Am 15. Mai 1829 gingen Joseph Smith und sein Schreiber „in den Wald …, um zu beten und den Herrn wegen der Taufe zur Sündenvergebung zu befragen, die wir bei der Übersetzung der Platten [des Buches Mormon] erwähnt gefunden hatten“. Gott erhörte ihr Gebet und sandte einen Engelsboten, nämlich Johannes den Täufer – derselbe, der Jesus Christus getauft hatte. Nachdem Johannes den beiden die Hände aufgelegt hatte, sagte er: „Euch, meinen Mitbrüdern im Dienst, übertrage ich im Namen des Messias das Priestertum Aarons.“
Dann erklärte er, das Aaronische Priestertum habe „die Schlüssel … des Evangeliums der Umkehr und die der Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung“ inne. Er verhieß auch, ihnen werde zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Priestertum übertragen, das „die Macht [habe], zur Gabe des Heiligen Geistes die Hände aufzulegen“. Nachdem Joseph und Oliver das Aaronische Priestertum übertragen worden war, wies Johannes sie an,
einander im nahe gelegenen Susquehanna zu taufen.
Wo genau Johannes der Täufer Joseph und Oliver erschienen ist, weiß man nicht. Es gibt aber einen Weg, der gleich nordwestlich des Besucherzentrums beginnt und zu einem ruhigen Wäldchen mit Ahornbäumen ähnlich dem Ort führt, von dem in den historischen Berichten die Rede ist. Um die Heiligkeit und Schönheit dieses Wäldchens zu bewahren, sind die Besucher angehalten, die markierten Wege nicht zu verlassen, die Natur zu achten und sich nur leise zu unterhalten.
Was Sie erwartet
Die Wege sind nicht Bestandteil der Führung, die an der Gedenkstätte für die Wiederherstellung des Priestertums gebucht werden kann. Sie können sie aber gerne auf eigene Faust erkunden. Es gibt drei Wege, die das Gelände schleifenförmig durchlaufen. Der längste Weg ist knapp 200 Meter lang, der kürzeste rund 50 Meter. Am kurzen Weg sind Schautafeln aufgestellt.
360°-Rundgang