An einem Frühlingstag des Jahres 1820 zog sich der 14-jährige Joseph Smith allein in ein Waldstück unweit seines Elternhauses zurück und betete. Joseph machte sich Sorgen über seinen Stand vor Gott und war verwirrt wegen der sehr unterschiedlichen Aussagen der verschiedenen Kirchen seiner Zeit. Er suchte nach Weisheit und glaubte daran, dass nur Gott sie geben könne. Als Antwort auf sein demütiges Gebet erschienen ihm Gottvater und Jesus Christus. Die göttlichen Antworten damals veränderten Josephs Leben und ändern seither das Leben von Millionen Menschen in aller Welt.
An der historischen Stätte „Heiliger Hain“ kann jeder gerne die Stelle besuchen, wo der junge Joseph Smith diese tiefgreifende Antwort auf sein Gebet erhalten hat. Heute besteht ein Teil der Farm aus naturbelassenem Baumbestand, der dem abgeschiedenen Wäldchen gleicht, in das Joseph zum Beten ging. Verschlungene Waldwege geben dem Besucher einen Raum, wo er in Ruhe über die Ereignisse nachsinnen kann, die sich hier zugetragen haben.
Am 21. September 1823 erschien der Engel Moroni erstmals Joseph Smith, und zwar im Dachgeschoss der kleinen Blockhütte der Familie. Vier Jahre später wohnten Joseph und seine Frau Emma bereits im großen Farmhaus der Familie Smith. Der Zeitpunkt war gekommen, dass Joseph auf dem
Hügel Cumorah die Goldplatten in Empfang nahm. Acht Personen, heute die
acht Zeugen des Buches Mormon genannt, durften im Sommer 1829 dort in der Nähe die Goldplatten sehen. Heute kann man die Farm der Familie Smith sowie die Umgebung, in der sich diese Ereignisse zugetragen haben, besuchen. Auf dem Gelände befinden sich heute ein Empfangszentrum,
Josephs Elternhaus (die Blockhütte), das
Farmhaus der Familie Smith, eine
Dreschscheune und eine
Fassbinder-Werkstatt. Die Gebäude kann man sich bei einer von Missionaren geführten Besichtigung ansehen.