2024
Gemeinde Frankfurt 1 der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Pfahl Frankfurt
Oktober 2024


Aus der Geschichte der Kirche

Gemeinde Frankfurt 1: der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Pfahl Frankfurt

Eine Rückschau zum 130. Geburtstag

Das erste Mitglied kam aus dem Saarrevier,

getauft wurde es aber hier.

In Heddernheim im Niddafluss.

Damit war aber noch lange nicht Schluss.

Dann wurde ein Ehepaar gewonnen.

Dadurch sind immer mehr gekommen.

1894 war es dann so weit

und es hat sich sogleich gezeigt:

Eine Gemeinde wurde gegründet,

das hat man im April verkündet.

Kaum wurde dieses in Frankfurt bekannt,

wurde der Kirche die Tür eingerannt.

Der Geistlichkeit und der Polizei,

der war das nämlich nicht einerlei.

Durch Flugblätter und Zeitungsartikel

wurde ein großer Hass entwickelt.

Als Mitglied war man sich nicht mehr sicher

und wurde zur Polizei geladen.

Die Missionare kamen hinter Gitter

und kamen weiterhin zu Schaden.

Zwei Missionare kamen zur Familie Huck,

geflohen vor der Polizei,

nur weil sie sich in den Schrank geduckt,

kamen sie dadurch wieder frei.

Die Gemeinde wurde einmal geschlossen.

Das hat die Mitglieder nicht sehr verdrossen.

Sie haben in Frankfurts Stadtwald gepredigt

und sich des Auftrags des Herrn entledigt.

Viele sind dadurch zur Kirche gekommen

und die Gemeinde hat zugenommen.

Doch dauerte der Erfolg nicht lange,

denn es blieben nicht all’ bei der Stange.

Der Abfall vom Glauben riss große Lücken.

Viele kehrten der Kirche den Rücken.

Fast 30 Mal musste die Gemeinde flieh’n.

In Wohnungen einen neuen Standort bezieh’n.

Die Landeskirchen bangten um ihre Pfründe.

Hetze war in ihren Augen keine Sünde.

Erst Amerikas Einspruch machte dem ein Ende

und brachte dadurch die große Wende.

Die Gemeinde mietete Räume in Schulen

und anderen großen Räumlichkeiten.

Durch großen Zuwachs war man genötigt,

die Gemeinde sogar zu teilen.

Doch dieses blieb nicht von langer Dauer.

Wieder kam ein großer Abfall-Schauer.

Der 2. Weltkrieg riss ein großes Loch.

Viele Brüder kamen nicht mehr zurück.

Die Hilfe des Herrn erreichte uns doch

und hat uns wieder zusammengerückt.

Durch Pakete aus Amerika

kam uns große Hilfe nah.

Langsam hat die Gemeinde sich erholt,

die Hilfsaktionen dem Herrn gezollt.

Die Missionare sind zurückgekommen

und haben die Arbeit wieder aufgenommen.

1958 war es dann so weit.

Ein eigenes Gemeindehaus wurde bezogen,

durch Fleiß und große Einigkeit

Viele Menschen hat es bewogen,

der Mitglieder große Emsigkeit.

Schließlich war die Kirche so voll,

dass man an größere Räumlichkeiten dachte,

man sich nach einem Bauplatz umsah

und an ein Haus in Eckenheim dachte.

Wieder mussten wir in eine Schule zieh’n

an der Hamburger Allee.

Wieder durften wir die Karre zieh’n,

bei jedem Wetter, bei Eis und Schnee.

Ein Fünftel der Kosten wurde selbst aufgebracht.

Später hat man darüber gelacht.

Elder Monson hat das Haus geweiht,

ein schönes Gemeindehaus weit und breit.

Drin dienten Deutsche und Servicemen,

das kann nur ein Mitglied der Kirche versteh’n.

Über 50 Jahr nimmt’s uns schon auf

und bestimmt dadurch unsres Lebens Lauf.

Doch war die Geschicht’ damit nicht zu Ende.

Wieder kam es zur großen Wende.

Wieder wurde die Gemeinde zu groß,

sodass die Kirche sich dazu entschloss,

drei Teile aus der Gemeinde zu machen.

Nicht allen war dabei zum Lachen.

Nach Bad Vilbel ein Drittel ging.

Zuerst sah man dabei nicht gleich einen Sinn.

Das zweite Drittel ging über den Main.

Das war für viele eher fein.

Sie hatten nicht mehr so weit zu laufen,

zum Lernen und auch mal zum Taufen,

um Bündnisse mit Gott einzugeh’n.

Das kann man im Nachhinein versteh’n.

Als man im Taunus den Tempel baute,

wurde dort eine Gemeinde gegründet,

man auf die Weisheit des Herrn vertraute

und die Gemeinde F 2 beendet,

verteilt auf Höchst, F1 und Offenbach.

Noch mancher trauert ihr lange nach.

Frankfurt-Höchst wurde geschlossen

und Frankfurt 1 hinzugefügt.

Das hat vor allem die Alten verdrossen.

Sie mussten lernen, wie man sich begnügt.

Die Gemeinde Frankfurt vom Durchlauf lebt.

Sie wird von vielen Nationen belebt.

Man findet hier 25 Nationen,

die eine Weile bei uns wohnen.

Studenten, die ihren Master machen

und dann wieder ihre Sachen packen.

Junge Ehepaare mit einem Kind,

auf der Suche nach größerer Wohnung sind,

nach Hanau umzieh’n oder in die Wetterau,

mit Mann, mit Kind und mit der Frau.

Angestellte der Kirchenverwaltung,

die sich einbringen zur Unterrichtsgestaltung.

Natürlich auch die Missionare und -innen,

die ständig neue Menschen gewinnen,

die für eine Weile bleiben,

bis Versetzungen sie vertreiben.

130 Jahre ist die Gemeinde nun alt,

hat vielen eine Heimat geboten

und gab auch vielen einen Halt

mit kirchlichen Gesetzen und Geboten.

Möge der Herr uns gnädig sein,

während wir unsere Zeit ihm weih’n,

mit uns’ren Gaben und Talenten,

die wir der Sache Gottes schenken.

Möge diese Gemeinde besteh’n

und unter dem Schutze Gottes steh’n.

Möge das Evangelium von hier ausgeh’n,

sodass die Menschen es versteh’n,

nicht nur durch die mündliche Botschaft,

sondern durch der Hände Kraft.