„Lektion 51: Exodus 24; 32 bis 34: Die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Langmut des Herrn“, Altes Testament – Schülerleitfaden für das Seminar, 2026
Die Fülle der Zeiten, Darstellung von Greg K. Olsen
Exodus 19 und 20; 24; 31 bis 34: Lektion 51
Exodus 24; 32 bis 34
Die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Langmut des Herrn
Ruf die Seite „Das Schriftstudium“ auf, um dich geistig auf das Lernen einzustimmen.
Wie wirken die Gerechtigkeit, die Barmherzigkeit und die Langmut des Erretters zu deinem Guten zusammen? Als Mose aus der Gegenwart des Herrn zurückkehrte, stellte er fest, dass die Israeliten ihre Bündnisse gebrochen hatten. Diese Lektion kann dir die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Langmut des Herrn verdeutlichen.
Schriftstudium
Welche Dinge verleiten die Menschen in der heutigen Welt dazu, sie vor ihre Bündnisse oder ihre Beziehung zu Gott zu stellen? In Exodus 24:3-8 versprachen die Israeliten, das Bundesvolk des Herrn zu sein.
Lies Exodus 32:1-8 und achte darauf, wie die Israeliten ihren Bund gebrochen haben.
Im Alten Testament behinderte Götzendienst (Anbetung oder übermäßige Verehrung von etwas) viele Menschen in ihrer Beziehung zu Gott. Obwohl die Israeliten ihre Bündnisse brachen, ermöglichte es Gottes Plan ihnen, seine Liebe durch Barmherzigkeit und Langmut zu erfahren (siehe Exodus 34:6,7). Höre bei deinem weiteren Studium auf den Heiligen Geist und achte auf Hinweise für die Barmherzigkeit und Langmut des Herrn.
Gottes Gesetz der Gerechtigkeit
Lies Exodus 32:15-20 und achte auf die Folgen, die Israel wegen seiner Sünde tragen musste.
Wir können unsere Entscheidungsfreiheit auch dazu nutzen, zu sündigen. Doch der Herr ist immer gerecht. Deshalb können wir den Folgen unserer Sünden nicht entrinnen. Wegen der Sünde der Israeliten zerbrach Mose die Tafeln, die die Anweisungen für die heiligen Handlungen des Melchisedekischen Priestertums enthielten (siehe Exodus 32:15-19; Joseph-Smith-Übersetzung von Exodus 34:1,2 in den Studienhilfen; Lehre und Bündnisse 84:19-26). Außerdem stellte Mose das Offenbarungszelt als Symbol dafür, dass Israel die Gegenwart des Herrn verloren hatte, außerhalb des Lagers auf (siehe Exodus 33:7).
Beantworte die folgenden Fragen in deinem Notizbuch:
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Was meinst du, warum es eine so schwerwiegende Sünde war, das goldene Kalb anzufertigen und anzubeten?
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Wie können die Folgen von Sünde jemandem helfen, zum Herrn zurückzukehren?
Gottes Gesetz der Barmherzigkeit
Lies Exodus 34:6,7. Versieh die Schriftstelle mit dem Schlagwort „Christliche Eigenschaften“.
Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt, wie die Barmherzigkeit des Erretters das Gesetz der Gerechtigkeit erfüllt:
Ohne das Sühnopfer des Erretters würde der ewige Grundsatz Gerechtigkeit eine Strafe erfordern. Dank des Sühnopfers des Erretters kann bei denjenigen, die umgekehrt sind, die Barmherzigkeit siegen und es ihnen ermöglichen, in die Gegenwart Gottes zurückzukehren. Wir täten gut daran, über diese wunderbare Lehre nachzusinnen. („Stehen Sie treu zu Gott und seinem Werk“, Liahona, November 2022, S. 119)
Gehe die folgenden Studienoptionen durch. Bearbeite mindestens eine davon. Bearbeite dann den Abschnitt „Und nun?“ am Ende der Lektion.
Option A
Wie reagiert der Herr auf unsere Schwächen?
Deine Freundin Kira hat vor kurzem vom Evangelium des Erretters erfahren. Sie wollte Gottes Plan folgen und mit ihm den Bund eingehen, seine Gebote zu halten. Kira änderte ihr Leben. Sie ließ sich taufen und wurde Mitglied der Kirche des Herrn.
Nach ihrer Taufe fing Kira an, Zeit mit ihren alten Freundinnen zu verbringen, und fiel in alte Gewohnheiten zurück. Es dauerte nicht lange, da war sie wieder ganz in ihre alten, vertrauten Gewohnheiten zurückverfallen. Sie brach den Bund, den sie bei der Taufe eingegangen war.
Elder Richard G. Scott (1928–2015) vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt:
Die frohe Botschaft für all diejenigen, die die Folgen ihrer vergangenen, schlechten Entscheidungen überwinden wollen, lautet, dass der Herr Schwäche anders sieht als Auflehnung. Er weist warnend darauf hin, dass diejenigen, die von ihrer Auflehnung nicht umkehren, bestraft werden, aber wenn er von Schwächen spricht, dann stets voller Barmherzigkeit. („Innere Stärke durch das Sühnopfer Jesu Christi“, Liahona, November 2013, S. 83)
Stell dir vor, Kira liest die Worte von Elder Scott. Vervollständige Kiras Geschichte mithilfe der folgenden Aussagen in deinem Notizbuch:
Durch ihre Erfahrungen hat Kira vielleicht gelernt, dass der Vater im Himmel und Jesus Christus .
Aufgrund dessen, was Kira über den Vater im Himmel und Jesus Christus gelernt hat, entscheidet sie sich, .
Option B
Wie können wir die Barmherzigkeit Christi erfahren?
Jannick wurde im Alter von acht Jahren getauft. Er wuchs in einer gläubigen Familie auf. Aber ein paar Jahre nach seiner Taufe wollte er Dinge ausprobieren, die im Widerspruch zu Gottes Geboten standen. Es dauerte nicht lange, da brach er regelmäßig seinen Taufbund.
Elder Dale G. Renlund vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt:
Als Achtjähriger nahm ich fälschlicherweise an, das Wasser der Taufe wasche die Sünden fort. Dem ist aber nicht so. In den Jahren seit meiner Taufe habe ich gelernt, dass Sünden kraft der Macht Jesu Christi durch sein Sühnopfer weggewaschen werden, wenn wir das Taufbündnis eingehen und halten. Und durch die Gabe der Umkehr können wir dann rein bleiben. Ich habe auch erfahren, dass das Abendmahl zu einem machtvollen Kreislauf der Rechtschaffenheit führt, dank dem wir uns die Vergebung für unsere Sünden bewahren können. („Jesus Christus ist der Schatz“, Liahona, November 2023, S. 97)
Beantworte die folgenden Fragen in deinem Notizbuch:
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Mit welchen Folgen muss Jannick rechnen, wenn er seinen Taufbund bricht?
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Was würdest du Jannick sagen, damit er die Barmherzigkeit und Langmut des Herrn erkennt?
Und nun?
Lies Exodus 34:6,7 und denke darüber nach, warum es wichtig war, dass der Herr die Kinder Israel an seine Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Langmut erinnerte.
Schreibe in deinem Notizbuch einen Brief an Kira oder Jannick, der ihnen helfen könnte, auf den Weg der Bündnisse zurückzukehren. Beziehe dich dabei auf die Erfahrungen der Kinder Israel mit Gott. Dein Brief sollte Folgendes enthalten:
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Wie der Herr den Israeliten Barmherzigkeit und Langmut erwies
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Wie Kira oder Jannick die Barmherzigkeit und Langmut des Herrn in ihrem Leben erkennen können
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Dein Zeugnis für Jesus Christus und sein Sühnopfer
Gedankenaustausch
Unterrichtsziel: Dir nahebringen, dass der Herr gerecht, barmherzig und langmütig ist.
Teile deinem Lehrer oder deiner Klasse zu einem oder mehreren der folgenden Punkte etwas mit:
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Den Brief, den du an Kira oder Jannick geschrieben hast
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Wie du die Barmherzigkeit und Langmut des Herrn in deinem Leben erkennst
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Etwas, was du konkret getan hast, um das Ziel dieser Lektion zu erreichen
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Jegliche Fragen, die dir bei dieser Lektion in den Sinn gekommen sind. Wie wirst du versuchen, Antworten auf deine Fragen zu finden?