„Mein Ehepartner ist in Haft. Was mache ich jetzt?“, Seelsorge im Gefängnis, 2023
Mein Ehepartner ist in Haft. Was mache ich jetzt?“, Seelsorge im Gefängnis
Mein Ehepartner ist in Haft. Was mache ich jetzt?
Jede Situation ist einzigartig – es gibt also keine einfache Antwort auf diese Frage. Der Herr hilft Ihnen bei Entscheidungen über Ihre Zukunft. Beten Sie stets und sprechen Sie mit vertrauenswürdigen Freunden und Beratern, wenn Sie Entscheidungen treffen müssen. Die folgenden Anregungen können hilfreich sein.
Wenn Ehepartner räumlich voneinander getrennt sind, müssen sie neue Möglichkeiten finden, sich verbunden zu fühlen und einander zu unterstützen. Sie können nicht mehr wie gewohnt auf die Bedürfnisse des anderen eingehen; es erfordert unter Umständen mehr Anstrengung. Ein Ehepaar kann jedoch etwas dafür tun, dass seine Beziehung stark bleibt:
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Finden Sie Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln. Nutzen Sie die Zeit der Trennung von Ihrem Ehepartner, um körperlich, seelisch und geistig für sich selbst zu sorgen. Befassen Sie sich mit den heiligen Schriften und erfahren Sie mehr darüber, was der Herr für Ihr Leben im Sinn hat (siehe Philipper 4:13). Besuchen Sie die Versammlungen der Kirche und gehen Sie auf vertrauenswürdige Angehörige, Freunde und Führungsverantwortliche zu, um Hilfe zu erhalten.
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Lieben Sie Ihren Ehepartner. Lassen Sie Ihren Ehepartner wissen, dass er Ihnen am Herzen liegt und dass Sie ihn vermissen. Beten Sie jeden Tag für ihn. Schreiben Sie Briefe, telefonieren Sie und besuchen Sie Ihren Ehepartner nach Möglichkeit. Briefe können Sie einander näherbringen und die Heilung fördern. Halten Sie Ihre Kinder über Veränderungen oder Verbesserungen in Ihrer Beziehung auf dem Laufenden.
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Machen Sie einander Mut. Ihr Ehepartner verliert während der Haft zuweilen vielleicht den Mut. Zeigen Sie Mitgefühl und erinnern Sie ihn daran, dass Sie ihn lieben. Ermuntern Sie Ihren Ehepartner, alle Kurse zu absolvieren, die es gibt, und sich die Zeit zu nehmen, sein Leben zu verbessern.
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Unterstützen Sie einander in geistiger Hinsicht. Die Familie kann geistig wachsen, auch wenn sie voneinander getrennt ist. Sprechen Sie über Ihre Gefühle und Ihr Zeugnis vom Evangelium. Studieren Sie die heiligen Schriften, Ansprachen von führenden Amtsträgern, die Lektionen zum Lehrplan Komm und folge mir nach! und Artikel aus den Zeitschriften der Kirche. Helfen Sie Ihrem Ehepartner, sich mit den örtlichen Führungsverantwortlichen in Verbindung zu setzen und Fortschritte bei der Umkehr zu machen (siehe Gemeindehaus-Suche). Wenn Telefonate möglich sind, machen Sie das Gebet oder das Familiengebet zum Bestandteil des Telefonats.
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Bereiten Sie sich auf die Zukunft vor. Helfen Sie Ihrem Ehepartner, sich auf das Leben nach der Haft vorzubereiten. Beraten Sie sich miteinander und setzen Sie sich sinnvolle Ziele. Stellen Sie einen Plan auf, der fortlaufendes geistiges Wachstum, die Rückkehr zur Kirche, Arbeit und fortdauernde Genesung und Veränderung umfasst.
Ressourcen der Kirche
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„With Love – from the Prodigal‘s Sister“, Ensign, Juni 1991
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John K. Carmack, „Wenn unsere Kinder irregehen“, Der Stern, März 1999
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Marvin J. Ashton, „Du kannst dein Ziel von hier aus erreichen“, Der Stern, September 1972
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Steve F. Gilliland, „Ich oder Du? Wer kommt in der Ehe zuerst?“, Der Stern, Februar 1988