Panorama
Auf Jesus Christus blicken und sich nicht fürchten
Salzburg (JW): „Das Buch Mormon ist kein Geschichtsbuch, sondern ein Buch über die Zukunft“, sagte Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel bei seinem Besuch in Deutschland Anfang September 2021. Er sprach in mehreren Versammlungen machtvoll zu Jugendlichen, Erwachsenen, Missionarinnen und Missionaren sowie Führungsbeamten der Kirche aus der Schweiz, Deutschland und Österreich, die seine Worte live aus Stuttgart oder per Videoübertragung von zuhause aus mitverfolgen konnten.
Der Apostel machte klar, dass die Zeit, von der viele Propheten, darunter auch Nephi, gesprochen hätten, bereits gekommen sei. Durch die Bündnisse und Verordnungen des Priestertums habe heute jedes würdige Mitglied der Kirche Zugang zur Macht des Göttlichen, von der in 1 Nephi 14:14 gesprochen werde: „Ich, Nephi, sah die Macht des Lammes Gottes, dass sie auf die Heiligen der Kirche des Lammes herabkam und auf das Bundesvolk des Herrn, das über den ganzen Erdboden zerstreut war; und sie waren mit Rechtschaffenheit und mit der Macht Gottes in großer Herrlichkeit ausgerüstet.“
Elder Bednar forderte jeden Einzelnen auf, sich selbst mit dem Wort und der Lehre Gottes zu befassen, einzelne Schriftstellen wieder und wieder durchzulesen und darüber nachzusinnen. Jeder sollte für sich „fragen, suchen und anklopfen“, um Inspiration durch den Heiligen Geist zu erlangen. Diese Aufgabe, „für sich selbst die Wahrheit herauszufinden“, könne kein Sonntagsschullehrer und auch sonst niemand anderer für einen übernehmen. Die Verordnungen des Priestertums seien anschauliche Unterweisungen, um die Bündnisse des Evangeliums besser zu verstehen; zusammen bildeten sie ein „leichtes Joch“, das den, der Glauben habe und ihnen treu bleibe, mit Jesus Christus und der „Macht des Lammes Gottes“ verbinde.
Die Jungen Erwachsenen ermutigte der Apostel dazu, Menschen zu sein, die selbständig handeln und nicht so sehr auf sich einwirken lassen. Sie sollten auch mutig und im Vertrauen auf göttliche Führung ihre Notizen beiseitelegen und in den Versammlungen frei sprechen. In jedem Fall riet er den Mitgliedern, in einer verwirrenden Zeit, in der zunehmend „Gutes schlecht und Schlechtes gut“ genannt wird und die Grundsätze der Proklamation an die Familie von 1995 verworfen werden, sich nicht zu fürchten, „in jedem Gedanken“ auf den Erretter zu blicken, an seinen Verheißungen festzuhalten und vorwärtszustreben. „Wir wissen, was die Zukunft bringt“, sagte Elder Bednar – es sei seit alter Zeit prophezeit worden. Für die Heiligen sei es in all dem Aufruhr und in der zunehmenden Verwirrung der Letzten Tage unerlässlich, treuen Glauben an den Erretter auszuüben und an heiligen Stätten zu stehen.
Der Apostel wurde von seiner Frau Susan Bednar, Elder Carl B. Cook von der Präsidentschaft der Siebziger und dessen Frau Lynette Cook sowie von führenden Amtsträgerinnen und Amtsträgern aus dem Gebiet begleitet, die ebenfalls den Mitgliedern ihre Botschaften überbrachten.