ist ein wesentlicher Anlass für Ihre Entscheidungsfreiheit.

Es steht Ihnen frei, Glauben an Gott und seinen göttlichen Sohn zu entwickeln und auszuüben – Glauben an sein Wort, an seine Kirche, Glauben an seine Diener und an seine Gebote.

Es ist weder neu noch einzigartig, dass man vor schwierigen Herausforderungen steht. Vor Jahrhunderten sprach Josua von einer Entscheidung, vor der seine Familie gestanden hatte. Er erklärte:

„Entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: … Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“ [Josua 24:15.]

Wenn Sie diesen Glauben pflegen, haben Sie Anspruch darauf, dass der Heilige Geist bei Ihnen ist und Ihnen hilft, kluge Entscheidungen zu treffen.

16:22

Entscheiden Sie sich dafür, an Jesus Christus zu glauben! Falls Sie an Gottvater und seinem geliebten Sohn oder an der Echtheit der Wiederherstellung oder an der Wahrhaftigkeit der göttlichen Berufung von Joseph Smith als Prophet zweifeln, entscheiden Sie sich, zu glauben, und bleiben Sie treu. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an den Herrn und nutzen Sie andere verlässliche Quellen. Erforschen Sie sie mit dem Wunsch, zu glauben, statt in der Hoffnung, am Gefüge eines Prophetenlebens einen Makel oder in den heiligen Schriften eine Unstimmigkeit zu finden. Nähren Sie nicht Ihre Zweifel, indem Sie sie wieder und wieder mit anderen Zweiflern durchkauen. Gestatten Sie dem Herrn, Sie auf Ihrer geistigen Entdeckungsreise an die Hand zu nehmen.

Vertiefende Frage

Denken Sie an eine Situation zurück, als Sie eine Entscheidung getroffen haben, die auf den Lehren des Erretters beruht. Wie hat sich diese Entscheidung auf Ihr Leben ausgewirkt?

Wenn wir eine schlechte Entscheidung treffen, müssen wir die Konsequenzen dieser Entscheidung tragen

19:15

Wenn Sie celestial denken, stellen Sie fest, dass Sie alles vermeiden wollen, was Sie Ihrer Entscheidungsfreiheit beraubt. Jegliche Sucht – ob Online-Spiele, Glücksspiele, Schulden, Drogen, Alkohol, Zorn, Pornografie, Sex oder sogar Essen – beleidigt Gott. Warum? Weil Ihre Besessenheit Ihr Gott wird. Sie suchen darin Trost, anstatt bei ihm Trost zu suchen. Sollte Ihnen eine Sucht zu schaffen machen, bemühen Sie sich um die geistige und fachmännische Unterstützung, die Sie brauchen. Bitte lassen Sie nicht zu, dass eine Besessenheit Sie Ihrer Freiheit beraubt, Gottes fabelhaftem Plan zu folgen.

Die zersetzenden Übel Pornografie, Abtreibung und Abhängigkeit von schädlichen Substanzen wirken wie Termiten, die die Stärke einer glücklichen und glaubenstreuen Familie unterwandern. Wir können dem Übeltun nicht nachgeben, ohne unsere Familie aufs Spiel zu setzen.

Gestatten Sie Ihren Augen keinen einzigen Blick auf Pornografie und erlauben Sie sich keine anzügliche Sprache. Dieselben Entscheidungen, die wir aufgrund unserer Entscheidungsfreiheit treffen, schränken unsere künftigen Entscheidungsmöglichkeiten ein. Sie können nicht Ihre Entscheidungsfreiheit ausüben und sich dann der Verantwortung für jede Entscheidung entziehen.

[Ein] Krieg, „Abtreibung“ genannt, hat die Ausmaße einer Epidemie angenommen und die ganze Welt überzogen. …

In seltenen Fällen kann die Fortsetzung einer Schwangerschaft für die Mutter lebensbedrohlich sein. Wenn kompetente Ärzte zu dem Schluss kommen, dass das Leben des einen beendet werden muss, um das Leben des anderen zu retten, sind sich viele einig, dass es besser ist, die Mutter zu verschonen. Aber diese Umstände sind selten, vor allem dort, wo moderne medizinische Versorgung zur Verfügung steht.

Eine weitere berechtigte Sorge gilt Schwangerschaften, die durch Vergewaltigung oder Inzest entstehen. Die Tragödie dieser Delikte wird dadurch verstärkt, dass der Frau, die unschuldig beteiligt ist, die Freiheit der Wahl in dieser Beziehung verweigert wird.

Doch [nur ein kleiner Prozentsatz] aller Abtreibungen wird aus diesen beiden Gründen durchgeführt. [Die meisten] werden aus sogenannten „Gründen der Bequemlichkeit“ durchgeführt. …

[Eine] Behauptung, die aufgestellt wird, ist die, dass die Frau frei entscheiden kann, was sie mit ihrem Körper macht. Bis zu einem gewissen Grad gilt das für uns alle. Wir können frei entscheiden, was wir denken. Wir können frei entscheiden, was wir planen. Und wir können frei entscheiden, was wir tun. Doch wenn wir einmal gehandelt haben, sind wir auf keinen Fall frei von den Folgen dieser Handlung. [In den meisten Fällen] haben diejenigen, die eine Abtreibung in Erwägung ziehen, zuvor bereits bestimmte Entscheidungen getroffen.

Dieser Gedanke wird klarer, wenn wir etwa an einen Astronauten denken. Es steht ihm während des Auswahlverfahrens, der Planung und der Vorbereitung jederzeit frei, sich zurückzuziehen. Doch ist der mächtige Raketentreibstoff erst einmal gezündet, kann er sich nicht mehr frei entscheiden. Jetzt ist er an die Folgen seiner Entscheidung gebunden. Selbst wenn Schwierigkeiten auftreten und er vielleicht etwas anderes will, wurde die getroffene Entscheidung durch seine Tat besiegelt.

Das Gleiche gilt für diejenigen, die sich an der gottgegebenen Fortpflanzungskraft zu schaffen machen. Sie sind frei, etwas anderes zu wollen und vorzuhaben, doch ihre Entscheidung wird durch ihre Tat besiegelt.

16:41

Oftmals wird Entscheidungsfreiheit … missverstanden. Zwar sind wir frei, zu wählen, aber wenn wir unsere Entscheidung erst einmal getroffen haben, sind wir an die Folgen dieser Entscheidung gebunden.

Es steht uns frei, Drogen zu nehmen oder nicht. Aber nachdem wir uns einmal entschieden haben, eine abhängig machende Droge zu nehmen, sind wir an die Folgen dieser Entscheidung gebunden. Sucht tritt an die Stelle der Entscheidungsfreiheit. Durch chemische Mittel kann man buchstäblich vom eigenen Willen losgelöst werden!

Um ein Leiden zu lindern, kann ich als Arzt ein Rezept ausstellen. Als ordinierter Apostel erflehe ich als Rezept den geistigen Segen einer ewigen Perspektive. Diese beiden Bestandteile gemeinsam vermögen ihrem rechtmäßigen Besitzer die Gabe der Entscheidungsfreiheit zurückzugeben.

Vertiefende Frage

Welche Entscheidungen schränken jemanden in seiner Entscheidungsfreiheit ein?

Beim Jüngsten Gericht werden Sie über Ihren Glauben, Ihre Hoffnungen, Ihre Werke und Ihre Sünden Rechenschaft ablegen

16:30

Eines Tages werden Sie (und ich) sterben, auferstehen, gerichtet werden und einen Platz in ewigen Gefilden zugewiesen bekommen. Mit jedem Sonnenuntergang kommen Sie dem unvermeidlichen Tag des Gerichts näher. Dann werden Sie aufgefordert, über Ihren Glauben, Ihre Hoffnungen und Ihre Werke Rechenschaft abzulegen. Der Herr hat gesagt:

„Damit jedermann in der Lehre und dem Grundsätzlichen … gemäß der sittlichen Entscheidungsfreiheit handeln kann, die ich ihm gegeben habe, damit jedermann am Tag des Gerichts für seine Sünden selbst verantwortlich sei.“ [Lehre und Bündnisse 101:78.]

Da ja alle auferstehen, wird auch Ihr Körper zu seiner rechten und vollkommenen Gestalt wiederhergestellt werden. Der Tag Ihrer Auferstehung wird ein Tag des Gerichts sein, bei dem festgelegt wird, was für eine Art Leben Sie anschließend führen werden.

In dieses Urteil fließen nicht nur Ihre Taten, sondern auch Ihre ureigensten Absichten und Herzenswünsche mit ein. Die Gedanken eines jeden Tages gehen nicht verloren. In den heiligen Schriften ist von einer klaren Erinnerung (siehe Alma 11:43) und einer vollkommenen Erinnerung (siehe Alma 5:18) die Rede, die Ihr Verstand zur Zeit des göttlichen Gerichts bereitstellt.

Vertiefende Frage

Warum sollte uns bewusst sein, dass wir nicht allein nach unseren Taten gerichtet werden, sondern auch unsere „ureigensten Absichten und Herzenswünsche“ in das Urteil einfließen?

Machen Sie sich beim Treffen von Entscheidungen das celestiale Reich zu Ihrem ewigen Ziel

In meiner ersten Botschaft als Präsident der Kirche habe ich Ihnen empfohlen, von Anfang an das Ende vor Augen zu haben. Das bedeutet, dass Sie das celestiale Reich zu Ihrem Ziel für die Ewigkeit machen und dann sorgfältig überlegen, wohin jede der Entscheidungen, die Sie hier auf Erden treffen, Sie in der nächsten Welt bringen wird. …

19:15

Wenn Sie Entscheidungen treffen, bitte ich Sie, auf lange Sicht zu denken – auf ewige Sicht. Setzen Sie Jesus Christus an die erste Stelle, denn Ihr ewiges Leben hängt von Ihrem Glauben an ihn und sein Sühnopfer ab. Es hängt auch davon ab, ob Sie seine Gesetze befolgen. Gehorsam ebnet den Weg für ein glückliches Leben heute und einen großartigen ewigen Lohn morgen.

Das Erdenleben währt, verglichen mit der Ewigkeit, kaum eine Nanosekunde. Und doch, liebe Brüder und Schwestern – was für eine ausschlaggebende Nanosekunde ist es doch!

Erheben Sie das Herz und denken Sie daran, dass Sie frei sind, für sich selbst zu handeln – den Weg des immerwährenden Todes zu wählen oder den Weg des ewigen Lebens [siehe 2 Nephi 10:23].

Der kluge Umgang mit der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, ist für Ihr geistiges Wachstum ausschlaggebend, und zwar jetzt und in Ewigkeit. Man ist nie zu jung, um dazuzulernen, und niemals zu alt, sich zu ändern. Das Verlangen, dazuzulernen und sich zu ändern, liegt dem gottgegebenen Streben zugrunde, ewig Fortschritt zu machen. Jeden Tag haben wir Gelegenheit, Entscheidungen für die Ewigkeit zu treffen.

Vertiefende Frage

Welchen Einfluss hat es auf Ihre Entscheidungen, wenn Sie sie mit Blick auf die Ewigkeit betrachten?

Aufforderungen und Verheißungen

Entwickeln Sie Glauben an Gott und seinen erhabenen Sohn und üben Sie diesen Glauben aus

16:30

Es steht Ihnen frei, Glauben an Gott und seinen göttlichen Sohn zu entwickeln und auszuüben, Glauben an sein Wort, an seine Kirche, Glauben an seine Diener und an seine Gebote.

Es ist weder neu noch einzigartig, dass man vor schwierigen Herausforderungen steht. Vor Jahrhunderten sprach Josua von einer Entscheidung, vor der seine Familie gestanden hatte. Er erklärte:

„Entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: … Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“ [Josua 24:15.]

Wenn Sie diesen Glauben pflegen, haben Sie Anspruch darauf, dass der Heilige Geist bei Ihnen ist und Ihnen hilft, kluge Entscheidungen zu treffen.

Lassen Sie nicht zu, dass eine Besessenheit Sie Ihrer Freiheit beraubt, Gottes fabelhaftem Plan zu folgen

19:15

Wenn Sie celestial denken, stellen Sie fest, dass Sie alles vermeiden wollen, was Sie Ihrer Entscheidungsfreiheit beraubt. Jegliche Sucht – ob Online-Spiele, Glücksspiele, Schulden, Drogen, Alkohol, Zorn, Pornografie, Sex oder sogar Essen – beleidigt Gott. Warum? Weil Ihre Besessenheit Ihr Gott wird. Sie suchen darin Trost, anstatt bei ihm Trost zu suchen. Sollte Ihnen eine Sucht zu schaffen machen, bemühen Sie sich um die geistige und fachmännische Unterstützung, die Sie brauchen. Bitte lassen Sie nicht zu, dass eine Besessenheit Sie Ihrer Freiheit beraubt, Gottes fabelhaftem Plan zu folgen.

Machen Sie sich beim Treffen von Entscheidungen das celestiale Reich zu Ihrem ewigen Ziel

In meiner ersten Botschaft als Präsident der Kirche habe ich Ihnen empfohlen, von Anfang an das Ende vor Augen zu haben. Das bedeutet, dass Sie das celestiale Reich zu Ihrem Ziel für die Ewigkeit machen und dann sorgfältig überlegen, wohin jede der Entscheidungen, die Sie hier auf Erden treffen, Sie in der nächsten Welt bringen wird. …

19:15

Wenn Sie Entscheidungen treffen, bitte ich Sie, auf lange Sicht zu denken – auf ewige Sicht. Setzen Sie Jesus Christus an die erste Stelle, denn Ihr ewiges Leben hängt von Ihrem Glauben an ihn und sein Sühnopfer ab. Es hängt auch davon ab, ob Sie seine Gesetze befolgen. Gehorsam ebnet den Weg für ein glückliches Leben heute und einen großartigen ewigen Lohn morgen.

Machen Sie das ewige Leben zu Ihrer höchsten Priorität, dann ergeben sich andere Entscheidungen wie von selbst

Mehr als alles andere auf der Welt wünschen Sie sich, Entscheidungen zu treffen, die zum größten und herrlichsten Ziel führen, nämlich zum ewigen Leben. Darin zeigt sich für Sie Gottes große Herrlichkeit. Entscheiden Sie sich dafür, das ewige Leben an die erste Stelle zu setzen! … Beachten Sie, wie sich andere Entscheidungen von selbst ergeben.

Videos

Know This, That Every Soul Is Free (O wisse, jede Seel ist frei; in englischer Sprache)

1:38

We Are „Free to Choose“ (Wir können uns „frei entscheiden“; in englischer Sprache)

0:36

It Is Too Late (Es ist zu spät; in englischer Sprache)

2:2

Ansprachen zu diesem Thema

„Entscheidungen für die Ewigkeit“, Andacht für junge Erwachsene in aller Welt, 15. Mai 2022

31:24

„Denken Sie celestial!“, Herbst-Generalkonferenz 2023

19:15

„Addiction or Freedom“, Herbst-Generalkonferenz 1988

19:15

„Choices“, Herbst-Generalkonferenz 1990

16:30

„Entscheidungen für die Ewigkeit“, Herbst-Generalkonferenz 2013

14:26

„Jugend von edler Herkunft: Wofür entscheiden Sie sich?“, CES-Andacht für junge Erwachsene, 6. September 2013

57:58

„Reverence for Life“, Frühjahrs-Generalkonferenz 1985

15:20