2025
Keolas Weihnachtsfest
Dezember 2025, Unser Freund


„Keolas Weihnachtsfest“, Unser Freund, Dezember 2025, S. 16f.

Keolas Weihnachtsfest

Ein warmes Gefühl überkam Keola. Er war froh, dass er helfen konnte!

Eine wahre Geschichte aus Australien

Ein Junge umarmt seine Oma; Kinder am Weihnachtsbaum; ein Mann mit einem Wischmopp

„Beeil dich, Pae!“, rief Keola seinem kleinen Bruder zu. „Du schaffst das!“

Keola und seine Familie waren bei Oma und Opa. Mit ihren Cousins und Cousinen spielten sie gerade Zuckerschaufel – ihr Lieblingsspiel zu Weihnachten! Paes Augen waren verbunden, und er hatte eine kleine Schaufel in der Hand. Auf dem Boden lagen Süßigkeiten verteilt, und er versuchte, so viele wie möglich in einen Eimer zu schaufeln.

„Du hast noch fünf Sekunden!“, rief Keolas älterer Bruder Tauinaola. Er stoppte nämlich die Zeit.

„Das ist voll schwer!“ Lachend schob Pae die Schaufel über den Boden und die Süßigkeiten verteilten sich überall.

„Stopp!“, verkündete Tauinaola.

Pae nahm die Augenbinde ab. „Na ja, wenigstens ein paar. Komm, werfen wir Ringe!“

Pae, Tauinaola und ihre Cousins und Cousinen gingen in ein anderes Zimmer. Keola wollte auch mitspielen, aber da sprach Oma ihn an.

„Wie gefällt dir Weihnachten dieses Jahr, Keola?“ Oma bahnte sich über die Süßigkeiten und das Geschenkpapier auf dem Boden ihren Weg und umarmte Keola feste.

„Es ist wunderschön!“, meinte Keola.

Zum Abendessen hatten Keolas Oma, Uroma und Tanten köstliche Speisen von den Philippinen zubereitet. Keolas Lieblingsgericht hieß Pancit: gebratene Reisnudeln mit Hühnchen und Gemüse.

Nach dem Essen hatten alle gemeinsam Lukas 2 gelesen. Mithilfe der Weihnachtskrippe hatten Keola und Pae die Geschichte nacherzählt. Es war schön, gemeinsam an die Geburt Jesu Christi zu denken!

Doch nun war Weihnachten fast vorbei. Keola runzelte die Stirn. „Ich wünschte, Weihnachten würde noch länger dauern.“

„Ich auch. Aber ich bin dankbar, dass wir den Tag heute gemeinsam verbringen.“ Oma drückte Keola noch einmal ganz fest. „So, ich muss aufräumen. Ich bin dann mal in der Küche.“

Keola sah ihr nach. Auch seine Eltern waren in der Küche. Sie halfen den Tanten und Onkeln beim Abwasch. Das Geschirr wurde abgespült und abgetrocknet. Große Lust hatte Keola nicht darauf, aber er wusste auch, dass noch viel gemacht werden musste.

Vielleicht sollte ich helfen, dachte er sich.

Auf dem Boden lagen immer noch Bonbonpapier und Geschenkpapier. Keola holte einen Müllbeutel aus der Küche. Er stopfte das Papier hinein. Dann lief er umher und warf benutzte Servietten und weiteren Abfall in den Müllbeutel. Nach ein paar Minuten war das Zimmer schon viel ordentlicher!

Keola fragte sich, was er noch tun konnte. Sein kleiner Cousin hatte ein paar Bücher angeschaut und seine Spielsachen lagen auch noch herum. Keola räumte alles weg. Die Brettspiele, die noch herumlagen, legte er zurück ins Regal.

Ein warmes Gefühl überkam ihn. Der Heilige Geist ließ ihn spüren, dass er gerade etwas Gutes tat. Er war froh, dass er helfen konnte!

Auch als er ein paar Teller und Gläser in die Küche brachte, war das gute Gefühl noch bei ihm. Seine Mutter stand an der Spüle und lächelte ihm zu.

„Danke für deine Hilfe, Keola“, sagte sie.

Keola lächelte ebenfalls. „Bitteschön.“

Dann half er seinem Onkel, den Küchenboden zu wischen und die Essensreste wegzuräumen. Nun war das Haus blitzeblank!

Bald war es Zeit, wieder nach Hause zu fahren.

Ein Junge schaut in den Sternenhimmel

Keola winkte Oma und Opa zum Abschied zu und ging dann mit Papa, Mama und seinen Brüdern die Straße entlang. Keola lauschte den zirpenden Grillen und sah am Himmel die Sterne leuchten. Er lächelte. Weihnachten war schön gewesen! Er war froh, dass er seiner Familie beim Aufräumen geholfen hatte. Und er wusste, dass sich auch Jesus Christus darüber freute.

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Illustrationen von Mattia Lo Russo