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Hilfsmittel


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Was ist ein PEF-Darlehen?

Verteilen Sie die Rollen und lesen Sie die Texte entsprechend vor.

BRUDER AUS BRASILIEN: Als ich von Mission nach Hause gekommen bin, wollte ich mich unbedingt weiterbilden. Ich habe es jedes Jahr wieder versucht, aber ich wurde an keiner Hochschule angenommen. Ich habe immer gehofft, die Ausbildung würde einmal weniger kosten, aber das war nie so. Sie wurde immer teurer, und es wurde immer schwieriger, sie zu bekommen.

SCHWESTER AUS HAITI: In Haiti geht es nicht ohne eine Ausbildung. Ohne eine Ausbildung kommt man dort nicht weiter.

BRUDER AUS ARGENTINIEN: Ich habe die gleichen Träume wie alle jungen Leute in der Kirche. Ich möchte eine Familie gründen und in der Kirche dienen. Und dafür brauche ich eine gute Arbeit.

PRÄSIDENT HINCKLEY: Um dem Abhilfe zu schaffen, schlagen wir einen Plan vor – einen Plan, von dem wir glauben, dass er vom Herrn inspiriert ist. … [Er wird] Ständiger Ausbildungsfonds heißen.

VANDERLEI: Als ich von Mission nach Hause gekommen bin, hatte ich keine Möglichkeit, zu studieren. Aber plötzlich ging es doch! Der Ständige Ausbildungsfonds wurde eingerichtet, und ich war unbeschreiblich glücklich! Ich bin zur Hochschule gegangen, habe mich eingeschrieben und für den Studiengang bezahlt. Ich habe mein Bestes gegeben und war erfolgreich. Ich war der Beste in meinem Jahrgang! Vor meinem Studium war ich ein Arbeiter. Ich habe von anderen Anweisungen erhalten. Nach meinem Studium wurde ich eingestellt, um ein Team mit 450 Leuten zu leiten. Auch bekomme ich jetzt ein wesentlich besseres Gehalt. Meine Frau muss jetzt nicht mehr arbeiten. Sie kann sich um unsere Kinder kümmern, was für uns das Wichtigste ist. Und ich kann mich voller Liebe meinen Aufgaben in der Kirche widmen. Ich kann voller Hingabe dienen. Mein Leben und das Leben meiner Familie hat sich dadurch wirklich sehr verändert.

NADINE: Ich will tun, was ich nur kann, um das Darlehen zurückzuzahlen, weil ich weiß, dass es anderen hilft, an dem Programm teilzunehmen und eine Ausbildung zu erhalten. Man muss ehrlich sein, wenn man an diesem Programm teilnimmt.

CARLOS: In meinem Patriarchalischen Segen wird gesagt, dass ich diese Gelegenheit haben werde. Und es hat sich erfüllt. Für uns geht es beim Ständigen Ausbildungsfonds nicht nur um Geld. Für uns ist er eine Prophezeiung. Er ist heilig.

KEVIN: Ich hatte das Gefühl, der Prophet hätte mich und meine Lebensumstände gesehen. Und dann war es, als hätte er gesagt: „Ich muss dir helfen.“

PRÄSIDENT HINCKLEY: Der Weg liegt klar vor uns, der Bedarf ist enorm und der Herr hat uns den Weg gezeigt. Es wird sich für alle, die damit in Berührung kommen, als Segen erweisen – für die jungen Männer und Frauen, für deren zukünftige Familie und für die Kirche. Wir beten voller Demut und Dankbarkeit, dass Gott dieses Unterfangen gedeihen lässt.

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Was sind die Voraussetzungen, um ein PEF-Darlehen zu erhalten?

  • an der Gesprächsgruppe „Eine gute Ausbildung für einträgliche Arbeit“ teilnehmen; das Arbeitsblatt mit dem PEF-Darlehensplan ausfüllen

  • einen Beruf, eine Ausbildungsstätte und eine Ausbildung von den Auswahllisten der Abteilung Eigenständigkeitsförderung heraussuchen; Ausnahmen auf Anfrage

  • einen PEF-Mentor suchen, der einen bei der Ausbildung, der Arbeit und den Rückzahlungen unterstützt

  • am Institut teilnehmen (für junge Alleinstehende)

  • 18 Jahre oder älter sein

  • tempelwürdig sein und eine Berufung tragen

  • die Empfehlung eines Priestertumsführers einholen

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Wofür kann das Darlehen aus dem Ständigen Ausbildungsfonds (PEF) verwendet werden? Wie werden die Rückzahlungen getätigt?

Mit dem PEF-Darlehen kann Folgendes bezahlt werden:

  • eine Ausbildung oder Weiterbildung, die zu einem vor Ort anerkannten Beruf führt oder eine Unternehmensgründung ermöglicht

  • die Studiengebühr/das Schulgeld (wird direkt an die Ausbildungsstätte gezahlt), Bücher und einige Utensilien

Die Richtlinien für die Rückzahlung des Darlehens sind:

  • Die geforderten Beträge und Anweisungen für die Rückzahlung sind für jedes Land separat erhältlich.

  • Die Rückzahlung erfolgt über Geldbeträge, die durch leistungsgebundene Vergünstigungen gesenkt werden können.

    • Die leistungsgebundenen Vergünstigungen senken den Rückzahlungsbetrag wie folgt:

      • jährliche Reduzierung um 5 % des Jahresbetrags bei guten Noten (die Definition von „gute Noten“ entnehmen Sie bitte der PEF-Broschüre)

      • Reduzierung um 10 % bei Abschluss der Ausbildung

      • Reduzierung um 10 %, wenn die im Plan festgelegten Ziele erreicht werden (Beruf und Höhe des Einkommens)

      • 25 % Zuschuss auf jede rechtzeitig eingehende Rückzahlungsrate

      • zusätzliche Reduzierung des Restbetrags um 10 %, wenn das Darlehen frühzeitig zurückgezahlt wird

    • Monatliche Rückzahlungen während der Ausbildung

      • erste Rückzahlung muss erfolgen, bevor die Ausbildungsstätte Geld erhält

      • bei günstigeren, kürzeren Ausbildungen sind während der Ausbildung niedrigere Monatsraten zurückzuzahlen

      • bei teureren, längeren Ausbildungen sind während der Ausbildung höhere Monatsraten zurückzuzahlen

    • Monatliche Rückzahlungen ab sechs Monaten nach Abschluss oder Abbruch der Ausbildung

      • Betrag entsprechend der Höhe des Darlehens und der Länge der Ausbildung

      • beinhalten einen geringen Zinssatz

      • können bei voller Ausnutzung der Leistungsanreize in drei bis vier Jahren vollständig zurückgezahlt werden

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Der PEF-Mentor

Was ist ein PEF-Mentor?

Ein PEF-Mentor ist eine Person, die Sie bei der Ausbildung, der Arbeit und den Rückzahlungen unterstützt. Der PEF-Mentor übernimmt keine Bürgschaft, leistet keine Garantien und hat auch keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem PEF-Darlehen.

Wie suche ich mir einen PEF-Mentor aus?

Bitten Sie eine Person mit Verantwortungsbewusstsein und der nötigen Reife darum, Ihr PEF-Mentor zu sein. Sie können zum Beispiel jemanden auswählen, der von Ihrem Vorhaben weiß und mit dem Sie über die Berufswahl und die Ausbildungsstätten gesprochen haben. Die Person kann, muss aber kein Mitglied der Kirche sein.

Um auf der PEF-Website die Seite für den PEF-Mentor aufrufen zu können, braucht dieser ein Internetkonto bei der Kirche (LDS Account). Sie benötigen von Ihrem PEF-Mentor die folgenden Angaben, um das PEF-Onlineformular für den Darlehensantrag auszufüllen:

  1. LDS-Account-Benutzername (optional) (Die Registrierung für ein Internetkonto bei der Kirche ist ohne Einschränkungen möglich.)

  2. Telefon

  3. Telefon (weitere Nummer)

  4. E-Mail

Ein Beauftragter für den Ständigen Ausbildungsfonds wird sich mit Ihrem PEF-Mentor in Verbindung setzen, um zu fragen, ob er die Aufgabe des Mentors übernimmt.

Was muss mein PEF-Mentor wissen und tun?

Ihr Mentor:

  • sollte wissen, dass er keinerlei finanzielle Verantwortung für Ihr PEF-Darlehen übernimmt

  • steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn Sie in der Ausbildung, bei der Arbeit oder bei den Rückzahlungen vor Herausforderungen stehen, und unterstützt Sie darin, Ihren Zahlungsverpflichtungen für die Rückzahlung des PEF-Darlehens nachzukommen

  • muss damit einverstanden sein, von PEF-Beauftragten und Priestertumsführern telefonisch oder elektronisch kontaktiert zu werden, um Ihren Fortschritt zu besprechen

  • muss die Konditionen Ihres PEF-Darlehens vertraulich behandeln

  • muss zustimmen und genehmigen, dass die Verwaltung des Ständigen Ausbildungsfonds im Zusammenhang mit seiner Rolle als PEF-Mentor auf Daten aus dem Mitgliederverzeichnis zugreift und diese sammelt und verarbeitet

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PEF-Darlehensplan

PEF-Darlehensplan (Fortsetzung)

Bescheinigung des Moderators

(Name) hat an vier Treffen der Gruppe Eine gute Ausbildung für einträgliche Arbeit teilgenommen und ist darauf vorbereitet, ein Darlehen aus dem Ständigen Ausbildungsfonds (PEF) zu beantragen.

Name des Moderators

Unterschrift des Moderators

Datum

Priesthood Leader Endorsement (Empfehlung des Priestertumsführers)

Dieses Formular erhalten Sie in Ihrem Center für Eigenständigkeitsförderung oder online unter srs.lds.org/pef. Bringen Sie zum Gespräch mit Ihrem Priestertumsführer Ihren PEF-Darlehensplan (Seite 73 und 74) mit.

interview and endorsement form

Grundlegende Lehren zur Eigenständigkeit – für Priestertumsführer und Antragsteller

Glaube an Jesus Christus
LuB 104:15; Ether 12:27

Vertrauen Sie darauf, dass es Gottes Wille ist, für seine Heiligen in zeitlichen Belangen zu sorgen, und dass er alle Macht hat, dies zu tun.

Gehorsam
LuB 130:21; Matthäus 7:21

Der Segen der Eigenständigkeit wird uns zuteil, wenn wir die Gebote und Verordnungen befolgen, auf denen Eigenständigkeit beruht.

Der Mensch muss handeln
2 Nephi 2:16,26

Eigenständigkeit steht für Selbsthilfe, nicht für einen Anspruch auf Hilfe. Sie müssen arbeiten. Sie sollen selbständig handeln und nicht auf sich einwirken lassen.

Einigkeit und Dienst am Nächsten
Mose 7:18; LuB 56:16,17

Die Armen und die Reichen müssen eins sein. Alle müssen einander dienen und füreinander Nächstenliebe haben.

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Zugriff auf das PEF-Onlineformular für den Darlehensantrag

Um ein Darlehen aus dem Ständigen Ausbildungsfonds (PEF) zu beantragen, müssen Sie sich auf der Seite srs.lds.org/pef über Ihr Internetkonto bei der Kirche anmelden und ein Onlineformular ausfüllen.

PEF-Mentoren, die ein solches Internetkonto haben, können auf der PEF-Website auf die Seite für PEF-Mentoren zugreifen.

Wenn Sie vor kurzem auf Mission waren, haben Sie eventuell bereits ein Internetkonto bei der Kirche. Falls Sie keines haben, können Sie unter ldsaccount.lds.org eines einrichten.

Allgemeine Fragen

  1. Was ist das Internetkonto bei der Kirche (LDS Account)?

    Der LDS Account ist das Anmeldesystem (mit Benutzername und Passwort) für die meisten der Websites der Kirche, einschließlich ldsjobs.org, FamilySearch, der Online-Anwendungen für Missionare und der Websites von Gemeinden und Pfählen.

  2. Muss ich Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sein, um ein Internetkonto bei der Kirche nutzen zu können?

    Nein, das muss nicht sein. Zwar hat man als Mitglied der Kirche (Voraussetzung für ein PEF-Darlehen) Zugriff auf weitere Seiten, die nur Mitglieder betreffen, doch kann jeder sich als „Freund“ für ein Konto registrieren (einschließlich Mentoren für das Darlehen, die keine Mitglieder der Kirche sind).

  3. Welche Angaben muss ich bereitstellen, damit ich ein Internetkonto bei der Kirche einrichten kann?

    Wenn Sie ein Mitglied der Kirche sind, brauchen Sie Ihre Mitgliedsschein-Nummer, Ihr Geburtsdatum und eine gültige E-Mail-Adresse. Ihre Mitgliedsschein-Nummer steht auf Ihrem Tempelschein. Auch Ihr Gemeinde- oder Zweigsekretär kann Ihnen hierzu Auskunft geben. Wenn Ihr Mentor kein Mitglied der Kirche ist, muss er Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Land angeben.

    Um auf das PEF-Onlineformular für den Darlehensantrag zuzugreifen, benötigen Sie:

    1. Allgemeine Angaben über sich und Ihre Familie

    2. Die unterschriebene Empfehlung Ihres Priestertumsführers

    3. Den vollständig ausgefüllten PEF-Darlehensplan

      • Angaben zum Mentor

      • Berufsplan

      • Ausbildungsplan

      • Finanzierungsplan für die Ausbildung

      • Bescheinigung des Moderators

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Ich habe zwei Hände zum Arbeiten

Lesen Sie abwechselnd die Geschichte von Arturo vor, einem Mitglied der Kirche aus Peru.

Es ist mir schwergefallen, von Mission nach Hause zu gehen. Ich hatte so viele Ziele und Träume. Aber als ich nach Hause gekommen bin, musste ich mich der Realität stellen. Ich hatte keine Berufsausbildung und nur ein geringes Einkommen. Es war schwierig, eine Arbeitsstelle zu finden.

Schließlich habe ich einen Obststand aufgemacht und mit dem Geld eine Ausbildung bezahlt, meine Familie unterstützt und meinen Zehnten und die Opfergaben gezahlt.

Das habe ich bis September gemacht. Ich war gerade dabei, Obst zu verkaufen, als ein Lastwagen von hinten auf mich zugerast kam und mich anfuhr. Ich wurde gegen eine Wand geschleudert und mein rechtes Bein wurde schwer verletzt. Ich habe es verloren und wurde außerdem auf einem Auge blind. Auch mein rechter Arm und mein linkes Bein waren verletzt.

Nach diesem Unfall hörte ich den Propheten ankündigen, dass die Armut ausgemerzt werden sollte und dass zurückgekehrte Missionare, die nicht genügend finanzielle Mittel hätten, eine Ausbildung erhalten könnten. Für ehrgeizige junge Frauen und Männer wurde der Ständige Ausbildungsfonds ins Leben gerufen. Ich hatte zwar ein Bein und ein Auge verloren, aber nicht meinen Wunsch, zu leben und weiter träumen zu können. Ich habe mich entschlossen, für meine Ziele zu kämpfen.

Dank des Ständigen Ausbildungsfonds habe ich meine Berufsausbildung in drei Jahren abgeschlossen. Und dann wollte ich weitermachen. Ich habe mich für ein Studium beworben und wurde zugelassen.

Ich arbeite im Moment selbständig als Supportspezialist. Ich übernehme für einige Unternehmen von morgens bis etwa 16 Uhr den Kundendienst und den technischen Support. Außerdem repariere ich zu Hause Computer. Abends bin ich an der Universität. Ich gehe um 17 Uhr los, und der Unterricht beginnt um 18 Uhr. Er ist um 23 Uhr zu Ende. Dann nehme ich um etwa 23:30 Uhr ein Taxi und bin zwischen Mitternacht und halb 1 zu Hause. Ich esse etwas, gehe meine Notizen aus dem Unterricht durch und dann gehe ich ins Bett. Am nächsten Morgen stehe ich zeitig auf, um zu arbeiten oder um mir Arbeit zu suchen. Ich arbeite bis 14 oder 15 Uhr. Dann gehe ich wieder zur Universität.

Ich bin dem Herrn sehr dankbar für alles, was ich habe. Ich möchte ihm gern für all das, was er für mich getan hat, etwas zurückgeben. Ich schaffe nicht viel. Ich werde immer in seiner Schuld stehen. Ich arbeite ehrenamtlich im Callcenter des Ständigen Ausbildungsfonds hier im Kirchenbüro.

In zweieinhalb Jahren möchte ich mein Studium als Systemingenieur abgeschlossen haben. In fünf Jahren möchte ich für eine große Firma arbeiten, um meine Familie und eine eigene Familie mit Kindern versorgen zu können.

Es ist mein Ziel, im Tempel zu heiraten. Deswegen studiere und arbeite ich so hart. Und deswegen kämpfe ich jeden Tag weiter.

Ich weiß, dass es nicht einfach wird, aber ich habe gelernt, dass der Herr uns niemals ein Gebot gibt, ohne uns den Weg zu bereiten.

Er hat mir mein Leben gegeben. Er hat mir den Ständigen Ausbildungsfonds gegeben. Er hat mir zwei Hände gegeben, mit denen ich arbeiten kann, einen Kopf zum Denken, einen Mund zum Reden und ein Herz zum Fühlen, mit dem ich meine Träume verwirklichen kann.

Ich weiß, dass alles möglich ist, denn wie Paulus gesagt wurde: „Denn [meine Gnade] erweist ihre Kraft in der Schwachheit.“ Der Herr hat mir geholfen.

Alles, was ich habe – meine Familie, meine Schule, ja, sogar mein Leben –, verdanke ich Gott. Alles stammt aus seiner Hand, und ich bin dankbar dafür.

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